CAD 3D Konstruktionssoftware für Privatgebrauch

Gast #6632547
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Hallo Leute,

nachdem mir jahrelang SketchUp treue Dienste geleistet hat, muss nun was 
Richtiges her. Allerdings fehlt mir im doch recht umfangreichen Angebot 
an CAD Programmen etwas der Überblick. Hat von euch jemand Erfahrung mit 
unterschiedlichen Programmen und kann mir vielleicht ein paar Tipps 
geben, welche mir bei der Auswahl helfen?

Meine bisherigen CAD-Kentnisse:
Sketchup: gut (schon viel damit gearbeitet), Bentley MicroStation: 
mäßig, Altium: sehr gut (Altium hat haber natürlich nichts mit 3D 
Konstruktion zu tun)

Was ich mit der CAD-Software machen will:
- Entwurf und Konstruktion unterschiedlicher DIY Produkte (sei es ein 
Weinflaschenhalter aus Holz, ein Plexiglasgehäuse für eine Elektronik, 
ein Akustik-Wandpaneel oder ein Entwurf einer selber gebauten 
Wohnzimmerleuchte, oder oder oder...)
- Entwurf und Konstruktion von Möbelstücken und Einrichtung
- (Metall-)Teile, welche von CNC Maschine bearbeitet werden sollen (2- 
und 5-Achsen CNC-Fräsen)
- simple Blechkonstruktionen, welche von einer Firma lasergeschnitten 
und gebogen werden sollen
- diverse 3D-Druck Sachen (möchte mir bald einen 3D Drucker kaufen)

Bis auf den 3D-Druck hab ich alles schon gemacht, mehr oder weniger 
erfolgreich. SketchUp hat mich dabei des Öfteren an Grenzen gebracht. 
Vor allem die nicht vorhandene export-Möglichkeit von gebräuchlichen 
Dateiformaten (.dxf, .step, etc) sind hier ein großes Problem.

Da ich handwerklich ein recht aktiver und ambitionierter Mensch bin, der 
auch gerne mal etwas komplexere Sachen angeht, benötige ich nun 
endgültig eine (einsteigerfreundliche) CAD Software die mich dabei 
unterstützt.

SolidWorks und Fusion 360 scheint besonders unter Hobbyanwendern recht 
verbreitet zu sein habe ich den Eindruck. Beide scheinen für 
Privatanwender sogar kostenlos zu sein, wenn ich das richtig verstanden 
habe. Welche Programme würdet ihr so empfehlen und vor allem: warum? 
Welche CAD Programme sind im Hobby- und Amateurbereich am 
verbreitetsten?

Ganz herzlichen Dank schon mal an alle, die Tipps und Ratschläge für 
mich haben!

Liebe Grüße
#6632595
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Ich bin ja auch ein Freund von FreeCAD, aber irgend ’nen Stummfilm zum 
Einstieg würde ich nun nicht empfehlen. Je nach derzeitigem Stand und 
Ziel wären Flowwies Videos (https://www.youtube.com/user/stolz3d) 
vielleicht ein guter Einstieg. Zu beachten wäre da, dass sie auch nur 
die Oberfläche ankratzen, und das auch nur an einer Stelle. FreeCAD 
selbst bietet erstaunlich viele Möglichkeiten – da gibt’s noch sehr viel 
mehr …
1
jack@pc ~/DLs/DLs_Tutorials/FreeCAD % du -hs .
2
15G     .
Gast #6632597
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S. M. schrieb:

> Freecad wie der Name schon sagt ist free

Das stimmt.

> und wie ich finde ziemlich gut.

Naja, ich finde es einigermaßen unbenutzbar. Klar, ein ausgewachsenes 
3D-CAD-Programm erfordert natürlich immer eine Einarbeitung in 
erheblichem Umfang.

Aber es gibt doch Grenzen der Zumutbarkeit...
#6632647
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Lukas schrieb:
> Welche Programme würdet ihr so empfehlen und vor allem: warum?

Designspark Mechanical.
https://designspark.zendesk.com/hc/de/articles/211595109-3D-Engineering-Design-Software-Top-5-Gr%C3%BCnde-DSM-verwenden

Benutze ich für 3D-Druck-Modelle und Planungen beim Möbelbau.
Warum?
Ähnlich wie bei Sketchup, einfach an den Flächen oder Kanten ziehen, 
drücken, drehen.

Freecad hatte ich ausprobiert, ca. eine Woche lang.
Die unterschiedlichen Module verwirren mich einfach. Irgendwie keine 
Linie drin. Aber wie das bei Software so ist: Ansichtssache.
Wer gerne per Parametereingabe konstruiert kommt damit wohl gut klar.
Gast #6632681
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Lukas schrieb:
> SolidWorks und Fusion 360 scheint besonders unter Hobbyanwendern recht
> verbreitet zu sein habe ich den Eindruck. Beide scheinen für
> Privatanwender sogar kostenlos zu sein

Fusion360 gibt es gegen Registrierung für Non-Commercial ein Jahr 
kostenlos und kann dann jeweils um ein weiteres Jahr verlängert werden. 
Diese Option muss man etwas suchen, AD lebt nicht vom Software 
verschenken.
Dafür hat es einen enormen Funktionsumfang und auch Eagle ist ja 
mittlerweile integriert.
Für das Bedienkonzept und die Feinheiten sollte man sich schon 
Einführungsvideos ansehen, da gibt es ja mittlerweile sehr viele.
Blechabwicklung ist mit drin, STL für 3D-Drucker generieren ist mit 
wenigen Klicks erledigt. Auch ein CAM-Prozessor und CNC Simulation sind 
integriert, aber für 5-Achsen braucht man die Professional Version IMHO 
(ca. 500€ pro Jahr).
#6632705
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Wobei 5-Achs Bearbeitung und kostenloses Programm wenig miteinander zu 
tun hat.
Wenn man ne Maschine um ne Viertelmio zur Verfügung hat, dann  wird man 
sich wohl auch das Lizensieren einer dazu passenden Software leisten 
können.
Sonst bringt die teure Maschine nix.
Gast #6632712
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Lukas schrieb:
> Was ich mit der CAD-Software machen will:
> - Entwurf und Konstruktion unterschiedlicher DIY Produkte (sei es ein
> Weinflaschenhalter aus Holz, ein Plexiglasgehäuse für eine Elektronik,
> ein Akustik-Wandpaneel oder ein Entwurf einer selber gebauten
> Wohnzimmerleuchte, oder oder oder...)

Und dafür willst du Sketchup verlassen und dir etwas anderes suchen? 
Vergiß es. Du ärgerst dich bloß.

Bedenke mal, daß Sketchup so ziemlich das einzige 3D Entwurfsprogramm 
ist, das es frei gibt - und daß es recht einfach benutzbar ist. Von 
sowas wie Freecad bin auch ich nicht überzeugt, es hat eine 
Funktionalität, die sich wirklich keinem Anwender freiwillig 
erschließt. Selbst eine lesbare Dokumentation fehlte komplett, als ich 
es mal habe ausprobieren wollen.

Alles andere, was man so kriegen kann, sind eben zusammengekürzte 
Versionen von "großen" Konstruktionsprogrammen, bei denen z.B. die 
3D-Funktionalität fehlt (z.B. Malz&Kassner) oder die nur 30 Tage laufen 
(ZW3D) oder eben Programme wie Fusion360, die NUR per Cloud 
funktionieren. Und von noch anderen Programmen scheint es nicht mal 
funktionable Demos zu geben.

Mein Rat wäre, daß du dich nach allem 3D-Zeugs selber umschaust und wenn 
es eine Demo gibt, diese dann auch mal ausprobierst. Dann kannst du ja 
selber sehen, mit welchem Programm du überhaupt einen Fuß auf den 
Teppich kriegst. Oftmals ist das so, daß einen die Überfülltheit so 
eines Programmes erstmal fast erschlägt und weiters, daß man dann darin 
hilflos herumrudert, weil man zwar weiß, was man eigentlich will, es 
aber nicht in die Funktionalität des Programms umgesetzt kriegt.

Also: nicht hier herumfragen, sondern suchen und ausprobieren. Nur dann, 
wenn du zu einem speziellen Programm eine konkrete Frage hast, lohnt es 
sich, in Foren nachzufragen.

W.S.
Gast #6633708
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pnp schrieb:

> Na wenn du nicht mal die findest...

Ja, wo issi den, ja wo issi denn...

Ich sehe da unzählige Leute mit Problemen schon bei einfachsten 
Operationen. Und so gut wie keine keine vernünftigen Antworten.

Also: dass schon bei einfachsten Operationen solche erheblichen Probleme 
auftreten, spricht möglicherweise deutlich gegen das Konzept der 
Software, zumindest aber ganz sicher deutlich gegen das Konzept des GUI.

Und die Tatsache, dass die Lösungsquote so ist, wie sie ist, zeugt 
davon, dass es nicht wirklich eine "Community" gibt, sondern nur 
Unmassen hilflose potentielle Anwender, die hoffnungsvoll Hilfe in der 
"Community" anfordern, am Ende aber frustriert sagen: LMAA!

Ich sage: Nein, dazu ist mir meine Lebenszeit zu wertvoll. Da löhne ich 
lieber für SolidEdge, AutoCAD oder CATIA. Alles auch nicht wirklich 
leicht zu erlernen, aber da gibt's wenigstens jeweils eine einigermaßen 
brauchbare und aktuelle Dokumentation. Und tatsächlich eine riesige 
Community (weil das viele Leute dienstlich benutzen müssen und die 
deshalb sogar dafür bezahlt werden, den Scheiß zu erlernen).

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