Hallo Leute,
nachdem mir jahrelang SketchUp treue Dienste geleistet hat, muss nun was
Richtiges her. Allerdings fehlt mir im doch recht umfangreichen Angebot
an CAD Programmen etwas der Überblick. Hat von euch jemand Erfahrung mit
unterschiedlichen Programmen und kann mir vielleicht ein paar Tipps
geben, welche mir bei der Auswahl helfen?
Meine bisherigen CAD-Kentnisse:
Sketchup: gut (schon viel damit gearbeitet), Bentley MicroStation:
mäßig, Altium: sehr gut (Altium hat haber natürlich nichts mit 3D
Konstruktion zu tun)
Was ich mit der CAD-Software machen will:
- Entwurf und Konstruktion unterschiedlicher DIY Produkte (sei es ein
Weinflaschenhalter aus Holz, ein Plexiglasgehäuse für eine Elektronik,
ein Akustik-Wandpaneel oder ein Entwurf einer selber gebauten
Wohnzimmerleuchte, oder oder oder...)
- Entwurf und Konstruktion von Möbelstücken und Einrichtung
- (Metall-)Teile, welche von CNC Maschine bearbeitet werden sollen (2-
und 5-Achsen CNC-Fräsen)
- simple Blechkonstruktionen, welche von einer Firma lasergeschnitten
und gebogen werden sollen
- diverse 3D-Druck Sachen (möchte mir bald einen 3D Drucker kaufen)
Bis auf den 3D-Druck hab ich alles schon gemacht, mehr oder weniger
erfolgreich. SketchUp hat mich dabei des Öfteren an Grenzen gebracht.
Vor allem die nicht vorhandene export-Möglichkeit von gebräuchlichen
Dateiformaten (.dxf, .step, etc) sind hier ein großes Problem.
Da ich handwerklich ein recht aktiver und ambitionierter Mensch bin, der
auch gerne mal etwas komplexere Sachen angeht, benötige ich nun
endgültig eine (einsteigerfreundliche) CAD Software die mich dabei
unterstützt.
SolidWorks und Fusion 360 scheint besonders unter Hobbyanwendern recht
verbreitet zu sein habe ich den Eindruck. Beide scheinen für
Privatanwender sogar kostenlos zu sein, wenn ich das richtig verstanden
habe. Welche Programme würdet ihr so empfehlen und vor allem: warum?
Welche CAD Programme sind im Hobby- und Amateurbereich am
verbreitetsten?
Ganz herzlichen Dank schon mal an alle, die Tipps und Ratschläge für
mich haben!
Liebe Grüße
Ich bin ja auch ein Freund von FreeCAD, aber irgend ’nen Stummfilm zum
Einstieg würde ich nun nicht empfehlen. Je nach derzeitigem Stand und
Ziel wären Flowwies Videos (https://www.youtube.com/user/stolz3d)
vielleicht ein guter Einstieg. Zu beachten wäre da, dass sie auch nur
die Oberfläche ankratzen, und das auch nur an einer Stelle. FreeCAD
selbst bietet erstaunlich viele Möglichkeiten – da gibt’s noch sehr viel
mehr …
S. M. schrieb:> Freecad wie der Name schon sagt ist free
Das stimmt.
> und wie ich finde ziemlich gut.
Naja, ich finde es einigermaßen unbenutzbar. Klar, ein ausgewachsenes
3D-CAD-Programm erfordert natürlich immer eine Einarbeitung in
erheblichem Umfang.
Aber es gibt doch Grenzen der Zumutbarkeit...
c-hater schrieb:> Naja, ich finde es einigermaßen unbenutzbar.
Nachdem es eine Riesen Community gibt, würde ich mir an deiner Stelle
mal Gedanken machen, woran es liegt.
Vielleicht daran?
c-hater schrieb:> erfordert natürlich immer eine Einarbeitung
Lukas schrieb:> Welche Programme würdet ihr so empfehlen und vor allem: warum?
Designspark Mechanical.
https://designspark.zendesk.com/hc/de/articles/211595109-3D-Engineering-Design-Software-Top-5-Gr%C3%BCnde-DSM-verwenden
Benutze ich für 3D-Druck-Modelle und Planungen beim Möbelbau.
Warum?
Ähnlich wie bei Sketchup, einfach an den Flächen oder Kanten ziehen,
drücken, drehen.
Freecad hatte ich ausprobiert, ca. eine Woche lang.
Die unterschiedlichen Module verwirren mich einfach. Irgendwie keine
Linie drin. Aber wie das bei Software so ist: Ansichtssache.
Wer gerne per Parametereingabe konstruiert kommt damit wohl gut klar.
Lukas schrieb:> SolidWorks und Fusion 360 scheint besonders unter Hobbyanwendern recht> verbreitet zu sein habe ich den Eindruck. Beide scheinen für> Privatanwender sogar kostenlos zu sein
Fusion360 gibt es gegen Registrierung für Non-Commercial ein Jahr
kostenlos und kann dann jeweils um ein weiteres Jahr verlängert werden.
Diese Option muss man etwas suchen, AD lebt nicht vom Software
verschenken.
Dafür hat es einen enormen Funktionsumfang und auch Eagle ist ja
mittlerweile integriert.
Für das Bedienkonzept und die Feinheiten sollte man sich schon
Einführungsvideos ansehen, da gibt es ja mittlerweile sehr viele.
Blechabwicklung ist mit drin, STL für 3D-Drucker generieren ist mit
wenigen Klicks erledigt. Auch ein CAM-Prozessor und CNC Simulation sind
integriert, aber für 5-Achsen braucht man die Professional Version IMHO
(ca. 500€ pro Jahr).
Wobei 5-Achs Bearbeitung und kostenloses Programm wenig miteinander zu
tun hat.
Wenn man ne Maschine um ne Viertelmio zur Verfügung hat, dann wird man
sich wohl auch das Lizensieren einer dazu passenden Software leisten
können.
Sonst bringt die teure Maschine nix.
Lukas schrieb:> Was ich mit der CAD-Software machen will:> - Entwurf und Konstruktion unterschiedlicher DIY Produkte (sei es ein> Weinflaschenhalter aus Holz, ein Plexiglasgehäuse für eine Elektronik,> ein Akustik-Wandpaneel oder ein Entwurf einer selber gebauten> Wohnzimmerleuchte, oder oder oder...)
Und dafür willst du Sketchup verlassen und dir etwas anderes suchen?
Vergiß es. Du ärgerst dich bloß.
Bedenke mal, daß Sketchup so ziemlich das einzige 3D Entwurfsprogramm
ist, das es frei gibt - und daß es recht einfach benutzbar ist. Von
sowas wie Freecad bin auch ich nicht überzeugt, es hat eine
Funktionalität, die sich wirklich keinem Anwender freiwillig
erschließt. Selbst eine lesbare Dokumentation fehlte komplett, als ich
es mal habe ausprobieren wollen.
Alles andere, was man so kriegen kann, sind eben zusammengekürzte
Versionen von "großen" Konstruktionsprogrammen, bei denen z.B. die
3D-Funktionalität fehlt (z.B. Malz&Kassner) oder die nur 30 Tage laufen
(ZW3D) oder eben Programme wie Fusion360, die NUR per Cloud
funktionieren. Und von noch anderen Programmen scheint es nicht mal
funktionable Demos zu geben.
Mein Rat wäre, daß du dich nach allem 3D-Zeugs selber umschaust und wenn
es eine Demo gibt, diese dann auch mal ausprobierst. Dann kannst du ja
selber sehen, mit welchem Programm du überhaupt einen Fuß auf den
Teppich kriegst. Oftmals ist das so, daß einen die Überfülltheit so
eines Programmes erstmal fast erschlägt und weiters, daß man dann darin
hilflos herumrudert, weil man zwar weiß, was man eigentlich will, es
aber nicht in die Funktionalität des Programms umgesetzt kriegt.
Also: nicht hier herumfragen, sondern suchen und ausprobieren. Nur dann,
wenn du zu einem speziellen Programm eine konkrete Frage hast, lohnt es
sich, in Foren nachzufragen.
W.S.
SolidEdge gibt es für privat auch gratis.
Bin bis jetzt sehr zufrieden damit, habe aber beruflich viel mit
SolidWorks zu tun, daher ist die Umgewöhnung eher einfach
pnp schrieb:> Na wenn du nicht mal die findest...
Ja, wo issi den, ja wo issi denn...
Ich sehe da unzählige Leute mit Problemen schon bei einfachsten
Operationen. Und so gut wie keine keine vernünftigen Antworten.
Also: dass schon bei einfachsten Operationen solche erheblichen Probleme
auftreten, spricht möglicherweise deutlich gegen das Konzept der
Software, zumindest aber ganz sicher deutlich gegen das Konzept des GUI.
Und die Tatsache, dass die Lösungsquote so ist, wie sie ist, zeugt
davon, dass es nicht wirklich eine "Community" gibt, sondern nur
Unmassen hilflose potentielle Anwender, die hoffnungsvoll Hilfe in der
"Community" anfordern, am Ende aber frustriert sagen: LMAA!
Ich sage: Nein, dazu ist mir meine Lebenszeit zu wertvoll. Da löhne ich
lieber für SolidEdge, AutoCAD oder CATIA. Alles auch nicht wirklich
leicht zu erlernen, aber da gibt's wenigstens jeweils eine einigermaßen
brauchbare und aktuelle Dokumentation. Und tatsächlich eine riesige
Community (weil das viele Leute dienstlich benutzen müssen und die
deshalb sogar dafür bezahlt werden, den Scheiß zu erlernen).
Auch cloudbasiert und mittlerweile für Hobbyanwender (wieder) gratis ist
Onshape. Da kommt man mit sehr wenig Einarbeitung sehr schnell sehr
weit. Für kommerzielle Nutzung kostet es $125 pro Monat. Wir haben in
der Firma für gelegentliche Anwendung eine Lizenz für alle.
schau dir mal varicad.com an.
Nutze ich mittlerweile > 3 Jahre und für 3d Zeugs tip top.
Einfach und schnell erlernbar.
Kann man 30 Tage kostenfrei testen.