Kondensator (5,5V 1F) vom Fahrradstandlicht entladen

Gast #6633034
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Hallo,
ich habe hier ein Fahrradrücklicht, welches einen Kondensator mit 1F bei 
5,5 V enthält, welcher die Standlichtfunktion übernimmt.
Die Leuchte lässt sich nicht ausschalten sondern erlischt selbständig 
bei Abfall der Kondensatorspannung auf unter ca. 2,3 V
Das ist nicht gut, denn ich möchte gerne das Licht bei Bedarf sofort 
löschen können.
Ich habe hierzu bereits einen Tasten installiert, jedoch fehlt mir noch 
die entsprechende Schaltung, um den Kondensator zu entladen.
Die Entladung sollte nicht länger als 0,5 Sekunden dauern.
Die eigentliche Schaltung der Lampe möchte ich nich modifizieren.
Mein Gedanke war, einen Widerstand mit dem Kondensator und Taster zu 
verbinden, jedoch fürchte ich, dass ein, sagen wir, 0,66Ohm 5W 
Widerstand das nicht (lange) überleben wird.
Gibt es vielleicht eine schöne Lösung für mein Problem?
Vielen Dank für hilfreiche Ideen,
M.
#6633070
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Deine Idee mit dem Widerstand und dem Taster über den Kondesator ist 
schon richtig.
So ein Widerstand kann kurzfristig deutlich mehr Leistung verbraten.
Ich würde ohne Skrupel einen 1 Ohm .25W (oder zwei parallel, weil ich 
die gerade da hätte) nehmen. Wenn es dann zu lange dauert eben noch 'nen 
Ohm dazu :)
Ich würde mir eher Sorgen um den Taster machen, ob die Kontakte den 
Strom abkönnen.  (bei geschätzt <1k Betätigungen)

Ein früheres Rücklicht hatte extra 2 Kontakte rausgeführt, die man mit 
einem Schlüssel schnell kurzschließen konnte, wenn man denn wollte. (Als 
LED Rücklichter mit Standlichtfunktion noch was seltenes und daher 
Begehrtes waren :) )
Gast #6633268
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hinz schrieb:
> Thyristor ist eine gute Idee, und man muss den nicht aus zwei
> Transistoren aufbauen. So ein kleiner 0,8A Thyristor in TO-92 reicht
> völlig.

..und wo soll der hin? Zwischen elko und Lampenplatine?
Ich möchte doch daran doch nichts verändern.
#6633364
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Teo D. schrieb:
> hinz schrieb:
>> So ein kleiner 0,8A Thyristor in TO-92 reicht
>> völlig.
>
> Um einen 1F Kondensator von 5,5V, in 0,5s auf 2,3V zu entladen,
> braucht es kontinuierliche 6,4A.....

Die der Doppelschichtkondensator aber nicht liefert. Ein typischer 
Goldcap hat um die 30Ω. Deswegen wird das auch nichts mit den 0.5s.

Gerade darum ist die Variante mit den Thyristor ja so genial. Einmal 
"gezündet" schließt er den Goldcap kurz und entlädt ihn so lange, bis 
sein Haltestrom unterschritten ist.

Andererseits bedeutet das auch, daß man aus der Nummer nicht mehr 
rauskommt. Einmal angestoßen, muß man warten bis der Goldcap leer ist.
Gast #6633436
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Also nie, solange der Dynamo in Bewegung bleibt.

Aus dem James-Bond-ich-entkomme-der-Polizei-Fahrrad wurde ein 
Die-Polizei-verpasst-mir-sicher-ein-Mängel-Ticket-Fahrrad.

Gold-Caps dürfen übrigens nicht kurzgeschlossen werden, das wurde von 
deren Herstellern auch die ersten 20 Jahre lang so propagiert.

Der TO92-Thyristor ist Quatsch, die Schaltung ist Quatsch (der Thy kommt 
bei zu niedriger Betriebsspannung nur in einen halbleitenden, nicht 
selbsthaltenden A-Betrieb), die ganze Idee ist Quatsch und auch gar 
nicht zulässig (Bauartveränderung  Strassenverkehrszulassungsordnung). 
Durch den Eingriff verliert die Rückleuchte ihre Typzulassung.
(Firma: Hobbytheoretiker) #6633465
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In Reihe 1 Ohm mit einem Reed-Kontakt in der Lampe. Von Außen mit einem 
rangehaltenen Magnet den Kontakt schließen für 5s, dann ist die LED aus. 
Alles andere korrodiert innerhalb eine Jahres und dann musst Du Dir 
sowieso eine neue Rückleuchte kaufen, da investierst Du ein paar Euro 
mehr für eine mit "Diebstahlschutz", die bereits eine solche Vorrichtung 
besitzt.
Gast #6634443
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Wenn der Goldcap 30R Innenwand hat, dann reichen 20R zum sofortigen 
ausschalten.

Und für die paar mA (~100) reicht ein Mini-Transistor. Das einfachste: 
ein FET mit einem RC von 10s gegen Gnd am Gate (10M||1000nF). Und das 
Gate per Taster an den Cap.

Oder die Selbsthaltung aus 2 Transistoren, die quasi wie ein Thyristor 
wirkt.

Das sind 2 SOT-23 oder so. plus 2 0805

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