Hallo,
ich habe hier ein Fahrradrücklicht, welches einen Kondensator mit 1F bei
5,5 V enthält, welcher die Standlichtfunktion übernimmt.
Die Leuchte lässt sich nicht ausschalten sondern erlischt selbständig
bei Abfall der Kondensatorspannung auf unter ca. 2,3 V
Das ist nicht gut, denn ich möchte gerne das Licht bei Bedarf sofort
löschen können.
Ich habe hierzu bereits einen Tasten installiert, jedoch fehlt mir noch
die entsprechende Schaltung, um den Kondensator zu entladen.
Die Entladung sollte nicht länger als 0,5 Sekunden dauern.
Die eigentliche Schaltung der Lampe möchte ich nich modifizieren.
Mein Gedanke war, einen Widerstand mit dem Kondensator und Taster zu
verbinden, jedoch fürchte ich, dass ein, sagen wir, 0,66Ohm 5W
Widerstand das nicht (lange) überleben wird.
Gibt es vielleicht eine schöne Lösung für mein Problem?
Vielen Dank für hilfreiche Ideen,
M.
Warum nicht einfach einen Schalter vor das Leuchtmittel? Der
Kopndensator ist doch mit im Gehäuse. Ob du nun direkt an dem rumlötest
oder an der Leuchte ist doch dann wurst oder nicht?
Selbst wenn du den Kondensator mit dem Taster kurzschließt dauert es
einige Sekunden bis er ausreichend leer ist. Diese einfachen
Doppelschichtkondensatoren haben einen relativ hohen ESR.
Deine Idee mit dem Widerstand und dem Taster über den Kondesator ist
schon richtig.
So ein Widerstand kann kurzfristig deutlich mehr Leistung verbraten.
Ich würde ohne Skrupel einen 1 Ohm .25W (oder zwei parallel, weil ich
die gerade da hätte) nehmen. Wenn es dann zu lange dauert eben noch 'nen
Ohm dazu :)
Ich würde mir eher Sorgen um den Taster machen, ob die Kontakte den
Strom abkönnen. (bei geschätzt <1k Betätigungen)
Ein früheres Rücklicht hatte extra 2 Kontakte rausgeführt, die man mit
einem Schlüssel schnell kurzschließen konnte, wenn man denn wollte. (Als
LED Rücklichter mit Standlichtfunktion noch was seltenes und daher
Begehrtes waren :) )
Vor meinem geistigen Auge bildet sich so etwas, wie eine
Selbsthalteschaltung, die selbst startet...
Vielleicht mit einem diskreten Tyristor aus zwei Transistoren?
hinz schrieb:> Thyristor ist eine gute Idee, und man muss den nicht aus zwei> Transistoren aufbauen. So ein kleiner 0,8A Thyristor in TO-92 reicht> völlig.
..und wo soll der hin? Zwischen elko und Lampenplatine?
Ich möchte doch daran doch nichts verändern.
hinz schrieb:> So ein kleiner 0,8A Thyristor in TO-92 reicht> völlig.
Um einen 1F Kondensator von 5,5V, in 0,5s auf 2,3V zu entladen, braucht
es kontinuierliche 6,4A.....
Vergiss das mit dem Entladen. Mach das Teil auf oder lass es ganz
bleiben!
Teo D. schrieb:> hinz schrieb:>> So ein kleiner 0,8A Thyristor in TO-92 reicht>> völlig.>> Um einen 1F Kondensator von 5,5V, in 0,5s auf 2,3V zu entladen,> braucht es kontinuierliche 6,4A.....
Die der Doppelschichtkondensator aber nicht liefert. Ein typischer
Goldcap hat um die 30Ω. Deswegen wird das auch nichts mit den 0.5s.
Gerade darum ist die Variante mit den Thyristor ja so genial. Einmal
"gezündet" schließt er den Goldcap kurz und entlädt ihn so lange, bis
sein Haltestrom unterschritten ist.
Andererseits bedeutet das auch, daß man aus der Nummer nicht mehr
rauskommt. Einmal angestoßen, muß man warten bis der Goldcap leer ist.
Also nie, solange der Dynamo in Bewegung bleibt.
Aus dem James-Bond-ich-entkomme-der-Polizei-Fahrrad wurde ein
Die-Polizei-verpasst-mir-sicher-ein-Mängel-Ticket-Fahrrad.
Gold-Caps dürfen übrigens nicht kurzgeschlossen werden, das wurde von
deren Herstellern auch die ersten 20 Jahre lang so propagiert.
Der TO92-Thyristor ist Quatsch, die Schaltung ist Quatsch (der Thy kommt
bei zu niedriger Betriebsspannung nur in einen halbleitenden, nicht
selbsthaltenden A-Betrieb), die ganze Idee ist Quatsch und auch gar
nicht zulässig (Bauartveränderung Strassenverkehrszulassungsordnung).
Durch den Eingriff verliert die Rückleuchte ihre Typzulassung.
Also meine Rückleuchte hat, vom Hersteller vorgesehen, einen Knopf zum
Abschalten. Nebeneffekt ist, das der Kondensator voll bleibt und beim
nächsten Losfahren die Leuchte sofort voll da ist.
In Reihe 1 Ohm mit einem Reed-Kontakt in der Lampe. Von Außen mit einem
rangehaltenen Magnet den Kontakt schließen für 5s, dann ist die LED aus.
Alles andere korrodiert innerhalb eine Jahres und dann musst Du Dir
sowieso eine neue Rückleuchte kaufen, da investierst Du ein paar Euro
mehr für eine mit "Diebstahlschutz", die bereits eine solche Vorrichtung
besitzt.
Merkur schrieb:> Das ist nicht gut, denn ich möchte gerne das Licht bei Bedarf sofort> löschen können.
Erklärst Du mir, reine Neugierde meinerseits, warum das nicht gut ist.
Welche Situationen sind das, die ein sofortiges Verlöschen des
Rücklichts bedürfen?
Dankeschön
LG
Äxl
Axel R. schrieb:> Welche Situationen sind das, die ein sofortiges Verlöschen des> Rücklichts bedürfen?
Einparken vor der Kneipe, aber dann sollte der Scheinwerfer auch aus
sein. Wie oft musste ich das schon erklären...
hinz schrieb:> Aber sonst gehts noch gut?
Er fremdelt halt etwas mit staatsbürgerlicher Ausdrucksweise. Jeder
Andere hätte vermutlich auf § 67 StVZO verwiesen und gut wär's gewesen.
Aber das ist nicht Jedem gegeben.
Bauform B. schrieb:> Einparken vor der Kneipe, aber dann sollte der Scheinwerfer auch aus> sein. Wie oft musste ich das schon erklären...
So langsam gewöhnen sich die Leute hoffentlich daran.
Bei KFZ wird ja inzwischen auch an allen Ecken und Enden herumgefunzelt
ohne dass erkennbar jemand in der Nähe ist.
Wenn der Goldcap 30R Innenwand hat, dann reichen 20R zum sofortigen
ausschalten.
Und für die paar mA (~100) reicht ein Mini-Transistor. Das einfachste:
ein FET mit einem RC von 10s gegen Gnd am Gate (10M||1000nF). Und das
Gate per Taster an den Cap.
Oder die Selbsthaltung aus 2 Transistoren, die quasi wie ein Thyristor
wirkt.
Das sind 2 SOT-23 oder so. plus 2 0805