Kontaktfeder gesucht

OP #6648971
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Hallo zusammen,

gestern habe ich mein Multimeter "repariert" jetzt fehlt eine 
Kontaktfeder aus dem großen Drehschalter zur Funktionsauswahl.
Es handelt sich um ein ELV VA 16
https://de.elv.com/elv-3-in-1-digital-multimeter-va-16-mit-netzwerk-telefonkabel-und-batterietester-072810

Die Feder besteht aus 0.2mm starken Kupfer und verbindet jeweils zwei 
Leiterbahnkreise in einem bestimmten Abstand um die Drehachse.
Breite der Feder sind 3.5mm, der Schnitt in der Mitte dient zur 
Arretierung im richtigen Abstand von der Drehachse, ist aber sonst 
glaube ich nicht wichtig.
Eingebaut (gespannt) ist die Feder 10mm lang.

Ich habe versucht, etwas nachzubauen, aber es sieht so aus als wäre die 
richtige Spannung wichtig - also bräucht ich etwas aus vergleichbarem 
Material.

Tipps aus der Kraut?

(bitte falls notwendig verschieben)
Angehängte Dateien:
OP #6649040
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Andreas B. schrieb:
> Den Staubsaugerbeutel mal durchforsten?

Der ist noch leer. Ich finde das Ding auch ohne Staubsaugen nicht mehr.


Wegstaben V. schrieb:
> kaputtes gelbes 3-EUR-Mutimeter

sieht tatsächlich so aus, als wäre das oft die gleiche Bauart.
https://youtu.be/7ad-jmNYLFw?t=328

Wenn das passt, gerne. Ansonsten gibt es das vielleicht auch als Bauteil 
zu bestellen?

Metpooli schrieb:
> Bronze

Bronze it is.
https://i.pinimg.com/originals/f0/50/17/f05017e648bd8eeee88f0e3c6185a36e.png
Gast #6649510
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Ist schwierig ! Du kannst aus einer primitiven Heftmappe diesen 
gelochten Messing-Streifen herausnehmen, kann man als Kontaktfeder 
'umbauen'. Das hat auch ausreichend Spannung. Aber weißt eh, diese 
Größe... Brauchst jedenfalls eine spitze Miniatur-Garten-/Weinschere, 
sonst derschnippelst das Winzding nicht

Ansonsten kannst mit Moosgummi oder Türdichtungsband oder einem 
Plastikstreifen mit aufgeklebter Kontaktfläche noch probieren, und 
hoffen, daß sie nicht abgestreift wird.

Am Besten wird sein, du suchst noch ein bißchen ..
(Firma: nix) #6649562
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Metpooli schrieb:
> 1. die Feder ist nicht aus Kupfer sondern aus Bronze.

Und zwar Federbronze. Die gibt es in unterschiedlichen Abmessungen als 
Streifen zu kaufen.
Alternativ ein altes Relais zerlegen.
Und wenn nicht im Staubsaugerbeutel, so steckt das Ding in irgendeiner 
Schuhsohle
(frag nicht, woher ich das weiß...)  ;-)

Kann aber auch sein, dass die überhaupt nicht fehlt, nicht immer sind 
beide Schalterseiten gleich bestückt.

Old-Papa
Gast #6649657
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Rudi Ratlos schrieb:
> Heftstreifen (Schnellhefter) heißt das. Gibts auch mit Messing-Blatt.

Messing? Würde mich wundern, das Zeug sollte doch ein paar mal gebogen 
werden können. Die, die bei mir rumliegen sind jedenfalls aus 
eisenhaltigem Material - werden vom Magneten angezogen.
Aber Kontaktfedern aus alten Geräten (Batterie, Relais, einfache Taster 
etc.) kann man schon finden, um daraus eine eigene Konstruktion machen.
(Firma: nix) #6649825
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xpler schrieb:

> und ich eine Spiralfeder mit einer gefetteten Stahlkugel

Was soll denn dieser Unsinn?
Diese Federn stellen den Kontakt zwischen zwei Leiterbahnabschnitten auf 
der Hauptplatine her und zwar genau in dem Abstand des dazwischen 
sichtbaren Schlitzes.

Die Bleche vom Aktenduli sind aus Stahl und gegenüber der 
Originalkontaktfeder monsterdick. Die fräsen dann schon nach ein paar 
Schaltvorgängen die betreffenden Leiterbahnen durch.

Nein, wenn überhaupt, dann Federbronze unter 0,1mm dicke. Es ginge 
vielleicht auch Federbronzedraht, der passend gebogen und dann das 
offene Ende sparsam verlötet wird. Vielleicht auch filigran dünner 
Federstahldraht, wenn der lötbar ist. Löten muss man das offene Ende, 
sonst kippt die Konstruktion um.

Hätte ich das Dingens hier, hätte ich sogar Bock drauf das zu fixen.... 
Material ist sicher vorhanden.

Old-Papa
(Firma: nix) #6649888
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Dr. Pin schrieb:
> Es geht ja nicht um die Feder, das ist ja Kinderkacke.
>
> Der Schalter muss ja anschließend noch richtig funktionieren, nicht
> zufällig mal so oder so...

Na wenn die Feder schon "Kinderkacke" ist, dann doch wohl der Rest erst 
recht.
Bisher haben alle meine Schalterreparaturen funktioniert, teilweise über 
Jahre und bis heute.
"Feinmechanik" war Teil meiner Berufsausbildung, eher sogar 
Feinstmechanik.

Old-Papa
#6652332
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A. S. schrieb:
> der Schnitt in der Mitte dient zur
> Arretierung im richtigen Abstand von der Drehachse, ist aber sonst
> glaube ich nicht wichtig.

ja, die Federn (siehst du ja an den noch vorhandenen) werden damit am 
Drehknebel an ihrer Position festgehalten.

Fehlen dürfte dann also die "äußerste" Feder, also der Bereich links im 
Bild, der unscharf abgebildet ist.
(Firma: nix) #6652776
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Wegstaben V. schrieb:
> A. S. schrieb:
>> der Schnitt in der Mitte dient zur
>> Arretierung im richtigen Abstand von der Drehachse, ist aber sonst
>> glaube ich nicht wichtig.

Wenn wir schon beim Glauben sind:
Herr wirf Hirn!
Mach ein Foto der Platine, dann sieht man das. Was soll denn so eine 
Kontaktfeder auch anders bewirken, wenn sie isoliert in dem Kebel 
befestigt ist (ja, isoliert). Selbstverständlich überbrücken die beiden 
Stege die Leiterbahnen. Anders ist ja kein Schaltkontakt herstellbar.

> ja, die Federn (siehst du ja an den noch vorhandenen) werden damit am
> Drehknebel an ihrer Position festgehalten.

Unsinn, festgehalten werden sie nur durch ihre Vorspannung, in Position 
gehalten werden sie durch Passungen (Aussparungen) im Knebel.
Das Ganze ist Milliardenfach bei fast allen Messprömpelherstellern so 
gebaut, ich staune, dass man das noch erklären muss.

> Fehlen dürfte dann also die "äußerste" Feder, also der Bereich links im
> Bild, der unscharf abgebildet ist.

Kann sein, wenn überhaupt eine fehlt. Ich sehe 6 Federn, also 3 auf 
jeder Seite, Das könnte auch reichen. Allerdings ist die jeweilige 
Position im Knebel wichtig.

Old-Papa
(Firma: nix) #6653126
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A. S. schrieb:
> wenn das so milliardenfach gebaut wird, warum brauchst du noch ein Foto?
> Sorry, ich kann nix dafür, dass morgen Montag ist. Schönen Abend.

Ich brauch kein Foto, habe ich schon dutzendfach gesehen. Der TO sollte 
sich seine Platine allerdings mal ansehen. Und wer meint, der Schlitz 
sei unnötig, der auch.

Hier ein Foto dazu. Die Kontaktfedern überbrücken immer zwei oder auch 
mal drei (bei dreifacher Feder) nebeneinander liegende Leiterbahnen, je 
nach Schaltstellung. Und wenn man die abzählt, weiß man auch, wieviele 
Federn da drin waren.

Old-Papa
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OP #6653559
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ich habe alle positionen mit 6 Federn ausprobiert; Mit 6 Federn bekomme 
ich nur einen Teil der Funktionen des Gerätes. Ich bin ziemlich sicher 
dass es 7 Stück sein müssen.
Meine Platine hat 13 Kozentrische Leiterbahnen, allerdings kontaktieren 
die inneren beiden Federn nur 3 statt 4 verschiedenen Bahnen.

Eine 7. Feder muss also her.
OP #6656207
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Wegstaben V. schrieb:
> ich könnte dir so ein kaputtes gelbes 3-EUR-Mutimeter EUR zuschicken

Hallo zusammen,
ich will nochmal für die Diskussion danken. Der Herr Verbuchsler hat mir 
heute eine Ersatzfeder aus seinem defekten Multimeter geschickt. Die 
Feder passt perfekt und meine ELV Mühle mahlt wieder mit allen 
Funktionen.

Falls jemand vor einem vergleichbaren Problem steht: Ja, es braucht 
wirklich alle sieben Federkontakte. Die Leiterbahnen mit Alkohol zu 
reinigen und die Federspannung einzustellen macht das Ding bei 
Wackelkontakten am Schalter wieder flott.

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