Gast
#6674425
Hallo, von einem Kunden kommt folgende Frage: Er möchte ein großes Magnetventil mit einer 150Hz-230V-Wechselspannung betreiben (Richtig: 150 Hz). Zur Leistungsbegrenzung ist außerdem eine Gleichrichterdiode vorgeschaltet, so dass nur eine Halbwelle genutzt wird. Für die Auslegung möchte der Kunde jetzt wissen, wie warm das Magnetventil wird, wenn es lange Zeit mit 230V/150Hz und der Diode betrieben wird. Leider habe ich keine geeignete Ansteuerung, mit der ich das Magnetventil längere Zeit testweise betreiben und die Erwärmung messen kann. Für eine Leistungsmessung kann ich es aber kurz so ansteuern. Ich messe dabei 133 VA Scheinleistung und 6 W Wirkleistung (d. h. die Blindleistung ist sehr hoch, der Leistungsfaktor sehr klein). Wegen der Diode sind die Messgrößen nicht sinusförmig, das könnte mir für mein Vorhaben Schwierigkeiten bereiten. Kann ich die Erwärmungsmessung mit einer Gleichspannung simulieren, wenn ich an einem Labornetzteil eine Leistung von 6 W einstelle und daran die Magnetspule anschließe? Dann könnte ich aus Spannung und Strom auch den Spulenwiderstand und damit die Spulentemperatur berechnen. Beim Wechselspannungsbetrieb würde die Widerstandszunahme durch die Erwärmung wegen des sehr viel größeren induktiven Anteils wahrscheinlich nicht ins Gewicht fallen. Ist das so machbar oder habe ich einen Denkfehler???