Frage zu Pumpe und FU

Gast #6683066
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Hallo, wenn ich eine einfache Pumpe habe mit einem 3phasigen 
Asynchronmotor, kann man die ohne Probleme mit einem FU regeln (bis zur 
Grenze von 50Hz), oder gäbe es Probleme längerfristig gesehen, wenn man 
die Pumpe z.B. bei zu niedriger Drehzahl betreibt, dass da in der 
Mechanik oder am Motor was kaputt geht, wenn der nicht bei genau 50 Hz 
betrieben wird?
Gast #6683073
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Kannst du runterregeln.
Manche Pumpen haben wegen des Dichtrings ein hohes Losbrechmoment, aber 
wenn sie laufen, ist keine Beschädigung zu erwarten. Sie sollten nur 
nicht ewig bestromt werden wenn sie stehen.
Viele Pumpen haben Lüfterräder die bei halber Drehzahl nur halb so gut 
kühlen, aber eine Pumpe braucht bei halber Drehzahl nur 1/4 der 
Leistung, wird also genug gekühlt.
Pumpen lassen sich wegen der überproportionalen Drehzahl/Leistung 
Kennlinie einfach regeln, sogar mit Vorwiderstand oder Stelltrafo oder 
PWM.
(Firma: Funkenflug Industries) #6683077
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Genau 50Hz braucht der nicht (angepasste Betriebsspannung und genug 
Drehzahl für die Kühlung vorausgesetzt), aber die Pumpen sind oft so 
ausgelegt, daß sie bei 50Hz ihren optimalen Betriebspunkt haben. Sprich 
ein wenig mehr und man überlastet die Pumpe (kann zu Kavitationsschäden 
führen, vor allem bei den schnelldrehenden Exemplaren), ein bißchen 
weniger und Förderleistung/Druckerhöhung sinkt deutlich schneller als 
die Drehzahl.

Worum geht es Dir denn bei dem Experiment, was willst Du erreichen?

Edit:
> sogar mit Vorwiderstand oder Stelltrafo oder PWM.
Das ist mal wieder typischer MaWin-Blödsinn. Von welchem MaWin ist egal, 
aber sowas schreibt man nur wenn man mal einen Wechselstrommotor so 
richtig kräftig abrauchen sehen möchte wenn der seine frequenzabhängige 
Solldrehzahl nicht mehr erreicht.
Gast #6683122
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Ben B. schrieb:
>> sogar mit Vorwiderstand oder Stelltrafo oder PWM.
>
> Das ist mal wieder typischer MaWin-Blödsinn. Von welchem MaWin ist egal,
> aber sowas schreibt man nur wenn man mal einen Wechselstrommotor so
> richtig kräftig abrauchen sehen möchte wenn der seine frequenzabhängige
> Solldrehzahl nicht mehr erreicht.

Ben - da du offensichtlich keine Ahnung hast und nur FUD verbreitest: 
einfach mal die Klappe halten.
Gast #6683137
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Ben B. schrieb:
> Worum geht es Dir denn bei dem Experiment, was willst Du erreichen?

Ich habe eine Bewässerungsanlage und habe mir vor Kurzem noch neue 
Leitungen in mein Gewächshaus gelegt (PE-Rohre). Die hängen aber 
teilweise nur alle 40-50cm mit eine Schelle befestigt sind. Das Problem 
ist, dass ich beim Einschalten Druckstöße in das System kriege und sich 
alles leicht bewegt. Die Pumpe macht bis zu 12 Bar, die Installation ist 
bis 16bar zugelassen. Ein sanftes "Hochlaufen" der Pumpe könnte die 
Druckstöße vielleicht verhindern. Alternativ hab ich noch an einen 
elektrischen Kugelhahn gedacht, der ca. 15 Sekunden braucht, bis er sich 
langsam öffnet.
(Firma: Funkenflug Industries) #6683161
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Fahr die Pumpe aber nicht zu langsam hoch. Da sich Flüssigkeiten nicht 
komprimieren lassen kriegt der Motor sofort recht viel Last sobald die 
Pumpe Druck aufbaut. 15 Sekunden sind deutlich zuviel, probier es 
innerhalb einer Sekunde. Der Motor darf nicht auf einer Satteldrehzahl 
klebenbleiben oder so, sonst geht er kaputt. Also die Hochlauframpe so 
kurz wie möglich, gerade nur so kurz, daß es Dein Problem löst.

<OT>
> Ben - da du offensichtlich keine Ahnung hast und nur
> FUD verbreitest: einfach mal die Klappe halten.
Das sagt der richtige, der allen Ernstes einen 
Wechselstrom-Asynchronmotor einer Pumpe mittels Vorwiderstand regeln 
möchte.
</OT>
#6683197
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Deiner Beschreibung zufolge läuft der Motor schon mal länger am Stück. 
Dann scheidet die von MaWin vorgeschlagene Variante eher aus.
Das mit Vorwiderstand hat man früher durchaus so fabriziert um zum 
Beispiel Hebezeuge, oder in unserem Fall Heber für Materialtransport 
sanft anfahren bzw beim Umschalten von schnell auf langsam bremsen zu 
lassen. Das funktionierte komplett ohne Elektronik. Nur mit 
Klick-Klack-Steuerung.
Leider ist mir der Fachbegriff für die Schaltung entfallen.

Bei mir im Keller läuft seit vielen Jahren eine Pumpe für das Befüllen 
des eines Windkessels mittels FU. Weil die Pumpe ein bisschen wenig 
liefert läuft sie mit ca63Hz sowie 230V Dreieck. Hier ist allerdings, 
anders als bei Dir kein Dauerbetrieb vorhanden sondern immer 
Ausstzbetrieb. Auch wenn der Rasensprenger läuft.

Du kannst also die Pumpe, wie schon gesagt wurde problemlos mit einem FU 
anlaufen lassen.
Jetzt, während ich das schrieb, fällt mir auch der Fachbegriff wieder 
ein: KUSA-Schaltung. Um die zu ergänzen benötigst Du einen dicken 
Widerstand, ein Relais oder Schütz sowie eine Zeitsteuerung.
Im Grunde reicht eine der schon oft diskutierten 
Einschaltstrombegrenzungen wie sie für Transformatoren verwendet wird.
Weiter will ich da jetzt nicht ins Detail gehen.

MfG
Gast #6683198
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Armin X. schrieb:
> Jetzt, während ich das schrieb, fällt mir auch der Fachbegriff wieder
> ein: KUSA-Schaltung. Um die zu ergänzen benötigst Du einen dicken
> Widerstand, ein Relais oder Schütz sowie eine Zeitsteuerung.
> Im Grunde reicht eine der schon oft diskutierten
> Einschaltstrombegrenzungen wie sie für Transformatoren verwendet wird.

Er hat allerdings einen Drehstrommotor, also das ganze mal drei.

Ein fertiger Sanftanlauf wäre da sinnvoller, ein FU aber am besten.
Gast #6683285
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Harry R. schrieb:
> gibt es bei Drehstrommotoren nicht extra Typen, die FU-Betrieb
> vertragen, und "Motorfilter" (Sinusfilter wäre dann noch die
> Luxusversion davon), damit das du/dt der geschalteten Spannung keine
> Schäden an den Lagern macht? (Suche: FU Lagerstrom)
> Falls die Pumpe erschreckend früh Probleme macht, dies im Kopf behalten.

Das was wir verbauen sind "normale". Nix Filter etc.

In den Anfangsjahren soll in Dresden die Motoren der Strassenbahnen am 
FU gestorben sein, aber nicht wegen den lagerströmen (ich hab davon 
schon gelesen, afair kommen die nicht immer vor) sondern wegen der 
mechanischen Belastung der Spulen durch die Frequenz. Aber das ist nur 
höhrensagen.
Persönliche Seite #6683304
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Alte Motoren hatten Probleme an FUs: Wicklungsisolation 
(Spannungsspitzen), Lagerströme, ...
Pumpen an FUs zu betreiben geht, man muss nur auf die Mindestdrehzahl 
achten. Bei langen Leitungen und Höhenunterschieden, kann es auch zum 
Problem kommen, dass du erst ab einer gewissen Drehzahl die Wassersäule 
in Bewegung versetzen kannst und du dann keinen großen Regelbreich hast. 
Hatte mal drei 400kW Trinkwasserpumpen, die brauchten mindestens 40Hz, 
damit sie zu liefern begannen. Die FUs waren aber nur eingesetzt um den 
Wasserschlag zu vermeiden damit ungewollte Springbrunnen in den Straßen 
vermieden werden.
#6683347
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H. H. schrieb:
> Er hat allerdings einen Drehstrommotor, also das ganze mal drei.

NEIN. Braucht er nicht. Das ist ja das praktische an der KUSA-Schaltung
Schau doch mal in dem Link. https://de.wikipedia.org/wiki/KUSA-Schaltung
Da ist sogar ein Schaltbild dabei.
Soll allerdings die Drehzahl dauerhaft verändert werden können kommt man 
um einen FU natürlich nicht herum.

MfG
#6683370
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Kugelfisch schrieb:
--
> Ein sanftes "Hochlaufen" der Pumpe könnte die
> Druckstöße vielleicht verhindern. Alternativ hab ich noch an einen
> elektrischen Kugelhahn gedacht, der ca. 15 Sekunden braucht, bis er sich
> langsam öffnet.

Genau, mach das so...
Denk dran, dass sich das Wasser im Kreislauf erhitzt ;-)


  Druckleitung zum Gewächshaus (max. 6bar Fliessdruck)

               ^
               |
        _______|
Hand o. |      |
Automa- |      |   _________
tisches_|_    _|__|           |
Regel- \ /   |        Pumpe   |
ventil  O    |_____           |========< volle Pulle 400 V/AC
       / \     |  |___________|
        |      |
        |______|
               |
               ^
        Saugleitung


Viel Erfolg!

Ciao
Walter
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Beitrag #6683406 wurde von einem Moderator gelöscht.
(Firma: matzetronics) #6684073
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Kugelfisch schrieb:
> Sollte man immer ein geschirmtes Kabel nehmen, wenn ein Motor an einen
> FU angeschlossen wird?

Schöner ists schon, vor allem, wenn du kein Filter im Ausgang des FU 
hast. Die Dinger erzeugen nun mal steile Flanken mit etwa 325V und das 
im Bereich 10kHz - 100kHz. Die Flanken werden zwar im Motor verrundet, 
aber je länger das Kabel, desto mehr stört es.

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