ARM Beschaltung

OP #402729
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Hi, ich hab da mal zwei Fragen an die ARM-Spezialisten, da ich grad mein
erstes ARM-Board designen will (mit nem LPC2013).

1. Wie genau muss die RS232 Schnittstelle mit dem ARM beschaltet
werden, damit man auch per Bootloader etwas aufspielen kann?
Ich weiss dass die RX und TX Leitungen per MAX-IC verbunden werden
müssen und der P0.14 gejumpert wird wegen dem Bootloader.
Aber gibt es sonst noch was zu beachten in der Beziehung?

2. Müssen zwei Quarze an dem Prozessor dran oder kann man den Quarz für
die RTC wegelassen?

Schonmal Danke fürs lesen :)
Persönliche Seite #402730
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Ein gar nicht so schlechter Ausgangspunkt sind die Evaluationboards von
Olimex, von denen man sich die Schaltpläne herunterladen kann.

Der 2103 (ich nehme mal an, daß Du den meinst) ist beispielsweise hier
http://olimex.com/dev/images/lpc-p2103-sch.gif verschaltet.

Den Quarz für die RTC wird man dann weglassen können, wenn man auf die
Funktion der RTC verzichten will.
Gast #402731
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Olimex ist ein schlechtes Beispiel, weil die mit konstanter
Boshaftigkeit vergessen, die BSL Leitung vergleichbar der Reset-Leitung
durch RS232 steuern zu lassen.

www.embeddedartists.com macht es besser.
Gast #402733
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BSL ist wichtig, bei den olimex boards ist da immer ein jumper den du
zum flashen setzen musst, umständlich... das kann man wenn man eh schon
über rs232 flasht auch über einen IO pin des RS232 lösen.
Gast #402734
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Die offizielle Bootloader-Steuerung für LPCs benutzt RTS und DTR für
Reset und BSL (weiss grad nicht wie herum). Olimex schaltet nur Reset
durch, nicht aber BSL. Musst du immer Jumper ziehen/stecken, das
nervt.

Also das gleiche wie für Reset (Widerstand, Transistor) nochmal für BSL
implementieren.
Gast #402736
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Einfachster Ansatz ist RST und BSL mittels Jumper (RST kann man sogar
per Versorgung an/Versorgung "simulieren"). Das funktioniert schon.
Ich verbinde bei meinen Prototypen dann einfach die Pin-Header der
Jumper mit Taster und Schalter. Ist aber etwas unpraktisch, wie bereit
erwaehnt. (Programmiere selbst meist ueber JTAG-Interface, dann braucht
man den Bootloader nur sehr selten.)

Die Schaltplaene der Evaluation-Boards von Keil sind frei zugaenglich.

Schaltplan fuer deren LPC2103-Board:
http://www.keil.com/arm/mcb2103/mcb2103-schematics.pdf
Dort kann man sich den "Levelshifter" fuer BSL/RST abschauen.

Habe selbst nur deren LPC2138- und LPC2129-Board und hatte damit keine
Probleme mit lpc21isp und dem Philips-Flash-Utility. Wenn moeglichst
hoehe Geschwindigkeit fuer "Bootloader-Programmierung" gewuenscht
wird (115200), sollte ein "Baudratenquarz" eingesetzt werden. Bei
"graden" Frequenzen (z.B. 12 oder 16MHz) war zumindest "hier" nur
mit 38400 eine zuverlaessige Verbindung moeglich. Haengt wohl am
"Autobauding" im Bootloader. Steht wenn recht erinnert auch im Wiki
etwas zu.

Dennoch ist ein Jumper an BSL (evtl. zusaetzlich) eine gute Idee (auch
wenn man nur ueber JTAG-Interface programmieren will), denn damit hat
man auch bei "provisiorischer" Verkabelung (nur RX/TX) noch die
Moeglichkeit den Chip zu loeschen, falls mit den Leseschutz aktiviert
hat.

Betr. der zweiten Frage: den 32kHz-Quarz kann man auch weglassen. Die
LPC RTC kann auch vom "Haupttackt" getrieben werden (zumindest bei
LPC2106, LPC2138 und LPC2129). Bin aber grade nicht wirklich sicher, ob
ohne 32kHz-XTAL die RTC auch im "Tiefschlaf" weiterlaeuft (analog
async timer bei AVR). Ich wuerde den 32kHz-XTAL im Layout vorsehen -
kann man spaeter immer noch weglassen.

Hoffe, es hilft - viel Spass beim Einstieg in die "ARM-Welt"
Martin Thomas

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