2021 gab es Abi-Mathe-Prüfungen in Bayern.
Ja, mir Bayern trinken nicht nur Bier, sondern haben auch was im Hirn
und nicht nur Lederhosen an!
Wer von euch als erster fertig ist kriegt eine Maß Bier?
Für Nordlichter:
Eine Maß Bier ist 1 Liter.
NEIN!! Das ist echt!
MÜNCHEN - Schüler laufen Sturm: Trotz der Corona-Pandemie sei das Niveau
der Mathematik-Aufgaben in der Abitur-Prüfung 2021 hoch gewesen - zu
hoch. Sie haben bereits eine Petition gestartet.
Thomas R. schrieb:> Für Nordlichter:> Eine Maß Bier ist 1 Liter.
Interessiert hier kein Schwein, nicht einmal die ost- und Mitteldeutsche
0,5 Liter Variante.
Mein Abitur sah ähnlich aus.
Wenn man es gerade vorher im Unterricht intensiv gelernt und verstanden
hat, ist es etwas anderes, als sie Jahre später lösen zu wollen.
Das ist ja leider ein kleines Problem unseres Schulsystems. Man lernt
für die nächste Klausur und eben nicht für's Leben...
Thomas R. schrieb:> Ja, mir Bayern trinken nicht nur Bier, sondern haben auch was im Hirn> und nicht nur Lederhosen an!Thomas R. schrieb:> Schüler laufen Sturm: Trotz der Corona-Pandemie sei das Niveau der> Mathematik-Aufgaben in der Abitur-Prüfung 2021 hoch gewesen - zu hoch.
Was möchtest du jetzt damit aussagen? Dass die bayerischen Schüler halt
doch mehr Bier als Hirn im Kopf gehabt haben?
Thomas R. schrieb:> MÜNCHEN - Schüler laufen Sturm: Trotz der Corona-Pandemie sei das Niveau> der Mathematik-Aufgaben in der Abitur-Prüfung 2021 hoch gewesen - zu> hoch. Sie haben bereits eine Petition gestartet.
Ach, das ist doch jedes Jahr so. Jeder Jahrgang denkt, bei ihm wäre das
Abitur besonders schwer und unfair gewesen. Und dann kriegt doch die
Hälfte eine 1,x.
Dieter H. schrieb:> das sind aufgaen eines 10. klässlers. werte- und definiionsbereich einer> funktion, etwas integrieren und differenzieren.
Ich warte auf deine Lösungen, du hast 1.5h Zeit.
Thomas R. schrieb:> In Köln ist eine Maß 200ml Kölnerbier.
Also ist davon auszugehen, dass in den Köpfen der Kölner Schüler 800 ml
Hirn mehr übrig geblieben ist als bei den bayerischen Schülern und sie
deswegen alle Aufgaben spielend gelöst haben, oder? :)
Thomas R. schrieb:> Dieter H. schrieb:>> das sind aufgaen eines 10. klässlers. werte- und definiionsbereich einer>> funktion, etwas integrieren und differenzieren.>> Ich warte auf deine Lösungen, du hast 1.5h Zeit.
Um Groucho Marx zu zitieren:
"Dieser Vertrag ist so einfach, ein Vierjähriger könnte ihn verstehen!
Los, bringt mir einen Vierjährigen!"
Thomas R. schrieb:> Ich warte auf deine Lösungen, du hast 1.5h Zeit.
Wenn ein Schüler tatsächlich alle Aufgaben aus dem PDF-Dokument in 1,5 h
gelöst hat, dann Hut ab.
Das war aber gar nicht gefordert, denn die Schüler mussten nur die
Hälfte der Aufgaben lösen (wobei der Fachlehrer entscheidet, welche
Hälfte) und hatten dafür die dreifache Zeit, nämlich 4,5 h zur
Verfügung.
Damit reduziert sich der Schwierigkeitsgrad auf ein Sechstel.
Für die erste Analysisaufgabe (Umkehrfunktion von exp(2x+1)) sind somit
9 Minuten und 20 Sekunden vorgesehen. Das sollte doch zu schaffen sein.
Das alles kann man hier nachlesen:
https://abiturma.de/abitur-bayern/
In dem PDF fehlt übrigens eine Stochastikaufgabe aus Teil A mit 5
Punkten. Wenn diese auf dem Aufgabenblatt in der Prüfung ebenfalls
gefehlt hat, konnten die Schüler nur 115 der 120 Punkte erreichen, was
zurecht ein Grund für Protest wäre. Ich gehe aber mal davon aus, dass in
der Prüfung die Aufgaben vollständig waren.
das abitur ist jedes jahr zu schwer in der hoffnung, dass man noch ein
paar punkte abstauben kann durch eine nutzlose petition, die jeder in
2min zusammenklickt.
Thomas R. schrieb:> Das ist so, weil die Kölner nicht so viel aushalten!
nö. Das ist so weil die Kölner gern schnell was frisches kaltes haben
wollen, und nicht ne Std. an eine schweren Ton-Pot nuckeln wollen.
Was das ABi da angeht. So muss ich gerade an den Spruch eines Richters
aus "Law & Order" denken.
Zitat : "Wenn beide sauer sind, hab ich es richtig entschieden". ;)
Thomas R. schrieb:> Ja, mir Bayern trinken nicht nur Bier, sondern haben auch was im Hirn> und nicht nur Lederhosen an!
Ihr tragt eure Lederhosen über dem Kopf?
Und zum Bier trinken müsst ihr dann den Hosenlatz öffnen oder wie?
Da was Sinnvolleres:
die Vorbereitungsaufgaben mit Lösungen:
https://abiturma.de/mathe-abituraufgaben/bayern/probeabitur/analysis/a1#aufgabe
Ist halt die Frage, ob man das Prinzip der 'Vorbereitung' verstanden
hat.
Also Schema F auswendig gelernt und dann bei kleinen Abweichungen
komplett verloren. Oder sich durch eigene Anstrengung in die Lage
versetzt das Beste aus seinen Fähigkeiten zu machen.
Es geht halt nicht um eine Bierwette.
Alter weißer Mann schrieb im Beitrag #6697746:
> Mal ganz im ernst, obwohl ich seid einigen Jahren nicht mehr in der> Materie bin wüsste ich bei 70% der Aufgaben sofort wie diese gelöst> werden.
Ich bitte dich, Boomer. Das glaubst du wohl selbst nicht.
Ihr hattet zu eurer Zeit zwar keine Taschenrechner, was aber nicht
bedeutet, dass ihr es schwerer hattet.
Die sogenannte "Jugend von heute" hat andere Fähigkeiten, z. B.
ordentliche Fremdsprachen- und IT-Kenntnisse. Das kann ich von den
meisten Boomern bei mir im Konzern nicht behaupten.
Wen interessieren Stammfunktionen in 95 % der Jobs?
No Boomer schrieb:> ordentliche Fremdsprachen- und IT-Kenntnisse
Jetzt behaupte doch mal die berühmten Söhne Bayerns hätten keine
Fremdsprachenkenntnisse Stoiber zum Beispiel kann sogar fast
Hochdeutsch:
https://www.youtube.com/watch?v=f7TboWvVERU
Dieter H. schrieb:> das sind aufgaen eines 10. klässlers. werte- und definiionsbereich einer> funktion, etwas integrieren und differenzieren.
Und was hat der feine Herr so in der 12. gemacht?
Netian schrieb im Beitrag #6697752:
> Alter weißer Mann schrieb im Beitrag #6697746:>> [...]>> Gibt es eigentlich schon einen Gender-Gedöns LK ?>> Ach du Scheisse! Jetzt laufen diese Typen hier auch schon auf. Warum> können die sich nicht auf die asozialen Medien wie Facebook & Co.> beschränken?
Das liegt vermutlich daran, daß fast jeder gesunde Mensch so oder
ähnlich denkt. Und weil eher die Mutigen das Maul aufmachen kommt es dir
so vor, als wären das nur einige.
No Boomer schrieb:> Die sogenannte "Jugend von heute" hat andere Fähigkeiten, z. B.> ordentliche Fremdsprachen- und IT-Kenntnisse.
...ein erfolgreicher Twitter-Login hat nichts mit IT-Kenntnissen zu tun.
Auch wenn fast jeder meiner Altersgenossen mit Hochschulabschluß
wahrscheinlich mal mit Programmierung im Studium zu tun hatte ist die
Aussage, das wir Jüngeren ordentliche IT-Kenntnisse hätten, blanker
Unsinn.
No Boomer schrieb:> Die sogenannte "Jugend von heute" hat andere Fähigkeiten, z. B.> ordentliche Fremdsprachen- und IT-Kenntnisse. Das kann ich von den> meisten Boomern bei mir im Konzern nicht behaupten.
IT-Kenntnisse kann ich so nicht bestätigen. Mein jüngerer Bruder und
seine Freunde fragen immer mich, wenn sie irgendein Laptop-Problem
haben, dessen Lösung eine Google-Suche entfernt ist. Die wachsen alle
mit ihren iPhones auf. Selbst im Informatikstudium haben immer weniger
Leute überhaupt einen richtigen PC. Wie soll man mit diesem Tablet-Zeug,
wo nichts schief gehen kann, auch was lernen?
Wenn ich die "alt" Ingenieure heute so betrachte, merke ich, es sind
auch nur Menschen! Bei manchen denke ich mir dann, der wä(h)r besser
Maurer geworden ;-)
Weich W. schrieb:> IT-Kenntnisse kann ich so nicht bestätigen. Mein jüngerer Bruder und> seine Freunde fragen immer mich, wenn sie irgendein Laptop-Problem> haben, dessen Lösung eine Google-Suche entfernt ist.
Das erstaunt mich wieder. Dachte die heutige Jugend wäre IT affiner,
auch im Umgang mit den Geräten aber anscheinend haben analytische und
Problemlösungsfähigkeiten stark abgenommen denke ich.
Die wachsen alle
> mit ihren iPhones auf. Selbst im Informatikstudium haben immer weniger> Leute überhaupt einen richtigen PC. Wie soll man mit diesem Tablet-Zeug,> wo nichts schief gehen kann, auch was lernen?
Das stimmt, die sind wiederum gut, jede trendige App zu kennen und in
Lichtgeschwindigkeit zu bedienen. Selten hat jemand noch einen PC, oder
stellt sich einen zusammen bzw. bastelt etwas.
Wenn was kaputt ist, besorgt man sich gleich einen neuen, oder man hat
einen trendigen Apfel, da ist nix mit basteln. Gibt natürlich wie immer,
auch Ausnahmen.
klausi schrieb:> Das erstaunt mich wieder. Dachte die heutige Jugend wäre IT affiner,> auch im Umgang mit den Geräten aber anscheinend haben analytische und> Problemlösungsfähigkeiten stark abgenommen denke ich.
Die Geräte und Apps werden halt immer idiotensicherer und
minimalistischer. Da haben sich ja auch die weltbesten Designer und
Psychologen drangesetzt, um das so einfach wie möglich zu machen.
Interessanterweise werden die Menschen aber trotzem immer einsamer,
obwohl sie mit dem Handy/Tablet ja theoretisch wieder überall hin
könnten und nicht mehr vorm PC sitzen müssen.
Wieso 1,5h Bearbeitungszeit?
Für die Abituraufgaben des Leistungskurses hatten wir vor 25 Jahren 4h
(Schul- oder sogar Zeitstunden?) Zeit, hat sich das geändert?
Nach Ablauf der Sperrfrist hatte ich mir die Klausuren 1 oder 2 Jahre
nach dem Abitur tatsächlich nochmal angeschaut: Was soll ich sagen, ich
hatte schon damals nix mehr davon verstanden, was ich schrieb ;-)
Abri♻♻birne schrieb:> mir tun die Kinder leid: solche "Prüfungen" sind sowas am real life> vorbei, das was man tatsächlich im Leben braucht ist nur schwer wieder> aufzuholenMarkus schrieb:> Nach Ablauf der Sperrfrist hatte ich mir die Klausuren 1 oder 2 Jahre> nach dem Abitur tatsächlich nochmal angeschaut: Was soll ich sagen, ich> hatte schon damals nix mehr davon verstanden, was ich schrieb ;-)
Zwei verschiedene Beiträge zitiert, die unterschiedlich scheinen, aber
das gleiche aussagen: Wir haben viel Zeugs gelernt, welches wir danach
nie brauchten. Also raus damit aus dem Kopf.
Ich habe eine Lehrerin mal gefragt, was ich im Leben mit Integralen
anfangen kann und wieso wir z.B. nicht Sinnvolles lernen wie
Erste-Hilfe-Skills.
Eine Antwort habe ich nicht bekommen. Sie fühlte sich sichtbar in ihrer
Lehrer-Ehre verletzt.
Und obwohl wir in der Schule nur Grundlagen lernen, sind etwa
Religionslehrer selten in der Lage, Mathematik zu unterrichten. Was
lernen wir daraus? Auch Lehrer verdrängen Gelerntes und flüchten ins
Spezielle.
Rainer Z. schrieb:> Ich habe eine Lehrerin mal gefragt, was ich im Leben mit Integralen> anfangen kann und wieso wir z.B. nicht Sinnvolles lernen wie> Erste-Hilfe-Skills.
absolut richtig: die Bildung (in D) gehört an den 21 Jahrhundert
angepasst und nicht umgekehrt
Netian schrieb im Beitrag #6697885:
> Wühlhase schrieb:>> Das liegt vermutlich daran, daß fast jeder gesunde Mensch so oder>> ähnlich denkt.>> Du definierst garantiert nicht, wer oder was gesund ist. Das ist nicht> nur ein dummes Argument von Dir, sondern klingt verdammt nach> Querdenker.
Oh, ein Profi Denunziant (entschuldige "Denunziant*In"). Wenn einer 2x2
= 4 sagt und der "Falsche" sagt es stimmt, dann ist man durch dessen
Zustimmung ein Nazi/Querdenker. Leute wie du sind das Gift unserer
Gesellschaft. Auf den Inhalt wird nicht mehr gehört, statt dessen schaut
man direkt auf welchem Weg man die Nazi Keule auspacken kann.
Solch komplizierte Aufgaben, wie ganz oben angegeben, lösen zu
können, führt doch, zumindest bei uns in D, i.d.R.zu völliger
Falsch-Qualifikation.
Jedenfalls dann, wenn man als Doktor(iNNen)arbeit ein wirklich
anspruchvolles und systemrelevantes Thema, wie z.B.:
"Person und Gewissen. Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und
Erfordernissen heutiger Gewissensbildung"
https://de.wikipedia.org/wiki/Annette_Schavan#Plagiatsvorw%C3%BCrfe,_Aberkennung_des_Doktorgrads_und_R%C3%BCcktritt
abarbeiten muss.
(Auch kar, dass man bei solch komplexen Themen schon mal den
Überblick verlieren kann -nicht nur beim Abschreiben- ...)
Georg M. schrieb:> Die Definition aber sagt:> Der Gewinn ist die Differenz zwischen Einnahmen und Kosten.
Und wie hoch sind deine Kosten bei dem Glücksspiel?
Georg M. schrieb:> Excel sagt:
Und was sagst du?
Rainer Z. schrieb:> Zwei verschiedene Beiträge zitiert, die unterschiedlich scheinen, aber> das gleiche aussagen: Wir haben viel Zeugs gelernt, welches wir danach> nie brauchten. Also raus damit aus dem Kopf.
Sehe ich anders. Ist wie Vokabellernen für Französisch. Oder
Hauptstädte: Wenn ich nachher Regelungstechnik studiere, brauche ich die
Hauptstadt von Lettland nicht. Als Übersetzer, Politiker oder
WWM-Moderator ist mir egal, was eine Umkehrfunktion ist.
Ein Abitur ist keine Lebensertüchtigung, die auf Mietverträge und
Genderfeinheiten vorbereitet, sondern auf ein Studium. Sich den Hintern
abwischen, Nudeln kochen oder sein Geld verpulvern sollten Familie und
Gesellschaft vermitteln. Leider wird es bald die Schule tun müssen, wenn
alles individualisiert und gerecht werden soll.
> Die sogenannte "Jugend von heute" hat andere Fähigkeiten, z. B.> ordentliche Fremdsprachen- und IT-Kenntnisse. Das kann ich von den> meisten Boomern bei mir im Konzern nicht behaupten.
IT-Kenntnisse hat die heutige Jugend eher nicht. Viele kennen nur ihr
Smartphone und haben selbst da keine Ahnung. Wir Boomer haben in unserer
Freizeit noch Eproms für den C64 gebrannt, IRQs und Adressen mittels
Jumper am PC konfiguriert, mit einem Hex-Editor Dateien manipuliert,
Assembler programmiert, Software mittels config-Dateien konfiguriert,
Festplatten partitioniert und verschiedene Betriebssysteme installiert,
FTP und andere Server aufgesetzt, WLAN-Antennen gebaut - und können
deshalb auch aktuelle Software bedienen auch wenn sich die Bedienung von
Version zu Version etwas ändert. Für all das brauchen wir keine Schulung
sondern können uns auch etwas selber aneignen.
Sebastian R. schrieb:> Das ist ja leider ein kleines Problem unseres Schulsystems. Man lernt> für die nächste Klausur und eben nicht für's Leben...
Sie wollen nur sehn ob du was taugst, dein späteres Leben ist denen
egal. Du wirst nie wieder von denen hören.
Boomer schrieb:> Für all das brauchen wir keine Schulung sondern können uns auch etwas> selber aneignen.
Krass.
Wie man so dumm sein kann.
Deine Kinderfreizeitbeschäftigung hat dich wohl verblenden lassen.
Heute benutzen die 'Kinder' einen ESP32, und programmieren genau so oder
viel besser, setzen Jumper, flashen, eben derselbe einfache
'Arduino'-Level, den du auch damals konntest weil er dich intellektuell
nicht überfordert hat.
Boomer schrieb:> IT-Kenntnisse hat die heutige Jugend eher nicht.
Der alte Sack auch nicht. PC/Tablet/iPhone sind heute verdongelt und
ersticken in zu viel Programmcode, zu schlechter Dokumentation,
absichtlicher Obscurity und können nur noch oberflächlich verstanden
werden, auch von Experten die höchstens noch ihr Spezialgebiet "Programm
xy" in depth kennen.
Das, was 1980 den Grossrechnern angekreidet wurde, und weswegen sich PC
euphorisch verbreitet haben, hat der heutige PC, Tablet oder iPhone
locker an Komplexität hinter sich gelassen, und an Zentralisierung
(Amazon Cloud) überboten.
Schon seit 1990 lautet der übliche Tip bei Fehlfunktionen nur:
installiere neu, denn zur Ursachenanalyse reichte es nicht mehr.
Inzwischen ist man nicht mal mehr in der Lage, ausgelieferte
PC/Tablet/iPhones an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, zu komplex, zu
verdongelt, zu sehr bestimmt von kommerziellen Interessen , wie HDCP auf
PC oder Werbung auf dem Smartphone.
Ebenso, wie die jüngere Generation das Interesse an Autos verliert, weil
sie sieht, wie die Eltern mit Schrott ab Werk und exorbitanten Betriebs-
und Reparaturkosten zu kämpfen haben, hat auch das Interesse an IT
Internas nachgelassen - kein Kind verschwendet seine Lebenszeit mehr so
wie du an PC Krämpfe.
Das ABI soll nur zeigen, dass du dich mit ausreichendem Elan an jede auf
den Tisch gekippte Aufgabe machst um sie in vorgegebener Zeit zur
Zufriedenheit des Bosses zu erledigen - der Inhalt ist dabei völlig
egal, auch im späteren Leben gibt dir dein Boss gerade die
uninteressanten Jobs.
MaWin schrieb:> Das ABI soll nur zeigen, dass du dich mit ausreichendem Elan an jede auf> den Tisch gekippte Aufgabe machst um sie in vorgegebener Zeit zur> Zufriedenheit des Bosses zu erledigen -
Dazu haben die meisten Hochschullehrer eine deutlich abweichende
Meinung, was daran liegen könnte, dass sie es es gerne sehen, wenn die
Studierenden der Vorlesung folgen können.
Percy N. schrieb:> Dazu haben die meisten Hochschullehrer eine deutlich abweichende> Meinung, was daran liegen könnte, dass sie es es gerne sehen, wenn die> Studierenden der Vorlesung folgen können.
Wer sich mit ausreichendem Elan mit dem Studium beschäftigt kann der
Vorlesung folgen, und sei sie noch so langweilig, didaktisch krude oder
gerade in Corona Zeiten technisch mies.
Inhalte kann sich der Student ja bei ausreichendem Elan woandersher
holen, wenn der Prof nicht in der Lage ist, sie zu vermitteln.
MaWin schrieb:> Inhalte kann sich der Student ja bei ausreichendem Elan woandersher> holen, wenn der Prof nicht in der Lage ist, sie zu vermitteln.
Ohne profinde Kenntnis der Mathematik wird das in vielen Fächern nichts.
Leider scheint es bei manchen Abiturienten nicht einmal fpr den Dreisatz
zu reichen.
Wer als Fremdsprachen nur Englisch und Russisch hatte, wird in
Romanistik ein Problem haben.
Wer Chemie und Bio abgewählt hat, wird in Medizin scheitern.
Da hilft auch kein Elan.
@TO:
Unabhängig von allem, was in diesem Thread geschrieben wurde:
vielen Dank für's Einstellen dieser Aufgaben.
Ich finde es immer interessant, zu sehen, wo das Abi-Niveau in
Mathematik heute so liegt. Ausserdem erinnert mich das an meine eigene
Schulzeit (Abi 1984).
MaWin schrieb:> Ebenso, wie die jüngere Generation das Interesse an Autos verliert, weil> sie sieht, wie die Eltern mit Schrott ab Werk und exorbitanten Betriebs-> und Reparaturkosten zu kämpfen haben
Auch in Bayern.
https://www.br.de/nachrichten/bayern/trend-jugendliche-machen-seltener-den-fuehrerschein,SHADXhl
Aber wie verträgt sich das damit???
Thomas R. schrieb:> Ja, mir Bayern trinken nicht nur Bier, sondern haben auch was im Hirn> und nicht nur Lederhosen an!> Wer von euch als erster fertig ist kriegt eine Maß Bier?> Für Nordlichter:> Eine Maß Bier ist 1 Liter.
Der TO ist vermutlich ein längst pensionierter Lehrer.
In einem Flächenland wie Bayern machen praktisch alle Jugendlichen den
Führerschein, auch wenn das der politisch-korrekten
Meinungsbildungsabteilung des bayrischen Rindfunks nicht passt.
In der reichlich vorhandenen Pampa gehts gar nicht anders, zweitgrösstes
Bundesland...
Städte wie Kelheim, 18.000 Einwohner, wurden von der Deutschen Bahn "vom
Netz genommen", werden einfach nicht mehr angefahren. Studieren in der
nächstgelegenen Universitätsstadt Regensburg (Distanz 28km) heisst dann
entweder
- gemütlich auf der Bundesstrasse nach Regensburg zuckeln 0,5h
- oder 1,5h mit zweimal Umsteigen im ÖPNV.
Was machen die meisten?
Selberfahren...
Nichtverzweifelter schrieb:> oder 1,5h mit zweimal Umsteigen im ÖPNV.
Das geht auch innerhalb von Hamburg. In Berlin sieht es möglicherweise
ähnlich aus. Das soll vermutlich so sein:
"Raumordnungsgesetz (ROG)
§ 2 Grundsätze der Raumordnung
(1) Die Grundsätze der Raumordnung sind im Sinne der Leitvorstellung
einer nachhaltigen Raumentwicklung nach § 1 Abs. 2 anzuwenden und durch
Festlegungen in Raumordnungsplänen zu konkretisieren, soweit dies
erforderlich ist.
(2) Grundsätze der Raumordnung sind insbesondere:
1.
Im Gesamtraum der Bundesrepublik Deutschland und in seinen Teilräumen
sind ausgeglichene soziale, infrastrukturelle, wirtschaftliche,
ökologische und kulturelle Verhältnisse anzustreben ..."
https://www.gesetze-im-internet.de/rog_2008/__2.html
Den Pressemeldungen bezüglich jener Petition ist zu entnehmen, dass sich
bereits 17.000 Unterzeichner eingetragen haben, dass es dasselbe
Geschehen bereits im Vorjahr gegeben hat.
Dieses Jahr ist es aber anders, der zuständige Bildungsminister ist von
den "Freien Wählern" und die kann der Wähler bereits im kommenden
September abstrafen, einige Zehntausend Nichtwähler sind da schon eine
Hausnummer. Dann wirds halt nichts mit dem gewünschten Einzug der FW in
den Deutschen Bundestag. Die Petition des Vorjahres hatte nichts
gebracht, aber reale Stimmverluste in diesem Jahr eröffnen immerhin die
Genugtuung der Sanktionierung.
Nur so lernen Politiker. Am Wahltag, nur da.
Für Eltern, Lehrer und die volljährigen Abiturienten (und damit
Erstwähler) besteht also die Möglichkeit:
Pfingstferien, Zweitkorrektur abwarten, Reaktion "der Politik" abwarten,
Sommerurlaub machen, dann wählen. Ganz nach eigenem Gusto...
Abri♻♻birne schrieb:> mir tun die Kinder leid: solche "Prüfungen" sind sowas am real life> vorbei, das was man tatsächlich im Leben braucht ist nur schwer wieder> aufzuholen
Meine Eltern hatten vor über 40 Jahren in der Schule noch
Prozentrechnung gelernt und wie man eine Banküberweisung tätigt und wie
man einen Brief schreibt. Nach dieser Zeit gingen die relevanten
Lehrinhalte fürs Leben gegen Null und die Abiturienten bringen
heutzutage kaum noch einen fehlerfreien deutschen Satz auf die Reihe.
Von Prozentrechnung und einfachem Dreisatz ganz zu schweigen. Hauptsache
man kann Algorithmen aus der höheren Mathematik unter Zeitdruck
auswendig anwenden. Logisches Denken wird mit heutiger Schulmathematik
nicht gefördert und in Fächern wie Deutsch und anderen Laberfächern ist
es gänzlich unerwünscht.
Rainer Z. schrieb:> Georg M. schrieb:>> Internationale Mathematik-Olympiade 2019, Statistik>> http://www.imo-official.org/year_country_r.aspx?year=2019>> Und wo sind die Bayern? Ha ha ha!
Die waren mit ihrer bayerntypisch extrem schwierigen Klassenarbeit noch
nicht fertig und haben deswegen den Flieger bzw. den Zug zur IMO
verpasst ;-)
OLaf schrieb:> Meine Eltern hatten vor über 40 Jahren in der Schule noch> Prozentrechnung gelernt und wie man eine Banküberweisung tätigt und wie> man einen Brief schreibt. Nach dieser Zeit gingen die relevanten> Lehrinhalte fürs Leben gegen Null und die Abiturienten bringen> heutzutage kaum noch einen fehlerfreien deutschen Satz auf die Reihe.
Was das Matheabitur betrifft, habe ich nicht das Gefühl, dass sich in
den letzten Jahrzehnten bzgl. des Inhalts und des Schwierigkeitsgrads
arg viel geändert hat.
> Von Prozentrechnung und einfachem Dreisatz ganz zu schweigen.
War der Dreisatz jemals ein Thema im Gymnasium? Ich dachte, so etwas
hätte es nur in der Hauptschule gegeben.
> Hauptsache man kann Algorithmen aus der höheren Mathematik unter> Zeitdruck auswendig anwenden.
Zumindest bei der bayerischen Abiturprüfung wurde ja von einigen Leuten
kritisiert, dass ein paar Aufgaben mit dabei waren, die nicht so ohne
weiteres nach Schema F gelöst werden konnten. Demnach ist Kreativität
bei der Lösungsfindung wohl durchaus ein Thema, vermutlich sogar mehr
als früher. Die Frage ist natürlich, ob diese Kreativität im Unterricht
auch trainiert wurde, oder die Schüler in der Prüfung tatsächlich ins
kalte Wasser geschmissen worden sind. Das kann ich nicht beurteilen,
weil ich schon lange keine Schule mehr von innen gesehen habe :)
> Wenn ein Schüler tatsächlich alle Aufgaben aus dem PDF-Dokument in 1,5 h> gelöst hat, dann Hut ab.> Das war aber gar nicht gefordert, denn die Schüler mussten nur die> Hälfte der Aufgaben lösen (wobei der Fachlehrer entscheidet, welche> Hälfte) und hatten dafür die dreifache Zeit, nämlich 4,5 h zur> Verfügung.> Damit reduziert sich der Schwierigkeitsgrad auf ein Sechstel.> Für die erste Analysisaufgabe (Umkehrfunktion von exp(2x+1)) sind somit> 9 Minuten .
Ich find eigentlich auch die Hälfte der Aufgaben zu viel und sie sind zu
einfach. Das sieht alles nach Schema F aus.
Fpgakuechle K. schrieb:> Allerdings bezieht sich das nicht auf den Analysis-Teil wie vom TE> angehangen (sowas ist inzwischen Abi-Standard) sonder auf Geometrie und> Stochastik.
Nun, die oben im Beispiel angegebene Stochastikaufgabe bestand zur
Hälfte daraus, nach der in der Aufgabe mitgeteilten Vorschrift die drei
gegebenen Werte in einer bestimmten Reihenfolge abzuschreiben. Was eine
Binomialverteilung ist, sollte ein Abiturient auch ahnen.
Im Podcast erwähnt wird eine "relative Standardabweichung", also das,
was man gemeinhin als Variationskoeffizient kennt. Warum der in
Schulbüchern nicht auftauchen sollte, ist mir ein Rätsel. Zu meiner
Oberstufenzeit (70er Jahre) hatten wir in Hamburg, zunächst zum
Amüsement der Schüler, Stochastik-Lehrbücher des Bayerischen
Schulbuchverlags. Recht bald war uns klar, warum die Freie und
Hansestadt ihre Stochastik-Lehrbücher ausgerechnet aus dem Freistaat
bezogen hatte: man konnte damit herrlich arbeiten. Sollte das heute
anders sein?