Bärtramm schrieb:
> Die Fritzboxen sollen ja das Heim- und Gastnetz komplett trennen. Ich
> kann aber das jeweils andere Gateway (xxx.xxx.xxx.1) anpingen.
Logisch. Beides ist letztlich die Fritzbox. Was dazu führt, das du auf
die Anfrage zum Gateway des jeweils anderen Netzes zuerst mal ein
ICMP-Redirect bekommst, was auf die Fritzbox-Adresse in deinem Netz
verweist. An die geht dann die Anfrage wirklich.
Sprich: egal, welche Adresse der Fritzbox du anpingst: effektiv pingst
du immer nur ihre Gateway-Adresse in deinem eigenen Netz an.
> Andere
> Teilnehmer aber nicht.
Also alles, wie es sein sollte.
> Weiterhin habe ich dem Gastnetz nur einen Zeitserver in die
> Freigabeliste geschrieben. Updates usw. gehen auch nicht, aber trotzdem
> kann ich aus dem Gastnetz ins Internet pingen (z.B. www.heise.de).
Ping ist ICMP. Das wird nicht durch die Freigabeliste beeinflußt,
ausgehend ist das immer offen, auch für Gäste. ICMP Richtung Internet
allerdings wird generell etwas gefiltert, dies aber für Gäste- und
Heimnetz gleichermaßen.
> Soll das alles so sein
Ja.
> oder kann das ein Sicherheitsproblem sein?
Jain. Eine entsprechende Software im Gästenetz kann diese "Lücken"
natürlich nutzen, um Information zu transportieren. Allerdings nur in
recht geringem Umfang und relativ unzuverlässig. Effektiv kann diese
Software das rausschicken, was sie selber weiss und zusätzlich einige
wenige Informationen über die Fritzbox, die direkt von außen nicht zu
ermitteln wären, aber andererseits für einen Angreifer außen auch nicht
gerade sehr nützlich sind. Denn die Software, die diese Information
übermittelt, ist ja bereits innen und verfügt bereits über diese
Informationen.
Also ich würde das jetzt nicht direkt als "Sicherheitsproblem"
titulieren.