PFC? Wozu diese Ladekondensatorschaltung im Schaltnetzteil?

Gast #6712359
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Bei der Reparatur eines kleinen IKEA-Steckernetzteils ist mir
eine interessante Ladekondensatoranordnung aufgefallen.

Ich habe sie herausgezeichnet und in LTspice simuliert.
Soll das ein PFC ohne Drossel sein?

Mir war diese Schaltung bis heute völlig unbekannt.
Wer kann genaueres dazu sagen?

Wolf.
Angehängte Dateien:
#6712645
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Weil ich mich gerade mit Schaltnetzteilen beschäftige eine 
Verständnissfrage: Ist diese PFC (CFL) durch den Gesetzgeber gefordert ?

Ein kleines IKEA-Steckernetzteil wird nach meinem Verständnis die
Netzqualität kaum beeinträchtigen oder gibt es andere Vorteile z.B.
Wirkungsgrad ?
Gast #6712954
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Peter R. schrieb:
> Für Steckernetzgeräte mit wenigen W Leistung dürfte die Frage nach PFC
> wohl nicht so dringend sein.

Wenn der N-Leiter zu deinem Haus doppelt so stark ist wie die 
Außenleiter..

Ich hatte den Fall, daß 27 LED-Leuchten je 20W installiert wurden auf 3 
Phasen. Der N-Leiter (1,5qmm) wurde warm. Die waren ohne PFC.
#6713092
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streitet jetzt nicht dumm herum, bleibt beim Thema des treads:

"eine kleines Steckernetzteil und seine Schaltung".

Das hat wenige W, keine 27x20W = 540W

Meiner Ansicht nach werden dadurch die LEDs mit stetigerem Strom 
versorgt und bringen keinen so starken Stroboskopeffekt. PFC dürfte nur 
ein Nebeneffekt sein, wobei bei wenigen W  keine PFC-Maßnahmen 
erforderlich sind. siehe iec...
Gast #6713147
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Peter R. schrieb:
> Meiner Ansicht nach

Die Schaltung versorgt einen Sperrwandler und liefert
geglättete 24V.
Das würde er mit der üblichen Gleichrichter-Ladekondensator
Anordnung vielleicht sogar noch besser machen.

Ich meine die haben den PFC aus dem Grund gemacht, den
Helge angesprochen hat.

Übrigens ist dieses und einige weitere Netzteile durch Überspannung
 (Sternpunktverschiebung E-Check !)
gestorben.
In allen Netzteilen haben die VDRs die Feinsicherung kommen lassen.
Jedoch sind die 400V Ladekondensatoren geplatzt.
Bei dem Ikea nicht, weil 250V+250V=500V. Da musste ich wirklich nur
die Feinsicherung und den VDR tauschen.
Die Netzteile ohne VDR waren natürlich volles Programm.
Gast #6713163
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folgedemwolf schrieb:
> Soll das ein PFC ohne Drossel sein?

Ja, funktioniert aber etwas besser mit R seriell zur
"mittleren" / "umgekehrten" Diode. Und gräm' Dich nicht,
diese Schaltung kannte ich auch sehr lange nicht (sie
wurde schon vor 2000 erfunden, und ich sah sie erst um
2010 rum in einem E-Ballast zum ersten mal).

Ein paar Infos dazu, such' Dir aus, was Dich anspricht:

https://www.google.com/search?q=valley-fill+passive+pfc

folgedemwolf schrieb:
> Soll das ein PFC ohne Drossel sein?

Ja, schon. Aktiv/geschaltet gibt es aber auch mit Cs:

https://www.google.com/search?q=switched+capacitor+pfc
Gast #6713205
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H. H. schrieb:
> folgedemwolf schrieb:
>> H. H. schrieb:
>>> folgedemwolf schrieb:
>>>> Ich meine die haben den PFC aus dem Grund gemacht,
>>>
>>> Die haben das gemacht, weil es gesetzlich vorgeschrieben ist.
>>
>> Bei 7VA ist das vorgeschrieben? ;-)
>
> Ja.

Wens genauer interessiert, der lese Seiten 35/36/37 im Anhang.
Gast #6713615
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H. H. schrieb:
> Wens genauer interessiert, der lese Seiten 35/36/37 im Anhang.

Also ich lese da was von unter 25W freiwillig.

Wenn ich mal wieder so ein Netzteil mit 230V,115V Umschalter am
Gleichrichter mit zwei Ladeelkos in die Finger bekomme,
prüfe ich ob es mit 140V Gleichspannung noch arbeitet.
Wenn ja, baue ich das dann auf valley fill um.
Natürlich muss es in der Lage sein, die Welligkeit
auszuregeln.
Gast #6713663
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folgedemwolf schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Wens genauer interessiert, der lese Seiten 35/36/37 im Anhang.
>
> Also ich lese da was von unter 25W freiwillig.

Nix freiwillig! Bis 25W sind nur die Anforderungen geringer.

Allerdings hatte ich die falschen Seitennummern angegeben, gemeint waren 
S.21/22/23, eben Kapitel "2.4.3.2 DIN EN 61000-3-2".

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