Hallo, Für die trockene Lagerung von Halbleitern etc. gibt es für viel Geld Trockenlagerschränke (Raumtemperatur). Mich interessiert, wie die Lufttrocknung so effizient funktioniert. Da werden Luftfeuchtigkeitswerte von zum Teil 0,xx% erreicht. Welche Technik steckt dahinter? Mit Kondensationstrocknung wird es wahrscheinlich nicht so trocken werden. Es gibt aber auch die chemische (hygroskopische) Möglichkeit, bei der das Trocknungsmittel dann wieder durch Erwärmung getrocknet wird. Gibt es andere technische Lösungen, um auf so niedrige Feuchtigkeitswerte zu kommen? Weiß jemand, wie diese Trockenlagerschränke im Detail funktionieren? Danke, Stefan
Gast
#6735531
Moin, Bei unseren Townern wird einfach getrocknete Druckluft vom vorhandenen Druckluftsystem eingeblasen (aber langsam). Die Türme selbst haben gar kein Trocknungssystem eingebaut. https://de.wikipedia.org/wiki/Druckluftk%C3%A4ltetrockner schönen Gruß, Alex
Gast
#6735589
Stefan M. schrieb: > Mit Kondensationstrocknung wird es wahrscheinlich nicht so trocken > werden. Vor allem ist die notwendige Kühlung mit hohem Energieverbrauch verbunden. Georg
Gast
#6735793
Moin, Stefan M. schrieb: > Mich interessiert, wie die Lufttrocknung so effizient funktioniert. > Da werden Luftfeuchtigkeitswerte von zum Teil 0,xx% erreicht. > > Welche Technik steckt dahinter? > Mit Kondensationstrocknung wird es wahrscheinlich nicht so trocken > werden. So trocken muss es zum Glück auch nicht werden. Dass es Systeme mit 0,x% Feuchtigkeit gibt ist schön und gut, aber wer braucht das schon. Ich finde auf die schnelle keine richtige Vorgabe, aber so als Anhaltspunkt: "Um dem IPC-Standard gerecht zu werden, lagern die Bauteile im SMD-Lagersystem bei 40°C und einer Luftfeuchtigkeit von unter 5 Prozent." (https://www.birkholz.eu/smd-trockenlager.php) Bei uns werden die Teile bei Raumtemperatur auf ca. 5% gehalten und das funktioniert wunderbar auch für recht empfindliche LEDs. schönen Gruß, Alex
Alex schrieb: > So trocken muss es zum Glück auch nicht werden. Dass es Systeme mit 0,x% > Feuchtigkeit gibt ist schön und gut, aber wer braucht das schon. Das stimmt, 5% ist wohl für technische Anwendungen völlig ausreichend. Ich denke schon seit einiger Zeit darüber nach, wie man sowas kostengünstig selbst bauen kann, ohne das man immer wieder selbst das Trocknungsmittel regenerieren muss. Also ein permanent elektrisch versorgter Aufbau, der nahezu wartungsfrei einfach läuft.
Wie wär's mit einem alten Kühlschrank in den man einen Luftentfeuchter
reintut?
Die Dichtungen vom Kühlschrank müssten ausreichend dicht sein.
Der Luftentfeuchter macht dann den Rest ("Heizen" und Wasser rausziehen)
73
Gast
#6736446
Stefan M. schrieb: > der nahezu wartungsfrei einfach läuft. Letzten Jahrtausend habe ich einfach aufsteigend Wärme einer Glühlampe genutzt, um Werkzeug im feuchten Keller trocken zu halten. Um Schaltkreise lötfähig zu halten, gibt es sicher bessere Varianten. Man sollte aber auch an die erhöhte statische Aufladung bei recht trockener Luft kleiner 40% denken. Bei chemischen Trockenmitteln bin ich mir nicht so sicher, wie Metalle darauf reagieren. Beschlagene Anschlüsse sind kein Vorteil.
Absorptionsentfeuchter. Munters, Condair, DST etc pp.. Hersteller gibt es viele. Gemein haben sie den Silicagelrotor. Der Hobbyist nimmt einen dichten unfunktionalen Kühlschrank und legt 2 stk 1 kg Silicagelbeutel rein. Die kommen dann ab und an in den Ofen in der Küche zum dörren. BTW: Man braucht nicht die Tütchen aus den Schuhkartons über Jahrzehnte sammeln. Man kann das beutelweise kaufen.
Sebastian L. schrieb: > Der Hobbyist nimmt einen dichten unfunktionalen Kühlschrank Genau das war auch mein Gedanke. Momentan habe ich diese Plastikboxen mit Sebastian L. schrieb: > Tütchen aus den Schuhkartons Aber der Kühlschrank wäre doch chick! Wie oft müsste man dann die Sebastian L. schrieb: > 2 stk 1 kg Silicagelbeutel regenerieren? Und wie sind diese billigst-Entfeuchter, wie z.B.: https://www.emag.ro/dezumidificator-dh-800-maltec-107528/pd/DF7F68BBM/ Für ein KS-Volumen wäre doch das genug. Was müsste man umbauen? Momentan bin ich auch sehr interessiert an so einer Lösung, vor allem für Filament! Gruss Chregu
Gast
#6737860
Manuelle regenerierung funktioniert nur wenn du bei 40% bleiben willst, wen man aber bei 5% sein will, dann lieber was automatisches. Zudem braucht es eine Heizung auf 40 grad.
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