verteilte Wicklung Induktivität berechnen

Gast #6735888
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Die Größe "Induktivität" oder auch der induktive Widerstand entsteht, 
weil in der Spule bei einer Stromänderung durch das entstehende 
Magnetfeld eine Gegenspannung erzeugt wird. Bei einem Motor hängt die 
"Gegenspannung" von der Wicklung selbst aber auch von der Bewegung 
(Drehzahl) des Rotors ab. Eine einfach Berechnung einer 
Motorinduktivität (beispielsweise für ein Ersatzschaltbild) ist deshalb 
so nicht möglich. Das war jetzt grob vereinfacht erklärt, erfüllt aber 
hoffentlich seinen Zweck.
(Firma: L-E-A) #6741992
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Peterson schrieb:
> Hallo,
> (...) aber wie berechne ich die Induktivität bei einer
> verteilten Wicklung?

Rechne doch einfach so, wie die Induktivität definiert ist, also als der 
Quotient aus dem mit den Spulen der zu untersuchenden Wicklung 
verkettenen magnetischen Fluss und dem elektrischen Strom, der diesen 
Fluss erzeugt:
.

Es gibt hier zwei sinnvolle Induktivitäten: die differentielle 
Induktivität im aktuellen Arbeitspunkt und die mittlere Induktivität. 
Stichwort: Sättigung.

Zur Berechnung der differentiellen änderst Du den Strom in der 
betrachteten Wicklung um einen kleinen Betrag
, ermittelst die Änderung der Flussverkettung
 und berechnest wieder den Quotienten aus beiden.

Für die mittlere setzt Du den Strom zu 0, ermitteltst wieder die 
Änderung der Flussverkettung und berechnest erneut den Quotienten.

Die Flussverkettung kann man einfach in einem LUA-Skript über die 
Funktion mo_getcircuitproperties() ermitteln.

Grüßle
Volker

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