Poti "nach hinten" verlegen? Ideen?

OP #6738634
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Hallo ihr,

ich habe 2 Potis in der Frontplatte eines Netzteils - bzw. da sollen 2 
Potis hin. Der Platz ist aber so knapp, dass ich die Potis nicht beide 
untereinander/nebeneinander in die Frontplatte einsetzen kann. Die 
kommen sich gegenseitig in die Quere, mir fehlen etwa 5mm.

Ich hatte nun überlegt, ob ich nicht eines der Potis quasi nach hinten 
verlegen könnte, um etwa 3-4cm. Dann müsste ich aber mehrere Probleme 
lösen:

* Der Drehregler müsste verlängert werden. Ich hätte eine Gewindestange 
und entsprechende Kupplungen da.
* Schwieriger: Die Gewindestange müsste doch irgendwie an der Front 
fixiert werden, damit es Stabilität hat? Ich kann sie ja aber schlecht 
fixieren, sie muss ja drehbar bleiben.
* Das Poti muss befestigt werden. Es hat keine 
Befestigungsmöglichkeiten, da es ja eigentlich durch eine Frontplatte 
gesteckt und mit einer Mutter gesichert wird.

Was mir dazu einfällt: Ich müsste in das Gehäuse ein Winkelblech 
schrauben, mit einem Loch an passender Stelle, da das Poti durchstecken 
und mit der Mutter sichern. Und dann einfach hoffen bzw. davon ausgehen, 
dass mit der "Verlängerung", also der Gewindestange, welche durch die 
Kupplungen mit dem Poti verbunden ist, nicht zuviel Instabilität 
entsteht.

Gibt es noch andere Ideen dazu? Ich hoffe, das war anschaulich 
beschrieben.

Lg,
Chris
Gast #6738642
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Tja, da hast du dich ja irgendwie in eine Ecke gebastelt ;)

Es geht aber genau so wie beschrieben, und ist auch nicht besonders 
unüblich. Also Poti befestigen, Welle verlängern, Lagerung in der 
Frontplatte.

Zum Beispiel in älteren, analogen Oszilloskopen sitzen die Potis oft 
genau an der Stelle auf der Platine, wo das Signal vorbeikommt. Die 
Achsen werden dann nach draußen verlängert. Auch bei Audioverstärkern 
sieht man das manchmal für Lautstärkepotis oder Quellenwahlschalter.

Eine Gewindestange ist hierfür aber nicht das richtige. Eher ein 
"Vollrund"-Material - Kunststoff, Alu oder Stahl. Dazu gibt es sogar 
passende Verbindungshülsen mit Madenschrauben zu kaufen.

In die Frontplatte kommt dann eine passende Buchse, die als Gleitlager 
fungiert und die radialen Kräfte aufnimmt. Auch so etwas gibt es (bzw. 
gab es früher mal) für genau diesen Zweck zu kaufen. Im Prinzip ist das 
so eine Art Poti-Vorderteil, nur eben ohne das Poti. Vielleicht kannst 
du einfach ein weiteres Poti kaufen und das so ausweiden, dass es als 
Wellenhalterung dienen kann?
Gast #6738643
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#6738648
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Chris T. schrieb:
> * Schwieriger: Die Gewindestange müsste doch irgendwie an der Front
> fixiert werden, damit es Stabilität hat? Ich kann sie ja aber schlecht
> fixieren, sie muss ja drehbar bleiben.

Da ist gar nix schwierig!

Das Loch in der Frontplatte (etwas größer als der Achsdurchmesser)
dient als Gegenlager - es wird ja nicht tausende Male in kurzer Zeit
gedreht...

> * Das Poti muss befestigt werden. Es hat keine
> Befestigungsmöglichkeiten, da es ja eigentlich durch eine Frontplatte
> gesteckt und mit einer Mutter gesichert wird.

Dann baust Du einen Z-Winkel oder U-Winkel mit passenden Maßen
- etwas Messen mit der Schiebelehre schadet Dir sicher nicht...;-)

Der Winkel wird mit dem anderen Poti mitgeschraubt, das zweite Poti
weiter hinten befestigt, die Achse muss natürlich fluchten mit der
Bohrung in der Frontplatte...

Aber ein bisserl anstrengen musst Du Deinen Grips schon und eine
Maßzeichnung erstellen...
Moderator #6738705
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Nimm kleinere Potis. Wenn der Platz nicht einmal für die kleinsten 
Frontplattenpotis reicht, kommt noch ein ganz anderes Problem hinzu: Man 
kann mit normal dicken Fingern die Potis nicht mehr drehen, ohne am 
benachbarten Drehknopf zu streifen und diesen damit ebenfalls zu 
verstellen.

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