Gute Tag,
vorweg, ich habe so nicht viel Ahnung von Elektronik, deshalb wäre ich
an professioneller Hilfe interessiert.
Für meine Masterarbeit muss ich 36V Gleichspannung mit einem Schalter
an- und ausschalten können. Es ist eine ohmsche Last. Jetzt habe ich an
einigen Stellen gelesen, dass gewöhnliche Kippschalter nicht für so hohe
Gleichströme ausgelegt sind.
Gibt es Schalter, die ca. 10 A bei 36 Volt schalten können? Was wären
die Alternativen? Ich dachte man könnte mit den 36 V auch ein 48V Relais
schalten, dass dann die Last einschaltet. Funktioniert das?
Danke und Grüße
Torsten
Torsten schrieb:> deshalb wäre ich an professioneller Hilfe interessiert.
Deine Anforderung kritisch, aber machbar, Thema Lichtbogenlöschung.
Suche Kontakt zur Anwendungsberatung von z.B. Kaco oder Schrack, die
kennen ihre Produkte.
Keine Ahnung aber du musst mit Elektrik rumspielen?
Hast Du bäcker studiert und musst den Ofen reparieren?
Also daß man in der Masterarbeit etwas voll Fachfremdes machen muss, das
ist mir neu.
Torsten schrieb:> Für meine Masterarbeit muss ich 36V Gleichspannung mit einem Schalter> an- und ausschalten können. Es ist eine ohmsche Last. Jetzt habe ich an> einigen Stellen gelesen, dass gewöhnliche Kippschalter nicht für so hohe> Gleichströme ausgelegt sind.>> Gibt es Schalter, die ca. 10 A bei 36 Volt schalten können?
Ich habe jetzt keine große Lust, Kataloge zu wälzen.
Aber die Kombination 10A/36V= ist schon zuviel für die meisten. Kann
aber sein, daß es welche gibt.
Torsten schrieb:> Ich dachte man könnte mit den 36 V auch ein 48V Relais> schalten, dass dann die Last einschaltet. Funktioniert das?
Wahrscheinlich geht es. Ein Relais wird auch mit etwas weniger schalten.
Du könntest aber auch aus den 36V 24V machen, und dann ein 24V-Relais
nehmen.
Hallo Torsten,
Torsten schrieb:> Gibt es Schalter, die ca. 10 A bei 36 Volt schalten können? Was wären
Ja, aber Du hast noch eine zweite Restriktion vorgegeben, s.u..
> die Alternativen? Ich dachte man könnte mit den 36 V auch ein 48V Relais> schalten, dass dann die Last einschaltet. Funktioniert das?
Diese Information gibt Dir das Datenblatt des Relais.
Große Elektronikdistributoren (wie z.B. Digikey) und Händler bieten Dir
eine sogenannte parametrische Suche an. Damit kannst Du schnell
potenzielle Hersteller ausfindig machen.
Du hast zwei Probleme:
1. Du willst 10A bei 36V schalten können. Das ist schon ambitioniert.
2. Auch die Schaltspannung soll 36V betragen.
Ich bezweifele, dass Du eine Lösung für Bedingung 1 und 2 findest.
Wenn Du aber Problem 1 löst, wird Dir bei Problem 2 gerne jemand
weiterhelfen.
Wenn die parametrische Suche Dir erfolgsversprechende Kandidaten
liefert, musst Du die Datenblätter der Kandidaten durchlesen.
Stell' Deine Kandidaten vor, dann wird Dir auch bei Problem 2 geholfen
werden.
Dir einfach eine Lösung zu nennen ist für Deine Ausbildung nicht
förderlich. Wenn Du etwas im Datenblatt nicht verstehst, hier fragen!
Tesla schrieb:> Keine Ahnung aber du musst mit Elektrik rumspielen?> Hast Du bäcker studiert und musst den Ofen reparieren?>> Also daß man in der Masterarbeit etwas voll Fachfremdes machen muss, das> ist mir neu.
Wie du wahrscheinlich weißt erlangt man den ehrenwerten Beruf des
Bäckers über eine Ausbildung und nicht ein Studium. Eventuell bist Du
Bäcker und heute sehr früh aufgestanden und deshalb um die Uhrzeit
bereits ein wenig knauserig. Kein Problem jeder hat mal einen schlechten
Tag :-) Aber gut zurück zum Thema.
Erstens schrieb ich, dass ich nicht "keine" Ahnung habe sonder "nicht
viel". Zudem ist es mit Sicherheit nicht nachteilig auch mal über den
Tellerrand zu schauen. Ich möchte mit dem Schalter oder eben dem Relais
einen Versuchsstand an und ausschalten. Die Person vor mir hat das immer
auf der Primärseite über die Steckerleiste getan, das ist mir aber zu
umständlich jedes Mal unter den Tisch zu kriechen. Deshalb würde ich
gerne auf der Sekundärseite einen Schalter verbauen der leichter
zugänglich ist. Sollte doch kein großes Problem sein.
Klaus W. schrieb:> Ich habe jetzt keine große Lust, Kataloge zu wälzen.
Das habe ich deshalb schon getan und bin bisher nicht fündig geworden.
Wenn dann nur sehr teuer.
Klaus W. schrieb:> Wahrscheinlich geht es. Ein Relais wird auch mit etwas weniger schalten.> Du könntest aber auch aus den 36V 24V machen, und dann ein 24V-Relais> nehmen.
In Datenblättern beispielsweise vom Hersteller Finder steht, dass für
die Relais bereits eine Haltespannung von 40% der Nennleistung bei
Gleichspannung ausreichend ist. Das sollte also mit einem 48V Relaus
locker funktionieren.
Ich würde einfach gerne wissen, was der herkömmliche Weg dafür ist.
Klaus W. schrieb:> Torsten schrieb:>> Ich dachte man könnte mit den 36 V auch ein 48V Relais>> schalten, dass dann die Last einschaltet. Funktioniert das?>> Wahrscheinlich geht es. Ein Relais wird auch mit etwas weniger schalten.> Du könntest aber auch aus den 36V 24V machen, und dann ein 24V-Relais> nehmen.
Ich glaube, er meinte ein Relais, das 48V schalten kann,
und eher nicht, ein Relais mit 48V Steuerspule mit 36V
ansteuern zu wollen.
Bloß ändert das genausowenig das grundsätzliche Problem
- Kombination aus genannter Spannung und genanntem Strom.
Also egal, wie er es nun meinte.
Was aber funktionieren würde, wäre, den Versorgungsbus
niedriger zu wählen (so daß mit Kfz-Relais schaltbar) -
und nach diesem Relais hochzusetzen. Der etwas höhere
Strom stört Kfz Relais ja kaum.
Eine andere Möglichkeit wäre die Abschaltung via Mosfet
zu bewerkstelligen, und kurz danach mittels beliebigem
mindestens 36V schalten und 10A tragen könnenden Relais
(...das also auch ein AC Relais sein könnte, weil für die
nötige Stromunterbrechung besagter Mosfet sorgen würde...)
für die anscheinend gewünschte "sichere Trennung" sorgen.
D.h. Relaiskontakt und DS-Strecke des Mosfet seriell.
Torsten schrieb:> Klaus W. schrieb:>> Wahrscheinlich geht es. Ein Relais wird auch mit etwas weniger schalten.>> Du könntest aber auch aus den 36V 24V machen, und dann ein 24V-Relais>> nehmen.>> In Datenblättern beispielsweise vom Hersteller Finder steht, dass für> die Relais bereits eine Haltespannung von 40% der Nennleistung bei> Gleichspannung ausreichend ist. Das sollte also mit einem 48V Relaus> locker funktionieren.
Also doch... (auch wenn verwirrend formuliert, denn die Leistung
die umgesetzt wird beschreibt nicht die Haltespannung...)
"Haltespannung" heißt aber "um es (geschlossen) zu halten".
Zum eigentlichen Schließen ist > Haltespannung nötig, man
nennt diese wohl meist (minimale) "Anzugsspannung".
Hast also nicht genau genug recherchiert.
> Ich würde einfach gerne wissen, was der herkömmliche Weg dafür ist.
Wofür genau? Ich bin unschlüssig, was Du vor hast.
Hallo wc,
wc schrieb:> Ich glaube, er meinte ein Relais, das 48V schalten kann,> und eher nicht, ein Relais mit 48V Steuerspule mit 36V> ansteuern zu wollen.
Nein. Er hat nur 36V zur Verfügung und mangels Treffern für 36V möchte
er nun ein Relais mit nominal 48V Steuerspannung mit 36V betreiben.
> Was aber funktionieren würde, wäre, den Versorgungsbus> niedriger zu wählen (so daß mit Kfz-Relais schaltbar) -> und nach diesem Relais hochzusetzen. Der etwas höhere
Das halte ich für weniger sinnvoll. Spannungsanpassungen würde ich
aufwandsminimal für den leistungsschwächsten Kreis vornehmen und das ist
der Steuerkreis!
> Strom stört Kfz Relais ja kaum.
Torsten schrieb:>> Hast Du bäcker studiert und musst den Ofen reparieren?> Wie du wahrscheinlich weißt erlangt man den ehrenwerten Beruf des> Bäckers über eine Ausbildung und nicht ein Studium.
Bestandteil eines Studiums ist ja wohl gezieltes Arbeiten, Sachverhalte
korrekt und sorgfältig darzustellen.
> In Datenblättern beispielsweise vom Hersteller Finder steht, dass für> die Relais bereits eine Haltespannung von 40% der Nennleistung bei> Gleichspannung ausreichend ist. Das sollte also mit einem 48V Relaus> locker funktionieren.
Total wirr. Willst Du 36 Volt schalten oder ein 48 Volt-Relais mit
unbekannter Last halten?
> Ich würde einfach gerne wissen, was der herkömmliche Weg dafür ist.
Er beginnt mit einer eindeutigen Definition der Aufgabenstellung.
Hallo Torsten,
Torsten schrieb:> In Datenblättern beispielsweise vom Hersteller Finder steht, dass für> die Relais bereits eine Haltespannung von 40% der Nennleistung bei> Gleichspannung ausreichend ist. Das sollte also mit einem 48V Relaus> locker funktionieren.
bevor Du aber in die komfortable Situation gerätst, ein geschaltetes
Relais nur halten zu müssen, musst Du es erst schalten. Dafür ist eine
höhere Spannung nötig.
Bei Finder findest Du die Schaltspannung auch im Datenblatt.
Es gibt passende Relais bei Panasonic.
Nennen sich PV Leistung Relais oder so.
48V 10A DC können geschaltet werden.
Vermutlich benutzt du am besten einen Relais Treiber gibt es bei TI, der
reduziert dann nach dem schalten den haltestrom ist im Datenblatt vom
Relais so angegeben.
Peter M. schrieb:> Nein. Er hat nur 36V zur Verfügung und mangels Treffern für 36V möchte> er nun ein Relais mit nominal 48V Steuerspannung mit 36V betreiben.
Genau so siehts aus. Kann man meiner Meinung nach aus dem ersten Beitrag
auch entnehmen. Ich habe ein 36V Netzteil, dass einen selbstbauten
(nicht von mir) Versuchsstand versorgt. Den Sekundärstromkreis des
Netzteils würde ich gerne unterbrechen können, um den Versuchsstand
komfortabel ein- und auszuschalten.
Peter M. schrieb:> bevor Du aber in die komfortable Situation gerätst, ein geschaltetes> Relais nur halten zu müssen, musst Du es erst schalten. Dafür ist eine> höhere Spannung nötig.> Bei Finder findest Du die Schaltspannung auch im Datenblatt.
Okay wieder was gelernt. Das sind dann wohl eher 78% der Spannung was
dann doch nichts wird mit einem 48V Relais. Dann werde ich vielleicht
wirklich die 36V des Netzteils per Spannungsregler auf 24V
heruntersetzen und damit ein entsprechendes Relais schalten.
No Y. schrieb:> Es gibt passende Relais bei Panasonic.> Nennen sich PV Leistung Relais oder so.> 48V 10A DC können geschaltet werden.
Nenne doch mal eine konkrete Typenreihe, DC-Relais gibt es nicht an
jeder Straßenecke.
> Vermutlich benutzt du am besten einen Relais Treiber gibt es bei TI, der> reduziert dann nach dem schalten den haltestrom
Bei der Art der Fragerei besser nicht, das wird zu kompliziert.
Sowieso egal: Der Strom kommt aus der Steckdose, er redet um 360 Watt,
da geht 1% für das Relais im Grundrauschen unter und lohnt keinen
Aufwand.
Torsten schrieb:> Dann werde ich vielleicht> wirklich die 36V des Netzteils per Spannungsregler auf 24V> heruntersetzen und damit ein entsprechendes Relais schalten.
Oh Gott ... ein Relais hat einen bekannten Strom, da muß nichts geregelt
werden, es genügt ein Vorwiderstand.
Schalter sind z.B zu finden:
mouser.de
Schlüsselwort "Schalter"
Schalterart "Wippschalter" (als Beispiel, "Drucktastenschalter" und
"Drehschalter" liefern auch Ergebnisse)
dann in den Filtern auswählen (in der angegebenen Reihenfolge ist es
etwas einfacher):
--> "Nennspannung DC" -> alles größer oder gleich Deinen 36V auswählen
(Umschalttaste für Mehrfachauswahl gedrückt halten); Schalter für mehr
als 72V werden sehr schnell sehr teuer, kannst Du deshalb auch weglassen
--> "Nennstrom" -> alles größer oder gleich Deinen 10A auswählen das
nicht bereits abgeblendet/ausgegraut ist
--> "Auf Lager" abhaken
--> "Filter anwenden"
--> in Ruhe auswählen, Es gibt etliche ab 3Euro aufwärts bis jenseits
der 100Euro
Mario P.
Hans B. schrieb:> Kontakt max. 40 A 75 V DC> Spule 24V max.36 V (eventuell mit Vorwiderstand verwenden)
Niemals kann das Relais eine so hohe Spannung bei hohem Strom
schalten, beim Öffnen gibt es dann einen Riesenlichtbogen...
Das Bild zeigt ein 70 Ampere Relais, wobei die Kontaktspannung nur
14,4 Volt sein darf...
Torsten schrieb:> In Datenblättern beispielsweise vom Hersteller Finder steht, dass für> die Relais bereits eine Haltespannung von 40% der Nennleistung bei> Gleichspannung ausreichend ist. Das sollte also mit einem 48V Relaus> locker funktionieren.
Ja, das ist die Haltespannung. In der Regel geht das auch mit weniger
als 40%. Aber mit 40% wirst Du noch genügend Kontaktkraft haben. Finder
ist übrigens eine sehr gute Adresse.
Hans B. schrieb:> ...das sollte eigentlich ausreichen:> https://www.reichelt.at/at/de/70a-hochstromrelais-frc3-24v-1-schliesser-frc3-a-24-p79404.html?PROVID=2807&gclid=EAIaIQobChMI2-ab3NfM8QIVSgOLCh3mDQ9sEAQYASABEgKfmvD_BwE>> Kontakt max. 40 A 75 V DC> Spule 24V max.36 V (eventuell mit Vorwiderstand verwenden)> Preisgünstig
Das scheint mir ein Relais für KFZ zu sein. Auf dem Produktbild ist
deutlich zu sehen, 70A 14VDC. Problematisch ist immer ein Gleichstrom
mit einem induktiven Anteil. Der erzeugt nämlich beim Öffnen des
Stromkreises einen Abreißfunken der zum Lichtbogen werden kann.
Es gibt auch Kippschalter bei Reichelt die passend wären.
https://www.reichelt.de/at/de/kippschalter-16-4-a-250vac-1x-aus-ein-metallhebel-ks-c3900-p105429.html?&trstct=pol_3&nbc=1
Nach UL CSA* schafft er 7 A bei 72 VDC und 14 A bei 36 VDC.
Dieser hier ist vielleicht besser. Im Datenblatt ist zwar nur 30VDC
erwähnt, die zulässige Stromstärke ist auch OK. Der Schalter hat aber
zwei EIN/AUS Schalter. Schalte die in Reihe hintereinander und Du hast
bis zu 2 x 30VDC an Sicherheiheit. Es gibt auch einen in der Typreihe
mit drei Schalter. Der müßte dann wirklich genügen.
https://www.conrad.de/de/p/nkk-switches-s6a-kippschalter-125-v-ac-20-a-2-x-ein-ein-rastend-1-st-704175.html
mfg Klaus
Klaus R. schrieb:> Problematisch ist immer ein Gleichstrom mit einem induktiven Anteil.
Der mag es vielleicht beschleunigen, ist aber nicht wichtig.
Es ist recht publikumswirksam, wenn man es beim Abschalten knistern hört
und kurz drauf aus der Beule im Relaisgehäuse ein Stück Metall kommt.
Das habe ich an Gleichspannung mit rein ohmscher Last demonstriert!
36V und 10A sind Werte, über die die üblichen Batteriehauptschalter nur
lachen. Sowas findet sich an Bord jeder Yacht:
https://www.ebay.de/itm/383937677994
Hans B. schrieb:> Kontakt max. 40 A 75 V DC
Beides Maximalwerte? Denk mal nach.
> Spule 24V max.36 V (eventuell mit Vorwiderstand verwenden)
Was heißt da "eventuell"? 1/2 des Spulenwiderstands beifügen
ist so schwer nicht.
> Preisgünstig
Und unpassend. Mani hat recht, das brutzelte munter weiter.
> Lebensdauer u. Zuverlässigkeit f. d. Anwendung müsste man noch> checken....
Kann ich Dir sagen, ist einfach: 1 * EIN, nie mehr AUS.
Thomas S. schrieb:> Da könnte ein Schütz zum Einsatz kommen. Bei Siemens gucken.>> Schütze haben Löschfunktion.
Es mag geeignete Schütze geben, aber nenne doch konkretes?
Matthias S. schrieb:> 36V und 10A sind Werte, über die die üblichen Batteriehauptschalter nur> lachen. Sowas findet sich an Bord jeder Yacht:> Ebay-Artikel Nr. 383937677994
Keine schlechte Idee, Spannung und Strom leicht abgedeckt.
Bloß kenne ich diese Schalter nicht, und wage keinerlei
Einschätzung über die möglichen Schaltspiele. (Inwiefern
das ein Problem sein könnte, muß schon der TO eruieren, da
er ja mit der Beschreibung relativ sparsam war.)
Matthias S. schrieb:> Matthias S.
Dass das Ding 300 chinesische Ampère bei 48V kann, ist bestimmt nicht
gelogen. Aber wie lange?
Mehr als einmal?
Ich habe nichts gegen Chinaware, aber da nehme ich lieber ein Relais von
Finder, da es von denen Datenblätter gibt mit einer V/A-Grafik im Stile
der "safe operating area" bei Transistoren.
Thomas S. schrieb:> Schütze haben Löschfunktion.
Soso! Bei 36 Volt und 10 Ampere DC löschen die den Lichtbogen???
Es gibt Funkenlöschkammern, die sind aber in der Regel für AC
vorgesehen - bei DC schaut die Sache ganz anders aus...
DC reißt einen Lichtbogen auf, der dann vieles verschmelzen und
abbrennen oder zusammenbrennen lässt...
"Den Sekundärstromkreis des
Netzteils würde ich gerne unterbrechen können, um den Versuchsstand
komfortabel ein- und auszuschalten."
Wenn das edle Netzteil mit diesem Lastsprung zurecht kommt, dürfte nur
noch die Frage der Lichtbogenlöschung übrig bleiben. Ein KFZ-Anlasser
kommt mit der Aufgabenstellung tausendfach immer gut zurecht.
Der Vorgänger wird nicht ohne Grund leiber primär geschaltet haben.
Wer mutig ist, modifiziert das Netzteil und bringt es dazu,
zwischenzeitlich in Standby zu gehen. Dafür dürften aber in unserem
speziellen Fall die Kenntnisse nicht ausreichen.
mfg
Christian S. schrieb:> Ein KFZ-Anlasser> kommt mit der Aufgabenstellung tausendfach immer gut zurecht.
In der Regel 12 oder 24 Volt, die Magnetschalter haben viele
Millimeter beidseitig für den Abriss des Funkens...
Bei 36 Volt würde das sicher schon anders aussehen...
Torsten schrieb:> Die Person vor mir hat das immer auf der Primärseite über die> Steckerleiste getan, das ist mir aber zu umständlich jedes Mal unter den> Tisch zu kriechen.
Dann leg die Steckerleiste auf den Tisch.
wendelsberg
Peter M. schrieb:> Dass das Ding 300 chinesische Ampère bei 48V kann, ist bestimmt nicht> gelogen. Aber wie lange?
Die 10A des TE schaltet der jedenfalls ohne mit der Wimper zu zucken
tausende Male. Wie schon geschrieben, sind die Dinger an Bord jedes
Freizeitbootes und werden in der Saison mehrmals wöchentlich geschaltet.
Da gibts es nur sehr selten Ausfälle und das sind uralte Schalter von
Hella :-P
Übrigens muss es kein Modell aus China sein - nur wird sowas fast nur
noch da hergestellt.
Habs gefunden. War nciht Panasonic sondern TE:
PCFN-124H2MS und die anderen der Serie (24/12V Coil)
Die können laut Datenblatt 48V und 10A (naja ggf. auch nur 9A die Kurve
ist da sehr klein gezeichnet..)
Passend dazu dann noch einen DRV120A von TI.. wegen :
"Ambient temperature > 23°C requires reduction of coil voltage to 8.8 to
<12V after 100ms. Hold voltage >=8.8V at ambient temperature ≤90°C."
Matthias S. schrieb:> Peter M. schrieb:>> Dass das Ding 300 chinesische Ampère bei 48V kann, ist bestimmt nicht>> gelogen. Aber wie lange?>> Die 10A des TE schaltet der jedenfalls ohne mit der Wimper zu zucken> tausende Male
Jede Wette, daß die 10A des TE auch weit übertrieben sind. 10A kann
vielleicht das Netzteil maximal. Wahrscheinlich fließen aber nur 2A.
Einfach ignorieren, solche Threads ...
Ich würde dazu ein ProFET BTS6144 nehmen der schaltet bis 38V und nur
9mOhm RdsOn und es reicht ein popeligen schalter, zum ansteuern und hast
grad noch ein Überlastschutz quasi umsonst dabei .
Die Schaltung dürfte sich dann sehr einfach gestalten.
Torsten schrieb:> Ich habe ein 36V Netzteil, dass einen selbstbauten> (nicht von mir) Versuchsstand versorgt. Den Sekundärstromkreis des> Netzteils würde ich gerne unterbrechen können, um den Versuchsstand> komfortabel ein- und auszuschalten.
Also hat es primär nichts mit der Masterarbeit an sich zu tun
Hat das Netzteil eventuell einen Steuereingang?
Wenn das Ein/Ausschalten über den Netzeingang des Netzteils gut
funktioniert hat, dann mach eine Funksteckdose dazwischen.
Torsten schrieb:> Ich habe ein 36V Netzteil, dass einen selbstbauten> (nicht von mir) Versuchsstand versorgt. Den Sekundärstromkreis des> Netzteils würde ich gerne unterbrechen können, um den Versuchsstand> komfortabel ein- und auszuschalten.
Warum nicht einfach die 230V schalten?
Alternativ ein Netzteil mit Standby-Funktion (5V schalten).
wendelsberg schrieb:> Dann leg die Steckerleiste auf den Tisch.
Das geht leider nicht. Da hängen auch noch andere Sachen dran. Der
Aufbau ist recht komplex.
Andrew T. schrieb:> Was bisher noch nicht genannt wurde: Schalten mit FET.
Finde ich interessant. Habe mich mal ein wenig belesen. Könnte man es so
machen wie im Anhang?
Udo S. schrieb:> Also hat es primär nichts mit der Masterarbeit an sich zu tun
Nein das hat wenn dann überhaupt nur sekundär was damit zu tun. Es würde
meine Versuchsdurchführung einfach beschleunigen.
Peter D. schrieb:> Warum nicht einfach die 230V schalten?
Weil ich an das Netzteil nicht ohne weiteres rankomme. Ist tief im
Messschrank verbaut. Außerdem möchte ich als Laie ungern mit 230 V
hantieren.
Udo S. schrieb:> dann mach eine Funksteckdose dazwischen
Auch keine schlechte Idee. Aber jetzt hat mich das Bastelfieber
angesteckt. Falls das mit dem Basteln allerdings nicht funktioniert wäre
das auch völlig okay und ich würde die Lösung in Betracht ziehen.
Grüße
Torsten
Entweder dass:
Rainer D. schrieb:> Einfach mal die Daten in die Suchmaschine eingeben und man findet gleich> mehr als zwei Angebote:
(wobei die beiden von dir verlinkten nicht einrastend sind)
oder eben den ProFET BTS6144
da findest du ein Apnote gleich am Anfang des Datascheets, weil der
Genau für sowas gedacht ist.(siehe angehängtes Datasheet)
Ich setze die ProFET Serie, Stangen-weise als Leistung-Schalter-Ersatz
ein.
Habe diese dinger auch immer Stangen weise Lager!
Du brauchst nicht mal die Z-Diode, wie sie du gezeichnet hast und das
RdsOn von 6mOhm bringst du ja auch kaum mit nur einem FET hin, und ein
PFET schon gar nicht.;-)
Es gibt dann auch noch die Möglichkeit die Geräteschrank-schalter zu
verwenden, da gibt auch 30A und mehr.... Aber man kann auch "mit Kanonen
auf Spatzen schießen"
Und den FET muss er dann noch irgendwie isoliert ansteuern sofern er von
einem anderen Potential als das Netzteil angesteuert werden soll..
Und bei einem Labornetzteil / Messaufbau möchte man vermutlich die
Trennung / isolation Primär/Sekundär gerne behalten..?? Aber nur
Vermutung..
Und einen nFET lowside entzieht dem DUT dann das GND auch nicht sehr
schön..
Dann wirklich eher ProFET highside oder halt mein vorgeschlagenes
Relais.
Andrew T. schrieb:> Nein. Du hast den N channel highside gesetzt.
Nein, das ist ein P-Channel.
No Y. schrieb:> Und den FET muss er dann noch irgendwie isoliert ansteuern sofern er von> einem anderen Potential als das Netzteil angesteuert werden soll..
Es soll vom gleichen Potential wie das Netzteil angesteuert werden.
Torsten schrieb:> Nein, das ist ein P-Channel.
Hast du meine Post's überlesen?
No Y. hat's auch schon geschrieben
No Y. schrieb:> Dann wirklich eher ProFET highside oder halt mein vorgeschlagenes> Relais.Patrick L. schrieb: 06.07.2021 09:09
> Ich würde dazu ein ProFET BTS6144Patrick L. schrieb: 06.07.2021 11:19
> oder eben den ProFET BTS6144
da sogar mit Datenblatt und Schaltungsvorschlag.
Wenn du es mit einem PFET machen willst denk daran das es ein MOS ist
der mag kein "Floating-Gate" da geht der einfach irgend wann ohne
Vorwarnung über den Jordan!
Also lieber ein ProFET
Patrick L. schrieb:> Hast du meine Post's überlesen?
Nein natürlich nicht überlesen. Die Uni ist allerdings immer ein wenig
zimperlig was Lieferanten angeht. Bei den üblichen Verdächtigen Conrad
oder Reichelt konnte ich den BTS6144 nicht finden.
Bei Reichelt gäbe es den BTS 442E2, der mir relativ ähnlich erscheint?!
https://www.reichelt.de/highside-netzschalter-4-5--42-v-21-a-ron-0-018-ohm-to-22-bts-442e2-p188802.html?&trstct=pos_4&nbc=1Patrick L. schrieb:> Wenn du es mit einem PFET machen willst denk daran das es ein MOS ist> der mag kein "Floating-Gate" da geht der einfach irgend wann ohne> Vorwarnung über den Jordan!
Heißt ich müsste das Gate noch per Pullup auf 36V ziehen, sodass der
PMOS im ausgeschalteten Zustand 0V Vgs sieht? Die Schutzfunktionen des
BTS 442E2 oder welcher auch immer benötige ich eigentlich nicht, da das
Netzteil die wohl bereits integriert hat. Wenns einfacher ist, stört es
aber natürlich auch nicht.
Mittlerweile geht es auch gar nicht mehr nur darum, einen Schalter zu
finden, dann könnte ich ja so einen dicken Klotz aus dem Bootszubehör
nehmen. Ich möchte auch gerne ein wenig mehr davon verstehen wieso die
von mir gezeichnete Schaltung so nicht funktioniert.
Grüße
Torsten
Torsten schrieb:> Mittlerweile geht es auch gar nicht mehr nur darum, einen Schalter zu> finden, dann könnte ich ja so einen dicken Klotz aus dem Bootszubehör> nehmen. Ich möchte auch gerne ein wenig mehr davon verstehen wieso die> von mir gezeichnete Schaltung so nicht funktioniert.
Das Argument gefällt mir :-)
Also Ja du hast das Richtig verstanden:
Torsten schrieb:> Heißt ich müsste das Gate noch per Pullup auf 36V ziehen, sodass der> PMOS im ausgeschalteten Zustand 0V Vgs sieht?
Ja das ist definitiv ein Vorteil, deine Z-Diode schützt in dann bei
korrekter Beschaltung zusätzlich vor ESD.
Dan kommt dazu dass du (S) auf (+) legen musst und (G) mit dem schalter
gegen (D) ziehen musst, wobei das (G) dabei nicht über die Maximale (-)
Spannung gemäß dem Datenblatt gehen darf. Nur eine Z-Diode garantiert
dies nicht
Dennoch bleibt das Problem des RdsOn das ein P-MOS üblicherweise >1Ohm
hat,
Denk daran dass da bei 10A schon ein rechter Kühlkörper daran muss, den
Verlustleistung=Wärme ;-)
Dann zur Info, Diverse Uni's sind meine Kunden, ich hatte auch schon
Vorträge in Uni's gehalten, das wäre das Kleinere Problem.
Weiter der von dir erwähnte BTS 442E2 ist passend ,der bietet auch
genug Reserve. Die Beschaltung ist ein bisschen anders, als beim BTS6144
der aber bei Digikey erhältlich ist.
Aber ja den BTS442E2 kannst du verwenden und ja die zusätzliche
Schutzfunktion stört nicht, aber ist auch nicht falsch ;-)
Angehängt Beispielschaltung aber nicht Optimal... Nur als
Gedankenstütze....
Torsten schrieb:> Ich möchte auch gerne ein wenig mehr davon verstehen wieso die> von mir gezeichnete Schaltung so nicht funktioniert.
Weil die Gate Spannung nicht unter 12V fällt.
Weil beim Öffenn des an/aus Schalters das Gate mehr als 20v sieht, und
somit der FET verstirbt...
Ich denke Du hast nun von mir und anderen sehr viel tragfähige
Vorschläge bekommen wie Du das Eingangsproblem lösen kannst.
Das sollte nun genügen.
Bernd K. schrieb:> Naja, es gibt auch welche mit deutlich weniger als 1 Ohm:
Habe ich ja nie Bestritten, aber schwerer zu beschaffen und halt nicht
einfach in der Anwendung,
Wobei der von dir Verlinkte doch schon eine Schutzschaltung,
auf der Gate->Source strecke hat. ;-)
Aber dennoch kein offenes Gate mag ;-)
@Torsten schrieb
>> Gibt es Schalter, die ca. 10 A bei 36 Volt schalten können?>Ich habe jetzt keine große Lust, Kataloge zu wälzen.>Aber die Kombination 10A/36V= ist schon zuviel für die meisten. Kann>aber sein, daß es welche gibt.
Manche haben ein Problem mit dem "lass' mich arbeiten" oder "lass' mir
arbeiten".
Hast Du nicht das Gefühl, dass Deine Einstellung: "Lass' andere
Arbeiten", wirklich die Richtige ist?
Jeder, der eine halbwegs kompetente Antwort geben will müsste nämlich
genau das machen - nämlich im Datenblatt nachsehen. Wie Du ja selber
zugibst (weist) ist der Bereich, den Du anstrebst nicht in der
Abteilung: 08/15 zu finden.
Ich kann natürlich nicht ganz ausschließen, dass just in diesem Moment
jemand genau (????) Dein Problem hat und Dir den Hersteller und die
Bestellbezeichnung aus dem Kopf sagen kann. Natürlich ahnt der auch, die
Umstände die zu Deiner Auswahl führten. Wie Anschlussart, Baugröße,
Bedienart, Bedienrichtung und und und. Oder er hat eine gut
funktionierende Glaskugel.
Sebastian S. schrieb:> @Torsten schrieb>>> Gibt es Schalter, die ca. 10 A bei 36 Volt schalten können?>>>Ich habe jetzt keine große Lust, Kataloge zu wälzen.>>Aber die Kombination 10A/36V= ist schon zuviel für die meisten. Kann>>aber sein, daß es welche gibt.>> Manche haben ein Problem mit dem "lass' mich arbeiten" oder "lass' mir> arbeiten".
Der Satz mit "keine Lust" kam nicht vom TO (Torsten) sondern von mir.
Der Zusammenhang ist beim Zitat vom Zitat... irgendwie verloren
gegangen, kommt schon mal vor :-)
Ggf. musst du also mich anmaulen...
Hi,
also ich fasse mal ein wenig zusammen. Im Endeffekt gäbe es grob drei
Möglichkeiten, die sich mehr oder weniger einfach umsetzen lassen.
1. Den BTS 442E2 als High-Side Switch einsetzen.
2. Ein 24V Relais mit dem Potential des Netzteils + Vorwiderstand
ansteuern.
3. Einen überdimensionierten Schalter aus dem Bootsberei
(4.) Könnte man einen Kippschalter mit 2 Polen (2x Ein/Aus) einsetzen
und die zwei Pole parallel nutzen? Beispielsweise diesen.
https://www.reichelt.de/hebelschalter-10-4-a-400vac-2x-ein-aus-hs-641-h2-p105648.html?&trstct=pol_1&nbc=1
Bleibt noch die Frage mit dem PMOS als High-Side Switch. Ich denke, es
liegt in der Natur der Dinge, dass wenn man etwas "selbst" entworfen
hat, dass man es dann zumindest soweit bringen und verstehen will, dass
es funktioniert.
Patrick L. schrieb:> Angehängt Beispielschaltung aber nicht Optimal... Nur als> Gedankenstütze....
Für mich zum Verständnis:
R2 und R3 bilden einen Spannungsteiler, der so zu dimensionieren ist,
dass das Gate nicht mehr als 20V sieht. Der Spannungsteiler wird nur
aktiv wenn der Schalter geschlossen ist. Auch nur dann ist die
Zener-Diode aktiv. Im geöffneten Fall zieht R2 das Gate auf 36V und Vgs
ist 0V. Wieso ist das Ganze nicht optimal? Was könnte man verbessern?
Ich finde die Lösung von dir eigentlich sehr elegant.
@Torsten
Vorsicht bissiger Hund!
>(4.) Könnte man einen Kippschalter mit 2 Polen (2x Ein/Aus) einsetzen>und die zwei Pole parallel nutzen? Beispielsweise diesen.
Aus vielerlei Gründen - vor allem mechanischen - kommen zwei
Schaltkontakte nie zur gleichen Zeit. Deshalb muss der "frühe Vogel"
alles erledigen und der "Flügellahme" setzt sich ins gemachte Nest.
Gleiches gilt beim Ausschalten. Hier hat allerdings der Lahme die ganze
Last zu tragen.
P.S. Das gilt auch für Relais und ist auch, in anderer zeitlicher
Dimension, beim Parallelschalten von Halbleitern zu beachten.
Matthias S. schrieb:> Peter M. schrieb:>> Dass das Ding 300 chinesische Ampère bei 48V kann, ist bestimmt nicht>> gelogen. Aber wie lange?>> Die 10A des TE schaltet der jedenfalls ohne mit der Wimper zu zucken> tausende Male. Wie schon geschrieben, sind die Dinger an Bord jedes> Freizeitbootes
Diese Freizeitboote haben eim 36V-System?
Heinz R. schrieb:> wie wäre es denn mit einem Messerschalter?>> https://www.turbosquid.com/de/3d-models/realistic-knife-switch-triple-3d-model/1040842
Aber mal ehrlich:
Fast jedes E-Bike hat 36V, fast jeder E-Scooter ebenso - alle im
Leistungsbereich 300 - 500W - was ca. 10 - 15A entsprechen
Dort wird das Ganze nicht nur geschaltet - sondern sogar per PWM
angesteuert
So eine Raketenwissenschaft kann das Ganze also sicher nicht sein
Heinz R. schrieb:> Fast jedes E-Bike hat 36V, fast jeder E-Scooter ebenso - alle im> Leistungsbereich 300 - 500W - was ca. 10 - 15A entsprechen>> Dort wird das Ganze nicht nur geschaltet - sondern sogar per PWM> angesteuert>> So eine Raketenwissenschaft kann das Ganze also sicher nicht sein
Ah ja, die schalten mit Relais und takten diese zwecks Erzeugung der
PWM?
Wenn Du das Problem des Lichtbogens beim Abschalten von Gleichstrom
nicht verstanden hast, halte Dich hier besser zurück.
Manfred schrieb:> Wenn Du das Problem des Lichtbogens beim Abschalten von Gleichstrom> nicht verstanden hast, halte Dich hier besser zurück.
Ich habe das Problem sehr wohl verstanden - aber genau Du scheinbar
nicht
Es gibt zig Lösungen - täglich in der realen Welt anzutreffen und gelöst
- in deiner alten Welt halt scheinbar nicht
PS: Ich habe sogar ein Elektroauto - ca 800V - es fließen deutlich mehr
als 10A - auch dort ist es möglich zu Fahren - und auch wieder
anzuhalten ....
soll halt der TO irgendwelche Halbleiter nehmen die er ansteuert - wurde
ja hier mehrfach vorgeschlagen
Heinz R. schrieb:> Manfred schrieb:>> Wenn Du das Problem des Lichtbogens beim Abschalten von Gleichstrom>> nicht verstanden hast, halte Dich hier besser zurück.>> Ich habe das Problem sehr wohl verstanden - aber genau Du scheinbar> nicht>> Es gibt zig Lösungen - täglich in der realen Welt anzutreffen und gelöst> - in deiner alten Welt halt scheinbar nicht
Die Frage heißt doch "Schalter oder Relais", und genau das gilt oberhalb
27V-DC als kritisch.
Ich habe selbst eine Anwendung, wo ich mit kleinen Schalterchen FETs
ansteuere, weil die direkt im Kreis abbrennen würden. Da ist nichts mit
"meiner alten Welt", ein paar Tage Elektronik habe ich schon vollbracht
und auch defekte Relais erlebt.
> PS: Ich habe sogar ein Elektroauto - ca 800V - es fließen deutlich mehr> als 10A - auch dort ist es möglich zu Fahren - und auch wieder> anzuhalten ....
In dem Dingen ist vermutlich sogar ein mechanisches Trennrelais, was es
beim Versagen der Elektronik könnte, frage mal bei Tyco.
> soll halt der TO irgendwelche Halbleiter nehmen die er ansteuert - wurde> ja hier mehrfach vorgeschlagen
Ich hege Zweifel, ob er das umgesetzt bekommt, da lauern einige Fallen.
Sein Problem ist auch mit Relais machbar, wenn man den geeigneten Typ
kennt:
Manfred schrieb:> Suche Kontakt zur Anwendungsberatung von z.B. Kaco oder Schrack, die> kennen ihre Produkte.
Heinz R. schrieb:> Ich habe sogar ein Elektroauto
Das schützt nicht vor Irrtümern.
Mit dem Wissen wächst der Zweifel! Silizium schmilzt bei Überlastung.
Folglich wäre ein ordentlicher Kontakt oder Schalter die sichere Lösung.
Leider ist >30V= ein schöner Lichtbogen möglich. Genau deswegen geht
nicht jedes übliche Relais und die Lösung wird "etwas" teurer!
Relais-Spulenspannung und gewünschte DC-Schaltspannung über die Kontakte
sind 2 völlig unterschiedliche Welten. Kannst Dir gerne paar geeignete
mit Datenblatt
aussuchen:https://de.rs-online.com/web/c/relais/universalrelais/monostabile-relais/
Deswegen wird der vorherige Kollege einfach am Netzteil primär die 230V~
geschaltet haben.
Torsten schrieb:> R2 und R3 bilden einen Spannungsteiler, der so zu dimensionieren ist,> dass das Gate nicht mehr als 20V sieht. Der Spannungsteiler wird nur> aktiv wenn der Schalter geschlossen ist.
Ja das ist so.
Nur gehe nicht auf 20 Volt da würde die Z-Diode eh ansprechen.
ich denke das musst du dan mit der Leistungskurve des PMOS abgleichen.
Die ideale Schaltspannung liegt je nach Bauteil zwischen -5V und -25V
Beispielsweise bei dem Bauteil aus dem Post von "Bernd K.
(bmk)06.07.2021 15:09" wäre der ideale wert von Vgs -10V, da steuert er
optimal Durch und die Schalt-Verlustleistung ist laut Datenblatt ideal.
Also 10V Z-Diode um eine Saubere Flanke zu erhalten R2 und R3 so
berechnen das ca 10mA Fließen und die Spannung am Gate so etwa -10,5V
ergeben(und durch die Z-Diode auf die 10V begrenzt werden (ohne sie
stark zu Belasten).
Damit wäre die Einschaltflanke relativ steil und der P-Fet schaltet
sauber durch
Ich sage mal wie beim Lotto: Diese angaben ohne Gewähr ..LOL...
Hatte nicht die Zeit das Ganze Datasheet zu lesen hab's einfach mal
"Überflogen"
Wenn es ein manueller Schalter sein soll, würde ich einen
Leitungsschutzschalter (Sicherungsautomat) nehmen. Der hat den
zusätzlichen Vorteil, dass bei einem Kurzschluss nicht gleich die
Leitungen abrauchen. Die Dinger gibt es für n' Appel und ein Ei in jedem
Baumarkt. Sie schalten laut Datenblatt bis zu 60V und 10kA:
https://new.abb.com/products/de/2CDS251001R1165/s201-b16
Ich habe einen solchen Schalter bei uns im Labor mal in einem Stromkreis
mit 24V und 50A eingesetzt. Zumindest einige Dutzend Schaltspiele hat er
problemlos weggesteckt.
Torsten schrieb:> ich habe so nicht viel Ahnung von Elektronik
WENN ich den obigen Satz nochmals lese, wäre mein Rat einen Elektriker
zu bestellen und einen Schalter für 230V~ am Tisch anzubringen.
Hintergrund ist, dass hier noch keiner Dein Netzteil kennt und weiß wie
es sich ohne Last verhalten würde (wenn Du hinten Deine 36V= irgendwie
abschaltest).
Mike schrieb:> würde ich einen> Leitungsschutzschalter
Gute Idee! Spricht etwas dagegen?
Mike schrieb:> Sie schalten laut Datenblatt bis zu 60V und 10kA
Das ist allerdings das Ausschaltvermögen wenn ich das richtig verstehe.
Ströme sind für gewöhnlich denke ich 6,16,32 A etc. bei 60 V DC.
Mike schrieb:> Zumindest einige Dutzend Schaltspiele hat er> problemlos weggesteckt.
Und dann? War er kaputt?
Torsten schrieb:> Mike schrieb:>> würde ich einen>> Leitungsschutzschalter>> Gute Idee! Spricht etwas dagegen?
Meiner Meinung nach nichts. Ich würde es einfach mal probieren, die
Dinger kosten nicht viel.
>> Mike schrieb:>> Sie schalten laut Datenblatt bis zu 60V und 10kA>> Das ist allerdings das Ausschaltvermögen wenn ich das richtig verstehe.> Ströme sind für gewöhnlich denke ich 6,16,32 A etc. bei 60 V DC.>
Richtig, 10kA ist der maximale Kurzschlussstrom, den der Schalter noch
sicher unterbrechen kann. Allerdings hält er den nur wenige Male aus.
Der angegebene Nennstrom ist der, der dauerhaft fließen kann, ohne dass
der Schalter auslöst. Er sollte also mindestens 10A betragen.
16A-Automaten sind am einfachsten erhältlich und mit Abstand am
billigsten.
> Mike schrieb:>> Zumindest einige Dutzend Schaltspiele hat er>> problemlos weggesteckt.>> Und dann? War er kaputt?
Nein, da war das Experiment beendet, der Schalter funktionierte bis zum
Schluss ohne Probleme. Laut Spezifikation werden 20.000 Schaltspiele bei
Nennstrom garantiert. Das sollte für die Masterarbeit reichen.
Jörg R. schrieb:> Andrew T. schrieb:>> Was bisher noch nicht genannt wurde: Schalten mit FET.>> Nicht direkt
Doch, schon...
wc schrieb:> Eine andere Möglichkeit wäre die Abschaltung via Mosfet> zu bewerkstelligen, und kurz danach mittels beliebigem> mindestens 36V schalten und 10A tragen könnenden Relais>> (...das also auch ein AC Relais sein könnte, weil für die> nötige Stromunterbrechung besagter Mosfet sorgen würde...)>> für die anscheinend gewünschte "sichere Trennung" sorgen.> D.h. Relaiskontakt und DS-Strecke des Mosfet seriell.
Denkend, Mosfet_alleine sei ausgeschlossen (laut Betreff).
Auch diese versteckte Nachfrage nach "Sicherer Trennung"
blieb ja unbeantwortet, weswegen ich ihm, uns, mir ersparte,
MosfetalseinzigenSchalter überhaupt vorzuschlagen
(oder sonst noch irgend etwas - da es (und ich meine jetzt
nicht Euch beide) scheinbar eh nicht richtig gelesen wird).
Jörg R. schrieb:> scheinbar keinen technischen Hintergrund
Ersetze bitte durch "offensichtlich", denn das trifft so zu.
Ist mir ein absolutes Rätsel, bzw. fürchtete ich, mich szsg.
am "Durchmogelversuch" eines durch Faulheit Unqualifizierten
beteiligen... genau deshalb schwieg ich.
@Torsten: Es mag weh tun, das zu hören, aber so klingst Du.
Und was ebenfalls dafürspricht ist diese Geheimhaltung jegl.
weiterer nützlicher Informationen zu dieser "Masterarbeit".
Sei mir also nicht böse, da bist Du ehrlich selbst schuld.
Manfred schrieb:> Wenn Du das Problem des Lichtbogens beim Abschalten von Gleichstrom> nicht verstanden hast, halte Dich hier besser zurück.
Dann nimmt man ein Schütz. Und wenns sein muss 'spezial'. Aber jedes
ausgewachsene Schütz kommt mit Lichtbogentrennung klar.
Siemens und eaton haben sicher was im Portfolio.
wc schrieb:> Jörg R. schrieb:>> Andrew T. schrieb:>>> Was bisher noch nicht genannt wurde: Schalten mit FET.>>>> Nicht direkt>> Doch, schon...
Interessiert den TO leider nur nicht.
Thomas S. schrieb:> Manfred schrieb:>> Wenn Du das Problem des Lichtbogens beim Abschalten von Gleichstrom>> nicht verstanden hast, halte Dich hier besser zurück.>> Dann nimmt man ein Schütz. Und wenns sein muss 'spezial'. Aber jedes> ausgewachsene Schütz kommt mit Lichtbogentrennung klar.> Siemens und eaton haben sicher was im Portfolio.wc schrieb:> Es mag geeignete Schütze geben, aber nenne doch konkretes?
Vielleicht würdest Du zur Abwechslung was dazulernen, wenn
Du tätest, was man Dir rät (/glaubtest, was man Dir sagt).
Aber wie ich Dich kenne, beharrst Du sicher darauf, kein
Verständnisproblem zu haben - wozu also daran arbeiten?