Hallo,
folgendes habe ich mal wo gesehen: Ein Kistchen randvoll mit einer Art
Knetmasse. Dann wird ein Stoff darüber gelegt und in den Stoff z.B. ein
unförmiges Werkzeug gedrückt. Dann lässt man das Ganze aushärten. Man
hat dann einen passgenauen Abdruck. Styropordeckel oder Gegenform drauf
und man hat eine passgenaue Ablage für das Werkzeug. Oder eine absolut
sichere Verpackung für den Versand.
Wie heißt das Verfahren bzw. solch eine Masse (Suchbegriff)?
Rudolph
Abguss, es kommt halt drauf an, für welchen Zweck das ganze gut sein
soll.
Also wenn du sagst Werkzeug, soll das einfach entnehmbar oder
konturgenau sein. Und passiert das häufig oder eher selten. Danach
richtet sich die beste Methode.
Rudolph W. schrieb:> Wie heißt das Verfahren bzw. solch eine Masse (Suchbegriff)?
Frag mal Deinen Zahnarzt. Die von denen benutzte Masse arbeitet
Mikrometergenau.
Wenn dus sagst es gibt da sowas wie Knete, nennt sich Fimo. Gibts in
unterschiedlichen Farben und verarbeitet sich so wie Knete. Das
existiert in 2 Versionen, eine härtet im Ofen aus, die andere muss man
einige Tage an der Luft stehen lassen. Ist aber recht teuer.
verpacker schrieb:> Verpackung, Ablage, Versand.
Dann sollte man aus Gewichtsgründen nur Schaumstoffe verwenden. Sonst
könnte man auch einfach Gips nehmen.
Georg
Formsand.
Ist ein öliges Zeug was in eine Form gekippt wird. Dann wird das Objekt
da rein gepresst und nach den heraus holen hat man eine Negativform.
Wird auch in der Industrie genutzt.
Als Kind habe ich damals damit Zinnfiguren gegossen und andere Teile.
Wenn man feiner Abgüsse braucht schau dich mal bei
https://www.rai-ro.de/zwei-komponenten-silikon-05kg-p-115.html
um.
Nachtrag : Fimo ist nach den Aushärten STEIN hart. Das ist als Form in
irgendwelcher Form nicht geeignet.
Das Zeug ist dafür da, Figuren, Weihnachtskrippenhäuschen etc. zu bauen.
Das Zeug ist sogar relativ feuerfest. Ich habe nämlich schon Lampen mit
24-Std.-Kerze gesehen die daraus gemacht wurden.
Stefan M. schrieb:> Fimo wird aber wirklich schnell ein teurer Spass.
OH JA- Ne Tafel (wie Schokolade = 100 G) ca. 6-8 Euro. Die
Mitwettbewerber machen es ca. 40% günstiger.
Aber wie bereits erwähnt es ist mit hoher Wahrscheinlich Schwachsinn.
Rudolph W. schrieb:> folgendes habe ich mal wo gesehen: Ein Kistchen randvoll mit einer Art> Knetmasse. Dann wird ein Stoff darüber gelegt und in den Stoff z.B. ein> unförmiges Werkzeug gedrückt. Dann lässt man das Ganze aushärten.
Bei Silikonmasse macht man es fast genau so. Mit einer Ausnahme. Man
legt das Objekt in eine Form und gießt es mit der Silikonmasse zu.
Danach Trennt man beide, und kann nun in der Silikonform neue Objekte
"Gießen"
ABER es geht hier um die REPRODUKTION des Objekt.
Wenn es um den LUXUS-Versand geht gibt es Formschaumstoff. Der macht
genau das was du beobachtet hast. Er gibt bei relativ hohen Druck
nach,und behält danach die Form. Allerdings ist das Zeug kaum zu
Reproduktion geeignet, sondern als Spezial-Versand-Material. Der Grund
ist der hohe Preis von den Zeug. Wenn das Objekt klein ist, und wertvoll
kann man es einsetzen.
Es gibt ein ähnliches Zeug inzwischen aus Maisstärke. Aber k.a. wo. Hab
mal ne Ware bekommen die so verpackt war. Du erkennst das Maiszeug an
der Eigenschaft das sobald es mit Wasser in Berührung kommt, es Pampe
wird.
Schlaumaier schrieb:> Du erkennst das Maiszeug an> der Eigenschaft das sobald es mit Wasser in Berührung kommt, es Pampe> wird.
Als Tortilla rösten und mit Hackfleisch füllen.
Georg
Stefan M. schrieb:> Es gibt auch Folienbeutel, die mit PU Schaum gefüllt werden und sich> der Form der Ware dann anpassen.
Das scheint mir eine gute Lösung zu sein. Allerdings wird man wohl kaum
einen einzelnen Beutel bekommen. Von rajapack.de scheint es nur die
Größe 680 x 540 zu geben, auch bei einem anderen Anbieter finde ich nur
rel. große Taschen.
Interessanter wäre hier diese Schnellabformmasse aus Alginat, weil man
nicht auf eine Beutelgröße festgelegt wäre. Allerdings besteht die Pampe
überwiegend aus Wasser, ob das für die Aufbewahrung eines hochwertigen
Werkzeugs aus Stahl so gut wäre? Außerdem scheint mit diese Abformmasse
nicht langzeitstabil zu sein, die soll schnell austrocknen und dabei
zerfallen. Ist wohl eher dafür gedacht, die Abformung mit Gips zu füllen
und kann dann in die Tonne.
Was käme sonst noch in Frage, was man anrühren kann und was dann
irgendwie aushärtet? Leicht wäre vorteilhaft.
Rudolph W. schrieb:> Interessanter wäre hier diese Schnellabformmasse aus Alginat
Das Zeug ist eine Mischung aus viel Algen. Es wird in der Modellbranche
nur empfohlen wenn man kurzfristig eine Form herstellen will um EINIGE
Objekte zu erstellen. Die Langzeit Haltbarkeit solcher Formen ist
bescheiden.
Der klare Vorteil ist: Wesentlich Umweltschonender und ca. 40%
Preiswerter.
Wenn man Formen für 1000 Abgüsse machen will muss man auf echtes Silikon
zurück greifen.
Wenn es nur für den Versand ist dann würde ich wie schon gesagt auf
Formschaum zurück greifen,
Wenn es ein weniger Detailreichen Abdruck sein soll reicht auch billiger
Silikon aus den Baumarkt, ein Eimer Wasser und ne Flasche mit billigen
Spülmittel. Es gibt zu den Verfahren gute YT-Videos.
Nur hat der TO bisher nicht gesagt (oder ich habe es übersehen) ob er
das Objekt kopieren will oder ob er ein Objekt relativ perfekt versenden
will.
Also so etwas wie eine 1 x Styroporform ohne Styropor herzustellen.
Rudolph W. schrieb:> Was käme sonst noch in Frage, was man anrühren kann und was dann> irgendwie aushärtet? Leicht wäre vorteilhaft.
Es gibt kleine Styropor Kügelchen so um 3-5mm, die könnte man in einem
niedrig niedrigviskosen Harz anrühren. Wobei das schwierig wird, weil
die Kügelchen auf dem Harz auf schwimmen werden. U.U. tut es auch
verdünnter Holzleim.
Versuch macht kluch. Dann bitte hier berichten.
Da der TO sich bisher nicht dazu geäussert hat, kann man bloss vermuten,
was er genau vorhat. Es gibt z.B. auch bei Fotokoffern in
zusammenhängenden Würfel geschnittene Schaumstoffplatten. Da kann man
die entsprechenden Abschnitte rausreissen und hat eine der Form
annähernd angepasste Verpackung.
Wegen dem Formschaum. Grössere Maschinenteile kriegten wir in ner Fa,
für die ich mal gearbeitet hatte ganz genauso. Da wurde über die Teile
einfach ne Plastikfolie gebreitet und anschliessend das ganze mit
Bauschaum geflutet.
Das liesse sich im kleinen Massstab sicher auch nachmachen. Man muss
halt erstmal rausfinden wieviele Sekunden man drücken muss um eine
bestimmte Füllmenge zu erreichen. Dieselbe Operation kann man natürlich
auch mit Silikon machen, wobei ich nicht weiss, wie sich dieses
Kartuschensilikon verhält, also, wenn das entsprechend dick ist, ob das
jemals aushärtet. Es gibt auch 2K, das ist leider deutlich teurer, aber
härtet halt innerhalb der angegebenen Zeit sicher aus. Axo, wegen dem
Fimo, das Zeugs gibts schon ewig, da bastelten wir vor über nem halben
Jhdt. in der Schule irgendwelche Viecherl, Enten, Dinos usw.