Kapazitiver Sensor - Fehlverhalten wenn Kunststoff in Nähe.

Gast #6769451
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Hallo Community,
bei Verwendung eines Kapazitiven Schalter, sehe ich ein "Fehlverhalten" 
(nachstehend erläutert), bei dem ich nicht ganz verstehe warum und ich 
hoffe ihr könnt mir dabei helfen, das Phänomen zu verstehen.

Aufbau:
Ich habe auf eine Tischplatte ein Alu-Tape geklebt und durch zwei Kabel 
mit einem Arduino verbunden (inkl. 3M Widerstand, zur Einstellung der 
Sensibilität).
Sobald ich mit der Hand in die nähe des Alu-Tape komme (ca. 3cm) 
reagiert der Sensor und der Arduino schaltet ein Licht ein (dieser Teil 
funktioniert ohne Probleme und läuft sauber und fehlerfrei).

Fehlerbeschreibung:
Steht ein Glas auf dem Alu-Tape und ich fasse es ganz oben am Rand an 
(Entfernung zwischen Hand und Alu-Tape >3cm, löst der Sensor ebenfalls 
nicht aus). Passt auch.
Stelle ich jetzt jedoch eine leere Kunststoffflasche auf den Sensor, 
reagiert der Sensor, egal wo ich die Flasche anfasse z.B. ganz oben 
(Entfernung Hand zu Alu-Tape >10cm). Ich habe es mit verschiedenen 
Kunststoffobjekten probiert und zu 90% das selbe Verhalten vom Sensor.

Frage:
Wieso reagiert der Sensor bei dieser Konstellation?

Danke für eure Hilfe.
(Firma: S-C-I DATA GbR) #6769455
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Denis schrieb:
> Frage:
> Wieso reagiert der Sensor bei dieser Konstellation?

Sowas nennt sich "Statik" und hängt mit der Konstellation von 
Kunststoffen zusammen.
D.h. die Elektronen "Fließen" auf der Kunststoffoberfläche und dadurch 
wird dein Sensor aktiv.

(Ist mal nur ganz grob erklärt)
Kurz gesagt. Physikalische Gesetzgebung.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6769460
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Denis schrieb:
> Aufbau:
> Ich habe auf eine Tischplatte ein Alu-Tape geklebt und durch zwei Kabel
> mit einem Arduino verbunden (inkl. 3M Widerstand, zur Einstellung der
> Sensibilität).
Wozu brauchst du da 2 Kabel? Oder anders gefragt: WIE hast du das Ganze 
verschaltet und WAS wertest du WOMIT auf WELCHE Art aus?

> Wieso reagiert der Sensor bei dieser Konstellation?
WIESO und WIE reagiert der überhaupt auf irgendwas?
Welchen elektrischen Effekt nutzt du mit diesem "Sensor" aus?

Patrick L. schrieb:
> Sowas nennt sich "Statik" und hängt mit der Konstellation von
> Kunststoffen zusammen.
"Statik" kenne ich vorrangig aus der Mechanik. Wenn du "statische 
Elektrizität" meinst, dann ist das natürlich was anderes. Aber vor wir 
wissen, was hier überhaupt ausgewertet wird, ist bestenfalls Ratestunde 
angesagt.
(Firma: S-C-I DATA GbR) #6769467
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Lothar M. schrieb:
> "Statik" kenne ich vorrangig aus der Mechanik. Wenn du "statische
> Elektrizität" meinst, dann ist das natürlich was anderes. Aber vor wir
> wissen, was hier überhaupt ausgewertet wird, ist bestenfalls Ratestunde
> angesagt.

Sorry Handy Autokorrektur hat zugeschlagen GRMPF Ja du hast ja recht.

Ich nehme an da hat der TO eine Appnote verwendet und nur sehr Ungenau 
beschrieben. Für Kapazitive Sensoren braucht es 2 Folien (metallisch 
leitend) deshalb 2 Kabel.
Aber wir kennen ja mittlerweile die Salamitaktik hier schon LOL
es wird Scheibchen für Scheibchen serviert.

Nun den Kapazitiv heißt es bildet sich ein Feld und dieses wird von den 
meisten Kunststoffen weitergeleitet.

Gummi oder Silikone meist nicht (je nach Oberflächenbehandlung)

i.d.R. wird ein Oszillator gebaut und der Kondensator dient als Sensor, 
in dem ehr je nach Ladung die Frequenz beeinflusst.
Wenn nun ein Kunststoff der eine Oberflächen "statische Elektrizität" 
aufweißt das Feld verändert stellen sich die Appnotes darauf ein und 
durch Berühren der Flasche werden nun die Elektronen Abgeleitet, was die 
Ladungskapazität des Kondensators, alias Sensor verändert.

Eine "Elektrostatische" Isolation, verhindert nun die Ableitung 
zumindest teilweise, was Besserung in diesem Beispiel bringen sollte.
Etwas genauer beschrieben ;-)
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6769567
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Denis schrieb:
> Im Endeffekt schicke ich über den Arduino ein "HIGH" und Werte die Zeit
> aus, bis das Signal wieder an einem Eingangspin ankommt.
Du erwartest jetzt aber hoffentlich nicht, dass ich jetzt mit dieser 
ausführlichen Erklärung kapiere, was du machst?
Woher hast du die Idee für diesen "Sensor"?

Wenn der Sensor so aufgbaut ist, wie ich das vermute 
(Ausgangspin-3MegR-Folie-Eingangspin), dann vergiss es. Du wirst das 
Ding nie stabil zum Laufen bekommen. Das ist das übliche 
Arduino-Gebastel, das genau so hingefrickelt wird und genau so lang 
funktioniert, bis man ein YT Filmchen drehen und ins Netz stellen kann.

Patrick L. schrieb:
> Ich nehme an da hat der TO eine Appnote verwendet und nur sehr Ungenau
> beschrieben.
Dann kann man die ja einfach mal verlinken. Und ein Foto vom eigenen, 
nicht funktionierenden Nach- bzw. Aufbau zeigen. Oder sonstwie 
versuchen, an der Lösung des eigenen Problems mitzuarbeiten...
Gast #6771328
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Ich hätte jetzt einfach auf das höheres εr des Kunststoffs der Flasche 
getippt, das die gesamte kapazitive Last am Sensorpin vergrößert (weil 
der Mittelwert des εr der Umgebung auch erhöht wird).

Und, wenn du mich vor dem Versuch gefragt hättest, hätte ich genau 
dieses Verhalten erwartet.

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