Lüftersteuerung PC-Netzteil Bauteilsuche

OP #6798403
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Hallo miteinander.
Habe ein ATX-Netzteil wo von der Lüftersteuerung diese Z-Diode kaputt 
ist.
(Der Lüfter ruckt nur kurz an, Spannung fällt auf 0.8V.)
Leider ist die so zerbrochen (steckte unter einer Klebemasse)das ich 
keine Werte ablesen kann. Habe mal das ganze als Schema gezeichnet.
Den Temperaturfühler kann ich nicht genauer bestimmen, dafür müßte man 
die Sekundärseite ablöten. Nun aber stellt sich die Frage welchen Wert 
die Z-Diode haben müßte ?
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Gast #6798464
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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Probiere mit einem Labornetzteil aus, ab welcher Spannung der Lüfter
> sicher anläuft.

Bei der Schaltung läuft der Lüfter wegen der 100µ/4k7 zunächst mit 
voller Spannung/Drehzahl an, auch wenn es kühl genug ist.
Dann bekommt er eine reduzierte Spannung. Man muss also herausfinden, 
bei welcher Spannung er noch zuverlässig läuft bzw. was die 
Minimaldrehzahl sein soll.
Ist es trotzdem noch zu warm, dann läuft er weiter mit hoher Drehzahl.
Gast #6798804
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Dieter H. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Dieter H. schrieb:
>>> U_Z ist hier eine Freilaufdiode?
>>
>> Nein, die begrenzt die Spannung am Kollektor auf einige Volt weniger als
>> die 12V Versorgungsspannung.
>
> Okay danke. Aber warum muss man das machen? Hab das noch nie gesehen.

Man will, dass der Lüfter eine Mindestspannung bekommt, auch wenn es 
ganz kalt ist. Er soll sich auch dann schon drehen.
#6798815
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H. H. schrieb:
> Dieter H. schrieb:
>> H. H. schrieb:
>>> Dieter H. schrieb:
>>>> U_Z ist hier eine Freilaufdiode?
>>>
>>> Nein, die begrenzt die Spannung am Kollektor auf einige Volt weniger als
>>> die 12V Versorgungsspannung.
>>
>> Okay danke. Aber warum muss man das machen? Hab das noch nie gesehen.
>
> Man will, dass der Lüfter eine Mindestspannung bekommt, auch wenn es
> ganz kalt ist. Er soll sich auch dann schon drehen.

ah, jetzt habe ich die schaltung verstanden.
Der RC bringt den BJT für einen kurzen Zeitraum in Sättigung -> Volle 
Spannung an Lüfter. Danach stellt die Z-Diode sicher, dass U_CE eine 
maximale Spannung nicht überschreitet, ergo dass der Lüfter stets mit 
einer minimalen Spannung versorgt wird, unabhängig davon wie kalt der 
NTC ist.

Danke Herr Hinz
Gast #6798849
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Dieter H. schrieb:
> U_Z ist hier eine Freilaufdiode? Kann mir jemand erklären wie man auf
> die Formel vom Stefan kommt?

Ich hatte mir das so gedacht: Die Zenerdiode bestimmt die 
mindest-Spannung die der Lüfter bekommt. Da die Basis-Emitter Strecke 
des Transistors 0,6V benötigt, um zu leiten muss die Zenerdiode 
entsprechend 0,6V weniger haben.

Das war aber falsch! Richtig ist:

Am Transistor darf nicht zu viel Spannung abfallen, sonst läuft der 
Lüfter nicht. Wenn der Lüfter z.B. 7V braucht, dann dürfen am Transistor 
maximal 5V abfallen. Diese 5V (als der Rest) gehen durch die Zenerdiode 
zur Basis des Transistors. Wird es zu viel, dann leitet die Zenerdiode 
und der Transistor wird stärker angesteuert.

So ergibt sich, dass am Transistor maximal die Zenerspannung + 0,6V 
anfällt.

Wenn du also dem Lüfter maximal 5V weg nehmen willst, brauchst du eine 
Zenerdiode mit 4,4V.
Gast #6799099
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Ich glaube die Z-Diode wirkt auch als Freilaufdiode.
Wird die Schaltung ausgeschaltet, wird die Diode leitend und der Strom 
fließt zum Teil durch den NTC und RC (Snubber). Das gibt dann ne 
gedämpfte Schwingung beim Ausschalten. Das ist schon eine sehr clevere 
Schaltung!
#6799599
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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Ich hatte mir das so gedacht: Die Zenerdiode bestimmt die
> mindest-Spannung die der Lüfter bekommt.

Wie soll das den gehen?!

Das is nur ne Tricky-Freilauf-Diode. Statt selbst den Job zu übernehme 
und noch ne antiserielle Diode zur Funktion zu benötigt, schaltet sie 
nur den Transistor auf Durchzug.
Funst natürlich nur, weil der Lüfter selbsttätig sich den Strom abwürgt.
Gast #6799602
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Teo D. schrieb:
> Wie soll das den gehen?!

Je weniger Spannung der Lüfter bekommt, umso mehr fällt am Kollektor des 
Transistors ab. Bei Überschreiten der Zenerspannung wird die Zenerdiode 
leitend und steuert die Basis an, so dass der Transistor mehr Strom 
fließen lässt.

Am Transistor wird also insgesamt nie mehr als die Zenerspannung + 0,6V 
abfallen.

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