Hallo Leute,
ich habe ein Problem mit der Ansteueurung meiner LED Module. Die LED
Module habe ich fertig gekauft. Auf diesen Platinen ist ein Schaltregler
untergebracht, sodass man die Module mit verschiedenen Spannungen
betreiben kann.
Meine Frage bezieht sich allerdings nicht auf die LED Module, sondern
auf eine Elektronik, die ich selbst entwickelt habe, die diese LED
Module ansteuern soll. Der Schaltplan dieser Elektronik ist angehängt.
Zur Ansteuerung wird ein Mosfet verwendet (TSM2312). Das Gate des
Mosfets wird von einem µC (ATMEGA32) angesteuert. Der Mosfet sitzt
zwischen dem GND Anschluss des LED Moduls und dem GND der
Versorgungsspannung. Mein konkretes Problem ist, dass die LED Module,
obwohl am Gate des Mosfets 0V anliegen, etwas leuchten. Die LED Module
sollen aber komplett aus sein. Ich habe meine Elektronik an ein
Labornetzteil angehängt und mit 8V getestet. Wenn ich dann die Spannung
zwischen Drain und Source messe, liegen dort etwa 4V an, obwohl
eigentlich 0V anliegen sollten. Also der Mosfet macht anscheinend nicht
"komplett zu". Aufgrund dieser 4V leuchten die LEDs wahrscheinlich auch
leicht. Kann mir jemand sagen, was bei meiner Elektronik fehlerhaft sein
könnte. Ich vermute es hat irgendwas mit dem Mosfet, der Ansteuerung des
Mosfets oder vielleicht sogar mit dem auf den LED Modulen verbauten
Schaltregler zu tun.
Danke schon mal im Voraus!
Gerd B. schrieb:> Ich habe meine Elektronik an ein Labornetzteil angehängt und mit 8V> getestet. Wenn ich dann die Spannung zwischen Drain und Source messe,> liegen dort etwa 4V an, obwohl eigentlich 0V anliegen sollten
Wieso 0 ? Dann leuchtet auch die LED aus dem Modul
Eventuell ist dein TSM2312 kaputt, die sind elektrostatisch empfindlich.
Der GND des ATMega ist mit dem GND in deinem Bild verbunden?
Was passiert, wenn du den ATMega gar nicht an R1 anschließt?
Was passiert, wenn du den R1 stattdessen auf GND legst?
MaWin schrieb:> Wieso 0 ? Dann leuchtet auch die LED aus dem Modul
Ich meinte natürlich 8
HildeK schrieb:> Der GND des ATMega ist mit dem GND in deinem Bild verbunden?
Ja!
HildeK schrieb:> Was passiert, wenn du den ATMega gar nicht an R1 anschließt?> Was passiert, wenn du den R1 stattdessen auf GND legst?
Probiere ich aus! Ich melde mich später wieder :-)
Wenn ich R1 auf GND lege sind die LEDs aus!
Weiß allerdings nocht nicht genau was ich mit dieser Erkenntnis ziehen
soll. Vlt hat es dann sogar was mit der Ansteuerung des Gates über den
Mikrocontroller zu tun...
Ich habe den Pin einfach als Ausgang deklariert, da der Pin ein PWM
Signal ausgibt. An der jeweiligen Stelle im Programm wenn die LEDs aus
sein sollen schreibe ich in das Register OCRxx eine 0, alos OCRxx = 0;
Danke für die Hinweise!
Jetzt habe ich das Problem lösen können. Dadurch, dass der Ausgang als
PWM-Signal deklariert war lag am Gate des Mosfets immer eine kleine
Spannung an und der Mosfet wurde etwas leitend, sodass die LEDs etwas
leuchteten. Ich habe einfach, wenn die LEDs dauerhaft aus sein sollen,
den Pin als Normal Port deklariert, also das Bit COM0A1 gelöscht und
schon liegt keine Spannung mehr an.
Dann schau dir doch mal den Ausgang (als PWM) mit einem Scope an, was da
so passiert.
Schöner wäre natürlich nur den Wert der PWM zu ändern, statt den Pin
selbst online umzukonfigurieren.
Vielleicht den Pull-Down Widerstand am Gate geringer wählen, so dass er
mehr auf das GND Potential gezogen wird. Z.B.
HansImLot schrieb:> Dann schau dir doch mal den Ausgang (als PWM) mit einem Scope an, was da> so passiert.
Habe leider keins, aber ich werde mir eins anschaffen!
HansImLot schrieb:> Vielleicht den Pull-Down Widerstand am Gate geringer wählen, so dass er> mehr auf das GND Potential gezogen wird. Z.B.
Interessant, das werde ich auch mal ausprobieren!
HansImLot schrieb:> Vielleicht den Pull-Down Widerstand am Gate geringer wählen, so dass er> mehr auf das GND Potential gezogen wird. Z.B.
Quatsch.
Gerd B. schrieb:> ... Dadurch, dass der Ausgang als> PWM-Signal deklariert war lag am Gate des Mosfets immer eine kleine> Spannung an
Das PWM-Signal wird beim ATmega32 (und auch vielen anderen) bei '0'
nicht 'abgeschaltet'. Du hast bei 'OCRxn == 0' immer noch Pulse.
> ...> Ich habe einfach, wenn die LEDs dauerhaft aus sein sollen,> den Pin als Normal Port deklariert, also das Bit COM0A1 gelöscht und> schon liegt keine Spannung mehr an.
(Nicht) nur so geht das.
Ralf G. schrieb:> HansImLot schrieb:>> Vielleicht den Pull-Down Widerstand am Gate geringer wählen, so dass er>> mehr auf das GND Potential gezogen wird. Z.B.> Quatsch.
vielen Dank für die ausführliche Beschreibung, warum das Quatsch ist.
HansImLot schrieb:> Ralf G. schrieb:>> HansImLot schrieb:>>> Vielleicht den Pull-Down Widerstand am Gate geringer wählen, so dass er>>> mehr auf das GND Potential gezogen wird. Z.B.>> Quatsch.>> vielen Dank für die ausführliche Beschreibung, warum das Quatsch ist.
Dazu gibts keine weitere Erklärung!
Das würde dir sicherlich auch selber auffallen, wenn du anfängst zu
begründen/untersuchen, was eine Verkleinerung des Pulldown bewirken
würde.....
Gerd B. schrieb:> Dadurch, dass der Ausgang als> PWM-Signal deklariert war lag am Gate des Mosfets immer eine kleine> Spannung an und der Mosfet wurde etwas leitend, sodass die LEDs etwas> leuchteten.
Da liegt keine kleine Spannung an, sondern kurze Pulse mit 1/256
Periodendauern Länge. Oder hast du noch irgendwo Filter drin?
Und wie passt denn PWM mit dem hier zusammen:
Gerd B. schrieb:> Die LED> Module habe ich fertig gekauft. Auf diesen Platinen ist ein Schaltregler> untergebracht, sodass man die Module mit verschiedenen Spannungen> betreiben kann.
Zumindest wundert es mich, dass das geht.
Übrigens, die PWM kann man meist auch invertiert betreiben. Dann gibt es
die 0% aber eben nicht mehr ganz die 100%, sondern nur noch 99.99%
maximale Helligkeit. Das dürfte weniger auffallen. Natürlich kann man
auch OCRxx beeinflussen oder den Output auf Input schalten für die 0%.
HansImLot schrieb:> vielen Dank für die ausführliche Beschreibung, warum das Quatsch ist.
Das ist ein PWM-Ausgang. Der liefert nur Vcc oder GND, das ändert auch
ein kleinerer Pull-Down-Widerstand nicht.
Oder du machst ihn so klein, dass der FET überhaupt nicht mehr
angesteuert wird ;-))