Kennt ihr nen gescheiten naturwissenschaftlichen Taschenrechner für Android 11?

Gast #6809238
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Bei dem von Google mitgelieferten fehlen mir noch zu viele Features.

Ich hätte bspw. gerne ne Funktion zum ziehen der 3. Wurzel.
Binär und Hexwertumrechnungen, sowie eine Einheitenkonvertiertung wäre 
auch nicht schlecht.

Gibt's da nen brauchbaren ohne Werbung?
Gerne auch Open Source.
Beitrag #6809241 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6809303
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ich verwende "Free42" am WIN10-PC und am android-Tel.
= HP42S ...weil den hab ich auch noch in Original und ich bin RPN 
gewohnt.

Rechnet in folgenden Zahlensystemen und die Umrechnung ist jederzeit 
sehr einfach bedienbar:  hex, dec, oct, bin  -Auch logische 
verknüpfúngen sind verfügbar.
https://en.wikipedia.org/wiki/HP-42S
Angehängte Dateien:
Gast #6809751
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Wolfgang schrieb:
>> Technik sollte die Arbeit vereinfachen, nicht verkomplizieren.
>
> Deshalb werden bei UPN erst die Zahlen eingegeben und dann durch einen
> Operator verknüpft - völlig logisch.

Und warum macht man das dann nicht schon in der Grundschule im 
Matheunterricht, wo man in der Regel auch noch keinen Taschenrechner 
hat?

UPN ist im Prinzip nur für Computer ein Vorteil. Stichwort Stack.
Gast #6809761
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Nano schrieb:
> Und warum macht man das dann nicht schon in der Grundschule im
> Matheunterricht, wo man in der Regel auch noch keinen Taschenrechner
> hat?

Weil in der Grundschule noch viel im Kopf gerechnet wird. Da sortieren 
die Kinder automatisch, d.h. sie nehmen die Zahlen auf und verrechnen 
sie anschließend. Später, wenn schriftlich gerechnet wird, werden auch 
erst die Zahlen hingeschrieben und dann miteinander verrechnet.
Was meinst du mit "nicht schon"?
Gast #6809772
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Ich finde es doch einigermaßen erstaunlich, das Menschen jegliche 
Technik die ihrer persönlichen Gedankenwelt fremd ist nicht nur 
ablehnen, sondern auch kategorisch deren Sinnhaftigkeit bestreiten.

Ich käme ohne vi,sed,awk,grep,regex, usw. überhaupt nicht vorwärts in 
meiner Arbeit. TI (AN), HP (RPN), ich mag beides!

Ach so, noch was: ;-)
4 5 6 rot * + .  29  ok
#6809783
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Hallo zusammen.

> UPN ist für Masochisten. Genau wie beim Editor ed..

UPN ist das Tollste unter der Sonne; HP97, HP31, HP35.
Mit einem normalen (?) Rechner bekomme ich 3*4+9 ohne Vertippen selten 
beim 1. Mal auf die Reihe. ;-)

Mit dem (isolierten, 19kB) Editor aus (kastriertem) Turbo-Pascal 3 habe 
ich ein Programm mit 250000 Zeichen Quellcode geschrieben.
Wie mit Allem im Leben: womit man fit ist, mag man nicht missen.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

73
Wilhelm
#6809931
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(prx) A. K. schrieb:
> Optisch aus alten Zeiten, und auf 4" Handy für Leute mit schlechten
> Augen optimiert.

Mal auf ’nem aktuellen 5,x"-Telephon probiert? Geht ganz ausgezeichnet. 
Selbst auf ’nem 10"-Tablet sieht’s weniger schlimm aus, als etwa 
RealCalc.

Aber wer natürlich auf Optik steht, statt auf Funktionalität, für den 
ist es wirklich nichts. Da gibt’s dann aber auch noch bessere Sachen, 
als RealCalc – etwa solche, bei denen die gedrückten „Tasten“ animiert 
werden.
#6810106
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qwertz schrieb:
> UPN ist für Masochisten. Genau wie beim Editor ed und vi. Das ist nix
> für Leute, die sinnvoll damit arbeiten wollen. Technik sollte die Arbeit
> vereinfachen, nicht verkomplizieren.

UPN ist nicht komplizierter, sondern einfacher als Infix-Notation. Sie 
ist lediglich ungewohnt, weil man es mal in der Schule eben anders 
gelernt hat.

Nano schrieb:
> Und warum macht man das dann nicht schon in der Grundschule im
> Matheunterricht, wo man in der Regel auch noch keinen Taschenrechner
> hat?

Aus historischen Gründen, "weil man's immer schon so gemacht hat". Wäre 
eben schwierig, das einfach mal so von heute auf morgen umzustellen.
Und vielleicht weil es beim Schreiben auf Papier leichter ist, die 
beiden Zahlen visuell besser auseinanderzuhalten, wenn der Operator 
dazwischen ist.
In der Grundschule hat die Infix-Notation auch noch keine Nachteil, weil 
man da keine komplexen Terme mit Klammern und Brüchen ausrechnet.

> UPN ist im Prinzip nur für Computer ein Vorteil. Stichwort Stack.

Und für Menschen. Beim HP48 wird einem der Stack auch angezeigt. Das 
macht es deutlich übersichtlicher.

Voodoopriester schrieb:
> Und wer als Entwickler keinen Infixparser schreiben kann
> der verkauft einem dann UPN als Vorteil.

Ich hab grad letzte Woche einen geschrieben, aber ich finde UPN trotzdem 
besser.
Gast #6810262
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Rolf M. schrieb:
> Und vielleicht weil es beim Schreiben auf Papier leichter ist, die
> beiden Zahlen visuell besser auseinanderzuhalten, wenn der Operator
> dazwischen ist.

Aha, also ist es doch nicht ohne Computer logisch besser, wie anfangs 
behauptet wurde.

> In der Grundschule hat die Infix-Notation auch noch keine Nachteil, weil
> man da keine komplexen Terme mit Klammern und Brüchen ausrechnet.

Die hat auch dann keinen Nachteil, wenn man komplexe Terme mit Klammern 
und Brüchen ausrechnen muss.

>> UPN ist im Prinzip nur für Computer ein Vorteil. Stichwort Stack.
>
> Und für Menschen. Beim HP48 wird einem der Stack auch angezeigt. Das
> macht es deutlich übersichtlicher.

Zeige mal auf, warum UPN auch ohne Computer besser sein soll.
Zumal man auf dem Papier auch keine Stackübersicht hat.

Und vervollstänidge mal das hier:

Vorgabe (infix)
((4345 + 12352 + 231 + 4) / (234 + 231 + 24)) / 25

UPN unvollständig:
: : + 4345 12352 231 4 + 234 231 24

Einfach 25 dranhängen geht nicht, da nicht klar ist, ob es zum + Block 
gehört oder zum Divisor gehört.
#6810312
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Nano schrieb:
> Rolf M. schrieb:
>> Und vielleicht weil es beim Schreiben auf Papier leichter ist, die
>> beiden Zahlen visuell besser auseinanderzuhalten, wenn der Operator
>> dazwischen ist.
>
> Aha, also ist es doch nicht ohne Computer logisch besser, wie anfangs
> behauptet wurde.

Es wurde behauptet, dass es auf einem Taschenrechner besser ist. Und 
logisch ist es besser. Ich könnte mir nur vorstellen, dass die 
Infix-Notation beim schreiben von Hand eben visuell gewisse Vorteile 
haben kann. Ist aber nur eine Vermutung. Ich weiß nicht, ob das der 
Grund ist, warum die Infix-Notation heute eher üblich ist.

>> In der Grundschule hat die Infix-Notation auch noch keine Nachteil, weil
>> man da keine komplexen Terme mit Klammern und Brüchen ausrechnet.
>
> Die hat auch dann keinen Nachteil, wenn man komplexe Terme mit Klammern
> und Brüchen ausrechnen muss.

Doch, hat sie. Schon bei 5 * (3 + 2) muss ich Klammern einfügen, weil 
sonst die Punkt-vor-Strich-Regel greift. Die UPN braucht weder Klammern, 
noch eine Punkt-vor-Strich-Regel. Generell braucht sie keine 
Operator-Rangfolge.

>>> UPN ist im Prinzip nur für Computer ein Vorteil. Stichwort Stack.
>>
>> Und für Menschen. Beim HP48 wird einem der Stack auch angezeigt. Das
>> macht es deutlich übersichtlicher.
>
> Zeige mal auf, warum UPN auch ohne Computer besser sein soll.
> Zumal man auf dem Papier auch keine Stackübersicht hat.

Wie geagt: Es ging darum, ob sie auf einem Taschenrechner besser nicht, 
nicht auf Papier.

> Und vervollstänidge mal das hier:
>
> Vorgabe (infix)
> ((4345 + 12352 + 231 + 4) / (234 + 231 + 24)) / 25
>
> UPN unvollständig:
> : : + 4345 12352 231 4 + 234 231 24

Ich verstehe nicht, wie das gemeint ist. Das sieht nicht wie UPN aus.
Ich würde das in UPN so schreiben:

4345 12352 + 231 + 4 + 234 231 + 24 +  25 
#6810337
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DVD schrieb:
> Gips gibts und
>
> http://www.deppenapostroph.info

Vielleicht doch mal vorher nachschauen, bevor man sich lächerlich macht? 
Das Auslassungs-Apostroph an dieser Stelle ist vollkommen in Ordnung, 
wenngleich auch nicht zwingend.

Zum Thema UPN vs. Infix: ich denke, das hängt im höchsten Maße von dem 
ab, was man mal gelernt und lange genutzt hat. Ich habe mich mal an UPN 
versucht, vorurteilsfrei und ergebnisoffen, aber gefunden,
dass für mich kein Vorteil zu erkennen ist.

Bei den alten Taschenrechnern mit den einzeiligen Siebensegment-LCDs, 
bei denen man die Berechnungen in Stücken eingegeben hat, wäre das 
sicher deutlich anders gewesen, aber bei heutigen Rechnern kann man die 
Berechnung so eingeben, wie sie auch auf dem Papier steht – und da ist 
die visuelle Eingabe für mich von Vorteil – weil ich auf einem Blick 
erfassen kann, was zusammengehört, und weil ich nachträglich umstellen 
und ändern kann, wenn es notwendig erscheint, und nicht zuletzt auch, 
weil ich das Ganze auch abspeichern kann, um es später mit anderen 
Werten zu nutzen. YMMV
#6810509
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Rolf M. schrieb:
>
> Nano schrieb:
>
>> Und warum macht man das dann nicht schon in der Grundschule im
>> Matheunterricht, wo man in der Regel auch noch keinen Taschenrechner
>> hat?
>
> Aus historischen Gründen, "weil man's immer schon so gemacht hat".  [...]
Sorry für's Zerpflücken der Zitate, aber die wundervolle Forensoftware 
ist sich sicher, dass zu lange Zitate falsch sind.
> Und vielleicht weil es beim Schreiben auf Papier leichter ist, die
> beiden Zahlen visuell besser auseinanderzuhalten, wenn der Operator
> dazwischen ist.

Wie sieht das in den Kulturkreisen aus, in denen bis heute die Kunst des 
Rechnens mit dem Abakus gepflegt wird?
Beitrag #6810529 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6810533
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Joe G. schrieb:
> Irgendwie schluckt die Forensoftware den Operator für die Division :-(

Ja, weil es ein Wort kursiv macht, wenn man davor und dahinter den '/' 
schreibt, und genau das passiert hier mit der 25. Da war ich ja auch 
erst drauf reingefallen. Ursprünglich hatte ich beide Operatoren drin.

Percy N. schrieb:
> Wie sieht das in den Kulturkreisen aus, in denen bis heute die Kunst des
> Rechnens mit dem Abakus gepflegt wird?

Ich habe nie mit einem Abakus gerechnet, daher kann ich dazu nichts 
sagen.
#6810545
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Jack V. schrieb:
> und weil ich nachträglich umstellen
> und ändern kann,

Was macht dich glauben man kann UPN nicht nachträglich umstellen? Das 
hängt nicht an der Notation, sondern daran ob dein Taschenrechner einen 
Editor hat oder nicht.

So kann man bei einfachen klassischen Taschenrechnern in Infix-Notation 
auch nicht nachträglich umstellen. Einfach weil kein Editor vorhanden 
ist.

> und nicht zuletzt auch,
> weil ich das Ganze auch abspeichern kann, um es später mit anderen
> Werten zu nutzen.

Was macht dich glauben es gibt keine UPN Taschenrechner die 
Zwischenergebnisse abspeichern können? Sowohl bei Infix-Notation, als 
auch bei UPN hat das Abspeichern von Zwischenergebnissen nichts mit der 
eigentlichen Notation zu tun.

Bei UPN-Taschenrechnern lässt (und ist es) aber organisch über 
Stack-Manipulationen in die Bedienung eingebaut. Dafür werden gerne 
FORTH-Wörter verwendet wie DUP, ROT, OVER, DROP, SWAP. Da gibt es auch 
Ausnahmen wie den klassischen dc(1) Rechner von Unix 
https://linux.die.net/man/1/dc, der leider eine andere Notation 
verwendet
1
(30 + 99) / (3 + 30 + 99)
2

3
--> FORTH-ähnlich
4

5
30 99 + dup 3 + /
6

7
--> Altmodischer dc(1)
8
6k
9
30 99 + d 3 + /
10
p

Dazu haben viele UPN-Rechner auch Store/Recall Operationen um 
Zwischenwerte in Register zu speichern:
1
(30 + 99) / (3 + 30 + 99)
2

3
--> FORTH-ähnlich (HP)
4

5
30 99 + 'A' STO 'A' RCL 'A' RCL 3 + /
6

7
--> Altmodischer dc(1)
8
6k
9
30 99 + sA lA lA 3 + /
10
p

Nano schrieb:
> Vorgabe (infix)
> ((4345 + 12352 + 231 + 4) / (234 + 231 + 24)) / 25
>
> UPN unvollständig:
> : : + 4345 12352 231 4 + 234 231 24
>
> Einfach 25 dranhängen geht nicht, da nicht klar ist, ob es zum + Block
> gehört oder zum Divisor gehört.

Das ist kein UPN. In UPN gibt es auch keine Blöcke, Klammern, etc.
1
Infix:
2
((4345 + 12352 + 231 + 4) / (234 + 231 + 24)) / 25
3

4
Beispiele Postfix, alias UPN:
5

6
4345 12352 + 231 + 4 + 234 231 + 24 + / 25 /
7
25 4345 12352 231 4 + + + 234 231 24 + + / /
#6810554
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Hannes J. schrieb:
> Was macht dich glauben man kann UPN nicht nachträglich umstellen? Das
> hängt nicht an der Notation, sondern daran ob dein Taschenrechner einen
> Editor hat oder nicht.

Die Tatsache, dass ich keinen Rechner kenne, der eine visuelle 
Darstellung der Eingabe in RPN hat. Natürlich kenne ich nicht alle 
Rechner, so dass es das geben mag. Aber dann sehe ich den Vorteil der 
RPN nicht mehr, im Gegenteil: dann habe ich zwei völlig verschiedene 
Darstellungen der Berechnung vor mir: die in herkömmlicher Schreibweise 
auf dem Papier, und die völlig anders aufgebaute Schreibweise in RPN auf 
dem Display. Für jemanden, der mit RPN sozusagen groß geworden ist, mag 
das kein Problem sein – für jemanden, der mit der anderen Notation groß 
geworden ist, erscheint das überflüssig.

Hannes J. schrieb:
> Was macht dich glauben es gibt keine UPN Taschenrechner die
> Zwischenergebnisse abspeichern können?

Es geht nicht um Zwischenergebnisse – im Gegenteil, die sind beim 
derzeit von mir bevorzugten Rechner völlig nebensächlich. Ich meine die 
komplette Berechnung/Formel – gerne auch mit Variablen an der Stelle der 
zu ändernden Werte.
Moderator #6810561
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Hmmm schrieb:
> 
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.shaytasticsoftware.calctasticfree

Das ist auch mein Favorit (zumindest so lange, bis mir jemand etwas
Besseres zeigt). Er hat ziemlich genau das, was ich brauche, nicht
weniger und nicht mehr. Dazu zählen insbesondere:

- UPN mit großem Stack und bufferd (wie beim HP48)

- 8 Stack-Ebenen gleichzeitig sichtbar, weitere durch Scrollen

- ergonomische Pick-Funktion durch einfaches Antippen des gewünschten
  Werts auf dem Stack-Display (sehr praktisch, wenn man Ergebnisse aus
  früheren Berechnungen noch einmal benötigt, sie aber nicht explizit
  gespeichert hat)

- Tastatur nicht zu überladen, Tasten einfach zu treffen

- Sekundärfunktionen durch längeres Drücken der jeweiligen Taste
  erreichbar (als Alternative zur Shift-Taste)

- Komplexe Arithmetik

- Viele Einheitenumrechnungen und naturwissenschaftliche Konstanten

- Abrufbare Historie (wenn man den Rechenweg noch einmal nachvollziehen
  möchte)

- Hohe interne Rechengenauigkeit (35 Stellen)

Hex/Oct/Bin gibt es in der Plus-Version für 0,99 $. Das brauche ich aber
nur, wenn ich am PC sitze, und dann brauche ich keinen Taschenrechner.

Etwas komisch ist die y√x-Funktion, bei der man den Wurzelexponenten vor
dem Radikanden eingeben muss. Mit gleich vielen Tastendrücken kann man
aber auch mit dem Kehrwert potenzieren, dann ist die Reihenfolge wieder
wie gewohnt.

Die Liste der naturwissenschaftlichen Konstanten ist recht lang (44), so
dass man immer ein Weile danach scrollen/suchen muss. Besser wäre es,
wenn wenn sie – ähnlich wie bei den Konvertierungen – in mehrere Gruppen
aufgeteilt wären.


Zum Thema UPN vs. AN:

AN ist gut für geschriebene Terme, weil man damit besser deren Struktur
erkennen kann. Beispiel:
1
AN:  (1 + 2) * (3 + 4)
2
UPN: 1 2 + 3 4 + *

Bei AN ist sofort ersichtlich, dass der linke Faktor des Produkts 1+2
ist, bei UPN muss man da schon sehr genau hinschauen¹.

UPN hingegen entspricht exakt der Denkweise beim manuellen Rechnen. In
obigem Beispiel berechnet man zuerst den linken und dann den rechten
Teilterm. Erst dann werden die beiden Teilergebnisse multipliziert.
Deswegen ist es in diesem Fall geschickter, den Operator dorthin zu
schreiben, wo er auch gebraucht wird, nämlich ans Ende.

Da ich mit dem Taschenrechner oft Dinge berechne, ohne sie vorher
aufzuschreiben, komme ich mit UPN besser zurecht als mit AN.

Wenn ein Term bereits in der in der Mathematik üblichen Darstellung
vorliegt, sind für mich bei der Eingabe in den Taschenrechner die beiden
Notationen vom Aufwand her etwa gleich. Beispiel:

Bei AN darf ich nicht vergessen, noch zwei Klammerpaare einfügen:
1
(1 + 2) / 3 ^ (4 + 5)

Bei UPN muss ich die Operatoren ans Ende des jeweiligen Teilterms
verschieben:
1
1 2 + 3 4 5 + ^ /

Letzteres würde ich (in Gedanken) auch dann tun, wenn ich den Term
manuell berechnen würde (s.o.). Deswegen musste ich mich in die UPN auch
nie wirklich einarbeiten, sie war einfach schon in meinem Kopf, bevor
ich meinen ersten Taschenrechner hatte.


────────────
¹) Aus diesem Grund wird Forth auch scherzhaft eine "write-only
   language" bezeichnet, weil die Programme zwar leicht zu schreiben,
   aber schwer zu lesen sind. Weil Programmcode aber sehr viel öfter
   gelesen als geschrieben wird, bin ich kein großer Freund von Forth.
Beitrag #6810576 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6810618
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Hannes J. schrieb:
> So kann man bei einfachen klassischen Taschenrechnern in Infix-Notation
> auch nicht nachträglich umstellen.

Ich hänge mal ein Bild der Darstellung von den „heutigen“ 
Taschenrechnern an, die ich in meinem Beitrag zugrundegelegt habe. 
Zugegebenermaßen wird man eine solche Rechnung in der Praxis nicht in 
der Form in den Taschenrechner tippen, aber vielleicht erkennt man die 
Vorteile, die das bei praktisch relevanten, komplexeren Berechnungen mit 
sich bringen könnte. Und die Berechnung ist „in place“ editierbar.
Angehängte Dateien:
Gast #6810833
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DVD schrieb:
> Nano schrieb:
>> Gibt's
>
> Gips gibts und
>
> http://www.deppenapostroph.info

Den Link kannst du selber lesen.

Gibt's ist alte Rechtschreibung und ist die Kurzform für gibt es.
Ein gibts, gibt es in der alten Rechtschreibung nicht.

Und wenn du es nicht glaubst, dann guck dir halt die Webseite dieses
Lekorats an, der sich selber Spezialist für die deutsche Sprache nennt.

https://www.fehler-haft.de/wissen/altundneu.html

Ganz unten auf dieser Seite, schreibt er:
"Noch Fragen? Hier gibt's Hilfe"

Also erzähl mir nichts!
Gast #6810834
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Rolf M. schrieb:
>> Und vervollstänidge mal das hier:
>>
>> Vorgabe (infix)
>> ((4345 + 12352 + 231 + 4) / (234 + 231 + 24)) / 25
>>
>> UPN unvollständig:
>> : : + 4345 12352 231 4 + 234 231 24
>
> Ich verstehe nicht, wie das gemeint ist. Das sieht nicht wie UPN aus.
> Ich würde das in UPN so schreiben:
>
> 4345 12352 + 231 + 4 + 234 231 + 24 + / 25 /

Okay, es ist PN.
Habe da gestern Nacht in den PN Artikel, statts UPN Artikel geschaut.
Und da waren entsprechende Beispiele angegeben:

https://de.wikipedia.org/wiki/Polnische_Notation#Beispiele

Daran habe ich mich orientiert.
Gast #6810837
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Jack V. schrieb:
> DVD schrieb:
>> Gips gibts und
>>
>> http://www.deppenapostroph.info
>
> Vielleicht doch mal vorher nachschauen, bevor man sich lächerlich macht?
> Das Auslassungs-Apostroph an dieser Stelle ist vollkommen in Ordnung,
> wenngleich auch nicht zwingend.
>
> Zum Thema UPN vs. Infix: ich denke, das hängt im höchsten Maße von dem
> ab, was man mal gelernt und lange genutzt hat. Ich habe mich mal an UPN
> versucht, vorurteilsfrei und ergebnisoffen, aber gefunden,
> dass für mich kein Vorteil zu erkennen ist.
>
> Bei den alten Taschenrechnern mit den einzeiligen Siebensegment-LCDs,
> bei denen man die Berechnungen in Stücken eingegeben hat, wäre das
> sicher deutlich anders gewesen, aber bei heutigen Rechnern kann man die
> Berechnung so eingeben, wie sie auch auf dem Papier steht – und da ist
> die visuelle Eingabe für mich von Vorteil – weil ich auf einem Blick
> erfassen kann, was zusammengehört, und weil ich nachträglich umstellen
> und ändern kann, wenn es notwendig erscheint, und nicht zuletzt auch,
> weil ich das Ganze auch abspeichern kann, um es später mit anderen
> Werten zu nutzen. YMMV

Dem schließe ich mich an.

UPN wurde früher bei Taschenrechnern deswegen genutzt, weil es da 
Vorteile bei der limitierten Hardware und dem limitierten Speicherplatz 
gab.
Heute hat jedes Smartphone mehr Transistoren, Leistung und Speicherplatz 
als für Infix minimal nötig wäre.
Moderator Persönliche Seite #6810842
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Nano schrieb:
> UPN wurde früher bei Taschenrechnern deswegen genutzt, weil es da
> Vorteile bei der limitierten Hardware und dem limitierten Speicherplatz
> gab.

Naja, ein HP48 dürfte in der Hardware um Größenordnungen komplexer sein 
als ein 08/15-Taschenrechner gleichen Entwicklungsalters.

Ob man das Konzept nun mag oder nicht, es hat seine Berechtigung. Auch 
FORTH ist ja durchaus nicht ausgestorben (wenngleich es nicht die 
Verbreitung erfuhr, die man ihm mal prognostiziert hat).
#6810847
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Ich mache UPN nicht an irgendeiner Komplexität der Implementierung von 
Taschenrechnern fest. Rechnet ihr ernsthaft heute noch komplexe Formeln 
mit echten Taschenrechnern oder entsprechenden Handy-Apps?

FORTH war gut bei der Grössenordnung 6502, wenn man mit BASIC nichts im 
Sinn hatte. Kleine schnelle Entwicklungsumgebung ohne gehobene Ansprüche 
an RAM und I/O. Mit zunehmender Grösse der Geräte und mit 
Entwicklungsumgebungen wie Turbo Pascal verlor es an Wert.
Gast #6810892
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(prx) A. K. schrieb:
> Rechnet ihr ernsthaft heute noch komplexe Formeln
> mit echten Taschenrechnern oder entsprechenden Handy-Apps?

Nein, aber wenn ich den Computer ausgeschaltet habe und mal was schnell 
ausrechnen will, dann zücke ich meist das Smartphone. Weil das, anders 
als mein Computer, gleich verfügbar ist.

Ich fahre meinen Computer auch nicht in den Standby bzw. Suspend to 
Disk, da ich immer noch Dual Booter bin und somit beim Starten 
entscheiden möchte, was jetzt gleich laufen soll.
Außerdem ist so ein ordentlicher frischer Boot besser für das System. 
Man denke da bspw. an irgendwelche Speicherreservierungsfehler in 
Treibern, die dann mit der Zeit immer mehr Speicher anfordern, ohne das 
es das OS merkt und den Speicher wieder freigeben kann.
Persönliche Seite #6810987
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Nano schrieb:
> UPN wurde früher bei Taschenrechnern deswegen genutzt, weil es da
> Vorteile bei der limitierten Hardware und dem limitierten Speicherplatz
> gab.

Es hatte vor allem Vorteile bei mehreren Klammerebenen. Infix-Rechner 
konnten nur eine bestimmte Tiefe. Mit UPN gab es diese nicht. Ich hatte 
früher auch mit UPN gearbeitet - vor allem, da es nerdig war, nicht weil 
ich es unbedingt brauchte. Heutzutage tippe ich einfach alles so ein, 
wie ich es brauche. Es gibt keine Begrenzung der Klammerebenen mehr. 
Alles wird übersichtlich als editierbare Formel dargestellt. Fahre ich 
mit dem Cursor auf eine Klammer, wird der Gegenpart angezeigt. 
Übersichtlichkeit kann ich durch Leerzeilen und Zeilenumbruch erhalten. 
Es gibt für mich daher keine Notwendigkeit mehr, UPN zu verwenden - auch 
fehlt mir die Übung.

Ich weiß, dass es dann kein klassischer "Taschenrechner" mehr ist, 
sondern eher ein Computeralgebrasystem. Trotzdem kann ich es in die 
Tasche stecken.
Gast #6811209
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Abdul K. schrieb:
> Das richtige Ergebnis ist 14.

Ja, er macht in der Anzeige aus:
4+3)*2
ein
4+3*2
und dann erst rechnet er das Ergebnis aus.
Getestet in der Free Version.

Wenn der Nutzer blind tippt, übernimmt der Nutzer ein falsches Ergebnis.
Wenn er nicht blind tippt, und sich die Ausgabe der Eingabe ansieht, 
sollte es auffallen.

Klar wäre eine Syntaxfehlermeldung besser. So macht es der Google 
Taschenrechner.

Schreib doch dem Entwickler eine Mail und sag ihm, dass du das entdeckt 
hast. Der wird das sicherlich gerne korrigieren.
Gast #6811217
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Hannes J. schrieb:
> Nano schrieb:
>> Okay, es ist PN.
>> Habe da gestern Nacht in den PN Artikel, statts UPN Artikel geschaut.
>> Und da waren entsprechende Beispiele angegeben:
>
> Heißt du hast keinerlei praktische Erfahrung, willst uns aber erzählen
> was gut und was schlecht ist.

Das habe ich gar nicht gesagt. Lies oben nochmal nach was ich genau 
geschrieben habe.
Ich habe nicht geschrieben UPN wäre schlechter, ich habe gefragt warum 
es bei Stift und Papier besser sei, wie behauptet wurde. Und ich habe 
mich Jack V. Kommentar angeschlossen, der hat aber auch keine Wertung 
über UPN abgegeben, sondern nur gesagt, warum er es nicht nutzt.

Wie UPN funktioniert habe ich mir auch schon vor 20 Jahren durchgelesen, 
und ich habe es damals nicht gebraucht, aber das bedeutet nicht, dass 
man sich daran gleich wieder erinnern kann. Deswegen habe ich mir die 
Beispiele im Wiki Artikel nochmal angesehen. Darf man das etwa nicht?
#6811323
Lesenswert?

Abdul K. schrieb:
> Das richtige Ergebnis ist 14.

Ich würde sagen, ein richtiges Ergebnis existiert nicht, da die Formel 
fehlerhaft ist. Es ist müßig, darüber zu diskutieren, ob es weniger 
falsch ist, wenn sich der Rechner die öffnende Klammer dazu denkt (und 
wo er sie dann "hindenkt") oder wenn er sich die schließende Klammer 
wegdenkt.

Norbert schrieb:
> Ich stimme allerdings zu das eine Fehlermeldung nicht gänzlich
> uninteressant wäre.

Sie wäre eigentlich das einzig Sinnvolle.
Moderator #6811426
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Abdul K. schrieb:
> Yalu X. schrieb:
>>>
>>
> 
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.shaytasticsoftware.calctasticfree
>>
>
> Gleich mal durchgetestet.
>
> Das hier sprengt ihn:
> 4+3)*2
> Die fehlende führende Klammer verwirrt ihn erfolgreich
>
> Mein momentaner Favorit macht's richtig:
> Beitrag "Re: Math42- Android App"

CalcTastic verhält sich bei falscher Klammerung wie die meisten
klassischen Hardwaretaschenrechner: Zu viele schließende Klammern werden
einfach ignoriert, bei zu vielen öffnenden Klammern wird mit dem Drücken
der "="-Taste automatisch die fehlende Anzahl von schließenden Klammern
am Ende des Terms angehängt.

Bei dem von dir vorgeschlagenen Rechner wird bei zu vielen schließenden
Klammern  mit dem Drücken der "="-Taste automatisch die fehlende Anzahl
von schließenden Klammern am Anfang des Terms eingefügt. Man kann dieses
Verhalten aber in den Einstellungen unter "Klammern auto-schließen"
deaktivieren. Dann wird bei allen Klammerfehlern ein Syntaxfehler
angezeigt. Diese Option empfinde ich als die sinnvollere, da eine
vergessene Klammer ja nicht unbedingt am Anfang oder Ende des Terms,
sondern auch irgendwo in der Mitte liegen kann.
Gast #6811427
Lesenswert?

Es war genau wie erwartet:

Anstatt das thread Thema weiter zu führen, kommt einer wieder mit UPN um 
die Ecke und Liliput haut sich wieder um little und big endian.

So vorhersehbar.



Was hat das mit der Frage zu tun?
Macht einen neuen thread auf und prügelt euch da...

Was aber jetzt stattdessen passieren wird:
Jetzt krieg ich Haue
Gast #6811434
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(prx) A. K. schrieb:
> Rechnet ihr ernsthaft heute noch komplexe Formeln
> mit echten Taschenrechnern oder entsprechenden Handy-Apps?

Ja, ich! Auf der Arbeit setze ich einen HP-28S ein. Den hatte ich mir im 
Studium gekauft, und für manche Rechnungen ist er immer noch hilfreich. 
Vor allem beherrscht er komplexe Zahlen; wie man das mit Excel machen 
könnte, habe ich noch nicht herausgefunden (geht sicher auch). Und man 
kann Rechnungen und Ergebnisse auch ausdrucken.

Zu Hause habe ich einen HP-12C für finanzmathematische Sachen 
(Zinseszins, Immobilienkredit...) und einfache Sachen, und einen HP-15C. 
Als ich noch Assembler gemacht habe, kam der 16C gelegentlich zum Zug - 
jetzt verbringt er die meiste Zeit im Schrank.

Aus der Schulzeit habe ich noch einen Casio FX-602P. Sehr schönes Teil, 
kommt aber nicht mehr oft zum Einsatz. Ich habe auch den Drucker dafür.
Gast #6811935
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Rolf M. schrieb:
> Aus historischen Gründen, "weil man's immer schon so gemacht hat". Wäre
> eben schwierig, das einfach mal so von heute auf morgen umzustellen.
> Und vielleicht weil es beim Schreiben auf Papier leichter ist, die
> beiden Zahlen visuell besser auseinanderzuhalten, wenn der Operator
> dazwischen ist.

Das hat nicht nur historisch zu tun sondern sondern mit menschlichen 
denken. Kein Mensch denkt 2 auf den Stapel, 4 auf den Stapel, zähle 
Stapel 1 und 2 zusammen. Der mench denkt ich hab hier 2 und tue 4 dazu 
-> 2+4.
Moderator Persönliche Seite #6812105
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(prx) A. K. schrieb:
> Assembler in Postfix-Notation findet man mitunter in FORTH-Umgebungen

Interessante Anekdote in diesem Zusammenhang: ich habe als Student mal 
einen Disassembler für das RSX-11-Objektcodeformat gebaut. Dieser 
Objektcode war in der Lage, verschiebliche arithmetische Ausdrücke 
abzubilden, d.h. man konnte mit dem Wert von Symbolen Rechenoperationen 
ausführen, die erst vom Linker (TKB - "Task Builder") final eingetragen 
worden sind. Es zeigte sich, dass diese Ausdrücke im Objektcode in Form 
einer UPN abgelegt worden waren. Hat mich damals bissel Gehirnschmalz 
gekostet, die UPN-Form in eine geklammerte Form zurück zu übersetzen, 
wie sie letztlich auch der Assembler selbst wieder verarbeitet hat.
Gast #6812182
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(prx) A. K. schrieb:
> Und wenn man jemandem sagt, er addiere bitte 2 und 4, dann erhalten wir
> die nicht umgekehrte polnische Notation. Die hat zwar keinen
> Taschenrechner geprägt, findet sich aber in LISP - und in Assembler.
>
> Wieso verwendet eigentlich kein Assembler eine Infix-Notation?

Du meinst anstatt so:
mov eax, ebx
inc eax

dann so:
eax mov ebx
inc eax

Ich vermute mal, dass das softwaretechnisch dann deutlich komplexer wäre 
und IMO auch schwerer zu lesen ist. Denn es werden sowohl für die 
Operanden, als auch für die Befehle Buchstaben verwendet.
Da gehen die Vorteile von infix völlig verloren.

Infix kann man ja nur deswegen gut lesen, da sich die Operanden in bspw. 
der normalen Mathematik deutlich von den Operatoren unterschieden.
Entweder hat man Zahlen oder Buchstaben und für die Operatoren hat man 
Symbole.
Bei Assembler wäre das wegen den Buchstaben nicht mehr so.









Assembler
> in Postfix-Notation findet man mitunter in FORTH-Umgebungen
Moderator #6812356
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Abdul K. schrieb:
> Hab nun doch noch was zu meckern gefunden: 0 hoch 0 bringt er 1.
> grrrr

Das ist halt eine Frage der Definition bzw. Konvention.

Schlimmer finde ich, dass sin(i) "undefiniert" liefert, obwohl der
Rechner prinzipiell mit komplexen Zahlen umgehen kann (sinh(i) geht).


(prx) A. K. schrieb:
> https://mathepedia.de/Null_hoch_Null.html

Rolf M. schrieb:
> https://de.wikipedia.org/wiki/Potenz_(Mathematik)#Null_hoch_Null

Im englischsprachigen Wikipedia ist dem Thema sogar ein ganzer Artikel 
gewidmet:

  https://en.wikipedia.org/wiki/Zero_to_the_power_of_zero
Persönliche Seite #6812761
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Error sollte immer aufleuchten, wenn die Rechnung höchstverfreilich 
anzweifelbar ist.

Hab den Casio 602 nicht dabei im Café, aber ich bin mir ziemlich sicher 
er bringt ne Fehlermeldung.

Eine künstliche Stetigkeit zu erzeugen, ist in Programmiersprachen 
natürlich ein Argument. Was sagt IEEE754 dazu? Da geht's dann bestimmt 
mit Definition von +0 und -0 weiter...
Oder arctan aus nicht winkelreduziertem Bruch...

Schwamm drüber
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