Ich habe im Keller ein paar LAN-Kabel, die bislang in einem
Verteilerschrank enden. Der wird auch zusammen mit 230V-Komponenten
benutzt, es besteht aber eine Trennung von SELV und 230V.
Ich habe nun einem Switch im Verteilerschrank eingebaut, aber zwischen
Türe und Abdeckung der Verteiler-Innereien ist es sehr eng. Daher
überlege ich gerade, einen separaten Netzwerkschrank an die Wand zu
schrauben, um dort das ganze Netzwerkzeig unter zu bringen (alles raus
aus dem Verteilerschrank). Ich tendiere zu einem kleinen 10" von EFB
Elektronik. Aktuell kommen 10 LAN-Kabel im Keller an.
Sind die Teile von EFB Elektronik qualitativ OK? Oder gibt es noch
andere Marken, die qualitativ gut sind? Lieber gebe ich ein paar Euro
mehr aus und habe einen besseren Schrank, der stabil und vom Aufbau
optimal ist.
Von Rital gibt es welche. Ich habe zwar keine Erfahrung mit
Netzwerkverdrahtung, aber bei Schaltschränken ist Rittal qualitativ gut.
Ob Rittal auch 10" hat? Ich habe auf die Schnelle nur welche mit 19"
gefunden (z.B. Rittal 7507.120).
Hans Keber schrieb:> Ich habe im Keller....
Schutzart > IP20 benötigt (wegen Feuchtigkeit)? Gibt es in 19" von
Schneider Electric (Typ NSYVDM8U4F). Qualitativ vergleichbar mit Rittal
(zumindest bei Schaltschränken).
Es gibt auch 19"-Netzwerkschrank TecnoIP von tecnosteel, aber den
Hersteller kenne ich nicht. Scheint ein Hersteller aus dem Ausland zu
sein (China?)
> flache Patchkabel> Slim Patchkabel
So ein Hama-Flachkabel habe ich mal zwischen 2 GBit-Interface
getestet. Ein Standardkabel erlaubte eine Tranferrate von 90 MB/s.
Mit dem "Slim"-kabel waren es nur noch 50 MB/s.
Gemessen wurde mit netio.
Man sollte das Zeug vor dem Einsatz im Allerheiligsten,
also dem Netzwerkschrank, sicherheitshalber erstmal pruefen.
Als Kabel fuer unterwegs in der Notebooktasche vielleicht
noch O.K., aber als Patchkabel wuerde ich sowas nicht verwenden.
ich habe davon 20 Stück an dem Switch/Patchpanel, hatte davon aber auch
erstmal nur ein paar getestet bis ich alle Ports damit ausgerüstet habe.
Genauen Typen müsste ich nochmal raussuchen, es gibt ja mittlwerweile
eine ganze Menge verschiedene. Auch PoE für Kameras oder ST Disco Boards
funktioniert damit ohne Probleme.
Der Trend zu Cat7 und S/FTP erschwert die Arbeit im Schrank, besonders
wenns eng wird. Wer auch mit Cat5e U/UTP leben kann, tut sich deutlich
leichter. Bis Gigabit gehts damit auch.
Hans Keber schrieb:> Sind die Teile von EFB Elektronik qualitativ OK?
Mit den Schränken von EFB hab ich keine Erfahrung, zumindest im
Glasfaser-Bereich sind die aber absolute Billigheimer und deshalb würd
ich bei denen keinen Schrank kaufen wollen.
> Oder gibt es noch> andere Marken, die qualitativ gut sind? Lieber gebe ich ein paar Euro> mehr aus und habe einen besseren Schrank, der stabil und vom Aufbau> optimal ist.
Ich hab mal einen Rittal-Wandschrank aufgebaut, der war definitiv solide
und durchdacht. Für etwas Netzwerk und Switch braucht der ja nicht so
tief sein.
Reinhard S. schrieb:> Mit den Schränken von EFB hab ich keine Erfahrung, zumindest im> Glasfaser-Bereich sind die aber absolute Billigheimer und deshalb würd> ich bei denen keinen Schrank kaufen wollen.
Das habe ich mir schon gedacht. Aber bei Rittal ist die Internetseite
etwas unübersichtlich. Ich habe nun folgende Seite gefunden:
https://www.rittal.com/de-de/products/PG0800ITINFRA1/PG0031ITINFRA1/PRO0042
Was ist der Unterschied zwischen 19"-Profilschienen und
19"-Montagerahmen?
Hans Keber schrieb:> Was ist der Unterschied zwischen 19"-Profilschienen und> 19"-Montagerahmen?
Siehe Montageanleitung. Die Profilschienen sind 2 einzelne Schienen, die
am Rand eingeklipst werden. Der Rahmen ist halt ein Rahmen inkl. Streben
oben & unten und damit stabiler.
Andererseits ist es relativ egal, da die Varianten 6 & 9HE nur mit
Profilschienen zu haben sind und die größeren nur mir Rahmen.
Bei einem kleinem Netzwerkverteiler würd ich mir da aber keine Sorgen um
eine (gewichtstechnische) Überlastung machen ;)
Hans Keber schrieb:> einen separaten Netzwerkschrank
Gute Ide
> Ich tendiere zu einem kleinen 10"
Wieviel Platz hast du an der Wand?
19'' ist oft billiger als 10'' Geraffel.
Wenn da aktive Teile rein kommen, hat man bei 19'' weniger
Wärmeprobleme.
Wenn man in der Branche ist, bekommt man die Einbauteile die sich
läppern und nett sind gratis.
> von EFB Elektronik.
mir unbekannt.
> Aktuell kommen 10 LAN-Kabel im Keller an.
Patch panel terminieren,
Dazu eine Stromschiene
Switch - Router - Medienkonverter - evtl. NAS
da sollte man nicht knauserig sein.
Ich habe 10 HE
> Oder gibt es noch andere Marken, die qualitativ gut sind?
Jede Menge. Rittal wurde genannt.
Ich habe einen mit Lan-Com Label, wahrscheinlich aber woanders gebaut.
- 10 HE, abnehmbare Seiten und Tür.
Dazu paar Fachböden auf denen ich das So-Ho Geraffel festgezurrt habe.
> Lieber gebe ich ein paar Euro
Meinen Lan-Com bekam ich für 1 Appel + 1 Ei beim Grosshändler.
Die haben oft was liegen was in den Abverkauf geht.
Einfach mal vorbeischauen.
Johannes S. schrieb:> es gibt auch flache Patchkabel,
und die sind normal U/UTP - Nett um die in der Tasche zu haben.
Wenn man 10 PDS Kabel bündelt, davon freut man sich über mindestens
einen gemeinsamen Schirm.
Hans Keber schrieb:> Ich tendiere zu einem kleinen 10" von EFB> Elektronik.
Das 10"-Zeug ist Kinderspielzeug. Da hast Du kein Platz, und ruck-zuck
willst Du mal einen vernünftigen Switch einbauen, und der passt dann
nicht rein.
Die Auswahl bei 19" ist auch deutlich größer. Da gibt es allerhand
Lösung für jedes, erdenkliche Problem. Du kannst wählen von
as-cheap-as-possible bis zum vergoldeten Luxus-Schrank mit
diamantbesetzten Tür-Scharniere.
Sebastian L. schrieb:> Wieviel Platz hast du an der Wand?> 19'' ist oft billiger als 10'' Geraffel.
Der einzige Platz für 60 x 60 cm Wandfläche und 40 cm Tiefe wäre
unterhalb des Ausdehnungsgefäßes. Ob dieser Montageort sinnvoll ist?
Rechts davon geht nicht, denn da ist die Schaltschranktüre des
Verteilerschrankes.
müssen denn beide gleichzeitig aufgehen oder warum ist die
Schaltschranktüre im Weg? Mir persönlich würde aber auch nicht viel
gegen den Platz unter dem Ausdehnungsgefäß stehen. Ich würde aber
entweder die Kabel unten einführen oder ein kleines Blech zum abweisen
des meisten Wassers machen.
Ich_eben schrieb:> müssen denn beide gleichzeitig aufgehen oder warum ist die> Schaltschranktüre im Weg?
Ich könnte sonst die Schaltschranktüre nicht ganz aufmachen. Die ist auf
dem Bild gerade nicht eingehängt. Der Netzwerkschrank steht ja 40 cm
tief raus und die Türe würde dagegen knallen, wenn ich den
Netzwerkschrank weiter nach rechts mache. So wie eingezeichnet, geht die
Türe vom Schaltschrank gerade so daran vorbei.
Wenn mal Wartung am Ausdenhnungsgefäß gemacht wird, müssen die
Installateure halt aufpassen, daß kein Wasser in dem Netzwerkschrank
läuft. Aber ich denke da wird kaum was dran gemacht.
Hans Keber schrieb:> Wenn mal Wartung am Ausdenhnungsgefäß gemacht wird, müssen die> Installateure halt aufpassen
Sinn für Humor hast du.
Hans Keber schrieb:> Aber ich denke da wird kaum was dran gemacht.
Nach einigen Jahren wird es mal nachgefüllt, oder getauscht werden.
I.d.R. macht das zwar keine große Sauerei, aber man weiß ja nie...
Hans Keber schrieb:> Ich könnte sonst die Schaltschranktüre nicht ganz aufmachen.
Muss nicht über die ganze Breite des Schaltschranks eine Rücktrittfläche
von 1,5m gegeben sein?
Muss es denn wirklich gleich ein Netzwerkschrank sein?
Mein Hausvorbesitzer hatte zwar Netzwerkkabel legen lassen, allerdings
nie angeschlossen (also auch nicht die Dosen im Zimmer 8-)).
Die Kabel kommen im Keller an der Decke raus, allerdings extrem kurz
abgeschnitten und natürlich in einem Bereich wo schon viele
Wasserleitungen liegen, sowohl an der Decke, als auch der Wand.
Daher musste ich das Patchpanel in Deckennähe montieren (Kabel wollte
ich nicht verlängern). Habe mir aus gehobelten Latten eine "Rahmenbox"
gebaut und an die Decke geschraubt. Patchpanel, Switch, Server (alles
19"), USV und Fritzbox sind da nun drin.
Vorteil Decke: es sollte kein Wasser auf das Equipment tropfen (außer
Rohrbruch im Geschoss darüber ;-) ), es steht nix auf dem Boden oder ist
sonstwie bzgl. Heizungs-/Wasserrohren etc. im Weg.
Nachteil: Wärme steigt nach oben. Ist aber dadurch 'ne Fußbodenheizung,
die Stelle merkt man im Geschoss darüber doch deutlich.
Unter das Ausgleichsgefäß würde ich übrigens kein strombetriebenes
Equipment bauen. :-)
Hab mein Netzwerk-Kram in einem Hager Schrank drin. Ist direkt neben den
Hager Schrank für die Elektro-Verteilung gebaut. Sieht gut aus (Gleiche
Schränke), passt gut (Gleiche Schränke ;) ) und mit dem
Multimedia-Feldern von Hager kann man da auch flexibel tun und lassen
was man will.
Jörg S. schrieb:> Hab mein Netzwerk-Kram in einem Hager Schrank drin. Ist direkt neben den> Hager Schrank für die Elektro-Verteilung gebaut. Sieht gut aus (Gleiche> Schränke), passt gut (Gleiche Schränke ;) ) und mit dem> Multimedia-Feldern von Hager kann man da auch flexibel tun und lassen> was man will.
Das ist eine gute Idee! Der vorhandene Schrank ist auch von Hager.
Allerdings kann ich den neuen von der Höhe nur eine Nummer kleiner
nehmen (950 hoch anstelle 1100 mm). Die Multimedia-Platte gibt es aus
Metall oder alternativ aus Kunststoff. Was ist sinnvoller? Ich habe mal
die benötigten Komponenten raus gesucht und als Bestell-Liste angehängt.
Welche Innentiefe hat denn der 161 mm tiefe Hager-Schrank zwischen
Multimedia-Plate und Türe? Ich habe kein Maß bei Hager gefunden. Bei
eventueller Unterbringung eines NAS könnte es sehr eng werden.
Der Schrank Hager FP61SN2 würde auch gehen, der hat eine Tiefe von 205mm
(44mm mehr).
Hans Keber schrieb:> Tiefe von 205mm würde auch gehen
Man sollte großzügiger planen+bauen. Später alle Kabel ausfädeln weil
etwas nicht passt, macht wenig Spaß und jedes aktive Teil heizt auch!
Deswegen ausreichend Volumen zur Wärmeabfuhr.
Dein geplanter Hager-Schrank neben Ausgleichsbehälter ist auch keine
gute Idee, da neue Ausgleichsbehälter oft etwas zu klein gewählt wurden
und wenn dann heißes Heizungswasser im Winter durch das Überdruckventil
verschwindet, brauchst Du einen größeren Ausgleichsbehälter (dem man
aber auch woanders montieren könnte).