Rigol DS1054Z Batteriebetrieb

#6827800
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Hallo,

ich überlege mein Rigol DS1054Z alternativ per Batterie zu versorgen zu 
können wenn ich mal wieder an Stellen ohne Netzstrom hantiere..

Laut Hersteller kommt das Gerät 100-240V 45-440Hz zurecht.
Meine erste Idee wäre, weil das Gerät ja eh ein Schaltnetzteil hat, 
einfach 105-147V DC aus 35 Li-Ion Zellen in Reihe einzuspeisen.
Mal von der Problematik mit Lichtbogen am Schalter beim ausschalten 
sollte das doch eigentlich direkt funktionieren oder braucht das Gerät 
in irgendeiner Form den Wechselanteil der Versorgung?
Verträgt der Gleichrichter im Primärkreis vom Schaltnetzteil das, wenn 
immer nur dieselben 2 Dioden belastet werden?

Hat sowas schonmal jemand mit diesem Gerät ausprobiert?

Grüße
Björn
#6827849
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Patrick L. schrieb:
> Da der Eingangsgleichrichter nur noch einseitig belastet wird, und da
> sicher gespart wurde (Keine 100% Reserve) wird der dir über kurz oder
> lang den Geist aufgeben.
>
> Sprich, Keine gute Idee...

Irgendwie sowas hatte ich befürchtet...

Man könnt ja auch hinterm Gleichrichter einspeisen, allerdings müsste 
dann das Gerät modifiziert werden was ich eigentlich vermeiden wollte.

Naja, war auch nur so eine Überlegung.

Danke dir Patrick.
(Firma: S-C-I DATA GbR) #6827853
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Björn W. schrieb:
> Man könnt ja auch hinterm Gleichrichter einspeisen, allerdings müsste
> dann das Gerät modifiziert werden was ich eigentlich vermeiden wollte.

Dan doch lieber hinter dem Netzteil einspeisen dann musst du nur ein 
Stecker ziehen LOL

Hättest auch die rund 15% Verluste des Netzteils nicht mehr.
Batterien heben dann länger.

Björn W. schrieb:
> Danke dir Patrick.

Gerne :-)
Gast #6827890
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Hmmm - habe gerade mit meinem fast erst frisch ausgepackten DS1054Z 
getestet und es läuft mit 36V garnicht und bei 48V zuckt es nur. Bei 56V 
läuft es stabil und zieht ~0,4A, also knapp über 20W. Ich glaube der 
doch recht ordentliche Brückengleichrichter wird da keine Probleme 
machen...

https://www.experimental-engineering.co.uk/wp-content/uploads/2015/08/IMG_20150821_134257.jpg
Gast #6828604
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Die Angst mit der Überlastung des Gleichrichters kommt immer wieder bei 
diesem Thema hoch. Ich persönlich glaube nicht, dass das wirklich ein 
Problem darstellt. Natürlich wird auf den Preis geachtet, an die Mär 
eines ultraknapp bemessenen Typs glaube ich nicht. Im Zweifel kann man 
auch mal auf den Gleichrichter draufschauen und einen ähnlichen Typen im 
Datenblatt recherchieren.

In diesem Zusammenhang sind die Aldi-Akkus, die man wahlweise als 20V 
bzw. 40V Akku betreiben kann, recht interessant. Da das kaum jemand 
haben will werden die immer wieder samt Ladegerät billig rausgehauen.
Gast #6828628
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Harald schrieb:
> Die Angst mit der Überlastung des Gleichrichters kommt immer wieder bei
> diesem Thema hoch. Ich persönlich glaube nicht, dass das wirklich ein
> Problem darstellt. Natürlich wird auf den Preis geachtet, an die Mär
> eines ultraknapp bemessenen Typs glaube ich nicht. Im Zweifel kann man
> auch mal auf den Gleichrichter draufschauen und einen ähnlichen Typen im
> Datenblatt recherchieren.

Sehe ich ebenso. Wir sprechen hier von etwa nem halben Ampere über diese 
Dioden. Je nach Spannung.
Aufmachen und drauf schauen. Normalerweise halten die Gleichrichter mehr 
aus. Besonders da sie den Einschaltstromstoß am 230v Netz auch abkönnen 
müssen.

Oder einfach machen und schauen ob es der Gleichrichter überlebt hat 
(bevor man wieder an 230 v geht!)
Bei Angst oder Defekt durch einen stärkeren Typ tauschen.
(Firma: S-C-I DATA GbR) #6828662
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Auch wenn ich die "Angst" vielleicht gestreut habe, dann aus der 
Erfahrung, das einige Netzteile genau aus dem Grund "Hops" gingen, die 
wir ersetzen musstenm weil der Kunde sie mit Gleichspannung betrieben 
hatte.
Nun aber das Bild im Beitrag von
Bastler schrieb:
> 
https://www.experimental-engineering.co.uk/wp-content/uploads/2015/08/IMG_20150821_134257.jpg
zeigt ein sehr Robuster Gleichrichter, der dies wohl abhaben kann.
Schön wäre natürlich eine genaue Bezeichnung, die man auf dem Bild nicht 
sehen kann.
Ein "großer" Gleichrichter, muss ja nicht zwingend auch ein "starker" 
Gleichrichter sein. ;-)

Wie schon von Vorposter erwähnt, daraufschauen, Datenblätter anschauen,
und wen er den geforderten Strom ab kann, ist ja dein Problem gelöst, 
und du brauchst auch nix umzubauen. ;-)
#6840097
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Heute mal rumgetestet..

Mein DS1054Z funktioniert bis runter auf 37V drunter geht es aus.
Der Strom beträgt im Mittel so 330mA bei 50V, sollte also für den 
Gleichrichter nicht problematisch sein.

Dann wirds ne 15-Zellen Lösung mit NCR18650PF. Sollte für 3-4 Stunden 
Batteriebetrieb ausreichen.
Das ganze dann per FET geschaltet und nen Kaltgerätestecker dran,
und noch nen Abschalter wenn die Batterie auf 45V runter ist.
(Firma: S-C-I DATA GbR) #6840101
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Björn W. schrieb:
> Der Strom beträgt im Mittel so 330mA bei 50V, sollte also für den
> Gleichrichter nicht problematisch sein.

Das ist definitiv so, mir wurde berichtet das dieser Gleichrichter >2A 
Dauer und >10A Peek Mache, dies wohl wegen dem hohem Einschalt-Strom bei 
Netzanschluss um den Kondensator laden.
Somit, sollte dies wohl absolut unproblematisch sein.

Daumen Hoch ;-)
Gast #6840140
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Björn W. schrieb:
> Dann wirds ne 15-Zellen Lösung mit NCR18650PF. Sollte für 3-4 Stunden
> Batteriebetrieb ausreichen.

Bei einem Defekt können diese Akkus eine Menge an Strom liefern und 
leider fehlt bei DC gegenüber AC spätestens nach 10ms ein Nulldurchgang, 
bei dem der Lichbogen abreißen kann. Das ist aber kein no-go für das was 
Du vorhast.

Für das Schaltnetzteil reichen weniger als 0,5A und für die 
Sicherungselemente meistens nicht mehr als 100A (Breaking capacity im 
Datenblatt bezeichnet).  D.h. zum Beispiel ein Drahtwiderstand von 0,5 
Ohm reicht aus für den Kurschlussfall den Strom zu begrenzen, wobei 
während des normalen Betriebs weniger als 0,25W Verluste anfallen.
Gast #6840398
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Harald schrieb:
> Die Angst mit der Überlastung des Gleichrichters kommt immer wieder bei
> diesem Thema hoch. Ich persönlich glaube nicht, dass das wirklich ein
> Problem darstellt. Natürlich wird auf den Preis geachtet, an die Mär
> eines ultraknapp bemessenen Typs glaube ich nicht.

Nun gut, ein "Märchen" ist es nicht. Es kann vorkommen.

Wegen begrenzter Anzahl an Abstufungen der Stromtragfähigkeit
passiert das selten (*) - auszuschließen ist es leider nicht.

> Im Zweifel kann man auch mal auf den Gleichrichter draufschauen
> und (den oder) einen ähnlichen Typen im Datenblatt recherchieren.

Das trifft es recht gut - warum sollte man das auch nicht tun.

(*) Speziell hier besteht geringer Anlaß zur Sorge: Nur seltenst
werden in Schaltnetzteilen Gleichrichter unterhalb 1A I_D verbaut.
(Zumindest sind mir nur extrem wenige untergekommen.)

1A-Rating ist eins der häufigstverbauten überhaupt - und folglich
ist dementsprechend sogar der Großteil niedriger spezifizierter
Typen teurer als der integrierte 1A-GR oder auch 1N400X oder so.
(Weiterer Vorteil: Seltener kaputte Eingangsgleichrichter.)

Ich würde aber immer ins Datenblatt schauen, das ist sicherer.
Gast #6842825
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Patrick L. schrieb:
> Oder einfach Muss auch noch schnell was dazu sagen?
Das wird die wahrscheinlichste Variante sein.

Patrick L. schrieb:
> Und wenn du den Netzsync trigger nicht brauchst ist ja alles im Butter.

Ich weiß nicht wie die Anderen das empfinden, aber Netztrigger gehört ja 
meist nicht zu den Funktionen, die man dauernd braucht. Außerdem würde 
ich mal unterstellen, dass wenn man Netztrigger braucht auch ein solches 
Netz vorhanden ist. Es sei denn man möchte sich auf diesem Weg eine 
galvanische Trennung hinpfuschen.

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