Hameg 205-2 Ausfall

OP #6828610
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Hallo zusammen!

Ich habe in der Bucht sehr preiswert dieses HM 205-2 geschossen. Leider 
tut dies nicht was es soll, sämtliche Knöpfe und Taster bringen null 
Veränderung auf die Röhre. Ich kann drücken und stellen was ich will. 
Lediglich die Intensität der Röhre lässt sich verändern und der Fokus 
bewirkt das entweder eine winzige horizontale oder vertikale Linie 
zwischen der Unschärfe zum Vorschein kommt. Ich denke als der Fehler 
steckt irgendwo im Hochspannungsteil.
Ja, ich weiß Ferndiagnosen sind schwer, gar unmöglich, aber vielleicht 
hatte ja jemand genau diesen Fehler schon einmal.

Grüße Florian
Angehängte Dateien:
Gast #6828702
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qq schrieb:
> Florian V. schrieb:
>> Leider tut dies nicht was es soll
>
> Warum kauft Ihr immernoch Oszis, die >30 Jahre alt sind mit der Absicht
> diese "produktiv" zu einzusetzen? Mmn. sind das eher Geräte für Sammler
> oder "Restauratoren".

Vielleicht weil man nicht alles gleich wegwerfen und neu kaufen muss.
Weil es Menschen gibt die sich ein wenig Gedanken um die Umwelt machen?

Schau heute mal die Tagesschau.
Gast #6828709
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qq schrieb:
> Warum kauft Ihr immernoch Oszis, die >30 Jahre alt sind mit der Absicht
> diese "produktiv" zu einzusetzen? Mmn. sind das eher Geräte für Sammler
> oder "Restauratoren".

Weil Du keine Ahnung hast.
Analoge Oszis sind bei div. Messungen immer noch besser, als der digital 
Part. Hier sieht man einfach, was das Signal macht. Kannst Du mit 
Dig-Oszi vergessen.
(Firma: S-C-I DATA GbR) #6828769
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qq schrieb:
> Warum kauft Ihr immernoch Oszis, die >30 Jahre alt sind mit der Absicht
> diese "produktiv" zu einzusetzen?

In unserem Betrieb stehen sicher 30 Oszis rum,
davon ist über die Hälfte analog!
Warum wohl?
Vielleicht wegen:
Firlefanz schrieb:
> Weil Du keine Ahnung hast.
> Analoge Oszis sind bei div. Messungen immer noch besser, als der digital
> Part. Hier sieht man einfach, was das Signal macht. Kannst Du mit
> Dig-Oszi vergessen.

Darum?
OP #6828885
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Matthias S. schrieb:
> Florian V. schrieb:
>> Ich denke als der Fehler
>> steckt irgendwo im Hochspannungsteil.
>
> Nö. Das ist so ziemlich das einzige, was in Ordnung ist - sonst könnte
> man den Punkt doch nicht sehen...

Nach kurzer Überlegung war es mir auch klar. Ins Thema Röhre hab ich 
mich noch gar nicht eingelesen. In der Berufsschule verliert man 
jedenfalls keine Wörtchen mehr drüber.
(Firma: matzetronics) #6828973
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Florian V. schrieb:
> Ins Thema Röhre hab ich
> mich noch gar nicht eingelesen.

Dein Glück ist, das die Hochspannung und auch die Heizung der Röhre 
funktioniert, denn es ist gefährlich, in dieser Ecke messen zu müssen. 
Wie bei fast allen Hameg Oszis aus dieser Zeit liegen Kathode und 
Heizfaden nämlich auf -2000V Potenzial.
Also obacht und halte dich am besten vom Bildrohrsockel fern.
Ein weiteres Glück ist ja, das bei einem solchen Totalausfall meist 
irgendwas einfaches defekt ist.
OP #6829000
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H. H. schrieb:
> Florian V. schrieb:
>
>>> Dann wird wohl irgendwas den L200 überlasten, der ist für die +12V
>>> zuständig.
>>
>> +150V -> 52V
>> +12V -> 0,18V
>> +5V -> -0,4V
>> -12V -> -0,5V
>
> Miss mal die entsprechenden Wechselspannungen am Trafo.

Hatte ich schon getan, was mich allerdings noch ein wenig rätseln lässt:
An BR2501 sollen an Pin1 145V~ und an Pin2 145V~ anliegen. Gemessen habe 
ich an Pin1 zu Gehäusemasse 75V~ und an Pin2 zu Gehäusemasse 75V~

Bei BR2502 sollten je 15V~ anliegen und mit 16-17V~ die ich gemessen 
habe geh ich auch mit.

Ich würde eingentlich fast ausschließen das der Trafo eine falsche AC 
liefert. Deswegen habe ich es als Denkfehler abgestempelt
Gast #6829011
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Florian V. schrieb:
> An BR2501 sollen an Pin1 145V~ und an Pin2 145V~ anliegen. Gemessen habe
> ich an Pin1 zu Gehäusemasse 75V~ und an Pin2 zu Gehäusemasse 75V~
>
Die 145AcV must du von Pin1 nach Pin2 messen, nicht gegen Gehäusemasse.
Das gilt entsprechend für alle anderen Trafowicklungen.
#6829029
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qq schrieb:
> Warum kauft Ihr immernoch Oszis, die >30 Jahre alt sind mit der Absicht
> diese "produktiv" zu einzusetzen?

Mein Hameg 203-5, gekauft 1980 um ca. 12 400 öS (österreichische
Schillig) versieht immer noch seinen Dienst, und zwar problemlos...

Und das zeigt nicht irgendwelche Treppen, weil der DAC zu wenig
Bit hat, sondern die "echte Kurve" ohne Spikes, und wenn doch, dann
sind auch Spikes darin enthalten...

Auch ganz langsame Durchläufe wie bei einem EKG zeigen das, was
wirklich da ist...

Ist aber kein Speicheroszi, den habe ich sowieso nie gebraucht...
Gast #6829214
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Für mich sieht das Bild OK aus:
- Ganz unten sieht man, dass Kanal II gedrückt ist, aber beide Kanäle 
stehen auf GND. Zum Messen müsste aber so zumindest Kanal II auf AC oder 
DC stehen.
- Ganz oben ist X-Y gedrückt. Da aber beide Kanäle auf GND sind, ist die 
Auslenkung in X (Kanal I) und in Y (Kanal II) Null. Das ergibt einen 
Lichtpunkt, dessen Position mit X-Pos und Y-Pos 1 verändert werden kann.
- Wenn X-Y rausgenommen wird (Taste muss rausstehen), sollte die 
Ablenkung funktionieren - solange nichts kaputt ist. Es könnten aber 
auch die Schalter selbst sein, war bei meinem 605 aber nicht der Fall.

Wenn die Spannungen wie gemessen sind, ist natürlich was faul. Bei 
meinem 605 waren es insbesondere die Elkos im Netzteil.
Gast #6829220
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Firlefanz schrieb:
> Weil Du keine Ahnung hast.
> Analoge Oszis sind bei div. Messungen immer noch besser, als der digital
> Part. Hier sieht man einfach, was das Signal macht. Kannst Du mit
> Dig-Oszi vergessen.

Ist OT, man möge mir verzeihen:
Mich würde das auch mal interessieren, da ich auch den letzten Teil der 
analogen Oszi-Epoche miterlebt habe. Ich persönlich war heilfroh, dass 
es endlich Digitaloszis gab - okay, die ersten ein wenig dürftig aber 
das wurde ja schnell besser. Ich für meinen Teil wollte auf keinen Fall 
zurück auf die Bäume noch erkenne ich außer ein paar Very Special Fällen 
irgendeinen Vorteil.
Nach der Darstellung der Analogverfechter werden wir dann ja bald (wenn 
die letzten Analogscopes unrettbar verloren sind) düstere Zeiten 
erleben, in denen wir einfach gewisse Entwicklungen „vergessen“ können. 
Ich glaube es nicht.
Gast #6829222
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H. schrieb:
> Mich würde das auch mal interessieren, da ich auch den letzten Teil der
> analogen Oszi-Epoche miterlebt habe. Ich persönlich war heilfroh, dass
> es endlich Digitaloszis gab - okay, die ersten ein wenig dürftig aber
> das wurde ja schnell besser. Ich für meinen Teil wollte auf keinen Fall
> zurück auf die Bäume noch erkenne ich außer ein paar Very Special Fällen
> irgendeinen Vorteil.
> Nach der Darstellung der Analogverfechter werden wir dann ja bald (wenn
> die letzten Analogscopes unrettbar verloren sind) düstere Zeiten
> erleben, in denen wir einfach gewisse Entwicklungen „vergessen“ können.
> Ich glaube es nicht.

Wenn man mit den DSO richtig umgeht, dann gibts da kein Problem. Aber 
wenn man auf Artefakte reinfällt, die es analog nicht gibt, dann....
Gast #6829233
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qq schrieb:
> Warum kauft Ihr immernoch Oszis, die >30 Jahre alt sind mit der Absicht
> diese "produktiv" zu einzusetzen?
Weil wir zu 1/20 des Preises 95/100 unserer Oszi-Messaufgaben gelöst 
bekommen. Und weil wir, im Gegensatz zu euch, Hobby-Elektroniker 
sind, nicht beliebig in Geld schwimmen, und nicht nicht tag-täglich 
höchst anspruchsvolle Messaufgaben in high Performance mixed Signal 
Applications haben.

Anders gesagt: Weil wir nicht auf einem so hohen Roß sitzen.
(Firma: matzetronics) #6829261
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Der Zahn der Zeit (🦷⏳) schrieb:
> Anders gesagt: Weil wir nicht auf einem so hohen Roß sitzen.

Und bei mir ist es einfach so, das ich ohne den Komponententester meines 
203-6 nicht arbeiten kann. Ich kann die Zeitbasis des Gerätes innerhalb 
einer Sekunde finden und umstellen und muss auch nicht ins Menü, um den 
Triggerpunkt einzustellen. Jeder Parameter hat sein Knöpfchen und kann 
intuitiv bedient werden.
Und warum soll ich so ein Gerät verschrotten? Platz ist da und es ist 
doch erst 35 Jahre alt :-P Nachhaltiger gehts fast nicht.
#6829268
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H. schrieb:
> Mich würde das auch mal interessieren, da ich auch den letzten Teil der
> analogen Oszi-Epoche miterlebt habe.

Wo ist der Sägezahnausgang, der mit den Funktionsgenerator triggert?
Bilslang habe ich für meinen Teil nirgends ein preiswwertes Digitaloszi 
gefunden, das Wobbeln mit Fremdgenerator so mal eben ganz einfach 
ermöglicht.
Auf einem Analog-Oszi kann man sogar Fernsehbilder (s/w) ganz einfach 
darstellen. Ohne Z-Modulation (Helligkeitsmodulation) geht das nicht.
Und wo es auf Echtzeitdarstellung ankommt, kann das zu große Delay in 
der Signalverarbeitung der Digiscopes schon ein Manko sein.
Für Signalanalyse ist das Digitaloszi schon besser geeignet.
Aber zur "direkten" Anzeige untauglich.

ciao
gustav
(Firma: S-C-I DATA GbR) #6829299
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Und X-Y Anzeige bis heute noch immer ein Problem auf Digitaloszis 
darstellen.
Das ist einer der Gründe warum ich auch Privat noch immer (Neben 
Digitalen) auch analoge Oszis besitze.
Gut ich habe auch Analog/Digital Kombi oszis, aber selbst da liebe ich 
das Röhrenteil :-)

Ja und ganz kleine Artefakte sind mit einem Digitalen kaum auszumachen, 
im Gegenteil, es entstehen Artefakte die nicht wirklich da sind.
Selbst bei einem 16Biter habe ich das schon erlebt....

Der Zahn der Zeit (🦷⏳) schrieb:
> Und weil wir, im Gegensatz zu euch, Hobby-Elektroniker
> sind,

Nee nicht nur die Hobby-Elektroniker auch wir in der Firma verwenden 
gerne analoge.
Es ist Unsinnig ein für x tausend eingekauftes ANalog/Digital Oszi gegen 
ein Volldigitales zu tauschen.
Von wegen Ausgaben die nicht sein müssen und ja wie wär's mit schon 
erwähnter Nachhaltigkeit ?
Und ein Analoges Speicheroszi ist meiner Meinung nach in HF und 
Artefakten Signalen noch immer besser als ein Digitales.
Da hilft auch kein 20'000€ Teures Tektronix mit Pseudo 
Nachleuchtdauer....
(Firma: مهندس) #6829329
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Ich habe zwei Oszis: Hameg 205-3 und ein Tektronix TDS220.

Das Tek ist ein tolles Gerät. Aber zu 95% arbeite ich mit dem 35 Jahre 
alten analogen Hameg.

Viele sind auch nicht in der Lage ein digitales Hochleistungsoszilloskop 
richtig einzustellen und messen dann Mist - aber das ist ein anderes 
Thema.
Gast #6829538
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Mohandes H. schrieb:
> Ich habe zwei Oszis: Hameg 205-3 und ein Tektronix TDS220.

Ja, okay, beim TDS220 (BTW mein erstes EIGENES Scope) kann ich das sogar 
nachvollziehen, dass einem das analoge Scope in so mancher Hinsicht 
besser geeignet erscheint. Das meinte ich oben mit den ersten Scopes der 
digitalen Zeit.

Mohandes H. schrieb:
> Viele sind auch nicht in der Lage ein digitales Hochleistungsoszilloskop
> richtig einzustellen und messen dann Mist - aber das ist ein anderes
> Thema.

Auch da muss ich Dir voll und ganz zustimmen.
#6829825
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H. schrieb:
> ich würde das auch mal interessieren, da ich auch den letzten Teil der
> analogen Oszi-Epoche miterlebt habe. Ich persönlich war heilfroh, dass
> es endlich Digitaloszis gab - okay, die ersten ein wenig dürftig aber
> das wurde ja schnell besser. Ich für meinen Teil wollte auf keinen Fall
> zurück auf die Bäume noch erkenne ich außer ein paar Very Special Fällen
> irgendeinen Vorteil.

Du hast keine Ahnung von einem Oszi, schreibst aber ganz wild daher...

Der Zahn der Zeit (🦷⏳) schrieb:
> Anders gesagt: Weil wir nicht auf einem so hohen Roß sitzen.

Man braucht gar nicht auf dem hohen Ross zu sitzen, wenn man ein
analoges Oszi hat und mit dem auch umgehen kann!

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