Peter D. schrieb:
> Selber Löten kann ich die SMD-Oszillatoren allerdings nicht, da die Pads
> unter dem Chip sitzen
Selbst das verhindert ja nicht die Möglichkeit, es selbst zu löten,
nimmt man halt Lötpaste. Habe einseitig SMD bestückte selbstgeätzte
Platinen schon erfolgreich auf einem mit der Sohle waagerecht nach oben
gerichteten Bügeleisen gelötet. (am Griff vorsichtig in Schraubstock mit
Gummibacken einspannen) Nötige Thermostateinstellung muß man ausmessen,
bei meinem Eisen paßte "Leinen".
Die Lötpaste mit der Spritze aufgetragen, Bauteile von Hand bestückt die
Platinen dann von einem Stahlblech (großer Japanspachtel) aufs heiße
Bügeleisen geschoben und nach dem Fließen des Lotes zum Abkühlen wieder
zurück aufs Blech, das man auf Höhe der Sohle dagegenhält.
Das war 1995, da gabs noch nicht die fancy Pizzaöfen mit
Reflowcontroller.
Davon abgesehen, muß man ja nicht den IPC empfohlenen SMD Footprint
verwenden, wenn man das handlöten möchte!
Man macht die Pads einfach größer, so daß sie ca. 0,5 mm unter dem
Bauteil herausragen. Pads vorverzinnen, etwas Fluxer drauf und den
Oszillator bestücken. Dann klappt das auch mit der normalen Lötstation.
Ich nehme zum Löten dann 0,5mm Elektroniklot und die Hohlkehlspitze der
Weller-Station, flach auf den Padrand gelegt.
Wer hat, kann natürlich auch Lotpaste nehmen, aber extra dafür eine
Spritze davon zu kaufen lohnt wg. der begrenzten Haltbarkeit sicher
nicht.