Moin, muss mich hier mal bisschen über was aufregen, da ich gerade erst
wieder so eine unnötige Diskussion hatte.
Um nicht sofort arbeitslos zu sein braucht der Student mindestens 3
Praktika, 26 Werkstudentenstellen sowie 500 Jahre auslandserfahrung und
das Haar eines Einhorns. Zudem ist eine Promotion Pflicht sowie ein
Studium an den besten Unis der Welt.
Warum wird nur so ein Stress und Unsinn geredet. Bekomme es selbst von
jüngeren Freunden mit die noch studieren und sich teilweise zu Tode
stressen, weil sie im 4. Semester noch kein super Praktikum gemacht
haben.
Was ist denn der Auslöser für diese Massenhysterie? Sinn ergibt das
alles kein bisschen. Ich bin 2012 mit einem einfachen Fh Bachelor bei
einem Mittelständler eingestiegen und verdiene nun mit einem Wechsel
auch meine 80k brutto. Und das ohne irgendwas neben dem Studium bis auf
unzählige Besäufnisse.
Heutzutage ist sowas ja gefühlt undenkbar wenn man nicht die oben
ironisch übertrieben aufgezählten Punkte in seinem CV stehen hat.
Keiner genießt mehr seine Studienzeit sondern rennt von Praktikum zu
Praktikum, von einer Stelle für den aalglatten Lebenslauf zur nächsten.
Sowas kann doch nicht sein
Mausi schrieb:> Warum wird nur so ein Stress und Unsinn geredet. Bekomme es selbst von> jüngeren Freunden mit die noch studieren und sich teilweise zu Tode> stressen, weil sie im 4. Semester noch kein super Praktikum gemacht> haben.
Tja. Die Studenten lassen sich alles einreden und sich hetzen. Wieso
Regelstudienzeit und nicht länger? Wieso nicht während des Studiums auch
fachfremde Vorlesungen besuchen, aus Interesse? Wieso nicht erstmal eine
Ausbildung machen und dann studieren? Wieso das Studium durchziehen auch
wenn es keinen Spaß macht statt den Studiengang wechseln?
Aber aber ... der Lebenslauf!!!111elf
Blödsinn. Der Lebenslauf ist nur dann wichtig wenn man sonst nichts kann
- oder bei großen Firmen die erstmal nur auf formale Qualifikation
gucken.
Andererseits kommt so langsam Zukunftsangst auf. Aus vielen Gründen:
- China kauft ein
- Klimawandel
- Automatisierung
- Firmen wandern ab oder machen dicht
- Preissteigerung von Wohnen
Da ist schon klar, dass wir hier in 20 Jahren deutlich weniger
Arbeitsplätze haben werden als jetzt. Es reicht also nicht mehr unter
den besten 50 % zu sein, man muss weiter nach oben wenn man sich ein
Leben erarbeiten will wie es noch unsere Eltern genossen haben mit der
dicken Rente. Und vielleicht braucht man dadurch auch einen Job beim
Staat oder einem großen Konzern.
dalai lama schrieb:> 80 k mit einem FH Bachelor. Krass. Ich hab in keiner Firma, wo ich> war,> überhaupt mal wen gesehen, der nur Bachelor hatte. Was arbeitet man denn> dann?
Bin Vertriebsleiter bei einem großen Unternehmen im Bereich
Sondermaschinen für die Pharmaindustrie. Hab nach dem Bachelor 5 Jahre
als normaler Ing in der Entwicklung und Konstruktion gearbeitet was mir
auf Dauer nicht gefallen hat, weshalb ich das Unternehmen gewechselt
habe und in den Vertrieb gegangen bin.
Hab während dem Bachelor berufsbegleitend einen Master in
Vertriebsmanagement gemacht, welcher mir meinen Job brachte.
Dort hab ich dann 4 Jahre als „einfacher Mitarbeiter“ gearbeitet und
wurde dann dieses Jahr aufgrund guter Zahlen zum Vertriebsleiter
befördert.
War einiges an Glück dabei, da zum einen der ehemalige Leiter in
Frührente ging und der eigentliche Nachfolger von der Konkurrenz
abgeworben wurde.
Und falls dich die genauen Gehaltserhöhungen interessieren, die ersten 5
Jahre waren es erst 46k bis 55k, beim Wechsel bekam ich dann 60k und
durch die Beförderung nun nochmal etwas on top wodurch ich bei ca 73k+
Zusatzzahlungen bin.
Babsi schrieb:> Praktika machen schon Sinn. Hab dort meinen damaligen Chef> geheiratet> und brauche jetzt nicht mehr zu arbeiten
XD Ich wünschte ich wäre auch eine Frau dann könnte ich mich in den OEM
reinvögeln
dalai lama schrieb:> 80 k mit einem FH Bachelor. Krass. Ich hab in keiner Firma, wo ich> war,> überhaupt mal wen gesehen, der nur Bachelor hatte. Was arbeitet man denn> dann?
Du hast ja auch noch nie gearbeitet! Zieh erstmal bei mami aus
Dieter H. schrieb:> XD Ich wünschte ich wäre auch eine Frau dann könnte ich mich in den OEM> reinvögeln
Mach einfach "trans", dann kommst du über die Diversityquote rein.
Mausi schrieb:> Um nicht sofort arbeitslos zu sein braucht der Student mindestens 3> Praktika, 26 Werkstudentenstellen sowie 500 Jahre auslandserfahrung und> das Haar eines Einhorns.
Weiß nicht, woher dieser Unsinn immer kommt. Keine Firma fordert sowas.
Die Stellenausschreibungen sind zwar immer recht speziell, in der
Realität wird man aber auch genommen, wenn nur 50% der Anforderungen
erfüllt werden. Ich selbst bekleide momentan auch eine Position, für die
eigentlich ein Senior (5+ Jahre Erfahrung) gesucht wurde, obwohl ich
Berufseinsteiger war. Aber die Kenntnisse haben eben gepasst.
Dieter H. schrieb:> dalai lama schrieb:>> 80 k mit einem FH Bachelor. Krass. Ich hab in keiner Firma, wo ich>> war,>> überhaupt mal wen gesehen, der nur Bachelor hatte. Was arbeitet man denn>> dann?>> Du hast ja auch noch nie gearbeitet! Zieh erstmal bei mami aus
Mir ist übrigens doch noch einer eingefallen, der beim IGM Betrieb als
Bachelor eingestellt wurde. Halt nachdem er 5 Jahre Spieleentwicklung
gemacht hatte.
Gustl B. schrieb:> Tja. Die Studenten lassen sich alles einreden und sich hetzen.
So ist es. An den Hochchulen wird auch gewaltig indoktriniert.
Intelligenz und Bildung schützt nicht vor Gehirnwäsche. Meine 5 Jahre
jüngeren Kollegen gendern tatsächlich sogar beim Sprechen, wollen
Fahrverbote in den Innenstädten, Benzinpreise von 4€, allgemeine
Impfpflicht(en) und so weiter und so fort. Die sind alle so
stromlinienförmig, das glaubste nicht ...
Praktikum ist dann wichtig, wenn jemand sonst keine Erfahrung hat.
Wenn du 5 Bewerber hast, alle frisch von der Uni, dann stechen eben die
positiv raus, die besonders gute Noten haben oder eben schon bei 2-3
Firmen waren. Besondere Hobbyprojekte helfen ebenfalls wenn es zur
Stelle passt.
Was negativ raus sticht sind eben sehr schlechte Noten, wenn keine Firma
im Lebenslauf steht oder eine außergewöhnlich lange Studienzeit.
Was neutral ist sind etwas längere Studienzeiten (weiß eh niemand genau)
oder Auslandsaufenthalt, außer man hat viel mit Kunden zu tun.
Gilt auch nur bei Anfängern. Momentan bekommt bei uns jeder nen Job der
nen Abschluss hat. Müssen sogar schon auf Leihbuden ausweichen und
müssen dann nach 6 Monaten noch einmal eine ordentliche Übernahmegebühr
bezahlen.
Ben S. schrieb:> Meine 5 Jahre> jüngeren Kollegen gendern tatsächlich sogar beim Sprechen, wollen> Fahrverbote in den Innenstädten, Benzinpreise von 4€, allgemeine> Impfpflicht(en) und so weiter und so fort. Die sind alle so> stromlinienförmig, das glaubste nicht ...
Und die sollen mal meine Rente zahlen? ;)
Shorty schrieb:> Und die sollen mal meine Rente zahlen? ;)
Naja, doof sind die ja nicht. Das schaffen die schon, bzw. das was davon
übrig bleibt. Aber ansonsten fühlst du dich wie im Kindergarten. Auch
alle internen Dokumente sind gegendert, obwohl wir vermutlich niemals
eine Frau einstellen werden. Und wenn, auch egal.
Ben S. schrieb:> Meine 5 Jahre jüngeren Kollegen gendern tatsächlich sogar beim Sprechen,> wollen Fahrverbote in den Innenstädten, Benzinpreise von 4€, allgemeine> Impfpflicht(en) und so weiter und so fort. Die sind alle so> stromlinienförmig, das glaubste nicht ...
Echt Schlimm!! Ernsthaft?
In meiner Generation (80er) war das komplett das Gegenteil. Wir waren
gegen alles ;-)
Ben S. schrieb:> Aber ansonsten fühlst du dich wie im Kindergarten.
Ich denke damit tust du dem echten Kindergarten Unrecht.
Ich bin richtig froh, dass ich (noch) nicht mit derartigen Leuten
zusammenarbeiten muss.
klausi schrieb:> In meiner Generation (80er) war das komplett das Gegenteil. Wir waren> gegen alles ;-)
Ich bin auch ein 80er. Die sind alle gerade so fertig oder kurz davor.
Was für ein gewaltiger Unterschied. Du merkst einfach, dass da die
eigene Meinungsbildung und Verstand bei manchen Themen ausgeschaltet ist
und einem ideologischen Wahn unterliegt.
Hannes J. schrieb im Beitrag #6836431:
> und, das Schlimmste von allen, die wählen FDP.
Nein, die wählen alle Linke oder Grüne.
Hannes J. schrieb im Beitrag #6836431:
> Bis zu dem Punkt wo sie ihren Narzissmus ausleben und [...]
Nein, bis zu dem Punkt wo sie keine Studenten mehr sind (die sind alle
kurz vorm Fertig werden) und erkennen, dass die sich mit ihrer Traumwelt
ihr Traumleben nicht einrichten können. Aber hey, Haus ist eh uncool und
Familie ist auch nur cool, wenn divers und Patchwork etc. und
Lastenräder sind die Verkehrswende und wir brauchen Frauenquoten - auch
wenn man selber daudurch eine Stellenabsage bekommt.
Shorty schrieb:> Ich bin richtig froh, dass ich (noch) nicht mit derartigen Leuten> zusammenarbeiten muss.
Ich auch ! Meine meisten Kollegen sind um die 50 im Schnitt.
Hannes J. schrieb im Beitrag #6836431:
> Zum Praktikumswahn:>> Vor zehn Jahren hätte ich gesagt, ne, lass mal. Sieh zu dass du ein> Unternehmen von innen siehst, z.B. gegen Bezahlung als Werkstudent, aber> lass dich nicht unendlich als Praktikant ausbeuten.
Das war auch immer mein Mantra. Arbeite nie für umsonst, immer als
bezahlter Werkstudent, das tat ich auch (z.B. Schichten als Werkstudent
während Sommerferien, war gut bezahlt).
Denn wenn du als Praktikant umsonst arbeitest:
Genau so wird dann auch deine Arbeit bewertet: als umsonst. Sehr billig.
Für was dann noch jemanden bezahlen? Programmier Praktikant: umsonst.
Grüne, diverse Tussi als Kaffee und Dokumentenschubserin: umsonst.
Marketingaffe als Praktikant: umsonst.
Alles ist umsonst, ergo ist auch die Arbeit umsonst.
Warum soll ich für eine kapitalistische Firma umsonst arbeiten? Was ein
Schwachsinn.
Wenn ich dagegen ehrenamtlich für ein Tierheim oder NGO helfe, ist das
wiederum ganz was anderes!
Ben S. schrieb:> Ich bin auch ein 80er. Die sind alle gerade so fertig oder kurz davor.> Was für ein gewaltiger Unterschied. Du merkst einfach, dass da die> eigene Meinungsbildung und Verstand bei manchen Themen ausgeschaltet ist> und einem ideologischen Wahn unterliegt.
Ja leider unglaublich, wie verblödet und ideologisch, gleichförmig, die
"Mentalität" heute ist..
Shorty schrieb im Beitrag #6836436:
> Nein, das sind die, die sich an die Hoffnung klammern nicht bis zum> Lebensende arbeiten zu müssen. Die andere Hälfte will die Welt retten> und sehnt den Sozialismus herbei.
Die eine Hälfte kann ich verstehen, die andere Hälfte kein Kommentar ->
auch Sozialismus hat Millionen Todesopfer gefordert..
Rente mit 76 schrieb:> OMG, was bin ich denn da mit 44 Jahren Berufserfahrung?
ein Methusalem?
klausi schrieb:> In meiner Generation (80er) war das komplett das Gegenteil. Wir waren> gegen alles ;-)
Gibt einen entscheidenden Unterschied: Das ging damals gegen die
Obrigkeit, heute laufen die im Gleichschritt.
Shorty schrieb:> Gibt einen entscheidenden Unterschied: Das ging damals gegen die> Obrigkeit, heute laufen die im Gleichschritt.
Heute ist man gegen alles, was gegen von oben verordnete Dinge ist.
Sprich man ist gegen anders Denkende.