Hanno S. schrieb:
> Mal eine generelle Frage wie z.B. kommerzielle netzwerkanalysatoren so
> einen breitbandigen Koppler von 10khz bis 8ghz hin bekommen.
Bei VNAs mit Frequenzbereich von z.B 9 kHz bis 8 GHz steckt ziemich
sicher ein resistiver Koppler dahinter, nach dem Prinzip der
Wheatstone-Brücke. Es braucht dazu noch einen breitbandigen Balun, um
entweder den Ausgangs- oder den Coupled-Port auf Masse zu beziehen.
Meistens ist das bei kommerziellen Geräten ein ferritischer
Leitungstransformator.
Bei VNAs bis in den zweistelligen GHz-Bereich ist der Richtkoppler
meistens eine Mikrostreifen-Schaltung, o.ä. Solche Geräte erkennt man
daran, dass sie erst bei z.B. 10 MHz anfangen.
> Wird das
> mit mehreren gemacht und nach Bereich geschaltet oder ist das ein
> koppler?
Ich wüsste kein Gerät mit einer solchen Umschaltung.
> Wo findet man Literatur für sowas?
Über Richtkoppler-Designs ist sehr viel geschrieben worden. Siehe z.B.
IEEE Transactions on Microwave Theory and Techniques. In dem Buch von
Dunsmore [1] gibt es einen kurzen Abschnitt zu Richtkopplern für VNAs.
Aufgrund der Vektor-Fehlerkorrektur ist das Design von Richtkopplern für
VNAs in gewisser Weise einfacher als für andere Anwendungen, wie z.B.
für die Pegelmessung. Es kommt nicht so sehr auf einen flachen Verlauf
der Parameter (insbesondere des Koppelfaktors) an. Darauf sind
kommerzielle Richtkoppler für allgemeine Anwendungen normalerweise
ausgelegt. Man konzentriert sich eher auf Breitbandigkeit und
Maximierung des Dynamikbereichs (hinsichtlich der Wahl des Koppelfaktors
uns des Mainline-Verlusts).
[1] J. Dunsmore: Handbook of Microwave Component Measurements. With
Advanced VNA Techniques. Wiley (2012).