QFN-64 entlöten und neu bestücken

OP (Firma: Systementwicklung A. Lemke) #6837344
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Einen guten Tag an alle Leser,

der Halbleitermangel treibt zu seltsamen Lösungsansätzen:
Momentan stehe ich vor dem Problem, dass ein SoC im QFN-64 Gehäuse auf 
absehbare Zeit nicht lieferbar ist. Gleichwohl gibt es vom Hersteller 
aber noch Development-Kits mit dem benötigten Bauelement.
Daher habe ich folgende Frage: Gibt es unter den Lesern Erfahrungen in 
der Entnahme eines QFN Gehäuses mit EP und dessen erneuter Bestückung 
auf einer anderen Leiterplatte? Mich interessieren hier besonders 
Erfahrungen zu den Überlebenschancen des SoC. Ich muss annehmen, das das 
Dev-Kit bereits ab Werk zwei Lötprozesse durchlaufen haben kann.

Bisher habe ich derartige Arbeiten nur an Gehäusetypen mit 
außenliegenden Anschlüssen (SOIC, TQFP, etc.) durchgeführt - mit Erfolg. 
Bei QFN scheint mir der thermische Stress des Halbleiters aber höher zu 
sein.

Ich würde mich über Erfahrungsberichte freuen.

Grüße

Andreas
Gast #6837368
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Grundaetzlich kein Problem, hab ich auch schon gemacht.

Die grosse Frage ist aber wie gut ist die Masseanbindung deines Exposed 
Pads. Da kann es dann sinnvoll sein die Platine auf eine Heizplatte zu 
legen. Und da ist es natuerlich schoen wenn sich auf der Unterseite 
nichts befindet, oder wenigstens keine dicken Elkos oder Stecker oder 
sowas.

Geht das nicht dann klappt das Loeten mit den kleinen Heissluftstationen 
nicht, dann ist der Baumarktfoen angesagt und das bedarf Erfahrung. Es 
steht natuerlich ausser Frage das du damit jegliches Loetprofil vom 
Hersteller verletzt, aber ich konnte da noch keine Negativen Effekte 
feststellen. Es hilft dann die Platine in Alufolie einzuwickeln und nur 
an der Arbeitstelle in Operationsloch zu haben. Besonders wenn sich in 
der Naehe noch hohe Steckverbinder befinden die du nicht wegschmelzen 
willst.

Olaf
OP (Firma: Systementwicklung A. Lemke) #6837378
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Hallo Olaf
hallo BS,

vielen Dank für eure Rückmeldungen, und die wertvollen Tipps. Das ist ja 
schon mal ein Lichtblick. Das meine Heißluftstation allein nicht 
ausreichen wird habe ich schon vermutet. In Kombination mit einem 
Infrarot-Heizer von unten könte es also funktionieren. Das "gute" an der 
Sache ist, dass das übrig bleibende Dev-Board als Spender geopfert 
werden darf. Damit reduziert sich der Aufwand für den Hitzeschutz.

Der Empfänger wäre eine neue, leere Leiterplatte, so dass es auch hier 
genügend Arbeitsfreiheit gibt.

Grüße

Andreas
Gast #6837498
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> Der Empfänger wäre eine neue, leere Leiterplatte, so dass es auch hier
> genügend Arbeitsfreiheit gibt.

Stimmt, hatte ich garnicht bedacht. Damit sollte das kein grosses 
Problem sein, zumal du ja die Masse nur fuer einen Prozessor brauchst.

Olaf
OP (Firma: Systementwicklung A. Lemke) #6837679
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Bis hier danke an Alle, für die hilfreichen Vorschläge und Erfahrungen. 
Ich nehme mit, dass das Vorhaben bei passender Werkzeugausstattung nicht 
von vornherein aussichtslos ist.
Wenn ich bei einer Prototypenserie von 10 Stk. den Ausschuss unter 20% 
halten kann bin ich schon zufrieden.

Grüße

Andreas

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