Warum sollte man von ausserhalb nach München gehen, wenn man nicht von
dort stammt? das Verhältnis zwischen Gehalt und Preise ist dort jenseits
von Gut und Böse, sofern man überhaupt noch eine Mietswohnung findet.
Die Preise für Neuvermietung sind die letzten Jahren derart in die Höhe
gegangen. Eigentum ist als normaler Ingenieur völlig undenkbar ohne
Erbschaft. Mit der schlechteste Deal überhaupt. Am schlimmsten ist noch,
wenn man in München nur bei einem KMU ohne Tarif oder Dienstleister
anfängt, dann ist es ganz bitter. Sowas sollte nur eine Option sein,
wenn man sonst nirgendwo anders einen Job findet.
Munich only for tourism schrieb:> Am schlimmsten ist noch, wenn man in München nur bei einem KMU ohne> Tarif oder Dienstleister anfängt, dann ist es ganz bitter.
Und genau die tummeln sich doch auf solchen Jobmessen. Gute Unternehmen
haben das gar nicht nötig.
Dienstleister schrieb:> Und genau die tummeln sich doch auf solchen Jobmessen. Gute Unternehmen> haben das gar nicht nötig.
Ja das ist häufig so. Da sind eher KMUs, Firmen ohne Tarifbindung, ANÜ,
Dienstleister usw., meist nicht die OEMs mit guten Konditionen.
Lediglich für Letzere kann sich ein Umzug nach München lohnen, vorallem
wenn man keine Kinder hat. Für einen Job in einem nicht-tarifgebunden
Unternehmen braucht man nicht nach München umziehen, außer man findet
sonst wirklich gar nichts und die Alternative wäre die Arbeitslosigkeit.
Munich only for tourism schrieb:> Warum sollte man von ausserhalb nach München gehen, wenn man nicht von> dort stammt? das Verhältnis zwischen Gehalt und Preise ist dort jenseits> von Gut und Böse, sofern man überhaupt noch eine Mietswohnung findet.
FAANG, IGM, US-Startups und große US Konzerne - du hast so viele
potentielle Arbeitgeber hier in und um München.
Bei den richtigen Firmen verdienst du auch (zum Teil deutlich) mehr als
100k als Entwickler und dann sollten dich das erhöhte CoL nicht mehr
stören. Als guter Ingenieur bist du hier praktisch nicht arbeitslos.
Nicht alles so schwarz sehen schrieb:> Munich only for tourism schrieb:>> Warum sollte man von ausserhalb nach München gehen, wenn man nicht von>> dort stammt? das Verhältnis zwischen Gehalt und Preise ist dort jenseits>> von Gut und Böse, sofern man überhaupt noch eine Mietswohnung findet.>> FAANG, IGM, US-Startups und große US Konzerne - du hast so viele> potentielle Arbeitgeber hier in und um München.> Bei den richtigen Firmen verdienst du auch (zum Teil deutlich) mehr als> 100k als Entwickler und dann sollten dich das erhöhte CoL nicht mehr> stören. Als guter Ingenieur bist du hier praktisch nicht arbeitslos.
Das stimmt, aber für ein gutes Familienleben reichen 100k auch nicht.
Wohnung: mindestens 2000€ kalt (oder 2500€ Kreditrate, wenn du bis zur
Rente durch sein willst) für 4 Zimmer.
Kita-Plätze: 500-1000€ pro Kind
Restaurant: 10-15€ Aufpreis pro Person
So wirklich Spaß macht München als Familie erst ab 7500-10000€
Haushaltsnetto pro Monat.
Nicht alles so schwarz sehen schrieb:> FAANG, IGM, US-Startups und große US Konzerne - du hast so viele> potentielle Arbeitgeber hier in und um München.
Ja richtig, daher sagte ich bereits, dass München sich lohnen kann, wenn
man bei solchen Arbeitgebern beschäftigt ist. Diese sind meist eher
weniger vertreten bei Jobmessen.
Weich W. schrieb:> So wirklich Spaß macht München als Familie erst ab 7500-10000€> Haushaltsnetto pro Monat.
Das wird vermutlich in die Richtung gehen. Tendenziell eher gegen 10k
oder mehr, wenn man Wert auf Wohneigentum legt.
Nicht alles so schwarz sehen schrieb:> Bei den richtigen Firmen verdienst du auch (zum Teil deutlich) mehr als> 100k als Entwickler> (zum Teil deutlich) mehr als 100k> (zum Teil deutlich) mehr
Geschichten aus dem Paulanergarten
Ja ne is klar schrieb:> Nicht alles so schwarz sehen schrieb:>> Bei den richtigen Firmen verdienst du auch (zum Teil deutlich) mehr als>> 100k als Entwickler>> (zum Teil deutlich) mehr als 100k>> (zum Teil deutlich) mehr>> Geschichten aus dem Paulanergarten
"Nicht alles so schwarz sehen" hat aber recht, die 100k € als Entwickler
zu knacken ist nichts besonderes mehr heutzutage, zumindest auf
Süddeutschland bezogen (was nicht gleichbedeutend mit München ist).
Natürlich nicht unbedingt bei einer Klitsche oder Dienstlerbude um die
Ecke.
Senf D. schrieb:> "Nicht alles so schwarz sehen" hat aber recht, die 100k € als Entwickler> zu knacken ist nichts besonderes mehr heutzutage, zumindest auf> Süddeutschland bezogen (was nicht gleichbedeutend mit München ist).> Natürlich nicht unbedingt bei einer Klitsche oder Dienstlerbude um die> Ecke.
Das ist so. Da muss man oft nicht mal Führungskraft sein. Man sollte
nicht unterschätzen, welche Abzüge man bei 100k Brutto hat. Fängt man
für 100k Brutto neu an in München, zahlt man Neuvermietungsmieten. Nach
Steuern, Sozialabgaben, Miete und sonstige Fixkosten bleibt da nicht
sooo wahnsinnig viel übrig in München. Mit Familie sieht es noch mauer
aus, ausser der Partner bzw. die Partnerin verdient ähnlich gut. 100k
Brutto als Haupternährer, Partnerin arbeitet in einem Ausbildungsberuf
(abseits Konzern) in Teilzeit, da hat man in München absolut kein High
Life, sondern lebt in einer normalen Mietswohnung, fährt
Mittelklassewagen, zahlt Kita für die Kinder, bisschen Urlaub, etwas
Altersvorsorge und relativ schnell steht da die schwarze Null. Träumt
man von Wohneigentum in oder um München, dann sollten beide Partner
besser 100k+ verdienen, außer man hat geerbt oder sonstige
Finanzspritzen. Zurück zum Thema: diese Art von Arbeitgeber wo es diese
100k+ Ingenieurstellen gibt, findet man doch eher seltener auf
Jobmessen.
Munich only for tourism schrieb:> Zurück zum Thema: diese Art von Arbeitgeber wo es diese 100k+> Ingenieurstellen gibt, findet man doch eher seltener auf Jobmessen.
Richtig, denn die Unternehmen, die überdurchschnittlich bezahlen, haben
das gar nicht nötig, die bekommen auch so genug Bewerbungen ins Haus und
können sich die Rosinen an Bewerbern herauspicken.
Shorty schrieb:> Scrollt mal da runter zu "Das Vortragsprogramm", eine Luftpumpe nach der> anderen im 45 Minutentakt geben einem Karrieretips ect...> Der pure Hohn!
Bester Kurs:"Den Weg in das Berufsleben als Lebenskenner (Menschen über
50 Jahre)".
"Lebenskenner" als Euphemismus für alter, verbrauchter Sack (unflexibel
und teuer), der pure Hohn!
Senf D. schrieb:> Richtig, denn die Unternehmen, die überdurchschnittlich bezahlen, haben> das gar nicht nötig, die bekommen auch so genug Bewerbungen ins Haus und> können sich die Rosinen an Bewerbern herauspicken.
z.B. mich
Senf D. schrieb:> Bester Kurs:"Den Weg in das Berufsleben als Lebenskenner (Menschen über> 50 Jahre)".
Der ist auch interessant: "Dein bester Lebenslauf"
Powered by Annalena B.?
Sollte sich herumgesprochen haben, dass man da besser keine heiße Luft
reinpumpt.
QWERTZ schrieb:> Senf D. schrieb:>>> Richtig, denn die Unternehmen, die überdurchschnittlich bezahlen, haben>> das gar nicht nötig, die bekommen auch so genug Bewerbungen ins Haus und>> können sich die Rosinen an Bewerbern herauspicken.>> z.B. mich
Schön, wenn du dich selbst als getrocknete Weinbeere sehen magst,
bittesehr.
Grünkohl schrieb im Beitrag #6848077:
> Und Ungeimpfte müssen draußen bleiben! HAHA, geschieht denen Recht!!
Guter Filter damit von vorn herein nur die gehörigen Systemschafe
reinkommen, die sich mit 30k abspeisen lassen, oder?
Untertürkheimer unter Franken in Unterfranken schrieb im Beitrag
#6848113:
> Tatootrulla kassiert 200€/h
Als jemand, dessen Zeichnung im Kunstunterricht in der 12. Klasse vom
Lehrer mit den Worten "Das ist auf dem Niveau eines Dreijährigen"
kommentiert wurde, respektiere ich die Arbeit und das Talent dieser
Leute und gönne ihnen das Geld.
Lasst doch die Dame verdienen, was sie verdient. 10k Brutto als
Selbständige ist jetzt auch nicht so viel. Da geht noch so vieles ab,
mehr als beim Angestellten. Außerdem muss sie damit Rücklagen bilden,
für unternehmerische Risiken und Schwankungen. Wer wirklich was drauf
hat, kann sich als Ingenieur auch selbständig machen. Das richtig große
Geld macht man meist nur als Unternehmer, so gut wie nie als
Angestellter. Dafür hat man als Unternehmer weit mehr Risiken. Ein
Konzerningenieur verliert nicht so leicht seine Stelle. Wenn in der
selben Straße noch zwei Tatooläden aufmachen, vielleicht noch mit
Kampfpreisen, ist die Dame schnell mal ruiniert oder verdient zumindest
nur noch einen Bruchteil, ebenso wenn Tatoos bei der kommenden Jugend
"out" werden und die Alten alle schon genügend haben.
Munich only for tourism schrieb:> ebenso wenn Tatoos bei der kommenden Jugend "out" werden und die Alten> alle schon genügend haben.
Die Horrorvorstellung eines jeden Tätowierers.
Es ist doch dasselbe wie bei allen anderen nicht wertschöpfenden
Tätigkeiten auch: Solange jemand bereit ist, den Unsinn zu bezahlen,
kann sie auch 500€ die Stunde verdienen. Ein richtiger Beruf ist es
trotzdem nicht, sondern Wucher. Leute, die sich tätowieren, sind
kriminell, werden kriminell oder sterben, bevor sie es werden. Sie
sollte sich auf jeden Fall Kohle bei Seite legen. Spätestens wenn sie
alt und faltig ist, bleibt das hippe Clientel weg.
Wer meint, dass Tätowieren eine wertschöpfende Tätigkeit ist, kann sich
ja mal ausrechnen, wieviele Tätowierer es benötigt, um ein 5000
Einwohner Dorf eine Woche lang mit Strom zu versorgen.
Hellseher schrieb:> Ein richtiger Beruf ist es> trotzdem nicht, sondern Wucher. Leute, die sich tätowieren, sind> kriminell, werden kriminell oder sterben, bevor sie es werden. Sie> sollte sich auf jeden Fall Kohle bei Seite legen. Spätestens wenn sie> alt und faltig ist, bleibt das hippe Clientel weg.>> Wer meint, dass Tätowieren eine wertschöpfende Tätigkeit ist, kann sich> ja mal ausrechnen, wieviele Tätowierer es benötigt, um ein 5000> Einwohner Dorf eine Woche lang mit Strom zu versorgen.
Mag so sein, aber auch die Industrie produziert Berge an unnötigem und
sinnlosem, manchmal sogar schädlichem Müll. Wir Ingenieure leben davon,
so viel zum Thema Wertschöpfung. Körper–Schmuck hat es seit der Antike
gegeben, schlimmer als unserem Job ist das nicht.
Saarl schrieb:> die Industrie produziert Berge an unnötigem und sinnlosem, manchmal> sogar schädlichem Müll
Naja der Unterschied ist: Ohne wertschaffende Menschen würden die
"Tattoo-Künstler" immernoch Höhlen bemalen. Ohne Verbrecher mit Tattoos
hätten wir Straßen ohne Graffitis und ein kleines bisschen mehr Ordnung.
Aber mal Spaß beiseite, heutzutage arbeiten doch die wenigsten wirklich
wertschaffend in DE. Dafür haben wir alles ausgelagert und sitzen im
Homeoffice, auch Ingenieure und Informatiker. Nicht unüblich, dass >80%
inklusive R+D seit über einem Jahr Zuhause rumlungert und nur die
systemrelevante Belegschaft vor Ort ist. Ich habe gehört, die Tattoo
Beratung gibt es mittlerweile auch über Videokonferenz und im Anschluss
wird ein Klebebildchen mit Amazon Prime verschickt. Lässt sich auch
wieder entfernen, praktisch.
Diese Diskussion über Leute mit geringer beruflicher Qualifiaktion die
viel verdienen ist echt mühselig. Entweder man will als Ingenieur
arbeiten oder eben nicht. Ich kenne einen, der ist gelernter Koch und
fing vor 30 Jahren an Versicherungen zu verkaufen. So richtig schmierig.
Der Mann ist aber eine Art Rampensau, kann es gut mit den Leuten und
verkauft sehr gut. Damit stieg der in der Drückerorganisation auf und
hat jetzt die Versicherungsdrücker einer ganzen Region unter sich. Der
hat eine Villa mit Hallenbad und einen teuren Sportwagenfuhrpark. Ja
und? mir persönlich ist das egal, weil mich diese Art der Tätigkeit
nicht interessiert. Wer einfach nur schnell reich werden will, sollte
sich doch eher ein anderes Tätigkeitsfeld suchen, als angestellter
Ingenieur. Wer will, der kann. Nicht meckern, sondern machen. Wenn man
es will zumindest. Wer als Ingenieur zu Wohlstand kommen will, der
arbeitet eine Weile als Angestellter und macht sich dann selbständig,
wenn man das Zeug dazu hat. Manche wiederum sollten lieber Angestellte
bleiben. Das ist bei Tatoowierern und anderen Berufsgruppen nicht
anders.
Untertürkheimer unter Franken in Unterfranken schrieb im Beitrag
#6848113:
> Tatootrulla kassiert 200€/h:> https://www.spiegel.de/start/taetowiererin-werden-mein-erstes-tattoo-ist-nicht-vorzeigbar-a-026991c6-d575-4a93-b303-c33b21294d49> "Monatlich nehme ich etwa 10.000 Euro ein, davon gehen dann am Ende des> Jahres noch Steuern, Versicherung und Altersvorsorge ab. Wie viel am> Ende übrig bleibt, kann ich in meinem ersten Jahr als Selbstständige> noch nicht abschätzen."
Wusste gar nicht, dass Körperverletzung- und Vergewaltugung so gut
vergütet wird und es genug gibt, die für eigene Körperverletzung soviel
Geld auf den Tisch legen. Mir scheint, zuviele haben statt Muttermilch
schon Tatoofarbe getrunken. Ob wir schon die Bodenbildung erreicht
haben, bevor die good times wiederkommen können?
Munich only for tourism schrieb:> Der hat eine Villa mit Hallenbad und einen teuren Sportwagenfuhrpark. Ja> und?
Ich kenne auch jemanden, der ne fette Bude mit einem RR vor der breiten
Garage hat. Bei der Nachbarschaft hat er keinen guten Ruf, es ist nur
eine Frage der Zeit, bis sein Haus gestürmt und enteignet wird. Ja und?
Wucher und Kriminelle gibt es halt.
Es geht doch garnicht um die Qualifikation eines Menschen. Es geht um
ehrliche Arbeit. Und ein Bauer beispielsweise macht die ehrlichste
Arbeit. Der Ingenieur hilft dem Bauer. Und die Tattoofrau vergiftet die
Kinder von dem Ingenieur. Wirklich verrückt wird es, wenn die Tattoofrau
mehr verdient, als der Bauer und der Ingenieur zusammen. So schafft man
sich ab.
Hellseher schrieb:> Der Ingenieur hilft dem Bauer. Und die Tattoofrau vergiftet die> Kinder von dem Ingenieur. Wirklich verrückt wird es, wenn die Tattoofrau> mehr verdient, als der Bauer und der Ingenieur zusammen. So schafft man> sich ab.
Das wird langsam philosophisch :-). In dem Fall sollte der Ingenieur mal
darüber nach denken, ob er seinen Kindern nicht zu viel Taschengeld gibt
:-).
Außerdem sind 10k Brutto als Selbständiger gar nicht so viel. Es ist ja
auch nicht so, dass jeder der Tatoos macht, gut damit verdient. Hier
picken sich einige jemanden raus und meinen dann, dass dieser jemand
mehr als alle anderen verdient. Genauso gibt es Ingenieure mit eigener
Firma oder die als CEO arbeiten und Millionen pro Jahr verdienen. Ebenso
gibt es Großbauern mit vielen Angestellten, die sehr gut im Geschäft
sind. Ein Herr Tönnies ist auch Bauer im weitesten Sinne und verdient
ganz sicher mehr als die Tatoo Dame.
Hellseher schrieb:> Es geht doch garnicht um die Qualifikation eines Menschen. Es geht um> ehrliche Arbeit. Und ein Bauer beispielsweise macht die ehrlichste> Arbeit. Der Ingenieur hilft dem Bauer.
Ja, oder er baut Panzer oder Sextoys oder das ultimative megawichtige
Smartphone oder den Motor, der zwar 4k teurer ist, aber 0,2 Sekunden
schneller auf 200 kmh ist oder oder oder... Und manch ein Bauer füttert
Hühner mit Klärschlamm und hält sie in winzigen Käfigen.
Immer wieder Schwarz-Weiß Denke hier.