Hallo
ich habe im Notstromfall ein einphasiges Hausnetz (alle 3 Phasen werden
auf L1 gebrückt). Da ich aber auch eine Hackschnitzelheizung habe, die
in dem Fall dennoch weiterlaufen soll, hatte ich die Idee mit ein
dreiphasiges Netz für die Heizungsanlage durch das Betreiben eines
Drehstrommotors (als Generator) an einem Wechselstrommotor (dieser dient
als Antrieb für den Generator) zu erzeugen. Angeblich sind
Frequenzumrichter nicht dazu geeignet, ein ganzes Netz zu erstellen,
sondern lediglich für jeden einzelnen Motor anzuwenden. Oder habt ihr
noch eine Idee?
Also was jetzt, Drehstrommotor oder Gleichstrommotor ? Leonhardsatz,
geht aber kleine Generatoren haben, selbst wenn sie exakt für 50Hz
gedreht werden, Spannungsschwankungen je nach Belastung. Je grösser der
Generator, je stabiler das Netz.
Mit dem Titel hab ich mich verschrieben, dass muss natürlich
Wechselstrommotor heißen, statt Gleichstrommotor.
Die Heizung hat 3 Drehstrom-Motoren, mit je 0,55kW.
Wir haben im Notstrombetrieb ja Energie in Form des 1 phasigen
Hausnetzes aus der Batterie zur Verfügung. Diese Energie möchten wir im
Notstromfall auch für die Heizung nutzen. Daher würde ein
Drehstromgenerator für diesen Zweck keinen Sinn ergeben. Deshalb dachte
ich an die Lösung mit dem Wechselstrommotor (1ph) der einen
Drehstrommotor - der angetrieben zum Generator wird - betreiben. Das
müsste doch eigentlich möglich sein, sofern man eine passende Steuerung
für den Wechselstrommotor hätte, der die Leistung regelt, die im
Hausnetz benötigt wird.
Drehstromer lassen sich mit der Steinmetzschaltung betreiben.
Allerdings mit Einbußen im Drehmoment.
Dazu müsste man auch noch je einen Kondensator dazu schalten.
Wie oft fällt der Notstrombetrieb an?
Wenn das nur alle "Jubeljahre" vorkommt, könnte man sich etwas erdenken,
womit man das manuell umschalten kann.
H.C. schrieb:> Die Heizung hat 3 Drehstrom-Motoren, mit je 0,55kW.
Wegen Pelletförderung, aha.
Nimm FU, 3 Stück, auch im Normalbetrieb, vol allem deswegen weil du dir
dann 9 Umschaltkontakte sparst und nur 1 brauchst. Man könnte auch 1
leistungsstärkeren benutzen, aber mit 1 Motor pro FU passt
Fehlererkennung besser.
Der FU mag vor allem deswegen kein Netz speisen, weil er es nicht mag
ohne Verbraucher zu arbeiten. Da vermutet er gleich einen Fehler. Wenn
die Motoren aber fest angeschlossen sind, passt das.
H.C. schrieb:> ich habe im Notstromfall ein einphasiges Hausnetz (alle 3 Phasen werden> auf L1 gebrückt).
D.h. Eherd oder DLE bleiben dann manuell aus oder
2 Sicherungen raus?
Ja, prinzipiell geht das mit einem Drehstrom-Asynchronmoter. Braucht
allerdings ein Netz ( :-), dann geht es ohne Regelung, wenn die Drehzahl
etwa passt.
Ohne Netz soll es eine C-schaltung geben, dann aber mit
Drehzahlregelung.
Wofür 3 so kleine Drehstrommotoren?
Herzlichen Glückwunsch zur Entdeckung des rotierenden Umformers... ein
Leonardsatz ist das nicht. Der ist zwar ähnlich aufgebaut, dient aber
dazu, drehzahlvariable Gleichstrom-Antriebsmaschinen an einem
Wechselstromnetz betreiben zu können, wobei er auch deren Bremsenergie
ins Wechselstromnetz zurückspeisen kann.
Kleine Drehstrommotoren haben ein hohes Anzugsmoment und sie müssten
auch laufruhiger sein als Einphasen-Asynchronmotoren. Dazu brauchen sie
keine Starthilfe-Einrichtung - nur ein Schütz und los gehts. Also wenn
Drehstrom da ist, kann man den auch benutzen.
Was man mal probieren müsste, evtl. funktioniert so ein rotierender
Umrichter mit einem Drehstrommotor alleine. Wenn man den nach dem Anlauf
einphasig im Leerlauf betreibt müsste er die beiden fehlenden Phasen
selbst erzeugen können. Man muß nur aufpassen, daß man den maximal
zulässigen Strom der einen eingespeisten Phase nicht überschreitet,
sonst verkokelt die Wicklung.
Ich vermute mal deine Akku Anlage zur Überbrückung hat keine Spannung
zwischen 12 und 48V, denn sonst könntest du ja einfach an die Batterie 3
stück dieser victron multiplus Wechselrichter anschließen, welcher dann
Drehstrom erzeugen.