Kennwood Verstärker defekt

Gast #409151
Hallo,

ich habe hier einen Kenwood Verstärker (mit 4 Lautsprecherausgängen, Cd
in, Tuner in, Aux in etc), der defekt ist. Vielleicht kann mir hier ja
jemand weiterhelfen? Also: Der Verstärker funktioniert zunächst
einwandfrei, dann klickt ein Relais (nach ca. 30 sek), und der Ausgang
ist stumm. Nach kurzer Zeit(einige 10s) klickt das Relais wieder und
alles funktioniert wieder. Weiß jemand für was das Relais ist? Dann
geht das ganze wieder von vorne Los. Was könnte der Fehler sein?

Grüße und Dank im voraus
Michael
Gast #409152
<<Weiß jemand für was das Relais ist?>>
Kann ich mir auch nicht erklären. Ist ja auch schwer.
Versuchs doch mal in den einschlägigen HIFI Foren. Dort weiss sicher
jemand, was es mit dem Relais aufsich hat.
Gast #409153
Das Relais ist wahrscheinlich die Lautsprecherabschaltung, die soll die
LS beim Einschalten schützen, da sich die dicken Elkos erst mal
aufladen müssen würde es die Membranen der LS voll aussteuern.
Vermutlich sind eben diese Elkos kaputt (ausgetrocknet oder
Kurzschluss), wenn diese Geräte älter werden ist das meistens das
Problem. Das gilt natürlich für alle Elkos im Gerät.
Gast #409154
Einer unserer ehemaligen Praktikanten kam auch mal mit einem defekten
Receiver angewackelt... Bei ihm war es so, dass der Receiver sich immer
wieder selbständig ausgeschaltet hat. Dort lag es auch an einem Relais.
Dieses hatte die Aufgabe bei betätigung des Power-Tasters die 220V auf
den großen Ringkerntrafo durchzuschalten. Bei dem Relais waren die
Kontakte leicht verkokst... und da wir auf die Schnelle kein passendes
Relais auftreiben konnten, wurde das Relais einfach geöffnet (war
netterweise nur verclipst / nicht vergossen) und die Kontakte gereinigt
--> danach war wieder alles in Butter.

Gruß,
Magnetus
Gast #409156
Wollte gerade die DC-Ausgangsspannung Messen, jedoch zieht das Relais
jetzt gar nicht mehr an. Mal angenommen es handelt sich um die
Lautsprecherschutzschaltung (was ich für sehr wahrscheinlich halte) wie
funktioniert die Ansteuerschaltung für das Relais? Wir einfach nur die
Spannung an den "dicken Elkos" gemessen.
P.S. Wenn das Relais nicht angezogen hat, ist auch die Spannung am
Lautsprecherausgang Null, sowohl AC wie DC.

Grüße
Gast #409157
Na dann schaltet er die Lautsprecher weg! Wie gesagt, das kann auch von
defekten Elkos im Netzteil kommen. Da die stark Impulsbelastet werden
(schnell wechselnde Last) trocknen die recht schnell aus! Löte die doch
mal aus und miss sie!
Gast #409158
Die Ansteuerung des Relias bei der Einschaltverzögerung von Verstärkern
ist meistens über einen NTC gelöst. Könnte also auch ein
Temperaturproblem sein.
Gast #409159
Erst einmal: der Verstärker hat doch sicher eine Typenbezeichnung.
Warum enthältst Du sie uns vor?
Hast Du schon mal nach dem Schaltplan gesucht?

Oft wird das Relais erst dazugeschaltet, wenn die Ausgangsspannung
unter einen gewissen Wert gesunken ist. Also mal die Spannung VOR dem
Relais messen. Es könnte ein Koppelkondensator niederohmig geworden
sein und den DC-Pegel verfälschen.

Beim Ausschalten des Verstärkers fällt das Relais sehr schnell ab.
Manchmal ist es einfach nur zeitgesteuert.
Gast #409160
Hallo,

Typenbezeichnung: Kenwood KA-1080. Nach dem Schaltplan habe ich noch
nicht gesucht, weil ich davon ausging, das man den sowieso nicht im
Internet findet. Werde mich allerdings gleich mal ranmachen. Mit
Schaltplan wär die Fehlersuch natürlich wesentlich einfacher. Weiß
vielleicht jemand eine Adresse, wo man Schaltpläne für solche Geräte
herbekommt?

Grüße
Michael
Gast #409161
google is dein freund :-)

+ messe dc dann eben vor dem relais, an den amp ausgängen; die relais
steuerung arbeitet so: verzögerte einschaltung, wenn dc wert < ca 0,2v
, sonst abschaltung bzw kein einschalten; macht ein amp zb ne kleine dc
spannung, kann die schaltung mal so oder so ...je nach drift usw. ;
scheint hier der fall.
Gast #409163
Also:

Die Versorgungsspannung hat einen AC - Ripple von ca. 1V - müsste also
passen --> Kondensatoren sind nicht defekt. Mal angenommen, die
LS-Schutzschaltung schaltet den Ausgang nicht frei, weil ein DC - Pegel
am Ausgang anliegt, wovon kommt dieser DC-Pegel? Müssen neue
Leistungstransistoren rein?

Grüße und Dank an alle, die mir gehofen haben

Michael
Gast #409166
schaltet ein kanal ab, oder beide?

hatte das prob auch mal mit nem guten alten Maranz.
Es war glücklicherweise nur ein Kanal 'befallen'. Hab durch-mit eine
Spiegelmessung beide Stufen Ohmisch durchgemessen und verglichen. Da
hatten einige Elkos einen großteil ihrer Kapazität verloren (äußerlich
nicht zu erkennen).
Elkos gewechselt, Arbeitspunkte der Endstufentransistoren nachgestellt
und nun kann das gute Stück wieder meine Boxen treiben.

achso:  Unbedingt Stecker raus !!!
Spannungstechnisch kann man die messung auch durchführen, glaub ich,
aber Vorsicht
Gast #409167
Na klar, Michel, was sach' ich denn die ganze Zeit!? Elkos prüfen ist
halt Arbeit und nicht jeder hat die Messgeräte, aber meistens ist da
der Fehler!
Gast #409169
Habe jetzt auch so ein Problem mit nem Denon Verstärker. Relais schaltet
nicht, aber auch >7V DC an dem Endstufenausgang vor dem Relais.
Einstellen lässt sichder Arbeitspunkt noch aber die 7V sind weit aus
dem Einstellbereich.

Endstufenversorgung +/-40V hat auch 1Vpp 100Hz Ripple.

Jemand ne Idee?
Gast #409170
Vielleicht ja irgendeine Temperaturabschaltung, die zu bald abschaltet.
Oder es fließt irgendwo strom der nicht fließen soll (Kondensator
kaputt?) und heizt kräftig sobald der Ausgang geschalten ist.
Gast #409173
Das ist ein "merkwürdiger" Verstärker, mit Opto-Koppler im
Feedback-Zweig. Da ich keinen Schaltplan habe, gebe ich die Reparatur
wohl auf.

Komischerweise zeigten beide Kanäle den gleichen Fehler, mittlerweile
sind bei einem Kanal beide bipolor-Endstufen defekt (kurzschluss)
(vmtl. den Hitzetod gestorben, während ich gemessen habe, denn es
scheint ein deutlicher Querstrom zu fliessen, die Kühlkörper werden
nach einiger Zeit sehr heiss...)

Der verbleibende Kanal hat das Problem aber weiterhin. Die gesamte
Endstufe ist offensichtlich DC-gekoppelt, die Vorstufe wird AC-mässig
über Folienkondensatoren sehr aufwendig eingekoppelt.

Ich tippe auf Ruhestrom-Einstellung, bei defekter Gegenkopplung sollte
der Ausgang doch am Anschlag hängen? Mich wundert nur, dass beide
Kanäle gleichzeitig den Fehler haben, das lässt darauf schliessen, dass
der Fehler in einer Komponente liegt, die sich beide Kanäle teilen...

Antwort schreiben

Eine eigene Frage? Dieser Thread ist über 20 Jahre alt. Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.

Neuen Thread starten

Eine Lösung, Ergänzung oder Rückmeldung zu diesem Thread? Dann antworte hier.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.