Gast
#6861558
Hallo Zusammen. Da mein 20 Jahre alter Nubert aw-900 nicht mehr wollte und ausser Plopp und Brummgeräuschen nicht mehr viel von sich gegeben hat, habe ich mal einen Teparaturversuch gestartet. Wie erwartet waren dort einige Elkos ausgetrocknet. Zusätzlich mussten nahezu ALLE Lötstellen nachgelötet werden. Wenn man den Amp im Dunkeln eingeschaltet hat, leuchteten die Endstufen-Lötstellen. Nachdem die Elkos getauscht und der Rest gelötet war, spielte der Nubert wieder wie neu. Nach einer Stunde seichten Betriebs fiel aber auf, dass dee Kühlkörper seehr warm war. Eher 60 als 40 Grad. Also wieder alles auseinander und ab auf die Werkbank. Powermeter zeigt einen Leistungsaufnahme von 20W im kalten Zustand. Naja, ein bisschen zuviel ;--) Also Fehlersuche. Dank dem von einem User reverse engineered Schaltplan der baugleichen AW-1000 Schaltung ging das auch sehr gut. Der Verdacht, dass der Ruhestrom grob falsch ist oder stark wegläuft, erhärtete sich aber nicht. Spannungsfall der Emitterwiderstände lag eher niedriger als erwartet. Ursache war schlussendlich ein defekternpn-Transistor, der mithilfe des Ausgangssignals die Steuerung der Railspannungs-Umschaltung übernimmt. Im Plan ist das der Q119, der seine Spannung über R146 direkt vom LSO erhält. Dort war die Basis-Emitter-Strecjer niederohmig, was die dazu führte, dass die Endstufe dauerhaft statt 25V mit 52V Railspannung lief und deshalb erhöhte Verluste erzeugte. Was ich mich jetzt Frage: Der R146 hat nur 440 Ohm. Bei Vollaussteuerung führt das dazu, dass der Basisstrom im Q119 auf über 100mA steigt. R146/147 bilden ja keinen Spannung, weil D106 und UBE von Q119 ja die Spannund an R147 auf 1.2V begrenzen. Damit ist IB =Ue/R146 - 1.2V, richtig? Theoretisch würde Q119 das mit 0.6W aushalten, aber dennoch Frage ich mich nach dem Sinn dieser Beschaltung. Irgendeinen Grund wird es ja gehabt haben, warum Q119 ein Brandloch hat ;--) Gruß Heiko



