Hallo zusammen,
das eingebaute und leider vergossene Netzteil dieses LED-Strahler ist
defekt. Vergossen, mehr als ärgerlich!
Nun möchte ich einen (externen) Ersatz finden. Weis aber weder, welche
Spannung, noch den Strom dazu. Das Teil ist mit 200W beschrieben.
Welches Vorgehen ist nun angesagt?
Irgendwelche Ideen?
Danke schon mal und einen perfekten Sonntag für euch!
bär schrieb:> Welches Vorgehen ist nun angesagt?
Finde heraus, wie die LEDs verschaltet sind. Finde heraus, wieviele LEDs
in einem SMD-Gehäuse stecken. Danach ein geeignetes Netzteil suchen und
einbauen. Wenn es keins gibt, wegschmeißen oder alles neu kaufen.
mfg mf
Dein 2. Foto beinhaltet schon weitestgehend die Lösung. 2835 Bauform der
LEDs.
28S1 5P besagt, 28 LEDs seriell, 5 Stränge davon parallel. Uf einer
weißen LED liegt bei 2,8 bis 3V rum. 3x28 gleich 84V. Wenn es wirklich
200 Watt sind, dann 200/84 macht 2,38 Ampere. Soviel Strom müßte der
Treiber liefern, wenn nicht bei den Angaben geschummelt wurde.
Suche dir das Datenblatt für weiße LEDs Bauform 2835, suche deren
maximalen Betriebsstrom und gucke, ob der bei rund 1/5 der 2,38 Ampere
liegt. Wenn nicht, wurde irgendwo geschwindelt. Was steht denn auf dem
vergossenen Treiber?
28S1 impliziert eine 1 Chip Variante. Meist steht ja hinter dem S nichts
mehr.
Mit 1 mA Strom kann man nichts kaputtmachen und man sieht damit schon,
ob die LEDs leuchten, wenn nicht gerade die Sonne draufscheint.
Wenn man kein Labornetzteil hat, Gleichrichterbrücke, Elko dahinter und
mit 100-200K Vorwiderstand, der mindestens 2 Watt abkann, gucken, ob
die LEDs schwach leuchten. Wenn ja, die Spannung am LED Board messen.
Wenn du die Spannung hast, kannst du auf den benötigten Strom schließen.
da das Ganze galvanisch mit dem Netz verbunden ist, beim Messen Hände
weg, von der Schaltung und bevor man was anfasst, Elko entladen ;-)
Ich habe nun mal das defekte Netzteil möglichst gut freigelegt.
Da hat es ordentlich drin gekokelt; schon Scheisse, wenn die Wärme nicht
weg kann! Das ganze Teil ist von LEDAVANCE.
Was ich herausgefunden habe ist, dass die sekundären Cs mit 450V
angegeben sind. Voll fett, aber über Netzspannung, was soll das?
Da komm ich mit meinem Netzteil hinten und vorne nicht hin! Bei 30V
fliesst nicht ein mA! Das heist, die Durchbruchspannung nicht erreicht…
Mal versucht einen geschlossenen Block zu zãhlen, sind minimal 28 LEDs
in Serie. Klar, da sind 30V nichts.
Viele Grüße
Ich habe gestern eine ähnliche LED- Lampe geöffnet. Im Netzteil verbaut
war ein PN8360. Im Datenblatt zu dem Chip befindet sich eine Beispiel
Schaltung.
Vielleicht hilft das ja.
Würde aber etwas besseres verbauen.
Gruß
EmKo
bär schrieb:> Da hat es ordentlich drin gekokelt; schon Scheisse, wenn die Wärme nicht> weg kann!
Das kannst wegwerfen so wie es ist. Die wurden dafür gebaut.
> dass die sekundären Cs mit 450V> angegeben sind. Voll fett, aber über Netzspannung, was soll das?
Das ist ja gleichgerichteter Wechselstrom, also weit über 230V~
Bis du da die Verschaltung eruiert hast und -jede einzelne- LED auf
Funktionsfähigkeit getestet hast, weil sonst brennen sie reihum ab,
kaufst du dir lieber eine neue.
200W ? Da brauchst eine Kühlfläche von einem knappem Quadratmeter, oder
einen Hochleistungslüfter, wenn du da dran länger Freude haben willst.
Jeder billige Baustrahler hat die 10-20? fache LED-Fläche als (gerippte)
Kühlfläche .
Du könntest dir einen Step-Up Converter kaufen, die neueren gehen bis
100V, kosten aber gute 40,- mit Display/Strom/Spannung , damit könntest
die Durchschaltspannung ermitteln und dann mit einem billigeren
(analogen) betreiben. Ersteres würdest noch öfter brauchen in deinem
Leben, glaube mir.
Andere Chance hast nicht .
Schätze das (Form) ist so eine Stehlampe von Möbelix - Kost´ fast nix´
oder OBI , kosten so um die 80,-
H. H. schrieb:> Da steht 28S15P
Ja, echt blöder Font.
Da sieht sogar die "2017" ganz links aus wie "201 7"
bär schrieb:> Das Teil ist mit 200W beschrieben.
Das ist entweder der Inrush-Current multipliziert mit 230V oder es sind
die üblichen Chinawatt, die sich über einen Teiler 2..10 in hierzulande
übliche Watt umrechnen lassen. Ich würde hier eher 10 als 2 ansetzen.
Denn die LED halten, wenn sie an den Anschlüssen auf 25°C gekühlt
werden, insgesamt ca 90W (bei den üblichen 3,5V und 60mA) aus. Bei der
Bestückungsdichte dieser Platine sind diese 25°C für die mittleren LED
bestenfalls Wunschtraum und der LED-Strom muss reduziert werden.
Wenn das NT nicht gerade völlig abgebrannt ist, dann kann man anhand der
Schaltung auf Strom und Spannung schließen. Mit den 450V Ausgangselkos
hat der TE das ja auch schon zum Teil getan.
Mehr ist leider auch nicht aus dem Fragment abzulesen, weil noch viele
Vergussreste und eine auf ca. 2qcm komplett durchgekohlte Platine.
Was fūr ein Schrott!
Aber vielen Dank schon mal fūr eure bisherigen Antworten und Kommentare
Viele Grūsse
H. H. schrieb:> Gerald B. schrieb:>> 28S1 impliziert eine 1 Chip Variante.>> Da steht 28S15P, man kann die 28*15=420 LEDs sogar zählen...
Ja, das mag passen. Ich habe versucht, eine optisch zusammenhāngende
Kette zu finden, bin dann auch auf 28 gekommen.
Nur, wie passt das mit den sekundāren Elkos zusammen, die fūr 450V
ausgelegt sind?
Das erschließt sich mir noch nicht 🙄
bär schrieb:> H. H. schrieb:>> Gerald B. schrieb:>>> 28S1 impliziert eine 1 Chip Variante.>>>> Da steht 28S15P, man kann die 28*15=420 LEDs sogar zählen...>> Ja, das mag passen. Ich habe versucht, eine optisch zusammenhāngende> Kette zu finden, bin dann auch auf 28 gekommen.> Nur, wie passt das mit den sekundāren Elkos zusammen, die fūr 450V> ausgelegt sind?> Das erschließt sich mir noch nicht 🙄
In jeder LED sind mehrere Dies drin, in Reihe geschaltet.
Helge schrieb:> Eine LED versuchen. Netzteil auf 20V, 1k Widerstand und Spannung> über> die LED messen.
Leider komm ich an die Einzelled nicht wirklich ran. Der Trāger ist eine
echte Wārmesenke! Es ist mir nicht mal gelungen, mit 60W das
Anschlusskabel abzuloeten. Da brauch ich es bei dem Aufbau garnicht erst
versuchen, mir eine EinzelLed zu schnappen!
Vielleicht durch die weisse Isolierung mit ner Messspitze durch und dann
mal sehen, was geht….
>> In jeder LED sind mehrere Dies drin, in Reihe geschaltet.
Nun, selbst wenn ich mit 3 Dies je 3V und 28S rechne, lande ich nur bei
250V , 200V Sicherheitsreserve? Mag ich ich fast nicht glauben.
Aber ich werde mich dran setzen und mal schauen, wieviele Dies mir mein
Multimeter impliziert 😉
Danke und Grüße
wenn man die LEDs nicht kennt,
kann man das Geleucht mit nem Labornetzteil austesten.
Von 0V bis U-max LANGSAM aufdrehen,
dabei an die Strombegrenzung denken.
Wenn die "Erleuchtung" ausbleibt,
kommt ein weiteres Netzteil in Reihe.
Labornetzteil wieder zurück drehen bis 2. Netzteil und Labornetzteil
die Spannung ergeben, wie U-max beim ersten Durchlauf war.
Dann weiter aufdrehen.
Für sowas (zum Vorschalten) machen sich 32V oder 42V Druckernetzteile
gut.
Und die findet man alle paar Kilometer an Glascontainern.
Das Poti im Labornetzteil darf dabei gerne NICHT kratzig sein.
bär schrieb:> Nun, selbst wenn ich mit 3 Dies je 3V und 28S rechne, lande ich nur bei> 250V , 200V Sicherheitsreserve? Mag ich ich fast nicht glauben.
Nur weil auf dem Kondensator 450V aufgedruckt steht, heißt das nicht das
450V anliegen. Es liegen um die 325V an, damit hat jede LED vermutlich
weniger als 11V Vorwärtsspannung.
Dieser könnte funktionieren: MeanWell ELG-240-C1050
H. H. schrieb:> bär schrieb:>> Vielleicht durch die weisse Isolierung mit ner Messspitze durch und dann>> mal sehen, was geht….>> So macht man das.
Wie eine Alukernplatine aufgebaut ist, weißt du? Der Aluträger hat nur
eine dünne Isolationsschicht zur Kupferfolie. Schießlich soll ja auch
die Wärme effektiv abtransportiert werden. Über der Kupferfolie ist dann
die Lötstoppfolie.
So, was passiert nun, wenn man da mit Messpitzen durch den Lötstopp
sticht? Bestenfalls schwächt man die darunterliegende Isolationsschicht
nur. Im Worstcase sind die Flusspannungen der LEDs so hoch, das dort ein
Durchschlag erfolgt.
So gesehen, ein eher kontraproduktiver Ratschlag
bär schrieb:> Vielleicht durch die weisse Isolierung mit ner Messspitze durch und dann> mal sehen, was geht….
Warum nicht einfach direkt an die offen zugänglichen Lötstellen der Led?
Und wenn du dir dabei eine der fünf "ersten" eines Stranges aussuchst
kannst du eine Krokoklemme an das Kabel anklemmen; damit brauchst du nur
eine einzige Messspitze seitlich an die passende LED dranhalten; dies
sollte mit zwei Händen problemlos machbar sein.
2aggressive schrieb:> Warum nicht einfach direkt an die offen zugänglichen Lötstellen der Led?
Wenn du mir die offen zugänglichen Lötstellen zeigen kannst, dann bitte!
Die Pads liegen unter den LEDs!
Võllig hohl bin ich nun doch nicht!
Gute Nacht
bär schrieb:> Võllig hohl bin ich nun doch nicht!
Du willst eine defekte HiPower-Lampe , die Fotos sind
nummern-offensichtlich nicht von deiner Lampe, weil das Netzteil
abgebrannt ist - das hat aber meist eine Ursache !- wieder in Betrieb
setzen.
Du brauchst dazu erstmal ein Netzteil mit etwa 100V-DC und mind. 2A .
Besser eins mit 120V-DC und 5A , das sich sowohl in der Spannung als
auch im Strom regeln läßt.
Hast das ? NEIN . Weil sonst müßtest nicht blöd fragen !
Das Ablöten oder Anzapfen einzelner LED kannst dir -überhaupt-
abschminken. Also kaufen, oder wegwerfen . .
@ Lothar: die Chinesen geben den Netzteil-Stromverbrauch an, die europ.
Markenhersteller meist nur den Lichtstrom, weshalb erstere weniger
Lumen/Watt haben.
Die LED haben an beiden Seiten Zinnstellen. Einzelne kontaktieren mit
Stecknadel.
Ich hatte letztes Jahr LED-Strahler 200W hier zur Reparatur, ca.
300x400mm groß und mit vielleicht 40mm Kühlrippen auf der Rückseite. Die
sind so konstruiert, daß man recht schnell neue braucht :-) Aus-2-mach-1
und Leistung auf 50W reduziert leben die aber endlos.
bär schrieb:> 2aggressive schrieb:>> Warum nicht einfach direkt an die offen zugänglichen Lötstellen der Led?>> Wenn du mir die offen zugänglichen Lötstellen zeigen kannst, dann bitte!
Auf deinen Photos zu sehen:
-das weisse ist der Lötstopplack
-das schwarze sind die Buchstaben
-das gelbe ist die Konversionsschicht der Leds
-das silbern glänzende sind die Lötstellen
> Die Pads liegen unter den LEDs!> Võllig hohl bin ich nun doch nicht!
Müde?
> Gute Nacht
Dir auch, schlaf mal drüber!
H. H. schrieb:>> 28S1 impliziert eine 1 Chip Variante.>> Da steht 28S15P, man kann die 28*15=420 LEDs sogar zählen...
Ich kann nur bis 100 zählen... :-)
bär schrieb:> Wenn du mir die offen zugänglichen Lötstellen zeigen kannst, dann bitte!> Die Pads liegen unter den LEDs!> Võllig hohl bin ich nun doch nicht!
Hmm... vielleicht doch. Auf dem allerersten Bild von dem Ding kann
zumindest ich die Lötstellen an den LED sehen. Das solltest du
eigentlich auch können. Es sind ja hoffentlich keine Fake-Lötstellen.
Oder?
W.S.
Für die Kontaktierung einzelner LEDs braucht man feine und spitze
Meßleitungen. Die Standardmeßleitung vom Elektrikermultimeter könnte da
zu grobe Spitze haben.
So, nun liegt hier eine weitere vor mir auf dem Tisch.
Gleicher Hersteller, gleiche Bauform. 10W mehr.
Nachgeschaut: 28S17P
Ok, 17 statt 15 erklärt die 10W mehr.
Das Netzteil ist diesmal sogar beschriftet:
200-260V DC I (rated) 0,93A Max 260W
0,93A/17*15= 0,82A also 800mA
Gibt es was fertiges dafür?
Viele Grüße