Hallo,
ich möchte regelmäßig Aluprofile sägen und suche nach einer geeigneten
Säge dafür.
Die Profile werden nie dicker als 40 mm sein. Und es wäre schön, wenn
die Säge einen Längenanschlag hätte, sodass ich die Längen nicht extra
ausmessen und anzeichnen muss.
Nun bin ich aber völlig Ahnungslos und erschlagen vom Überangebot im
Internet. Worauf muss ich achten? Besser eine Bandsäge oder eine
Kappsäge? Welche Präzision kann ich erwarten? Funktioniert das ohne
Schmierung überhaupt vernünftig? Kann jemand ein Modell empfehlen?
Bernd schrieb:> Besser eine Bandsäge oder eine Kappsäge?
Kappsäge, OBWOHL die Bandsäge ein feineres (M42 Metall)Sägeband hat,
macht sie tiefere Riefen.
> Welche Präzision kann ich> erwarten?
Besser 1mm.
Wenn es gut und genau werden soll, säge ich 1mm länger ab und fräse
danach auf der Fräsmaschine mit langem Fräser quer rüber, dann sind die
Enden wie poliert.
> Funktioniert das ohne Schmierung überhaupt vernünftig?
Hängt vom Alumaterial ab, aber das Stranggussalu geht gut.
Bernd schrieb:> Und es wäre schön, wenn> die Säge einen Längenanschlag hätte, sodass ich die Längen nicht extra> ausmessen und anzeichnen muss.
Da will ich die Hoffnung etwas dämpfen: Solange der Preis noch niedrig
vierstellig ist, kommt man auch bei einer Maschine mit Anschlag um das
ausmessen nicht herum.
Bernd schrieb:> sodass ich die Längen nicht extra> ausmessen
Wie lange wären denn diese Längen so? Noch im Bereich des Sägegestells
oder deulich länger?
Vielen Dank für eure Antworten. Das hat schon mal etwas Orientierung
gegeben.
Die Längen gehen typischerweise bis max. 0,5m. Aber tatsächlich habe ich
noch nichts Erschwingliches mit solchem Längenanschlag gesehen.
Nun wäre es eigentlich auch gut, wenn es deutlich präziser wäre, als
+-1mm. Es kam schon die Idee auf, eine einfache Kappsäge für 200-300€ zu
kaufen und selbst einen Längenanschlag zu bastelt. Irgendwas mit
digitalem Messschieber dran...
Ein Nonius reicht vollkommen. Besser als auf 1/4 mm kommst du niemals
ran. Die Kappsägen mit verschiebbarem Blatt sind dafür besser geeignet
wie die, wo man nur runterdrücken kann. Kosten aber auch deutlich mehr.
Uli S. schrieb:> Ein Nonius reicht vollkommen
Das stimmt nicht, mit einem Nonius alleine kannst du nichts ablesen, da
gehört immer eine Hauptskala dazu!
Bernd schrieb:> Nun wäre es eigentlich auch gut, wenn es deutlich präziser wäre, als> +-1mm. Es kam schon die Idee auf, eine einfache Kappsäge
Wackel mal vorne am Griff so einer einfachen Kappsäge hin und her.
Das wackelt um mehr als 1mm im Baumarkt.
Bevor das stabil wird wirst du jenseits der 500 EUR ausgeben müssen.
MaWin schrieb:> Bernd schrieb:>> Nun wäre es eigentlich auch gut, wenn es deutlich präziser wäre, als>> +-1mm. Es kam schon die Idee auf, eine einfache Kappsäge>> Wackel mal vorne am Griff so einer einfachen Kappsäge hin und her.> Das wackelt um mehr als 1mm im Baumarkt.> Bevor das stabil wird wirst du jenseits der 500 EUR ausgeben müssen.
Pauschal lässt sich so eine Aussage nicht halten.
Ich hatte diverse Kappsägen im Betrieb, darunter auch eben auch vom
Baumarkt nach gründlicher Begutachtung vor Kauf (heute geht das ja
überwiegend auch nach Kauf).
Nur muss man natürlich auch in der Lage sein, die Verwindungsfestigkeit
des ganzen "Systems" und andere Merkmale überhaupt beurteilen zu können
und das auch noch im Bezug zum geplanten Einsatzzweck.
@ Bernd,
ich verstehe den Wunsch, Strangmaterial per Anschlag in Serie zu
bestimmten Längen mit hoher Präzision zu verarbeiten.
Aber oft geht das auch mit teuren (hochpräzieren) Maschinen ohne
Zwischenarbeiten daneben.
Mal hat man einen Grad am frisch gesägten Reststrang, der das exakte
Anschieben an den Anschlag verhindert, mal ist es auch einfach ein Span,
der anhaftet oder sich dazwischen legt.
Und Unterlänge bedeutet an sich immer: (Teil-) Ausschuss!
Was im Einzelfall die sinnvollste Lösung ist, hängt von vielen Faktoren
ab.
Ralf X. schrieb:> Mal hat man einen Grad am frisch gesägten Reststrang,
Ein Grad hast du vielleicht am Thermometer, wenn es draußen frisch ist,
aber nicht am Reststrang ;-)
Forist schrieb:> Ralf X. schrieb:>> Mal hat man einen Grad am frisch gesägten Reststrang,>> Ein Grad hast du vielleicht am Thermometer, wenn es draußen frisch ist,> aber nicht am Reststrang ;-)
Ok, dann einfach mal in den blauen T-Schuber greifen und das blöde D
zurücklegen. :-)
Wichtig bei Alu mit einer Kappsäge ist auch die feste Fixierung des
Werkstücks. Darauf unbedingt achten. Die hohe Drehzahl des Sägeblatts
sorgt für mächtig fix abfliegende Werkstücke, wenn mal was verkantet. Da
will man die Finger nicht dran haben. Bei Holz ist das eigentlich kein
Problem. Zumindest ist mir Holz noch nie abgeflogen; dünne Aluprofile
aber schon.
AufArbeit schrieb:> Wichtig bei Alu mit einer Kappsäge ist auch die feste Fixierung des> Werkstücks. Darauf unbedingt achten. Die hohe Drehzahl des Sägeblatts> sorgt für mächtig fix abfliegende Werkstücke, wenn mal was verkantet. Da> will man die Finger nicht dran haben.
Auch wenn es hier natürlich auch auf vieles mehr ankommt, hast Du vom
Grundsatz recht.
Nur muss in vielen Fällen die händische Fixierung ausreichen, aber dann
sollte auch Trenn-/Sägeblatt, Zahnung, Drehzahl, etc. stimmen.
> Bei Holz ist das eigentlich kein> Problem. Zumindest ist mir Holz noch nie abgeflogen; dünne Aluprofile> aber schon.
Der Vergeich taugt an sich nicht, wenn man jeweils das angesagte
Werkzeug benutzt.
Wer mit dem mitgelieferten "Universalsägeblatt" Holz, Alu und ST36 sägen
möchte, sollte ganz gewaltig vorsichtig sein. :-)
Kleiner Erfahrungsbericht meinerseits:
Ich säge Aluprofile (Item/Bosch Profil) auf einer Paneelsäge
(=Kapp-Zug-Gehrungssäge) von Bosch mit dem von Bosch vorgesehenen
Alu-Sägeblatt bei der von Bosch empfohlenen Drehzahl
(=Schnittgeschwindigkeit). Bei der Drehzahl geht nur trocken sägen und
das Alu aus dem meine Profile sind schmiert dabei unschön,
Nachbearbeitung der Schnittfläche ist nötig.
(GCM 8 SDE mit Sägeblatt 2608644110)
Wiederholgenauigkeit habe ich nie nachgemessen, da ich immer
nachbearbeite, aber da ich meist 4 gleich lange Abschnitte brauche und
nachprüfe ob die gleich lang raus kommen, kann ich sicher sagen die
Abweichungen sind nur ein paar 1/10 mm. Ich benutze dazu einen eigenen
Anschlag auf meiner Werkbank. Halt trotzdem nicht als genau brauchbar
weil ein schmieriger und nicht sauberer Schnitt. Liegt auch zum Teil am
Alu, das 6063 nicht gut ausgehärtet also eher weich, dafür ist mein
Quelle schön billig...
Ob ich die Schnittkante noch besser hin bekomme wollte ich immer mal mit
der Minimalmengenschmierung von meiner Fräse ausprobieren, aber auch
dann würde ich nicht erwarten die Länge nicht nachmessen und
nacharbeiten zu müssen. Die Säge hat definitiv zu viel Spiel um das
nicht tun zu müssen. Dafür ist sie für die Bastelwerkstatt erschwinglich
und auch für Holzzuschnitte wunderbar geeignet. Ein Kompromiss eben.
Kreissäger schrieb:> Liegt auch zum Teil am> Alu, das 6063 nicht gut ausgehärtet also eher weich, dafür ist mein> Quelle schön billig...
Was ist denn Deine Quelle? Verrätst du sie? Notfalls per Mail
"elektronik24 at arcor.de". Ich plane gerade die Werkstatt neu und
bräuchte eine Menge Profile - günstig wäre da von Vorteil, vor allem, wo
sie nicht unbedingt perfekt sein müssen. Danke
Kreissäger schrieb:> Bei der Drehzahl geht nur trocken sägen und> das Alu aus dem meine Profile sind schmiert dabei unschön,
Das Problem habe ich auch.
Hat da jemand mal diese Kühlschmierstifte verwendet? Die sollen ja
gerade für solche schnelldrehenden Werkzeuge (und Überkopfarbeiten :)
geeignet sein, weil das Schmiermittel zäh ist und nicht so leicht
abgeschleudert wird.
Ich habe schon einige Profile geschnitten, meistens 20 oder 40mm
alle auf einer Metabo KGS 216 mit entsprechenden Alu Sägeblatt.
Das geht super und auch die reproduzierbarkeit liegt so bei 0,25mm.
Man(n) brauch keine Spezialsägen. Eine gute Kappsäge und das richtige
Blatt
reichen für Privat völlig aus.
Andreas M. schrieb:> Uli S. schrieb:>> Ein Nonius reicht vollkommen>> Das stimmt nicht, mit einem Nonius alleine kannst du nichts ablesen, da> gehört immer eine Hau8ptskala dazu!
Weshalb die schlechte Bewertung für eine richtige Feststellung?