Batterielauge von Schalter entfernen

#6888552
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Hallo,
Ich möchte gerne ein defektes Spielzeug reparieren, bei dem leider die 
Batterie ausgelaufen ist. Bei dem Spielzeug schaltet der Schalter nicht 
mehr.
Die Batterielauge ist augenscheinlich in den Schalter gelaufen und diese 
möchte ich entfernen.
Mein Plan wäre, den Schalter in Essigessenz ein paar Minuten zu baden 
und danach mit Isopropylalcohol zu spülen.
Danach dann mal testen, ob er wieder geht. Falls nicht, den Vorgang 
wiederholen.
Nach einem neuen Schalter zu suchen wollte ich erst einmal vermeiden, da 
das Spielzeug auch nicht mehr das neuste ist.

Wie wäre denn eure Meinung zu oben genannten Vorgehen?
Würde etwas dagegen sprechen? Oder gibt es bessere Möglichkeiten?

Danke euch schon einmal!
Gast #6888641
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Steve S. schrieb:
> Mein Plan wäre, den Schalter in Essigessenz ein paar Minuten zu baden

Nein, nur Haushaltsessig 5% oder Essenz verdünnt, das wirkt besser.

Sinus T. schrieb:
> nachdem du die Base
> mit dem Essig neutralisiert hast. Die sind oft ziemlich hart, da hilft
> oft nur Kratzen und Schrubben.

Was ich bislang mit Batteriekontakten erlebt habe, lösen sich die weißen 
Steine der Alkalisuppe recht gut.  Wie gesagt, Haushaltsessig, wo genug 
Wasseranteil drin ist.

Danach kann man mit Spülmittel reinigen und danach mit Alkohol das 
Wasser rausholen.

PC-Freak schrieb:
> Ein Bild vom Schalter wäre hilfreich.

Auf jeden Fall, um die Erfolgsaussichten abzuschätzen.
Beitrag #6888655 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6888689
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Steve S. schrieb:
> Mein Plan wäre, den Schalter in Essigessenz ein paar Minuten zu baden
> und danach mit Isopropylalcohol zu spülen.
> Danach dann mal testen, ob er wieder geht. Falls nicht, den Vorgang
> wiederholen.

Genau so würde ich das auch machen. Und wenn's dann immer noch nicht 
geht, eben nochmals versuchen. Und zur Not dann halt ein 4-tes und 5-tes 
mal. Nach dem 6-ten Versuch würde ich mir dann überlegen, ob der 
Schalter vielleicht futsch ist.
Gast #6888810
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Statt Essig ist auch eine Zitronensäurelösung möglich.
Öffnen musst man den Schalter auf jeden Fall, denn selbst wenn etwas von 
den Säuren nach innen dringt: diese wird durch die ausgelaufene Lauge 
neutralisiert. Um alles weg zu bekommen, muss der Schmodder immer mit 
frischer Säure umspült werden; das wird im geschlossenen Schaltergehäuse 
schwierig werden, genau so wie das finale Entfernen der Säurereste.
#6888820
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Säure greift genauso viele Metalle an.
Vor allem Aluminium aber auch Stahl.
Insofern würde ich auch erst mal mechanisch und mit Wasser (spülen) 
versuchen möglichst viel von dem Schmodder wegzukriegen. Säure nur kurz 
um den Rest der Lauge zu neutralisieren, oder eher warme 
Amidosulfonsäure benutzen.

Zum Trocknen Isopropylalkohol und Pressluft, dann an einen warmen Ort 
legen.

oszi40 schrieb:
> Weg ist weg.

So ist es. Das kann man nicht mehr rückgängig machen.
#6888892
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Säurereste mit deionisiertem Wasser ausspülen, Alkohol löst nicht.
Zur Beseitigung der letzten Reste eine geringe Menge Salmiakgeist 
(Ammoniak) verwenden. Alle Ammoniumsalze sind wasserlöslich und lösen 
sich rückstandsfrei. Kupfer mit Luftsauerstoff bzw. oxydiertes Kupfer 
lösen sich auch in geringer Menge im Salmiakgeist, der kann dann minimal 
hellblau gefärbt werden. Das ist aber kein Problem, da sich das Ammoniak 
verflüchtigt und nicht mehr korrodierend wirkt.
Alkohol (Spiritus, Isopropanol) kann man zum schnelleren Trocknen 
verwenden. Da der entfettend wirkt, kann eine Behandlung damit vor dem 
ersten Säurebad vorteilhaft sein, da die Säure die fettfreien 
Oberflächen dann besser benetzt.
Gast #6888928
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Udo S. schrieb:
> Säure greift genauso viele Metalle an.
> Vor allem Aluminium aber auch Stahl.
> Insofern würde ich auch erst mal mechanisch und mit Wasser (spülen)
> versuchen möglichst viel von dem Schmodder wegzukriegen. Säure nur kurz
> um den Rest der Lauge zu neutralisieren, oder eher warme
> Amidosulfonsäure benutzen.

Udo hat Recht. Säuren lösen die meisten Metalle und zerstören deshalb 
schnell   die Beschichtungen der Kontakte. Deshalb keine starken Säuren 
verwenden sondern lieber die Lauge mit Wasser verdünnen (eventuell sehr 
wenig Spülmittel zufügen, um die Benetzbarkeit der Oberfläche zu 
verbessern). Dann ist Geduld gefragt, denn Salze lösen sich teilweise 
nur langsam. Ein kurzes Einlegen in ein Ultraschallbad kann helfen, 
Verkrustungen zu "knacken", aber nicht zu lange, sonst schleifen die 
abgelösten Teile die Oberfläche ab. Dann viel spülen - eventuell mit 
etwas Alkohol.
#6889042
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MaWin schrieb:
> Steve S. schrieb:
>> Allerdings habe ich ihn noch nicht aus dem Gehäuse des Spielzeugs geholt
>
> Sieht aus wie
>
> https://www.ebay.de/itm/333719673148


Das ist ja der Hammer!
Hast du lange gebraucht, den zu finden?
Habe solch einen ehrlich gesagt noch nie gesehen und dachte daher, einen 
neuen zu finden sei nicht so easy.
Danke dir vielmals!

Danke euch allen für eure geteilten Erfahrungen, ich werde den jedoch 
einfach tauschen. Dann bin ich auf der sicheren Seite!

Grüße

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