Helge schrieb:> Das wirft die Frage auf: Habe ich einen Quantencomputer und bekomme ein> Rechenergebnis, muß ich dann die dazu passende Frage eintippen, oder> verschwindet das Rechenergebnis wieder, wenn ich das nicht tue?
Eher so: Dem Quantencomputer ist die Frage egal, er spuckt immer alle
Lösungen für alle Fragen gleichzeitig aus und du mußt dir nur die zu
deiner Frage passende Lösung aussuchen bzw. umgekehrt.
Helge schrieb:> ... muß ich dann ... ?
Das wirst du in der mitgelieferten Gebrauchsanleitung lesen können.
Lieferbar sind die gleich nach der Fertigstellung der funktionsfähigen
Fusionskraftwerke.
Helge schrieb:> Das wirft die Frage auf: Habe ich einen Quantencomputer und bekomme ein> Rechenergebnis, muß ich dann die dazu passende Frage eintippen, oder> verschwindet das Rechenergebnis wieder, wenn ich das nicht tue?
Wenn Du die Frage eintippst, dann wird sich das Rechenergebnis des
Quantencomputers invertieren, weil das mit der Frage verschränkt ist.
Helge schrieb:> Ich kann also die Vergangenheit ändern? Lottokreuzchen woanders machen?> :-)
Natürlich. Allerdings werden in dem Paralleluniversum dann andere Zahlen
gezogen.
Ich will ja nicht in einen anderen Realitätszweig abbiegen :-) Aber wenn
sich nun wirklich verschränkte Quanten auch in der Zeit rückwärts
bewegen können, damit muß doch was anzufangen sein!
Helge schrieb:> Ich will ja nicht in einen anderen Realitätszweig abbiegen :-)
Machst Du aber ständig, bei jeder Entscheidung!
Wo ist Kurt?
Gruss Chregu
Christian M. schrieb:> Wo ist Kurt?
Vergrault worden ist Kurt, wie auch Darius. Beide könnten hier kleine
Essays darüber schreiben. Wir machen nur witzige Ein- bis Dreisätzer.
Helge schrieb:> Aber wenn> sich nun wirklich verschränkte Quanten auch in der Zeit rückwärts> bewegen können, damit muß doch was anzufangen sein!
Was nützt eine Veränderung in der Vergangenheit, wenn dort die Zeit mit
der selben Geschwindigkeit fortschreitet, wie in der Gegenwart auch?
Diese Ereignisse werden also nie die, bzw. deine, Realzeit erreichen.
Zeitparadoxon, was ein Blödsinn. .... Ab in die Zukunft! :)
Helge schrieb:> Ich will ja nicht in einen anderen Realitätszweig abbiegen
Scherzchen kann man schon machen, aber die Physik lässt sich nicht durch
das Wünschen verbiegen.
Aber mal im Ernst, Die Zeit kann nicht rückwärts ablaufen. Die Zeit
läuft gar nicht ab, es ist nur ein irreführender subjektiver Eindruck,
wenn wir meinen, es sei so. Vorgänge laufen in der Zeit ab. Vorgänge
können zum Teil rückwärts ablaufen, was grundsätzlich etwas anderes ist.
Die Konstruktion einer rückwärts laufenden Zeit würde zwei verschiedene
Zeiten voraus setzen: eine Zeit die abläuft und eine Zeit in der die
erst genannte Zeit abläuft.
Nimmt man aber die Existenz von nur einer Zeit für einen Beobachter an
gerät man ebenso in einen Widerspruch. Beim rückwärts Laufen geschähe
dann das Frühere später und das Spätere früher, was bedeutet, dass ein
Ereignis sowohl früher, als auch später statt findet. Das ist unsinnig.
Dieter schrieb:> ... Kurt ...> ... könnten hier kleine Essays darüber schreiben.
Viel schreiben kann bald jemand. Kurt kommt nicht mal mit der
Betrachtung klassischer Phänomene im Frequenzbereich zurecht.
Quantentheoretische Überlegungen sind aber nochmals um einige
Grössenordnungen anspruchsvoller.
Helge schrieb:> Die Uni-Leute behaupten doch, daß 2 verschränkte Teilchen sich> entgegengesetzt in der Zeit bewegen bzw. in deren Experiment das> passiert ist.
Die Leute interpretieren das so, bzw. drücken ihre Interpretation
tatsächlich so aus und bemerken nicht mal die Widersprüche und die
Absurdität. Der Grund dafür ist IMHO, dass man noch nicht ausreichend
gelernt hat, quantenphysikalische Phänomene und Zusammenhänge in
Alltagssprache aus zu drücken.
Der häufigste Fehler besteht in der Verwechslung von Theorie und
Realität. Zum Beispiel ist die berühmte Katze nicht sowohl tot, als auch
lebendig. Ganz im Gegenteil: sie ist eindeutig tot ODER lebendig, auch
wenn wir nicht wissen, was zutrifft und wenn die Quantentheorie nichts
darüber aussagen kann. Weder unser Wissen, noch eine quantentheoretische
Aussage sind die reale Katze selbst.
Ähnlich liegen die Zusammenhänge hier: Wenn eine Theorie nichts
eindeutig über eine zeitliche Abfolge aussagen kann, dann sagt das nur
etwas über die Theorie aus und nicht, dass in der Realität die zeitliche
Abfolge umkehrbar wäre.
Die Analogien, die in dem Artikel verwendet werden, sind ebenfalls
untauglich: Wenn jemand Senf in die Tube zurück füllt, dann hat er einen
VORGANG umgekehrt und nicht die Zeit. Da werden mehrere Verwechslungen
übersehen.
Wenn jemand einen Teelöffel Senf in seine Linsensuppe kleckst und dann
mit einem Kochlöffel diesen Klecks durch rechts rum rühren in die Suppe
einrührt, dann wird nicht durch links rum rühren der Klecks irgendwann
wieder sichtbar und kann anschließend auch nicht als zusammenhängender
Klecks aus der Linsensuppe mit einem Teelöffel geborgen werden.
Das funktioniert nur in dem Vorspann in der Kindersendung Rappelkiste
aus den 70ern. Die haben in dem Vorspann allerdings Ketchup verwendet :)