Tektronix 2220 mit offensichtlichen Kondensatorschaden

OP #6904929
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Hallo,

hab ein Tektronix 2220 vermutlich Baujahr 1987 am Tisch liegen mit einen 
Kondensatorschaden.Hab das Ding heute getestet und dabei hat sich 
irgendein ELKO mit  lauten Knall und Rauch inklusive Konfetti 
verabschiedet. Soviel zum Thema das Gerät lässt sich einschalten ;).
Wie auch immer kennt einer das Teil bzw. hat einer von euch vielleicht 
ein Service Manual?
Ich möchte das Teil zerlegen schaffe es aber nicht dieses digital Board 
auf zuklappen weil diese Knöpfe im Weg sind.
Hat einer Erfahrung mit diesen alten Tektronix 2220?
Wie ich finde hat es einen Wiederbelebungsversuch verdient oder was 
meint Ihr?

Lg Michael
Angehängte Dateien:
#6904946
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Hi,

Mike H. schrieb:
> Ich möchte das Teil zerlegen schaffe es aber nicht dieses digital Board
> auf zuklappen weil diese Knöpfe im Weg sind.
Ich kenne das mit solchen Tastern so, dass das die Kappe nur aufgesteckt 
ist und nach vorne abgezogen werden kann.

Ich habe dieses Modell in einer sehr ramponierten Version (massiver 
Sturzschaden) im Keller stehen, bevor du dir die Taster kpl. zerstörst 
wenn es doch anders ist kann ich das morgen bei dem mal probieren nicht 
das ich mich falsch erinnere.

Oder es meldet sich nachher noch der Andrew, der weiß es sehr 
wahrscheinlich ganz genau.

> Hat einer Erfahrung mit diesen alten Tektronix 2220?
Das mit den sich zerlegenden Elkos im Netzeil scheint bei dieser Serie 
öfter zu sein. Habe die Elkos im NT schon bei zwei betroffenen Geräten 
getauscht. (1x 60MHz ohne Speicher, 1x 20Mhz mit...)
Ein weiteres 20MHz DSO wartet im Keller auch noch darauf das ich mal 
Lust und Zeit habe. Da aber im Moment bei mir im Bekanntenkreis niemand 
(Anfänger/Schüler) noch Bedarf hat darf es noch ein wenig warten. 
(Reparatur wäre nur für die Weitergabe...)

> Wie ich finde hat es einen Wiederbelebungsversuch verdient oder was
> meint Ihr?
Das kommt darauf an...
Hast du noch Verwendung dafür und die Reparatur ist für dich auch etwas 
woran du Spass hast oder zumindest einen Lerneffekt?
-> JA, dann auf jeden Fall. Die Investitionen sind sehr überschaubar und 
das Gerät ist nicht schlecht. Noch vor 10 Jahre wären viele froh über so 
eines gewesen. Vor 20 Jahren haben viele Hobbyisten davon geträumt.

Du verwendest es beruflich, betrachtest die ganze Sache aus 
wirtschaftlichen Gesichtspunkten und die Reparatur ist nur mittel zum 
Zweck? -> Ab in die Tonne damit! Dein zeitliche Aufwand sthet in keinem 
Verhältnis zu dem heutigen Neupreis von Geräten mit deutlich größerem 
Funktionsumfang (4Kanal, Protokolldekoder, zig MPoint Speicher)

Gruß
Carsten
OP #6904977
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Carsten S. schrieb:
> Du verwendest es beruflich, betrachtest die ganze Sache aus
> wirtschaftlichen Gesichtspunkten und die Reparatur ist nur mittel zum
> Zweck?

Nein nicht beruflich ich mache das nur für mich da in meiner Schulzeit 
diese Geräte immer nur anschauen durfte. Wir haben auf irgendwelchen 
Philipps Oszis herumgedrückt. Ich finde die Technik und die Verarbeitung 
der Geräte einfach spitze und das die Geräte so gebaut sind das man sie 
auch noch selbst reparieren kann.
#6905002
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Altes Ding, aber ich finde es schön, wenn sie erhalten werden. Wobei ich 
das Gefühl nicht loswerde, dass Tektronix überbewertet wird. Siehe hier:

Mike H. schrieb:
> Ich finde die Technik und die Verarbeitung
> der Geräte einfach spitze und das die Geräte so gebaut sind das man sie
> auch noch selbst reparieren kann.

Steht im Widerspruch zu:

Mike H. schrieb:
> Ich möchte das Teil zerlegen schaffe es aber nicht dieses digital Board
> auf zuklappen weil diese Knöpfe im Weg sind.
Beitrag #6905013 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6905254
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PC-Freak schrieb:
> Okay, schlagt mich

Nöpp, solche vergossenen Wima-C selbst entsorgt, da oft 
gebläht/gerissen.

Mich wundert die Bauteilmischung USA/BRD und ich vermute 
Kommerzinteressen.

[Vorerst - ich will den Thread nicht kapern, hab einen ähnlichen 
Tektronix und sehe mir jedes Bild genau an - hier danke an den TO!

Meckerer, bitte folgende Nebenfragen nichteinmal ignorieren falls Euch 
nicht genehm, Ihr seid nicht gemeint]

Im achten Foto sehe ich eine Zusatzplatine mit einem C-ERO-grünen 
Rechteck, daneben eine rote Scheibe und eine Zweikammerinduktivität -

Nebenfragen

1). Was macht die rote Scheibe - Thermistor(?) auf der VDE-Zusatzplatine 
nur für den deutschen Markt?

2). Darf in Importware nur VDE-geprüfte Entstörung verbaut werden und 
wars demnach günstiger, bereits geprüfte deutsche Bauteile zu verbauen 
bzw. welche Alternative hätte Tektronix ansonsten gehabt?
Gast #6905287
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Tester schrieb:
> Im achten Foto sehe ich eine Zusatzplatine mit einem C-ERO-grünen
> Rechteck,

Ist aber gar nicht von Roederstein.


> daneben eine rote Scheibe und eine Zweikammerinduktivität -
>
> Nebenfragen
>
> 1). Was macht die rote Scheibe - Thermistor(?) auf der VDE-Zusatzplatine
> nur für den deutschen Markt?

Sie repräsentiert amerikanischen Überspannungsschutz, Varistor original 
Harris.


> 2). Darf in Importware nur VDE-geprüfte Entstörung verbaut werden und
> wars demnach günstiger, bereits geprüfte deutsche Bauteile zu verbauen
> bzw. welche Alternative hätte Tektronix ansonsten gehabt?

Da dort keine deutschen Teile verbaut sind....
#6905306
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Guten Morgen,

nachdem ja bereits viel Hilfreiches beigetragen wurde durch die 
Vorposter, erspar ich mir den Prolog zu den Knöpfen.

Dieser Hinweis wurde noch nicht gebracht:
ein Servicemanual hilft hier ungemein (grins!)
Das 2230 ist im wesentlichen baugleich mit dem 2220 und das 2230 
Servicemanual findet man hier:

https://w140.com/tekwiki/wiki/2230 (dort rechts unten).

ein 2220 Ser. Man. habe ich bisher nicht als download gefunden.

Mit etwas mehr Abstraktionsvermögen geht auch das Ser. Man.
des 2232 unter

https://w140.com/tekwiki/wiki/2232
und
https://ebaman.com/remository/ELECTRONICS/Test-Equipment/Tektronix/Scopes/2XXX-Series/ 
dort auf seite 3 das 2232

Was den Aufwand angeht: Diese Digital-Scopes lassen sich recht gut 
reparieren,
allerdings muß man sich bei komplexen Fehlern gründlich in die Schaltung 
reindenken. Ebenso in die Mechanik.


Und zum guten Schluß der bekannte Hinweis nochmals:
Das Board SEHR gründlich von den Resten des Kondensators reinigen.
Einige Entstör-C stanken recht fürchterlich nach dem Dahinscheiden, das 
will man nicht ständig im Labor haben .-)
OP #6905387
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Andrew T. schrieb:
> allerdings muß man sich bei komplexen Fehlern gründlich in die Schaltung

Was soll ich sagen ich hab das Ding wieder zusammengebaut und 
eingeschalten aber leider keine Anzeige. Jetzt geht's erst richtig los 
mit der Fehlersuche.
Mit dem Button beam find bekomme ich zumindest mal so was wie einen 
Strahl.
Mal die Spannungen messen mal schauen.

Andrew T. schrieb:
> Das Board SEHR gründlich von den Resten des Kondensators reinigen.

Hab ich gemacht => stinkt noch immer. Und hab weitere zwei Rifa´s für 
eine Konfettiparty gefunden.
Gast #6905403
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> Überall in den Bastelforen meckern die Leue über die leckeren Rifa
> Kondensatoren aus den 80igern. Dieser Hersteller ist ein Inbegriff für
> definierte Lebensdauer von Geräten;-)

Immerhin haben die Teile ja in der Regel >30Jahre gehalten.
Man kann einem Geraet ja eigentlich nicht vorwerfen das es irgendwann
mal kaputt geht. Das bloede ist bloss das Dinger halt so kokelig
dahinscheiden und auch gerne vor dem Einschalter sitzen.


> Was soll ich sagen ich hab das Ding wieder zusammengebaut und
> eingeschalten aber leider keine Anzeige.

Dann hast du aber wohl entweder was falsch gemacht, oder es ist was 
anderes
explodiert und die X2 Kondensatoren sind garnicht dein Hauptproblem.
Nicht das irgendein Fitzel aus dem Kondensator anderer Stelle einen 
Kurzschluss verursacht hat.

Olaf

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