Gast
#6908392
Ich habe heute mal interessehalber den Strom gemessen, der auf dem Erdleiter meines Hauses fließt. Ich war erstaunt, dass bei einer Last von 4kW (Küchenherd) hier immerhin 2A abfließen. Es handelt sich höchstwahrscheinlich um ein TNC-S-Netz, d.h. Schutz- und Neutralleiter laufen getrennt zum Hausanschlusskasten, wo sie vermutlich auf einen gemeinsamen PEN-Leiter geschaltet sind. Dem Hausanschlusskasten entspringt der Erdleiter, der über eine Potentialausgleichschiene mit dem Fundamenterder verbunden ist. Normalerweise müsste doch der Strom doch fast ausschließlich durch den PEN zum Trafo fließen, da der Weg über die Erde viel hochohmiger ist als ein dicker Kupferdraht. Könnte es sein, dass der PEN irgendwo eine schlechte Kontaktstelle hat? Ich kann das selbst nicht prüfen, da der Hausanschlusskasten verplombt ist. Am meisten beunruhigt mich, dass von den 2A Ableitstrom ca. 500mA den Weg über die kupferne Gasleitung nehmen. Die Leitung ist über eine Kabelschelle ebenfalls an der Potentialausgleichschiene angeschlossen. Die 500mA lassen sich bis zur Gastherme nachverfolgen, dort verliert sich ihre Spur. Vermutlich fließt der Strom über die Heizungsrohre zur Erde ab. Dort kann ich leider nicht messen, da sie zu dick für meine Stromzange sind. Allerdings ist mehr völlig unklar, wie das gehen soll, den die Heizungsrohre haben keine Verbindung zur Erde. Ich glaube zwar nicht, dass durch den vagabundierenden Strom eine Gefahr besteht, die Therme funktioniert völlig normal, die dadurch entstehenden Magnetfelder könnten aber doch deren Elektronik stören.