abfotografierte Buchseiten entzerren

#6910642
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Ubuntu hat das hier anzubieten:

"Unpaper ist ein Werkzeug zum Nachbearbeiten von eingescannten Seiten,
insbesondere von Buchseiten, welche von Fotokopien eingescannt wurden.

Der Hauptzweck ist es, die Lesbarkeit von eingescannten Buchseiten zu
erhöhen, nachdem diese ins PDF-Format konvertiert wurden. Darüber hinaus
kann der Einsatz von Unpaper sinnvoll sein, um die Qualität der
eingescannten Seiten vor der optischen Zeichenerkennung (OCR) zu 
erhöhen."

https://wiki.ubuntuusers.de/unpaper/
das wird u.a. hier verwendet
https://wiki.ubuntuusers.de/pdfsandwich/
Gast #6910649
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> "Unpaper ist ein Werkzeug zum Nachbearbeiten

Klingt nicht sonderlich 'sophisticated', Zitat:
1
"Unpaper versucht, gescannte Bilder zu bereinigen, indem es dunkle Kanten entfernt, die beim Scannen oder Kopieren von Bereichen außerhalb des eigentlichen Seiteninhalts entstanden sind (z.B. dunkle Bereiche zwischen der linken und der rechten Seite eines doppelseitigen Buchseitenscans).
2

3
Das Programm versucht auch, eine falsch ausgerichtete Zentrierung und Drehung der Seiten zu erkennen und richtet jede Seite automatisch aus, indem es sie in den richtigen Winkel dreht. Dieser Prozess wird als „Deskewing“ bezeichnet."
Das Problem des TO scheint aber eher das einer 
(nicht-Kugel,-nicht-Zylinder) spärischen Projektion zu sein die man 
wieder auf 2D zurücktransformieren muß.

Vielleicht bringt ja mal der TO die Güte auf, eine Beispielseite, die er 
kostenlos gebügelt haben möchte, anzufügen.
Gast #6910653
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Wenn es um Fotos geht mit dementsprechenden Dateiendungen, dann hilft 
PTLens. Ist aber Kauf-Software. Eine beschränkte Demo für ein paar 
Testversuche gibt es. Ich korrigiere da vorzugsweise kissenförmige 
Verzeichnungen bei Nahaufnahmen.
Gast #6910720
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Herbert Fuller schrieb:
> Gibt es Programme, mit denen ich die Bilder entzerren kann?

Da wäre der erste Schritt, die Verzerrungen zu vermessen - also eine 
Seite mit aufgedrucktem Raster zu scannen. Dann kann man ein Programm 
erstellen, das die Rasterschnittpunkte in ein gleichförmiges Raster 
transformiert, notfalls einfach indem man alle Rasterschnittpunkte in 
ein entsprechendes Gitter korrigiert mit linearen Übergängen dazwischen. 
Es gibt solche Software für die Korrektur von Scandaten, aber 
wahrscheinlich nicht geschenkt.

Sind die Verzerrungen nicht reproduzierbar oder ist ein Vermessungsscan 
nicht möglich kann man höchstens versuchen die Verzerrungen manuell in 
einem üblichen Grafikprogramm vorzunehmen und das Vorgehen in einem 
Script festzuhalten.

Georg
Gast #6910899
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Statt einem verfetteten Screenshot in JPG hättet man auch einen workshop 
verlinken können:
https://m.heise.de/make/artikel/Mit-Schlapphut-und-Kamera-auf-Buecherjagd-3031254.html?seite=all

Persönlich finde ich das gezeigte Ergebnis eher schlecht, da:
 * der Schriftsatz auseinandergelaufen ist
 * dadurch Worte verfälscht sind (aus "metazentrisch" wird 
"metnzentrisch" (re.S. unterm Bild, Abschnittstitel 45.)
 * Text zur Bindung stark ausbleicht
 * die Zeilen immer noch schief und buckelig dastehen.

Aber wie heisst es beim Opa: "Einem geschenkten Gaul" stochert man nicht 
zwischen den Zähnen"
Gast #6911201
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Herbert Fuller schrieb:
> Buchseite mit deutlichen Wölbungen

Die optische Schärfe wird bei bauchigen Seiten auch UNschärfen der 
Buchstaben zur Folge haben, was OCR-Erkennung verschlechtert. 
Eigentlich legt man bei dicken Büchern ein paar Zeitschriften unter um 
die Höhe der Blätter (Abstand zur Linse) anzugleichen. Dann ist es auch 
leichter mit SW aus einem Trapez ein Rechteck zu machen.
Gast #6911217
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> aus einem Trapez ein Rechteck
Was vergleichsweise einfach ist.

Gegen Kissenverzerrungen hilft einfach eine laengere Brennweite!

Portraitaufnahmen macht mann ja auch nicht mit dem Superweotwinkel.
Das gibt dann naemlich eine grosse Knollennase.
Gast #6911238
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Kissenverzerrung kann man durch optimale optische Brennweite (bei mir 
100mm)und gute Ausrichtung leicht vermeiden. Wenn das Blatt jedoch einen 
Berg macht, kommt schnell Unschärfe ins Spiel bei längerer 
Brennweite. Solche Sachen hinterher auszubügeln ist mühevoll.
Gast #6911259
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oszi40 schrieb:
> Wenn das Blatt jedoch einen
> Berg macht,

Glasplatte drauflegen oder gleich auf den Flachblattscanner packen.
Buchwippe/-wiege hat auch ihre Vorteile: 
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/bc/Wikimedia_Rechenbuchdigitalisierung_2006-05-24_01.JPG/1920px-Wikimedia_Rechenbuchdigitalisierung_2006-05-24_01.JPG

Ganz harte Naturen entfernen den Buchrücken und Bindung und schicken das 
Ganze durch den Einzelblatteinzug. Anschließend neue Bindung - aber wer 
beherrscht heute noch die Handwerkskunst des Buchbindens (früher stand 
sowas im "Werkbuch für Jungen")

https://de.wikipedia.org/wiki/Buchbinden
Gast #6911289
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> (bei mir 100mm)
Zur Angabe einer Brennweite gehoert auch das aufgenommene Format.
Bei einem Wischfon waeren 100 mm schon ein veritables Supertele.

Ich hab meine Repros (1 o. 2 x A4) immer mit dem 50 mm (Kleinbild)
gemacht. Allerdings wurden die dann nur bei Bedarf wieder zu
Papier verarbeitet. Von OCR gar nicht zu reden...
Gefuehlt waere ein 80 mm besser gewesen.

> schnell Unschärfe ins Spiel
Ein Buch hat keine Beine und kann nicht weglaufen.
Man kann also ordentlich abblenden und bei wenig Licht
eben lange genug belichten.

Fuer die Androiden gibt es Software, die gleich bei der Aufnahme
die Bilder entzerren kann. Allerdings nur Trapezverzeichnungen.
Gast #6911294
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oszi40 schrieb:
> Der TO hat aber
> nur ein vermurkstes Foto einer bergigen Buchseite.

 ... und den naiven Glauben an Wundersoftware die auch Murks zu 
Spitzenergebnissen veredelt ...

ne gute durchdachte Aufbahme ist eben nicht zu ersetzen, aber es muss 
nicht gleich ein Profiauflichtscanner sein. Manchmal reciht ne stabile 
Presspappe und die Luste am basteln ;-)


https://spontan-wild-und-kuchen.de/wp-content/uploads/2014/08/Scanprojekt-1.jpg
https://spontan-wild-und-kuchen.de/archive/1146
#6911320
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Es gab mal eine Software zum Verbiegen von Fotos, AnmanieSMP.exe von 
2002.
Damit konnte man z.B. der Mona Lisa eine dicke Nase verpassen. Aber das 
ist nicht für ernsthafte Arbeit gedacht. Prinzipiell ist es schon das 
gesuchte.
https://www.chip.de/downloads/AnmanieSMP_13002491.html
Läuft hier auch mit Wine in Ubuntu.
Angehängte Dateien:

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