ArnoR schrieb:
> Bei 13V Ausgangsspannung an 200R fließen 65mA, also 650µA Basisstrom bei
> 1,3V am Widerstand. R<=1,3V/650µA=2k.
Da sind auch noch D1 und D2 vorhanden. Hier sollte auch noch etwas Strom
fließen.
Die Verstärkung der Transistoren unterliegt fertigungsmäßig starke
Streuungen. Man sollte die Widerstände nicht ausschließlich nach der
Verstärkung der Transistoren berechnen.
Man könnte die beiden Widerstände jetzt so dimensionieren, das bei
kleiner Aussteuerung mit einer Sinus am Ausgang noch keine
Übernahmeverzerrungen entstehen. Dazu muss ein kleiner Ruhestrom durch
die Endtransistoren fließen. Das ist aber wegen der Streuungen der
Transistoren keine gute Idee.
Der Ruhestrom ist aber extrem temperaturabhängig. Deswegen schaltet man
noch in den Emitterzweig jeweils einen Widerstand, an dem bei
Vollaussteuerung ca 0,7V abfällt. Durch die Basiswiderstände lässt man
etwa den 5fachen Strom fließen, welche sich aufteilt in 1/5 Richtung
Basis der Transistoren und 4/5 Richtung Diode.
In Reihe der Dioden schaltet man einen einstellbaren Widerstand, um den
Ruhestrom so einzustellen, das die Übernahmeverzerrungen bei kleiner
Aussteuerung verschwinden.
Die Dioden kann man zur Temperaturstabilisierung thermisch mit den
Transistoren koppeln. Die beiden Emitterwiderstände tragen auch zur
Ruhestromstabilisierung bei ( Stromgegenkopplung ).
Ralph Berres