Hallo Freunde gepflegter Messtechnik,
jemand in Besitz eines Rohde & Schwarz Tischmultimeters HMC8012?
Beim Start des Geräts ist jedesmal der Autorange-Modus aktiv,
ich hätte aber gerne die letzten fix gewählten Bereiche voreingestellt.
Lässt sich das irgendwie bewerkstelligen?
Außerdem ertönt beim Einschalten immer so ein ungesundes
Relais-Klackern.
Ist das normal?
Tom
Wenn ich im Benutzerhandbuch zum HMC8012 Digital Multimeter schon lese:
"Bei aktivierter Funktion AUTO RANGE wählt das Messgerät automatisch den
optimalsten Messbereich." wird mir ganz anders.
HMC schrieb:> ich hätte aber gerne die letzten fix gewählten Bereiche voreingestellt.> Lässt sich das irgendwie bewerkstelligen?> Außerdem ertönt beim Einschalten immer so ein ungesundes> Relais-Klackern.> Ist das normal?
Hallo,
Du schreibst nicht, ob Du das Handbuch bereits komplett durchsucht hast.
Eine Wahlmöglichkeit der Standardeinstellung finde ich allerdings im
Handbuch
https://www.rohde-schwarz.com/de/handbuch/r-s-hmc8012-digitalmultimeter-bedienhandbuch-handbuecher-gb1_78701-157006.html
auch nicht.
Zum Relais-Klackern kann ich nur sagen, dass die
Hameg-Digital-Oszilloskope (z.B. HM400, HM1500) das auch nach dem
Einschalten machen.
Ich würde auch beim Hersteller, oder evtl. auch bei
https://www.sky-messtechnik.de/ oder bei https://allice.de/ nachfragen.
Ergänzung: Vermutlich geht das nur durch SAVE vor dem Ausschalten und
LOAD nach dem Einschalten. "Der Dateiname (FILE NAME) kann an die
jeweilige Einstellung angepasst bzw. verändert werden (SET ist die
Standardbezeichnung)."
> Wenn ich im Benutzerhandbuch zum HMC8012 Digital Multimeter schon lese:> "Bei aktivierter Funktion AUTO RANGE wählt das Messgerät automatisch den> optimalsten Messbereich." wird mir ganz anders.
Wieso das? In den meisten Fällen dürften die Anwender 'auto range' aktiv
haben wollen. Es gibt nur sehr wenige Fälle (wie beim TO), die lieber
einen vorgewählen Messbereich nutzen wollen. Dafür gibt es dann entweder
persistente Gerätekonfigurationen oder man steuert das Ding gleich vom
PC aus.
g457 schrieb:> Wieso das?
Der bestgeeignete Messbereich ist bereits der optimale sein. Was willst
du daran noch verbessern.
https://de.wikipedia.org/wiki/Optimum> In den meisten Fällen dürften die Anwender 'auto range' aktiv> haben wollen.
Du hast noch nie mit einem Messgerät ein paar mehr Messungen
hintereinander gemacht, oder?
Normalerweise macht man sich VOR der Messung Gedanken, was man erwartet
und stellt das Messgerät darauf ein. Nicht jeder hat Lust, nach dem
Ansetzen der Prüfspitzen erstmal zu warten, bis das Gerät sich durch die
Messbereiche durchgetackert hat, um dann während des Wechsels zum
nächsten Prüfpunkt erstmal wieder ins Nirwana zu laufen.
Mein kostenloser Extratipp:
Kauf dir eins mit 7 1/2, 8 oder 8 1/2-Stellen.
Da muss mann dann eigentlich ueberhaupt nie mehr umschalten.
Fuer geringere Ansprueche mag auch noch ein 6 1/2-stelliges
durchgehen.
> Zum Relais-Klackern kann ich nur sagen,> dass die Hameg-Digital-Oszilloskope> (z.B. HM400, HM1500) das auch> nach dem Einschalten machen.
Es wäre denkbar, daß bistabile Relais verbaut sind.
Die sind nach Einschalten quasi in unbekannter Stellung.
Über das "Klackern" werden sie dann zunächst in definierte Grundstellung
und anschließend in Arbeitsstellung gebracht.
Gruss
Eine Lösung für die Frage habe ich leider auch nicht, aber ich bin
dankbar für den Hinweis. Ich hatte auch schon mit dem HMC8012
geliebäugelt, aber ein Messgerät, dass nach dem Wiedereinschalten nicht
mit der vorherigen Einstellung arbeitet, ist - auch bei Hameg - seit
mehr als 20 Jahren eigentlich nicht mehr Stand der Technik. No-Go.
Persönlich benutze ich Auto-Range auch eigentlich niemals. Wie Forist
schrieb: "um dann während des Wechsels zum nächsten Prüfpunkt erstmal
wieder ins Nirwana zu laufen". Oder wenn während der Messung
variierender Spannung der Messbereich verändert wird. In den wenigen
Fällen, wo Auto-Range sinnvoll wäre, kann ich ebenso schnell in den
passenden Bereich schalten, wenn es da nicht sowieso schon steht (90% im
20 V-Bereich). Also kein Vorteil.
Ich hab ein HM8112. Das wurde nicht von Hameg konstruiert, sondern von
Prema. Auch bei dem klappern Relais, aber dort ist es eine
Relais-Matrix, weil das Gerät einen Scanner für 10 Eingänge hat. Und das
HM8112 merkt sich auch die Einstellung nicht. Ich benutze es selten.
Alexander S. schrieb:> Du schreibst nicht, ob Du das Handbuch bereits komplett durchsucht hast
Inzwischen schon.
Alexander S. schrieb:> Ergänzung: Vermutlich geht das nur durch SAVE vor dem Ausschalten und> LOAD nach dem Einschalten
Richtig. Man kann Einstellungen abspeichern und wieder laden.
Nur geschieht das erstens nicht automatisch und erfordert
Tasten-Bedienung (da bin ich schneller wenn ich gleich AutoRange per
Tastendruck deaktiviere) und es ist meiner Beobachtung nach sogar so,
daß die AutoRange-Einstellung noch nicht mal Teil der abspeicherbaren
Geräteeinstellungen ist.
g457 schrieb:> Dafür gibt es dann entweder> persistente Gerätekonfigurationen
Die zu erstellen ist eben die zentrale Frage.
Cartman schrieb:> Mein kostenloser Extratipp:>> Kauf dir eins mit 7 1/2, 8 oder 8 1/2-Stellen.
Danke. Dieses hier war schon teuer genug.
Erich schrieb:> Über das "Klackern" werden sie dann zunächst in definierte Grundstellung> und anschließend in Arbeitsstellung gebracht.
Also ein "gesundes" Geräusch...
Der Zahn der Zeit (🦷⏳) schrieb:> aber ein Messgerät, dass nach dem Wiedereinschalten ...> mit der vorherigen Einstellung arbeitet
würde ich eigentlich auch für selbstverständlich halten.
So nun habe ich R&S vor Weihnachten kontaktiert aber (wohl
verständlicherweise) noch keine Antwort erhalten. Ich hoffe nur die
kommt noch und ist nicht an (m)eine (gescheiterte) Geräte-Registrierung
geknüpft. Die wiederum ist nämlich neuerdings (aus "Sicherheitsgründen")
nicht mit beliebigen Adressen (u.a. gmail, web/gmx.de) möglich...
Tom
HMC schrieb:>> aber ein Messgerät, dass nach dem Wiedereinschalten ...>> mit der vorherigen Einstellung arbeitet>> würde ich eigentlich auch für selbstverständlich halten.
Soetwas?
Früher (tm) war das völlig normal - bis der On/Off-Schalter
irgendwelchen Sparmaßnahmen zum Opfer fiel.
https://www.radiomuseum.org/r/metex_digital_multimeter_m_3800.html
Forist schrieb:> Du hast noch nie mit einem Messgerät ein paar mehr Messungen> hintereinander gemacht, oder?
Du hast vermutlich noch nie mit einem vernünftigen Messgerät gemessen,
sonst würdest Du nicht so einen Unsinn schreiben.
Jörg R. schrieb:> Du hast vermutlich noch nie mit einem vernünftigen Messgerät gemessen,> sonst würdest Du nicht so einen Unsinn schreiben.
k.A., für den Hausgebrauch reicht mir ein Keysight 34465A
Cartman schrieb:> Mein kostenloser Extratipp:>> Kauf dir eins mit 7 1/2, 8 oder 8 1/2-Stellen.> Da muss mann dann eigentlich ueberhaupt nie mehr umschalten.> Fuer geringere Ansprueche mag auch noch ein 6 1/2-stelliges> durchgehen.
Mein kostenloser Extratipp für Dich:
Keithley DMM6500 mit 6,5 Stellen. Das reicht für Deine hohen Ansprüche
allemal.
Forist schrieb:> Jörg R. schrieb:>> Du hast vermutlich noch nie mit einem vernünftigen Messgerät gemessen,>> sonst würdest Du nicht so einen Unsinn schreiben.>> k.A., für den Hausgebrauch reicht mir ein Keysight 34465A
Träumen darfst Du ja.
> Mein kostenloser Extratipp für Dich:>> Keithley DMM6500 mit 6,5 Stellen. Das reicht für Deine hohen Ansprüche> allemal.
Danke. Aber ich hab schon 7 1/2.
Cartman schrieb:>> Mein kostenloser Extratipp für Dich:>>>> Keithley DMM6500 mit 6,5 Stellen. Das reicht für Deine hohen Ansprüche>> allemal.>> Danke. Aber ich hab schon 7 1/2.
7 1/2 in der Schuhgröße?
Meine Empfehlung, immer den größten Bereich zu erst auswählen um das
Gerät zu schützen. Erst danach den Anwender es ermöglichen gewisse
Einstellungen zu tätigen nach erweiterter Bestätigung .....
>Außerdem ertönt beim Einschalten immer so ein ungesundes>Relais-Klackern.
Das ist zum Schutz. Einschalten und sicherstellen das nichts anliegt,
Autorange um das anliegende Signal zu messen.
Chris K. schrieb:> Meine Empfehlung, immer den größten Bereich zu erst auswählen um das> Gerät zu schützen.
Das war mal sinnvoll zu Zeiten von analogen Multimetern mit vom
Messbereich abhängigem Innenwiderstand (z.B. 20kOhm/V).
DMM mit meistens konstant 10MOhm lassen sich i.A. nicht mehr von
Überspannungen beeindrucken.
Inzwischen ist tatsächlich eine Mail von R&S eingetrudelt die alles wie
beschrieben bestätigt. Sofern es hier irgendwann eine Verbesserung gibt
werde ich benachrichtigt.