Kabelweg durch "Verlängerungskabel" überbrücken

#6929086
Lesenswert?

Asdf A. schrieb:
> Also Quasi ein Stromkabel mit
> zwei Steckern welches den Strom in das "neue" Leerohr einspeist?

Zwei Steckern? der zweite wäre lebensgefährlich.

Das spannungsführemnde Ende einer Leitung darf nur mit einer Kupplung 
oder Steckdose enden nicht mit einem Stecker.

Zwischen ortsfesten und beweglichen Leitungen gibt es feine Unterschiede 
z.B. was die mechanische Belastung beim Übergang angeht. (Zugentlastung)

Asdf A. schrieb:
> separate Leerrohre welche keine Verbindung mit dem FI
> haben
Was haben Leerrohre mit FI zu tun?

Beim  FI-System kann es bei mehreren FI ein Durcheinander geben: Die 
Ansprechschwelle kann sich verschieben weil sich der Fehlerstrom 
verteilt.

Wenn die FIs verschiedene Erdungspunkte haben, wird es ganz wild. Nur 
wenige Zehntel Volt  Differenz zwischen den Erdungspunkten der beiden 
FI-Netze kann da zur Auslösung führen:
Ein System, das bei jeder Umschaltung beim Nachbarn sofort anspricht.

Das Prinzip: Das Schutzleitersystem des FI Netzes muss isoliert sein und 
darf nur hinter seinem FI Verbindung zur Erde haben.
(Firma: matzetronics) #6929235
Lesenswert?

User schrieb:
> 2 Stecker an einem Kabel -> VERBOTEN!!!

Traurige Realität sind solche Kabel regelmässig bei unseren 
Freizeitkapitänen.
Entweder aus Unwissenheit oder aus Faulheit haben viele Boote zur 
Landstromversorgung an Bord eine CEE- oder Schukosteckdose (also ein 
Weibchen). Dann kommt das Töterkabel mit 2 Steckern zum Einsatz, als ob 
man keine Auf- oder Einbaustecker beschaffen könnte.
Ich möchte gar nicht wissen, wie selbstgebaute Wohnmobile ausgerüstet 
werden.
Gast #6929289
Lesenswert?

Peter R. schrieb:
> Zwei Steckern? der zweite wäre lebensgefährlich.

Was soll man machen, wenn der Netzbetreiber den Strom abstellt?
Die Einhaltung von Normen ist doch nur was für Weicheier.
Und wenn Boote und Wohnwagen so angeschlossen werden haben doch die 
Anderen, die Liege- und Stellplätze suchen eine Chance einen zu finden.
Gast #6929521
Lesenswert?

c-hater schrieb:
> Manfred schrieb:
>> wo der Netzschalter kaputt war.
> Der natürlich unreparierbar ist.

Der wurde natürlich repariert, nachdem Ersatz beschafft war - aber 
erstmal war der Ausfall für ein paar Tage überbrückt.

Klar, ich bin der einzige Dussel, der mal zu unlauteren Methoden greift 
anstatt sich einfach heulend in die Ecke zu setzen.
Gast #6929663
Lesenswert?

Manfred schrieb:
> Oder einen älteren PC, wo der Netzschalter kaputt war.

Den man als Überbrückung der Ersatzteil Lieferzeit sicherlich sicher 
elektrisch überbrücken kann :) . Und eine sichere Unterbrechung der 
Netzspeisung sollte man auch noch ealisieren können. so schwer kann das 
nicht sein.
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #6929677
Lesenswert?

Solche gefährlichen Konstruktionen gibt es nicht nur von ahnungslosen 
Laien, sondern auch von ahnungslosen "Profis". In der Werkstatt meines 
Vaters befand sich eine Schmiede, deren Lüfter tatsächlich mit einer 
Schuko-Steckdose versehen war. Im Lieferumfang befand sich daher ein 
Anschlusskabel mit zwei männlichen Schukosteckern. Diese Schmiede wurde 
von irgendeiner Schlosserei gebaut, und zwar ca. 1972.
Gast #6929693
Lesenswert?

Andreas S. schrieb:
> Solche gefährlichen Konstruktionen gibt es nicht nur von ahnungslosen
> Laien,
eingefleischte Hobbyelektroniker nehmen ein normales Verlängerungskabel 
und zwei alte Laborstrippen, die ohne Berührungsschutz. Gut ist, wenn 
man einen großen Trenntrafo besitzt. Den stellt man als Zugentlastung 
auf das Verlängerungskabel, damit es nicht wegrutscht. 
Sicherheitsfanatiker nehmen noch ein drittes Kabel mit Krokodilklemmen 
für den Schutzleiter...
duck und weg
#6930383
Lesenswert?

Ist doch ok, solange darüber die Einspeisung von außen auf dem 
Campingplatz erfolgt. Sollte vielleicht spritzwasserfest sein. Ist die 
Dose überhaupt für Netzspannung gedacht?

Ich finde die BBC-Anzeige nicht mehr, ich meine im "Bild der 
Wissenschaft" war das damals. Die hatte mein Vater von Anfang an (seit 
1964) abonniert. Ich habe sie auch immer gelesen und Prof. Habers 
("Gründungsherausgeber") TV-Sendungen gesehen. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Bild_der_Wissenschaft
Gast #6930422
Lesenswert?

Manfred schrieb:
> Klar, ich bin der einzige Dussel, der mal zu unlauteren Methoden greift
> anstatt sich einfach heulend in die Ecke zu setzen.

Nein. In solche Situationen kamen schon viele. (Auch ich.)

Nur strengen sich viele von uns Dusseln nicht mal richtig an, es
dann auch wirklich schnellstmöglich zu reparieren.

Vermutung:

Sie sehen den Notbehelf nicht als solchen an, sondern als eine -
wenn auch "schlechtere", allerdings doch immerhin funktionale -
REPARATUR ... und "verschieben" die tatsächliche solche (leider
oft sehr, sehr lang - oder gleich bis an den Sankt Nimmerleinstag).


Jemand, der sich damit auskennt, betrachtet das wohl eher nicht
falsch - jemand ohne Schimmer von Elektrik/deren Gefahren aber
könnte sich dazu verleiten lassen.

Soll sicher nicht heißen: "Wer sich auskennt, darf so etwas."

Allerhöchstens: "Je weniger Plan man von allem hat, desto mehr
sollte man solche Spiränzchen bleiben lassen."

Denn wie immer steigert Unkenntnis ungemein das Gefahrpotential.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren