Hallo Kollegen
ich habe in einem Bastelprojekt ein Problem. Und zwar möchte ich ein
Band von einer Rolle abwickeln, dabei soll die Zugkraft auf dem Band
konstant sein.
Also auf der Rolle mit Durchmesser 20cm ist ein Band aufgewickelt, am
Ende des Bandes wird gezogen und diese Kraft soll konstant gehalten
werden.
Am liebsten möchte ich das elektronisch regeln, darum sind wir ja hier
;-)
Ich dachte mir, dass ich die Rolle auf eine Spindel tue, die mit einem
DC-Motor versehen ist. Das abzuwickelnde Band führe ich über eine Art
Tänzer. Dieser Tänzer ist sowohl mit einer Feder, als auch mit einem
Potentiometer ausgestattet. Die Feder ergibt mit ihrer Auslenkung die
Zugkraft am Band; wenn der Tänzer ausgelenkt wird, weil die Kraft sich
ändert, dann wird am Poti eine zugkraftabhängige Spannung abgegriffen.
Ich dachte mir, man könnte diese Spannung nun mit einem Mikrocontroller
auswerten und eine PWM ausgeben, die den DC-Motor regelt. Fast so
ähnlich wie hier
https://www.supertek.de/produkte-und-services/wickeltechnik/zugkraftregler
aber viel rudimentärer. Die Zugkraft sollte einstellbar sein, das würde
ich dadurch erledigen dass ich die Feder austausche. Zugkräfte von circa
5N bis 20N sollten möglich sein. Die Geschwindigkeit ist relativ klein,
weniger als 9m/min bzw. ca. 160mm/sec.
Denkt ihr, mein Ansatz könnte funktionieren, oder könnte man das noch
einfacher machen? ich habe mir schon überlegt ob man eine Art
Wirbelstrombremse machen könnte, aber diese erzeugt ja eher ein
konstantes Drehmoment, das wäre nicht das richtige, denn wenn immer mehr
Band abgewickelt wird, dann wird die Rolle ja kleiner und damit ändert
sich das Drehmoment!
Gäbe es vielleicht eine einfachere möglichkeit? wie sonst könnte man die
Zugkraft im Band messen, als mit einem Tänzer?
bin sehr gespannt ob ihr bessere Ideen habt.
Bert N. schrieb:> Gäbe es vielleicht eine einfachere möglichkeit? wie sonst könnte man die> Zugkraft im Band messen
Wir kennen den genauen Aufbau nicht, aber möglicherweise muss man ja
nicht am Band messen, man kann die Rolle an einem Kraftsensor
befestigen.
Georg
Bert N. schrieb:> Zugkräfte von circa 5N bis 20N sollten möglich sein. Die Geschwindigkeit> ist relativ klein, weniger als 9m/min bzw. ca. 160mm/sec.
Wie kommst du darauf ?
Wenn die Zugkraft konstant gehalten werden soll, kannst du die
Geschwindigkeit nicht mehr beeinflussen, die ergibt sich durch den
AbRollwiderstand.
Nimm deine Rolle auf der das Band ist, häng ein Gewicht ans Band dran,
das hat im Rahmen der Erdanziehung eine konstante Zugkraft, und lass es
mach unten rauschen.
Bert N. schrieb:> Ich dachte mir, dass ich die Rolle auf eine Spindel tue, die mit einem> DC-Motor versehen ist. Das abzuwickelnde Band führe ich über eine Art> Tänzer. Dieser Tänzer ist sowohl mit einer Feder, als auch mit einem> Potentiometer ausgestattet. Die Feder ergibt mit ihrer Auslenkung die> Zugkraft am Band; wenn der Tänzer ausgelenkt wird, weil die Kraft sich> ändert, dann wird am Poti eine zugkraftabhängige Spannung abgegriffen.> Ich dachte mir, man könnte diese Spannung nun mit einem Mikrocontroller> auswerten und eine PWM ausgeben, die den DC-Motor regelt. Fast so> ähnlich wie hier
Könnte gehen. Bei Cassetten-Laufwerken wurde so die Bandendeerkennung
realisiert.
Georg schrieb:> Wir kennen den genauen Aufbau nicht, aber möglicherweise muss man ja> nicht am Band messen, man kann die Rolle an einem Kraftsensor> befestigen.
Wenn darauf das Band aufgewickelt und sie nicht nur umschlungen (wie bei
einem Spill https://de.wikipedia.org/wiki/Spill) wird, gibt es ein
Problem mit dem sich änderden Durchmesser.
Bert N. schrieb:> aber diese erzeugt ja eher ein konstantes Drehmoment, das wäre nicht das> richtige, denn wenn immer mehr Band abgewickelt wird, dann wird die> Rolle ja kleiner und damit ändert sich das Drehmoment!
Man könnte natürlich zusätzlich den aktuellen Rollendurchmesser
erfassen, und so vom Drehmoment auf die Zugkraft zurückrechnen. Wobei
das eher nicht in Richtung noch einfacher geht.
Ich wollte mal was ähnliches Basteln, bin aber nie dazu gekommen. Meine
Ideen gingen in ne ähnliche Richtung. Ich wollte das Seil über zwei
feste Rollen laufen lassen, dazwischen ne federbelastete lose Rolle. Ich
glaube, das wäre dann dein Tänzer?
Oder meinst du, dass ein (menschlicher) Tänzer beim Tanzen (Samba,
Polka, Rumtata) das Band abwickelt?
J. T. schrieb:> Ich wollte mal was ähnliches Basteln, bin aber nie dazu gekommen. Meine> Ideen gingen in ne ähnliche Richtung. Ich wollte das Seil über zwei> feste Rollen laufen lassen, dazwischen ne federbelastete lose Rolle. Ich> glaube, das wäre dann dein Tänzer?
machts doch wie Revox, war das die A77 oder die A700 die den Bandzg
konstant hielt mit einem Bandzughebel der in einen LC Schwingkreis
eintauchte und die Kopplung veränderte.
Somit bedeutete weniger Eintauchen zu viel Motorzug und mehr Eintauchen
zu wenig Motorzug!
Hallo zusammen
J. T. schrieb:> Man könnte natürlich zusätzlich den aktuellen Rollendurchmesser> erfassen, und so vom Drehmoment auf die Zugkraft zurückrechnen. Wobei> das eher nicht in Richtung noch einfacher geht.>> Ich wollte mal was ähnliches Basteln, bin aber nie dazu gekommen. Meine> Ideen gingen in ne ähnliche Richtung. Ich wollte das Seil über zwei> feste Rollen laufen lassen, dazwischen ne federbelastete lose Rolle. Ich> glaube, das wäre dann dein Tänzer?
genau das ist mit dem Tänzer gemeint!
Deinen Ansatz finde ich schöner als meinen, danke für diese Idee.
Ich habe nur eine feste Rolle vorgesehen, die andere Rolle wäre der
Tänzer und der würde durch die Zugkraft ausgelenkt.
> Oder meinst du, dass ein (menschlicher) Tänzer beim Tanzen (Samba,> Polka, Rumtata) das Band abwickelt?
neee :D
MaWin schrieb:> Wie kommst du darauf ?>> Wenn die Zugkraft konstant gehalten werden soll, kannst du die> Geschwindigkeit nicht mehr beeinflussen, die ergibt sich durch den> AbRollwiderstand.>> Nimm deine Rolle auf der das Band ist, häng ein Gewicht ans Band dran,> das hat im Rahmen der Erdanziehung eine konstante Zugkraft, und lass es> mach unten rauschen.
ich komme darauf, weil am Verbrauchsort ungefährt mit dieser
Geschwindigkeit gezogen wird. Aber klar, die Geschwindigkeit ergibt sich
dann im Endeffekt durch den Abrollwiderstand, darum muss man ja
überhaupt erst einen Regler haben.
Joachim B. schrieb:> machts doch wie Revox, war das die A77 oder die A700 die den Bandzg> konstant hielt mit einem Bandzughebel der in einen LC Schwingkreis> eintauchte und die Kopplung veränderte.> Somit bedeutete weniger Eintauchen zu viel Motorzug und mehr Eintauchen> zu wenig Motorzug!
dies klingt in der Tat sehr hübsch. Eine Art wie ein LVDT
https://en.wikipedia.org/wiki/Linear_variable_differential_transformer
aber scheint mir elektronisch wesentlich anspruchsvoller als das
Potentiometer. Nur weiss man beim Potentiometer nicht, ob man am Schaft
überhaupt eine seitliche Kraft haben darf. Gibt es Potentiometer mit
kugelgelagertem Schaft? ich habe keine gefunden, und wenn dann >>200€,
das geht nicht. Habe jetzt mal ein Bourns 6639 vorgesehen. Wobei ich
nicht sicher bin ob das genau genug ist. Im Endeffekt muss meine Kraft
nicht furchtbar genau sein, +/-10% genügen längstens, aber das Problem
beim Poti könnte sein, dass die Bewegung des Tänzers relativ klein
ausfällt und damit auch der Drehwinkel am Poti gering ist.
Servus!
Wenn Du die Achse der Rolle einfach an zwei Wägezellen "aufhängst"? Die
Wägezellen kann man zur Not ja auch selbst machen, zb. einfach zwei
"Balken" mit jew. einer DMS Brücke...
Macht man üblicherweise mit einer dieser Methoden (Die auch schon
vorgeschlagen wurden):
1. Tänzer. Funktioniert tadellos, habe ich schon mehrfach für sehr
große Trommeln (500m Wickellänge, 60mm Leitungstrosse, Leitungsgewicht
ca 5kg/m). Wichtig ist es, dem Tänzer dämpfende Endanschläge zu geben.
Geht sehr oldschool auch ohne Poti sondern als Zwei- oder
Vierpunktregelung über Schalter, die abhängig von der Tänzerposition
Vorwiderstände (oder Läuferwideestände, ich hatte
Schleifringläufermasvhinen) zuxchaltet.
2. Drehmomenregelung des Abtriebs, wobei ein Poti an der Trommel die
Lagenzahl erfaßt und den Drehmomentsollwert beeinflusst. Wenn Du einen
Gleichstrommotor hast, gilt ungefähr I proportional M, Du brauchst also
nur eine Konstantstromquelle, deren Stromsollwert über das Poti
beeinfkußt wird.
Im stationären Zustand ist das ziemlich genau und Lösung 2 mechanisch
einfach zu lösen. Spannend sind große Beschleunigungen und noch
schwieriger Ruck. Da hat es die Lösung 1 einfacher, da der Tänzer
einiges wegdämpft.
Jörg
Jetzt auch angemeldet:-)
Dein größter Gegner ist das Trägheitsmoment Deiner Rolle und des darauf
aufgewickelten Seils. Halte beides so klein wie möglich, das macht es
Dir leichter.
Jörg
Wie viel möchtest du basteln?
https://www.amazon.de/Pr%C3%A4zisionswertgeber-Absolute-AS5600-i2c-Schnittstelle-Maschinenausr%C3%BCstung/dp/B08NB3FHLW
Diesen sensor mit einem diametralen Rundmagnet in ein 3D Druckteil mit
Kugellager sollt sicher gut funktionieren. Dann kannst du dir auch eine
passende Halterung für deinen Tänzer mitkonstrieren.
Ich würde das Kugellager offen kaufen, mit Iso spülen und mit einem
dünnflüssigen Öl minimal schmieren.
Wir setzen lagerlose Kem sensoren ein, haben 0,25N Drahtspannung und
wickeln mit 500mm/s ab. Das funktioniert bei deinen großzügigen
Anforderungen sicher gut.
Sg
Hermann S. schrieb:> Servus!>> Wenn Du die Achse der Rolle einfach an zwei Wägezellen "aufhängst"? Die> Wägezellen kann man zur Not ja auch selbst machen, zb. einfach zwei> "Balken" mit jew. einer DMS Brücke...
Auch gut, aber wenn das Seil ein nennenswertes Gewicht hat, muß dieses
kompensiert werden, da es voll in die Kraftmessung eingeht. Um eine
Erfassung der abgewickelten Seillänge, z.B. durch Poti an der Achse
kommt man hier also auch nicht herum.
Jörg
Hallo zusammen
vielen Dank für die wertvollen Inputs.
Mein "Seil" was abzuwickeln ist, ist sehr leicht. Es ist ein
Kunststoffband, auf der Rolle sind ca. 2km Band drauf, zu Beginn hat die
Rolle ca. 20cm Durchmesser, und wenn sie leer ist (nur der Wickelkörper)
ist der Durchmesser noch ca. 8cm.
Das Gewicht des Bands kann man komplett vernachlässigen, es ist völlig
irrelevant, da das Band so dünn ist.
Joergk schrieb:> Wichtig ist es, dem Tänzer dämpfende Endanschläge zu geben.> Geht sehr oldschool auch ohne Poti sondern als Zwei- oder> Vierpunktregelung über Schalter, die abhängig von der Tänzerposition> Vorwiderstände (oder Läuferwideestände, ich hatte> Schleifringläufermasvhinen) zuxchaltet.
das mit der Vierpunktregelung klingt interessant: man könnte den Arm des
Tänzers aus Metall machen und mit 2 induktiven Näherungsschaltern den
Regler so konstruieren, dass der Tänzer sich immer zwischen den beiden
befindet. Weiss nicht, ob das geht, aber damit könnte man das Poti
einsparen und genau genug wäre das für meine Zwecke wohl auch! meinst du
das geht? 4Punkt-Regelung kenne ich nicht.
Clemens S. schrieb:> Wir setzen lagerlose Kem sensoren ein, haben 0,25N Drahtspannung und> wickeln mit 500mm/s ab. Das funktioniert bei deinen großzügigen> Anforderungen sicher gut.
was sind Kem-Sensoren?
Joachim B. schrieb:> machts doch wie Revox, war das die A77 oder die A700
Ich vermute Tonbandmaschinen? Etwas vor meiner Zeit. Ich durfte als
kleines Chaoskind schon Kompaktkassetten hören :D
Bert N. schrieb:> danke für diese Idee.
Gerne, ist aber nicht meine. Das erste mal sah ich sowas als kleiner
Butschi, in ner Kiesgrube an nem Förderband, das gerade angeworfen
wurde. Ich war fasziniert davon, wie die Feder jedes mal länger wurde,
wenn der Bagger ne neue Schaufel raufschmiss, der Motor (vom Förderband)
etwas mehr brummte und die Feder sich wieder zusammenzog.
Sowas nennt man dann wohl prägendes Erlebnis, oder so
P.S.
Jetzt hab ich mal den Link aus dem ersten Post angeklickt.
Gut gefallen hat mir:
"Elektromagnetischer Tänzer EDR-10
Für alle Zugkraftanwendungen von 2mN bis 1000mN...
...
Auch für Spinnenseide geeignet!"
Bert N. schrieb:> was sind Kem-Sensoren?https://kem.industrie.de/steuerungstechnik/variantenreich-und-wirtschaftlich/
Der Kostet aber ca 70-120€ und ist eher suboptimal geeignet für deinen
Anwendungsfall.
Angefangen hatten wir auch mit BLDC Motoren von maxxon, sind dann aber
davon wieder weg und hin zu einfachen Schrittmotoren. Da kannst du dir
das Getriebe sparen und im Stillstand sind die einfacher.
Gibt etwas Dynamik auf, aber ist total OK für unseren Anwendungsfall
Joergk schrieb:> 1. Tänzer. Funktioniert tadellos
ich denke davon sprach unser Professor in Regelungstechnik (ist zu lange
her), er war vorher in einer Papierfabrik wo zu viel Zug auch nicht
gebraucht worde, da sonst das Papier reißt statt aufgewickelt zu werden!
Clemens S. schrieb:> https://kem.industrie.de/steuerungstechnik/variantenreich-und-wirtschaftlich/>> Der Kostet aber ca 70-120€ und ist eher suboptimal geeignet für deinen> Anwendungsfall.>> Angefangen hatten wir auch mit BLDC Motoren von maxxon, sind dann aber> davon wieder weg und hin zu einfachen Schrittmotoren. Da kannst du dir> das Getriebe sparen und im Stillstand sind die einfacher.>> Gibt etwas Dynamik auf, aber ist total OK für unseren Anwendungsfall
Danke für den Tip mit diesen Drehgebern.
Eigentlich wäre mir ein inkrementeller Geber schon auch am liebsten,
viel besser als ein Poti. Aber das Poti hat halt den Vorteil, dass es
ein absoluter Geber ist, damit ist die Position des Tänzers schon beim
Einschalten des Mikrocontrollers bekannt. Mit dem inkrementellen Geber
müsste man bei jedem Einschalten zuerst auf eine Referenzposition
fahren.
Andererseits habe ich den Eindruck, dass die inkrementellen Geber
robuster sind. Beim Poti findet man in den üblichen Datenblättern
normalerweise keine Angabe, ob seitliche Kräfte auf die Achse zulässig
sind - aber genau das wäre in meiner Anwendung ja eigentlich der Fall.
Daher habe ich auch ein extra robustes Poti von Bourns ausgesucht. Aber
Potis mit Kugellager habe ich bisher nicht gefunden, das wäre natürlich
das allerbeste.
Ich stelle mir das so vor, dass man für die Inbetriebnahme den Tänzer in
die Ruhelage bringt, und dann das Poti auf 0V abgleicht und dann
fixiert. Ab jetzt sind Poti und Tänzer fest miteinander verbunden und
die Auslenkung des Tänzers kann direkt an der vom Poti abgegriffenen
Spannung abgelesen werden. Wäre das nicht gut?
J. T. schrieb:> Gut gefallen hat mir:>> "Elektromagnetischer Tänzer EDR-10> Für alle Zugkraftanwendungen von 2mN bis 1000mN...> ...> Auch für Spinnenseide geeignet!"
ja, das ist ziemlich verrückt! so einen guten Regler brauche ich
natürlich längstens nicht. Wenngleich es mich interessieren würde, wie
dieser Regler im Link funktioniert, das untere Rad muss ja offenbar mit
einer Art Linearmotor verbunden sein.
Joachim B. schrieb:> ich denke davon sprach unser Professor in Regelungstechnik (ist zu lange> her), er war vorher in einer Papierfabrik wo zu viel Zug auch nicht> gebraucht worde, da sonst das Papier reißt statt aufgewickelt zu werden!
genau von da habe ich den Ausdruck auch. Ich habe vor Jahren mal in
einer Druckerfirma gearbeitet. Wenn man Zeitungen oder Bücher druckt,
kommt das Papier (manchmal) von einer riesen Rolle und wird abgewickelt
und durch die Maschine eingefädelt. So ein Tänzer regelt dann den
Antrieb fürs Abrollen, damit das Papier straff ist.
Das Drehmoment eines DC-Motors ist weitgehend proportional zum
Motorstrom.
Dann sollte eine Konstantstromquelle genügen.
(Test mit Labornetzteil möglich)
Wie genau muss die Zugkraftregelung sein?
Hans B. schrieb:> Das Drehmoment eines DC-Motors ist weitgehend proportional zum> Motorstrom.> Dann sollte eine Konstantstromquelle genügen.
stimmt ist einfach und leicht zu realisieren.
Die maximale Spannung wählt man nach Motor, GegenEMK und Leitungs- und
Schalter-verluste (Transistoren)
Ich hatte mal eine rein mechanische Lösung an einer
Uralt-Trafo-Wickelmaschine (in einer Lehrwerkstatt) gesehen:
Eine (nahezu 180 Grad-) Umlenkrolle an einem feder-vorgespannten Hebel
(wohl eine Art Tänzer) bediente eine Band-Bremse, die wiederrum die
Draht-Spule abbremste. Zumindest fing aber der Hebel die schlimmsten
Rucke ab.
Ist schon 'ne ganze Weile her (die Wickelmashine war damals schon
komplett outdated) und funktionierte mehr schlecht als recht. Vermutlich
konnte auch keiner das Ding richtig einstellen.