Benötigete Kabelart/Stärke bestimmen

Gast #6945169
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Moin, ich bin gerade an einem WS2018b LED Projekt dran, aber hab 
wirklich nur minimales Schulwissen über Strom. Ich will wie in der 
Skizze angedeutet 8 Streifen mit je 16 WS2018b LEDs betreiben, für Weiß 
brauchen die ja wohl bis zu ~60mA, also insgesammt ~7,7A. Mein Netzteil 
hat 5V 10A, das sollte also für LEDs + Arduino Spannungsversorgung 
reichen.
Jetzt ist mir nicht ganz klar, was für Kabel ich brauche. Ich habe hier 
gerade mal ein paar Zahlen eingegeben: 
https://www.wirebarn.com/Wire-Calculator-_ep_41.html
und komme drauf, dass Kabel ~20 Gauge aufwärts passen sollten?

Und zB diese Kupferlitzen die ich noch hier habe 
https://www.amazon.de/gp/product/B01BI1G88C/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o03_s01?ie=UTF8&th=1 
mit Gauge 26 ungeeignet sind?

Welche Kabel sind dafür geeignet die Verbindungen zwischen den 8 
Streifen Verbindungen zu löten und das Netzteil anzuschließen?

Gruß und Danke im Voraus,
DerBaggins
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Gast #6945189
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Öh ja AWG kam halt bei der englischen Googlesuche raus. Gut möglich, 
dass das keine gängige europäische Einheit ist :D

Alles klar, dann hab ich mal 1mm² im Hinterkopf und google noch ein 
wenig weiter. Danke :)
Gast #6945303
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neben der erwärmung der leiter muss auch der spannungsabfall 
berücksichtigt werden. dazu ist die leitungslänge vom netzteil zu den 
verrbauchern und zwischen den verbrauchern wichtig.  ebenso die länge 
und der innenwiderstand der strips.  die LED wollen mindestens 4,5V und 
das sollte auch an der letzten LED noch ankommen.
Gast #6945316
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Wendels B. schrieb:
> Wenn man schon die Amiunfugmasze verwenden will, sollte man diese
> wenigstens im Ansatz verstehen.

Nöö, das muss man nicht verstehen; das muss man vergessen! 😀

Ein Erklärung habe ich aber trotzdem:
Wikipedia: Das System American Wire Gauge basiert auf dem 
Herstellverfahren von Drähten und drückt die Anzahl der Ziehschritte des 
Drahtes aus.
https://de.wikipedia.org/wiki/American_Wire_Gauge

Heißt, je öfter er durch eine im Durchmesser abnehmende Düse gezogen 
wurde, desto größer ist der AWG-Wert und desto dünner ist der Draht 
dann. Das als Angabe für einen Durchmesser zu verwenden ist genauso 
bescheuert wie die Kupferdicke einer Leiterplatte in Unzen/Quadratzoll 
anzugeben - was dort auch üblich ist.
Dass die es geschafft haben mit solchen "Einheiten" erfolgreich zum Mond 
zu fliegen ist mir heute noch ein Rätsel ...

Der TO müsste also nicht AWG20 oder größer haben, sondern, nach obigen 
Einschätzungen, AWG17 oder kleiner.
Gast #6945331
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Hallo

wobei er laut der Zeichnung jeden Streifen einzeln einspeist - was je 
Streifen maximal ein knappes Ampere wären (wobei ich bei "meinen" RGB 
Streifen nie auf 60mA pro LED gekommen war... allerdings irgendwelche 
WS2812b...).
Da dürfte auch bei maximalen Werten (2*255) an der Letzen "LED" noch 
genug Spannung ankommen - was sogar soviel das kein 
Leuchstärkenunterschied erkennbar sein wird.
Also: Richtig gemacht - Daumen hoch :-)
(Firma: مهندس) #6945912
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HildeK schrieb:
> Dass die es geschafft haben mit solchen "Einheiten" erfolgreich zum Mond
> zu fliegen ist mir heute noch ein Rätsel ...

Nur beim Umrechnen gibt es Probleme: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Mars_Climate_Orbiter

Ist aber ein weit verbreiteter Irrtum daß diese Einheiten 'krumm' sind. 
Zwei inch sind 2 inch und vier Meilen sind 4 Meilen. (Nur bei Dokus weiß 
ich oft nicht, ob sie von nautischen See- oder von Landmeilen reden.

Letztlich eine Frage der Gewöhnung. Beruflich hatte ich mal viel mit 
AWG-Kabeln zu tun und irgendwann lief das im Kopf parallel zu qmm.
#6945935
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HildeK schrieb:
> Dass die es geschafft haben mit solchen "Einheiten" erfolgreich zum Mond
> zu fliegen ist mir heute noch ein Rätsel ...


Tja; so wundern sich eben europäische Kleingeister über den Rest der 
Welt, der wundersamerweise mit anderen Mitteln hervorragend arbeiten 
kann – "Warum nur sind wir [Deutschen] nicht das Zentrum der Welt? Wir 
sind doch sooo toll! Wuähhh!"

Kaum zu glauben, aber wahr: Nach ein paar Jahren im Ausland arbeite ich 
inzwischen lieber mit Zoll. Ist unglaublich praktisch – nur versuche ich 
erst gar nicht, das einem europäischen Kleingeist erklären zu wollen; 
die raffen das sowieso nicht.
Gast #6945950
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Wegstaben V. schrieb:
> Ist eine Querschnittsberechnung nach AWG (American Wire
> Gauge) im "europäischen" Raum überhaupt üblich?

AWG ist überhaupt keine Berechnung.
Die Zahl gibt die Anzahl der Ziehschritte bei der Herstellung des 
Drahtes an. Das Durchmesserverhältnis zweier aufeinanderfolgender 
Ziehschritte beträgt dabei etwa 1,123.
#6945961
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Horst G. schrieb:
> lieber mit Zoll. Ist unglaublich praktisch – nur versuche ich
> erst gar nicht, das einem europäischen Kleingeist erklären zu wollen;
> die raffen das sowieso nicht.

Das haben wir mehrfach getestet. Einfach nur die Gesamtlaenge der 
Maschine in der Amizeichnug abgedeckt. Niemand war in der Lage, aus den 
in der Zeichnung angegebenen Einzelmaszen die korrekte Gesamtlaenge 
auszurechnen.

Die sind einfach nur der Ueberzeugung "wir sind die Besseren"
Praxistests erzeugen massive Zweifel.
Gast #6945998
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Horst G. schrieb:
> HildeK schrieb:
>> Dass die es geschafft haben mit solchen "Einheiten" erfolgreich zum Mond
>> zu fliegen ist mir heute noch ein Rätsel ...
>
>
> Tja; so wundern sich eben europäische Kleingeister über den Rest der
> Welt, der wundersamerweise mit anderen Mitteln hervorragend arbeiten
> kann – "Warum nur sind wir [Deutschen] nicht das Zentrum der Welt? Wir
> sind doch sooo toll! Wuähhh!"
>
> Kaum zu glauben, aber wahr: Nach ein paar Jahren im Ausland arbeite ich
> inzwischen lieber mit Zoll. Ist unglaublich praktisch – nur versuche ich
> erst gar nicht, das einem europäischen Kleingeist erklären zu wollen;
> die raffen das sowieso nicht.

Euch scheint entgangen zu sein, dass insbesondere die NASA seit jeher 
metrisch rechnet -- aus diesseits des Atlantiks gut nachvollziehbaren 
Gründen...
Gast #6946138
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Ich hatte gestern ein Stück Leitung gekennzeichnet und die zugehörige 
Erklärung vergessen.

Aufgrund der (hohen) Stromaufnahme der Lichterketten wird an den 
Stromversorgungsleitungen Spannung abfallen. Der GND Pegel der LED 
Streifen wird daher höher sein, als der GND Pegel des Mikrocontrollers.

Wenn der Mikrocontroller ein HIGH liefert, wird genau dieser Verlust 
davon subtrahiert. Wenn der Mikrocontroller ein LOW liefert, wird die 
Lichterkette aus ihrer Sicht eine negative Spannung sehen.

Ab 0,5 V ist mit Fehlfunktionen zu rechnen. Ab 0,7 V besteht das Risiko, 
die erste LED der Lichterkette zu zerstören.
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Gast #6946215
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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Wenn der Mikrocontroller ein HIGH liefert, wird genau dieser Verlust
> davon subtrahiert. Wenn der Mikrocontroller ein LOW liefert, wird die
> Lichterkette aus ihrer Sicht eine negative Spannung sehen.
>
> Ab 0,5 V ist mit Fehlfunktionen zu rechnen. Ab 0,7 V besteht das Risiko,
> die erste LED der Lichterkette zu zerstören.

Ich denke Du übertreibst hier gewaltig.
Bei einer gesamt-Stromaufnahme von 'nur' 7 Amp. entsteht da nix. der 
Querschnitt im Flachband mit 5Meter ist wesentlich geringer.

Mit 0,75 oder 1 mm² passiert da garnix. Der Spannungsabfall ist 
vernachlässigbar.
Gast #6946357
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Wolfgang schrieb:
> Dann ist der Mikrocontroller falsch angeschlossen.

Korrekt. Das habe ich auch in dem verlinkten PDF erklärt.

PC-Freak schrieb:
> Ich denke Du übertreibst hier gewaltig.

Nachdem hier des öfteren Leute mit genau diesem Fehler aufschlugen, 
hielt ich es für Sinnvoll, auf den Knackpunkt hinzuweisen. Wenn der TO 
weniger als 0,5V Spannungsabfall hat, wird es wohl funktionieren. Wenn 
es mehr ist, wird er Probleme bekommen. Ich denke nicht, dass ich das 
falsch oder übertrieben dargestellt habe.

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