Gast
#6950329
Hallo Leute, ich habe versucht mir ein paar Frage selbst zu beantworten und habe die Hoffnung, das mir vielleicht der/die eine oder andere diese Aussage bestätigen oder widerlegen kann. Und jetzt die eigentliche Fragestellung: Viele Halbleiter (z.B. OPs und Co) werden für unterschiedlichen Temperaturbereiche verkauft, 0 bis +70, -40 bis +85 und -40 bis +125 (alles in °C) um nur ein paar zu nennen. Erste Annahme: Ich kann mir nicht vorstellen, das vom identischen Chip drei unterschiedliche Designs angefertigt werden (als Beispiel TLC2262 https://www.ti.com/lit/ds/symlink/tlc2262.pdf - der sogar in 4 Stufen angeboten wird). Daher ist meine erste Annahme, das die Chips nach Offset/Drifft/... selektiert werden. Je besser diese sind, um so höher kann die temperaturspanne gesetzt werden, in denen sie "vernünftig" funktionieren. Ein Widerspruch ist hier allerdings, das ich mir nicht vorstellen kann, das jede Chip-Lot so genau getestet werden kann - das wäre ja viel zu teuer weil es nahezu eine 100% Testabdeckung entspricht. Erweitere erste Annahme wäre, das einige Lots auf speziell darauf selektiert werden, die höchste Güte zu erfüllen, alles was durchfällt landet dann in den niedrigeren Güten die an sich nicht selektiert werden (keine Tests = billiger). Zweite Annahme: Der Verguss bzw. das Gehäuse wird für unterschiedliche Temperaturbereiche eine andere Zusammensetzung haben. z.B. Hochtemperatur Epoxy und/oder ein höheren Glasanteil bei höheren Temperaturspannen - das Die ist dann ggf. das selbe (wie in den unteren Qualitätsstufen/Güten) oder speziell ausselektiert. Dritte Annahme: Das Bonding wird vermutlich ein anderes bei der obersten Güte sein wie z.B. das klassische Gold. - bei den anderen Stufen reicht vermutlich Kupfer (ich meine TI macht das so) oder vielleicht sogar Alu? Stimmen meine Vermutungen und Herleitungen in Ansätzen?