Derzeit beschäftige ich mich in meinem HomeLab damit die Eingangasimpedanz für das Clock-Signal einer SD-Karte zu messen. Ich habe gelesen, dass dies nach Spezifikation maximal 10 pF betragen kann. Nun würde ich diese als Projekt mit einem RLC Meter nachmessen wollen. An dem Gerät habe ich als Testfrequenz für den Anfang 1 MHz Testfrequenz und als Ersatzschaltbild Cp mit Rp gewählt. Ein einzelner 10pF KerKo 0603 wurde als erste Referenzmessung halbwegs korrekt gemessen. Wenn ich auf einen leeren uSD/SD Adapter probe bekomme ich mit 1.5 pF auch plausible Werte. Nur wenn ich auf die SD-Karte gehe (Clk-Ping gegen Masse-Pin) werden 230 pF angezeigt was ich für nicht realistisch halte. Im zweiten Schritt wurde die Karte mit den typgerechten 3,3V gegen Masse versorgt, da die Eingangsimpedanz möglicherweise aktiv ist. Leider hat sich an dem Messwert von 230 pF gegen Masse nichts geändert. Deshalb die Frage in das Forum: Benötigt eine SD-Karte noch weitere Eingangssignal, damit ich deren Eingangskapazität des Clocksignals gegen Masse messen kann? Für Eure Antworten möchte ich mich im Voraus bedanken.
Mark K. schrieb: > Deshalb die Frage in das Forum: > Benötigt eine SD-Karte noch weitere Eingangssignal, damit ich deren > Eingangskapazität des Clocksignals gegen Masse messen kann? Mit welcher Amplitude mißt du denn? Im stromlosen Zustand darf man bestenfalls mit 300-500mV messen, damit die Schutzdioden nicht leitfähig werden. Im bestromten Zustand darf man mit deutlich mehr Spannung messen, WENN dabei mittels Gleichspannungsanteil der Bereich 0V-3,3V nicht überschritten wird.
Falk B. schrieb: > Im bestromten Zustand darf man mit deutlich mehr Spannung > messen, Die 3,3V darf man aber nicht über-, das GND Potential nicht unterschreiten. Die ESD Dioden dürften bei 1 MHz schnell genug sein um die Messung zu verfälschen solbald die CLK Spannung >VCC oder <GND ist.
Mark K. schrieb: > als Projekt mit einem RLC Meter nachmessen Hmmm, da wuerde ich eher ein sauberes 1 MHz Rechteck nehmen und den Pin mit einem Reihenwiderstand damit speisen. Aus dem Flankenverschliff sollte man das errechnen koennen.
Gast
#6954859
Jim M. schrieb: > Die ESD Dioden dürften bei 1 MHz schnell genug sein um die Messung zu > verfälschen solbald die CLK Spannung >VCC oder <GND ist. Vor allen Dingen besitzen sie auch eine Kapazität - je kleiner die Spannung, um so größer die (Sperrschichicht)-Kapazität.
Allemal lesenswert: https://www.tek.com/de/document/application-note/measurement-input-and-output-die-capacitance-m-lvds-and-other-signal-stand Und natürlich die Fremdvetweise in der dortigen "Bibliography".
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