Abgelaufenes Isopropanol

Gast #6955374
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Und wie das halt so ist, dachte ich nach Abschicken des Artikels "och, 
schau auch mal bei Wikipedia..." und siehe da:

"2-Propanol kann, wie andere sekundäre Alkohole auch,[23] mit 
Luftsauerstoff explosionsfähige Peroxide bilden.[24][25] So wurde 
beispielsweise in Behältern, in denen Isopropanol zehn Jahre aufbewahrt 
worden war, ein Peroxidgehalt von 1 % festgestellt; 
Peroxid-Konzentrationen bis 4,2 % wurden berichtet.[23] Beim 
Abdestillieren von 2-Propanol bis zur Trocknung ist es deshalb zu teils 
schweren Unfällen gekommen. Es ist daher ratsam, Isopropanol vor dem 
Abdestillieren auf Peroxide zu prüfen. "
Gast #6955390
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Jan schrieb:

> "2-Propanol kann, wie andere sekundäre Alkohole auch,[23]
> mit Luftsauerstoff explosionsfähige Peroxide bilden. [...]"

DAS klappt selbst mit Beta-Carotin.
Nur zur Erinnerung: Das ist die rote Farbe in Möhren !

Da bekommt doch die "Verteidigung gegen Angriffe mit Obst"
eine völlig neue Bedeutung...
#6955409
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Theoretisch ein Problem. Praktisch eher bei reinen Ethern wichtig.

Wenn eine Literflasche herumsteht, würde ich vermuten, dass die eher 
komplett durch den Deckel hindurch verdampft ist, als dass da 
gefährliche Mengen Peroxid entstehen. Bei der Destillation ist oft das 
Problem, dass frisches Material einfach auf den Sumpf drauf gegeben wird 
(also auf den Rückstand mit Peroxiden) und so die schwer flüchtigen 
Peroxide aufkonzentriert werden.
Dann noch einmal zur Trockene destillieren (macht man nicht; Aus solchen 
Gründen) und es wird neues Laborgerät benötigt.

Wenn bei alten Flaschen Grund zur Sorge besteht: Ein Schnapsglas voll an 
Luft verdampfen lassen. Keine sichtbaren Rückstände können mit "keine 
Gefahr" übersetzt werden. Aus Paranoia könnte man auch 100 ml nehmen und 
den Verdampfungsrückstand im flachen Gefäß langsam erhitzen (Brenner 
oder Heizplatte, aber ohne direkten Kontakt zur Flamme). Ausbleibender 
Knall deutet auf Abwesenheit vom Peroxiden.
Das natürlich draußen machen und auf die Äuglein achten.
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #6955646
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Egon D. schrieb:
> DAS klappt selbst mit Beta-Carotin.
> Nur zur Erinnerung: Das ist die rote Farbe in Möhren !

Wenn eine Möhre für die Verwendung als Lebensmittel zugelassen werden 
müsste, wäre sie nicht geschäftsfähig, sondern als toxisch und 
cancerogen einzustufen. Bei der Bildung von Beta-Carotin entsteht 
nämlich in einer Zwischenstufe auch Anilin, welches sich auch 
anschließend nachweisen lässt.

Daher gibt es unter vermeintlichen Naturschützern auch schon lange die 
bewährte Methode, neben einer Industrieanlage ein Feld mit Möhren 
anzubauen und anschließend die Schuld für den Anilingehalt dem Betreiber 
der Industrieanlage in die Schuhe zu schieben.
#6955854
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Egon D. schrieb:

> DAS klappt selbst mit Beta-Carotin.
> Nur zur Erinnerung: Das ist die rote Farbe in Möhren !
>
> Da bekommt doch die "Verteidigung gegen Angriffe mit Obst"
> eine völlig neue Bedeutung...

Das ist doch völlig harmlos Bananen sind schlimmer ...

Bananen enthalten Kalium-40 ein Isotop das ca alle 75 Minuten ein 
Positron erzeugt. Angereichert ergibt das eine Antimateriebombe. Also 
Bananen nie in Flaschen lagern ;-)
Gast #6955868
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Das mag im Labor relevant sein, aber nicht für die normale Nutzung.

Und bis man das Peroxid genug aufkonzentriert hat, damit es wirklich mit 
dem Propanol reagiert, muss man schon viel reduzieren. Dazu kommt, dass 
sich auch die Verunreinigungen (z.B. Wasser) aufkonzentrieren.

Schwamm drüber. Passiert nix, solange Du keinen Käse damit machst.
Beitrag #6956076 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6956124
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Erstmal wäre die Frage, was Du mit dem Isopropanol machen willst. Wenn 
Du es nur zum Reinigen verwenden willst, dann verbrauche es einfach. 
Vielleicht willst Du es für einen Alkoholbunsenbrenner verwenden.

Es kommt auf die Anwendung an, ob Du es noch verwenden kannst.
Beitrag #6956468 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6956645
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Andreas S. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>
>> Andreas S. schrieb:
>>
>>> Naturschützern
>
> Das ist sinnentstellendes Zitieren.
Für die Pointe kommt gerade darauf nicht an.
> Ich hatte "vermeintliche
> Naturschützer" geschrieben.
Ja, und? Passt so oder so prima zu § 90a BGB.
> Guckst Du hier:
> https://www.duden.de/rechtschreibung/vermeintlich
Mir ist durchaus bekannt, was das bedeutet. Ich wollte mich aber der 
inhärenten Schmähung nicht anschließen, und Dich auch nicht genau darauf 
festnageln. Immerhin hast Du wenigstens davon abgesehen, von 
"selbsternannten" oder "vorgeblichen" Naturschützern zu schreiben
Gast #6965980
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Bei diesem Thread sind wohl die Mods überfordert. 90% aller Postings 
könnte man hier löschen. Scheiss Querdenker ohne Hirn.

Zum Thema: Dummerweise habe ich das Zeug u.a. für mein Ultraschallbad 
benutzt. Natürlich habe ich das immer alle paar Wochen aufgefüllt, denn 
das Zeug ist so flüchtig, da hilft nichtmal ne Abdeckung. Die Ritzen, 
die es da sonst noch hat, reichen aus. Also genau das, was gefährlich 
ist.

Ist es denn richtig, dass eine 10 Jahre abgelaufene 1l Flasche, die 
schon bis zu 4% Peroxide enthalten kann, nicht gefährlich ist, solange 
das in der Flasche auch noch als Gemisch vorhandene IPA nicht 
verdunstet?

So habe ich es nämlich verstanden. Peroxide sind nicht flüchtig, bleiben 
also zurück. 4% von 1l sind immerhin 40ml instabiles Zeug. Das hat 
bestimmt Potential.
Gast #6966015
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Jan schrieb:
> Bei diesem Thread sind wohl die Mods überfordert. 90% aller Postings
> könnte man hier löschen. Scheiss Querdenker ohne Hirn.

Spaßbremse

> Zum Thema: Dummerweise habe ich das Zeug u.a. für mein Ultraschallbad
> benutzt. Natürlich habe ich das immer alle paar Wochen aufgefüllt, denn
> das Zeug ist so flüchtig, da hilft nichtmal ne Abdeckung. Die Ritzen,
> die es da sonst noch hat, reichen aus. Also genau das, was gefährlich
> ist.

SSKM

>
> Ist es denn richtig, dass eine 10 Jahre abgelaufene 1l Flasche, die
> schon bis zu 4% Peroxide enthalten kann, nicht gefährlich ist, solange
> das in der Flasche auch noch als Gemisch vorhandene IPA nicht
> verdunstet?

Geh woanders hin fragen, hier hast Du Dein Karma schon verbraucht.

> So habe ich es nämlich verstanden. Peroxide sind nicht flüchtig, bleiben
> also zurück. 4% von 1l sind immerhin 40ml instabiles Zeug. Das hat
> bestimmt Potential.

Na dann, laß es krachen... muß ja nicht bei Dir daheim sein, die nächste 
Schottergrube ist sicher nicht allzuweit. Oder Ruf den 
Kampfmittelbeseitigungsdienst damit Du aus dem Schneider bist.
Gast #6966040
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Das war mir echt neu. Meine Isopropanolflaschen ließ ich bei meinem 
Auszug aus dem Elternhaus zurück. Das ist zwar 30 Jahre her, aber die 
stehen vermutlich noch dort. Fraglich ob da überhaupt noch was drin ist. 
Allerdings haben die Deckel einen Dichtring und die Flaschen waren 
damals bestimmt 3/4 voll. Das werde ich am WE doch gleich mal checken.

https://www.arbeitsschutz-schulen-nds.de/fileadmin/Dateien/Fachbezogene_Themen/Chemie/Dokumente/peroxidbildende_subst_bgchemie.pdf
#6966056
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Weiterer Verwendungszweck für abgelaufenes Iso: mit Wasser mischen (ca. 
1:1), ein Spritzer Spüli dazu und ab in die Scheibenwaschanlage. 
Frostsicherheit der Mischung sollte bei ca. -10, 15° rum liegen. ist 
also wintertauglich.
Bei einem ehemaligen AG hatten wir ein Mischung mit 70% Iso, 30% Wasser. 
Sollte für teuer Geld an Kunden verkauft werden. Die waren aber nicht 
völlig auf den Kopf gefallen. Danach sollte es für Reinigungszecke 
verbraucht werden. Bewährte sich nicht, weil kleine Wassertröpfchen nach 
dem Verdunsten blieben.
Also sollte es entsorgt werden, was sogar noch Geld gekostet hätte. 
Daraufhin haben meine Kollegen und ich ihre Scheibenwaschanlagen ca. 1 
Jahr damit befüllt, bis es alle war :-)))
#6966132
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Hi,

Jan schrieb:
> Ist es denn richtig, dass eine 10 Jahre abgelaufene 1l Flasche, die
> schon bis zu 4% Peroxide enthalten kann, nicht gefährlich ist, solange
> das in der Flasche auch noch als Gemisch vorhandene IPA nicht
> verdunstet?

Vier Prozent ist schon ein hoher Anteil, auch für eine 10 Jahre alte 
Flasche.
Da müssen die Lagerbedingungen schon relativ Subotimal gewesen sein.
Aber JA: Diese Anteile können vorkommen.

Gefährlich oder ungefährlich ist jetzt natürlich eine Definitionssache.
Wenn wir das aber einzig auf die Gefahr beschränken das es bei der 
normalen Verwendung als reinigungsmittel nur durch die Peroxide zu einer 
Explosion kommt die mit frischem Isopropanol nich tpassiert wäre:
JA- unter dieser Betrachtung sind 4% ein ungefährlicher Anteil.

Als Vergleich: Gängiger Härter für Spachtelmassen (Diese rote Paste) 
enthält ebenfalls organische Peroxide. gängig sind da Härter auf MEKP 
Basis (Methylethylketonperoxid) oder auf Basis von Dibenzoylperoxid.
Und zwar in Konzentration (je nach Anwendung bzw. Produkt) von ~10% bis 
50% ab Werk. Und das Zeug kannst du selbst bei real im Regal neben den 
Motorölen finden.

> So habe ich es nämlich verstanden. Peroxide sind nicht flüchtig, bleiben
> also zurück. 4% von 1l sind immerhin 40ml instabiles Zeug. Das hat
> bestimmt Potential.

40ml pur würden locker ausreichen um z.b. aus der Metallwanne eines 
Ultraschallreinigungsgerätes eine tödliche Splittergranate zu machen.

Leider gibt e nicht mehr viele Videos auf YT zu dem Thema wo man eine 
Explosion mit Angabe zur Menge sieht. Insbeondere wenn man ein Video zum 
verlinken sucht wo es NICHT (auch) um die HErstellung geht.

Hier mal zwei Fundstücke, leider nicht besonders gut.
1. (angeblich) 5ml MEKP - ab Min 4:20
https://www.youtube.com/watch?v=IWPfhwh2qG0

2. Hier sieht man wie nur ein einziger Tropfen MEKP auf Papier 
reagiert...
https://www.youtube.com/watch?v=h9NbCSciU1I

ABER:
1. Deine Information stimmt nicht ganz. Viele organische Peroxide sind 
zwar nicht "leichtflüchtig" wie Isopropanol, aber verflüchtigen tun die 
sich dennoch. WEnn auch deutlich langsamer.

Wie die Verhältnisse in deinem Ultraschallbad sind kann man einfach 
nicht vorraussagen. Da sind ja spätestens seit der ersten Nutzung auch 
eine Menge Fremdstoffe drin. Einige Stoffe können die Peroxidbildung 
beschleunigen, andere verstärken wieder andere sogar gebildete Peroxide 
zersetzen.
Der Wert kann also von 0% bis... gehen.

JEdoch habe ich noch NIE davon gehört das bei normaler Verwendung 
Isopropanol "einfach so" wegen PEroxiden hochgegangen ist. DA ist die 
Dampf bzw. Aerosolbildung wohl die um viele größenordnungen höhere 
Gefahr.

Anders sieht es bei Destillation alles andere wo man Isopropanol mit der 
Folge von starker Volumenreaktion kochen lässt. Da sind Unfälle öfter 
vorgekommen, deshalb sollte man das niemals machen wenn man nicht ganz 
genau weiß was man macht UND vorher sichergestellt hat das man keine 
Peroxide in der Flüssigkeit hat (Durch Test auf Peroxide und/oder zugabe 
einer ausreichenden Menge Peroxidvernichtender Chemikalien)

Das bedeutet also fpr deinen FAll:
Du kannst den Inhalt deines Ultraschallbades ganz unbesorgt in ein 
geeignetes Gefäß geben und dieses gefüllte GEfäß der Fachgerechten 
Entorgung zuführen.

Gruß
Carsten

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