FPC-Buchse - Pin 1?

#6957082
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Sehe ich das richtig, dass es bei FPC-Buchsen keinen Standard gibt, wo 
sich Pin 1 befindet? Oder gibt es da einen Standard, den ich nur nicht 
durchblicke?

Bei Molex und Amphenol sieht es so aus, dass bei liegenden Buchsen in 
der Vorderansicht Pin 1 immer links ist, egal ob die Kontakte auf der 
Unter- oder Oberseite sind. Aber das ist auch nicht bei allen so und hat 
spätestens bei stehenden Buchsen Grenzen.
#6975369
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Bernd schrieb:
> Hast Du mal ein Datenblatt zum konkreten Typ?

Ja, zum Beispiel SFW20R-1STE9LF von Amphenol.

https://de.farnell.com/amphenol-icc/sfw20r-1ste9lf/fpc-ffc-1-0mm-r-a-unten-20kont/dp/1830655

Im Datenblatt Seite 3, da ist die Kontaktseite unten, Pin 1 ist links. 
Auf Seite 4 ist die Kontaktseite oben, Pin 1 ist ebenfalls links, somit 
auf der anderen Seite des Kabels.
Pin 1 orientiert sich hier also nicht am Flachbandkabel, sondern an der 
Seite der Buchse.
#6975699
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Terence S. schrieb:
> Pin 1 orientiert sich hier also nicht am Flachbandkabel, sondern an der
> Seite der Buchse.

Ich kann mir irgendwie schlecht vorstellen, wie ein "Pin1" ähnlich dem 
Pfeilchen bei Schneidklemmverbindern generell funktionieren soll. Es 
gibt ja auch (wenn auch selten) Flexkabel, wo die Kontaktierungseite 
wechselt, also tatsächlich bei Verwendung derselben stehenden Buchsen 
Pin 1 gleich bliebe.
Gast #6976127
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Wir verwenden Würth Stecker und Kabel, da ist die Pin1-Belegung genau 
so.
Ich verwende in Eagle einfach deren Bibliothek.
Letztendlich ist es doch egal, wo P1 ist. Ich achte halt darauf, dass im 
Gegenstecker die Belegung nicht gedreht wird. Deshalb gibt es die Kabel 
mit oben/unten-Kontaktierung.
#6978195
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Nun gut, da auch hier keiner irgendeinen Quasistandard kennt, gehe ich 
davon aus, dass es keinen gibt. Somit wird das nun intern einfach 
festgelegt und fertig.

Damit ist das Thema für mich erledigt, die Antworten noch der 
Volständigkeit halber.

Elektrolurch schrieb:
> Letztendlich ist es doch egal, wo P1 ist.

Im Ergebnis ist es egal, das ist klar, aber nicht im Prozess. Es gibt 
einen Grund, warum zum Beispiel bei Wannensteckern oder D-Sub-Buchsen 
die Nummerierung immer gleich ist. Wenn ich ein generisches Symbol für 
FPC-Buchsen erstelle und nun im Footprint bei mehreren Buchsen Pin 1 mal 
auf der einen und mal auf der anderen Seite mache, dann macht das alles 
sehr fehleranfällig. Ist das immer gleich, muss ich beim 
Zusammenschalten zweier Platinen nur noch darauf achten, ob das Kabel 
die Kontakte auf der gleichen Seite hat oder nicht. Ist das nicht 
gleich, muss ich zusätzlich noch die Orientierung in den einzelnen 
Footprints beachten.

Georg A. schrieb:
> Es gibt ja auch (wenn auch selten) Flexkabel, wo die Kontaktierungseite
> wechselt, also tatsächlich bei Verwendung derselben stehenden Buchsen
> Pin 1 gleich bliebe.

Mir ist bewusst, dass es Fälle gibt, in denen eine Norm überhaupt keinen 
Sinn ergäbe und auch, dass es trotz Vereinheitlichung beim einfachsten 
Fall immer noch etwas zu beachten gibt. Trotzdem wäre es sinnvoll, wäre 
es so weit einheitlich wie möglich, um, wie oben beschrieben, zu 
beachtende Variationen zu reduzieren.

Crazy H. schrieb:
> Naja was Pin 1 ist, bestimmt evtl. nicht die Buchse, sondern das
> Teil, das du da einsteckst (Display?).

Eben das dachte ich auch!
Bei einer Black Box wie einem Display mit Kabel ist das noch sinnvoller. 
Wenn das Kabel da herauskommt, dann finde ich es absurd, dass es von der 
Buchse abhängt (Kontakte auf der Ober- oder Unterseite), ob ein Signal 
an Pin 1 oder Pin 20 angelegt werden muss.

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