Neben allen aktuellen Besonderheiten, ist das einfach der
Halbleiterschweinezyklus. Aktuell sind die Fertigungskapazitäten zu
gering, die Gewinne gut und so denken viele daran in Halbleiterfertigung
zu investieren. Bis ein neues Werk produktiv wird dauert es vielleicht
1..2J. Danach gibt es genug Kapazität, die man dann durch unterbieten
der Konkurrenz in Marktanteile ummünzen will. Das ist die goldene Zeit
für Kunden. Dann gibt es erste Ausfälle, weil Margen kleiner werden und
keiner will mehr in Halbleiterfertigung investieren. Und plötzlich gibt
es (wieder) die große Krise. Laut Fachliteratur soll der Zyklus sich
alle 3..4J wiederholen. Manchmal kommt dann aber noch ein Extra hinzu,
diesmal weniger Kapazität wegen Personalmangel dank Covid-9. Dann werden
die Ausschläge größer.
Also nix dramatisches, nur daß halt heute praktisch nichts mehr ohne
Chips geht. Was sagte ein YT-Autoversteher vor kurzem: rund 50
Steuergeräte in einem Auto. Fehlt z.B. nur ein kleiner AVR, der das
Fenster hoch-/runterfährt, dann geht das Auto nicht vom Band. Vielleicht
erklärt das auch, warum es immer noch 8051 gibt. Da hat an nicht nur
Second-, sondern Multisource.