Tip: RCD empfindlicher machen

Gast #6962432
So habe ich da eine Idee:

In einem Steckergehäuse einen noch zu berechnenden Widerstand plazieren 
der Phase mit Erde verbindet und somit schon ein kleiner Strom von sagen 
wir ganz einfach mal 15mA läuft.
Durch diese Vorspannung des RCD wird dieser doch schon bei 15mA 
ausklicken und nicht erst bei 30mA.
So wäre mit wenig Aufwand ein ordentlich sicherer Zustand der Elektrik 
hergestellt.
Elektricker schrieb:

> Durch diese Vorspannung des RCD wird dieser doch schon bei 15mA
> ausklicken und nicht erst bei 30mA.

Das ist nicht gesagt. Wenn der Fehlerstrom gegenphasig ist, würde
die Emfindlichkeit verringert. Nimm besser einen 10mA-RCD.
Allerdings musst Du dann auch mit häufigereren Fehlauslösungen
rechnen, insbesondere wenn Du viele Schaltnetzteile in Deinem
Netz hast.
Gast
Mach ich auch bei meinen B16 Automaten. Ein paar Widerstände und dann 
gehen im Ruhezustand auch 14A drüber. Schon löst er bei ein paar mehr A 
mehr aus. Einfach Klasse.

Und die Heizkosten fallen plötzlich auch niedriger aus! Seltsam ;D
Gast
Elektricker schrieb:
> der Phase mit Erde verbindet und somit schon ein kleiner Strom von sagen
> wir ganz einfach mal 15mA läuft.
> Durch diese Vorspannung des RCD wird dieser doch schon bei 15mA
> ausklicken und nicht erst bei 30mA.

Ein 30mA-RCD muss spätestens bei 30mA auslösen. Manche machen das aber 
schon bei 12mA, oder bei 23mA oder ... (Exemplarstreuung). Also machts 
u. U. ständig "klack". Abgesehen davon ist ein Steckegehäuse eine ganz 
schlechte Idee, denn je nach Orientierung beim Einstecken liegt der 
Widerstand zwischen Phase und PE oder zwischen N und PE ... Oder 
sollen's der Widerstände zwei werden?

Ganz abgesehen davon würde der Widerstand dauerhaft über 3W verheizen. 
So etwas machen wohl nur besonders Klimabewegte.
... und bei einer PE-Unterbrechung (Drahtbruch) hat der Benutzer dann 
gleich bequemer- und praktischerweise saftige und ordentlich belastbare 
230V auf dem Gehäuse – brilliant!

Normen und Vorschriften sind ja auch vollkommen egal; werden ohnehin nur 
von irgendwelchen Schreibtischtätern ausgedacht, um DICH zu gängeln. 
Kann man also alles geflissentlich ignorieren und sich einfach irgendwas 
zusammenpfuschen, von dem man meint, dass das irgendwie funktionieren 
könnte.

Fachwissen scheint heute auch nicht mehr sonderlich gefragt zu sein. 
Schade eigentlich.
Horst G. schrieb:
> Normen und Vorschriften sind ja auch vollkommen egal; werden ohnehin nur
> von irgendwelchen Schreibtischtätern ausgedacht, um DICH zu gängeln.

Was ich da zum Thema Prüfpflichten manchmal so lese ja. Achja 
Arbeitsbeschaffung für manche Berufsgruppen, die an verschiedenen Normen 
mitarbeiten können ist es obendrein.
Negativbeispiele: Wenn ich da sehe was da neuerdings im Namen der PSA in 
der Industrie gefordert wird: Einerseits wird einem für wirklich jeden 
Furz eine Prüfpflicht auferlegt andererseits darf ich mich an einem 
Objekt sichern an dem ich ein Auto aufhängen würde. Ohne dass das Objekt 
einen Prüfnachweis in Form von wer, wann, und "rund muss die 
Kennzeichnung sein"
Trägt. Natürlich darf die Anschlagpunkte nur ein vom Hersteller des 
Anschlagpunktes mehrtägig geschulter Sachkundiger mit Zertifikat 
prüfen(anschauen)
Welche Berufsgruppe macht sich den E-Check zu Eigen?
Welche Berufsgruppe will mir unbedingt ein jährlich wiederkehrend zu 
prüfenden Rohrtrennersystem zum Füllen der Heizung verkaufen?
Bei uns lehrte die Fa Hansaflex die Sachbearbeiter mit einer von der BG 
ausgegebenen Broschüre , dass empfohlen wird Hydraulikschläuche aus 
Sicherheitsgründen nach spätestend 6 Jahren zu tauschen. Es sei denn es 
herrscht die Erfahrung dass diese auch länger halten können. Einen Arsch 
hat von denen mangels Erfahrung keiner mehr in der Hose.
Brandschutz: wir betreiben Hochregallager in denen nur blanke sowie 
lackierte Karrosserien ein und ausgelagert werden. Da werden in 
teilbereichen Sprinkleranlagen installiert riesige Schnüffelanlagen in 
die Regale gebaut die nur darauf aus sind die Selbstentzündung einer 
Karosserie zu erkennen.
Achja, selbstverständlich werden die Regale inzwischen auch jährlich 
geprüft ob nicht mal versehentĺich eines der Schienengebundenen 
Regalbediengeräte dagegen gefahren ist.
Ich könnte grad so weiter machen...
Gast
Micha schrieb:
> Allerdings könnte man so einen behelfsmässigen Prüfstecker bauen:
> 230V:30mA = 7,6666666 kOhm und prüfen ob der FI generell noch in Ordnung
> ist....

Ach, und wie funktioniert wohl die Test-Taste auf dem RCD? Bisweilen ist 
das Schema sogar aufgedruckt ...
Gast
A. B. schrieb:
> Ach, und wie funktioniert wohl die Test-Taste auf dem RCD? Bisweilen ist
> das Schema sogar aufgedruckt ...

ganz grob gesehen natürlich genauso nur:
lässt der Testwiderstand so um die 100mA fliessen und
prüft man damit nur den FI selbst und nicht die Installation bis zur 
Steckdose
Gast
Das kann ich deinem Hochmut durchaus verraten!

Ein Widerstand der Klasse 20kOhm würde diesen Zweck erfüllen.
Dieser in das Gehäuse eines Schucko-Steckers eingebracht kann mobil 
eingesetzt werden.

Antwort schreiben

Eine eigene Frage? Dieser Thread ist über 4 Jahre alt. Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.

Neuen Thread starten

Eine Lösung, Ergänzung oder Rückmeldung zu diesem Thread? Dann antworte hier.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.