Hallo, ich hoffe das Thema passt hier in das Unterforum.
Ich suche eine Möglichkeit ein TV Kabelanschluss zu verlängern.
Derzeit habe ich eine Multimedia (3-Loch) Enddose am falschen Ende des
Raumes. Hier eingesteckt ist das TV-Kabel welches mit 15m in der
Sockelleiste "ans andere Ende" des Raums geht sowie mein Kabelmodem das
nun quasi auch ans andere Ende des Raums kommen soll.
Ich möchte nur ungern ein zweites 15m für das Kabelmodem in der
Socklleiste verlegen - auch weil Unitymedia bzw. AVM vom 1,5m Max
Kabellänge spricht.
Wie kann ich nun formschön und elegant (sprich: "frauenakzeptabel") die
UP-Dose durch "etwas" ohne Filter, Abschlusswiderstand und ohne Dämpfung
ersetzen? - Ich würde dann mit dem vorhanden TV-Kabel die 15m fahren und
dort wo ich die Dose benötige eine neue AP-Enddose setzen - diese
AP-Dose hat ja dann die entsprechenden Bandpass-filter integriert - bis
dorthin müssen aber alle Frequenzen über ein Kabel transportiert werden.
Theoretisch könnte man das Coax-Kabel "zusammen frickel" und einfach mit
einem aufgebohrtem Dosendeckel aus der Wand fahren - aber gibt es dann
denn nicht auch etwas "schöneres"?
Ich stelle mir sowas in der Art vor:
https://www.amazon.de/dp/B00MI4S080/
Extra Problem: das ganze sollte in einen Schalterrahmen von Jung passen
(CD500-Serie).
Gero R. schrieb:> mit einem aufgebohrtem Dosendeckel aus der Wand fahren -
Oder 30cm im Putz senkrecht runter bis hinter die Sockelleiste,
Blinddeckel drauf und Tapete drüber, WAF 100%
Ja, Klemmstellen zugänglich usw,...
Perfekt. Genau das, was ich suche, Danke!
düfte es ein Problem geben, wenn ich das Signal über eine "gewöhnliches"
TV-Kabel übertrage? (135dB / 75 ohm)
Gero R. schrieb:> Perfekt. Genau das, was ich suche, Danke!
Du meinst den Kaystone?
> düfte es ein Problem geben, wenn ich das Signal über eine "gewöhnliches"> TV-Kabel übertrage? (135dB / 75 ohm)
Jeder Übergang ist bei diesen Frequenzen kritisch zu sehen, aber wenn
die Anlage ordentlich eingemessen ist, sollte es gehen.
Tip: Es gibt auch Keystones innen F / außen IEC männlich, dann kann das
bereits verlegte Kabel bleiben. Wenn die Steckerlänge des verlegten
Kabels reicht, kann ggf. auch ein bündiger Keystone rein:
https://www.berrybase.de/netzwerk-iot/keystone-system/keystone-module/koaxial/keystone-iec-stecker-f-buchse-b-252-ndige-montage-wei-223#
Gero R. schrieb:> düfte es ein Problem geben, wenn ich das Signal über eine "gewöhnliches"> TV-Kabel übertrage? (135dB / 75 ohm)
Wenn es ordentlich verbunden wird nicht.
ich³ schrieb:> Tip: Es gibt auch Keystones innen F / außen IEC männlich, dann kann das> bereits verlegte Kabel bleiben. Wenn die Steckerlänge des verlegten> Kabels reicht, kann ggf. auch ein bündiger Keystone rein:
Ja ich habe den Keystone gemeint.
Ich denke mit einer Blindabdeckung vom Jung und dem IEC-Adapter kann man
da durchaus was gutes draus bauen, Danke für Deine Hilfe!
Das mit dem sauber arbeiten versteht sich von seblst. F-Stecker habe ich
schon oft verpresst, ich denke das bekomme ich hin...
Andre schrieb:
>Oder 30cm im Putz senkrecht runter bis hinter die Sockelleiste,>Blinddeckel drauf und Tapete drüber, WAF 100%
Die Wand aufklopfen ist leider nicht - das gibt Ärger vom Vermieter,
ausserdem haben wir Rauputz, das bekommt man niewieder so hin dass es
nicht auffällt :(
H. H. schrieb:> Wenn man um 15m verlängert, dann kann es sein, dass der Verstärker neu> justiert werden muss.
Die Überlegung hatte ich auch schon.
Ich glaube aber ich sehe im Menü der FritzBox cable die Signalstärke und
Signalqualität, theoretisch könnte man ja im Keller am HAV die
Verstärkung etwas hochdrehen sodass der Pegel an der FB wieder stimmt!?
Gero R. schrieb:> Blindabdeckung
Warum? Passende Keystone-Träger und Abdeckungen gibt's fertig. Nimm
einen gewinkelten einfach Träger wie für Netzwerk üblich, dann steckt
der Stecker gleich schräg nach unten. Wenn der Stecker lang genug ist,
nimm den bündigen Keystone, dann liegt das Kabel max. nah an der Wand.
https://www.jung.de/de/online-katalog/62938845/
Gero R. schrieb:> Verstärkung etwas hochdrehen
Das wird den Gesamtpegel anheben. Die Dämpfung ist jedoch
Frequenzabhängig, Equalizing ist wichtiger als absoluter Pegel. Lasse es
nachmessen oder probiere es einfach aus.
Gero R. schrieb:> theoretisch könnte man ja im Keller am HAV die Verstärkung etwas> hochdrehen sodass der Pegel an der FB wieder stimmt!?
An und für sich ja. Nur solltest du das nicht auf Verdacht oder nach den
Werten der FB machen.
Der letzte (wirklich gute!) Techniker der hier werkelte, brauchte dafür
tatsächlich ne knappe Stunde um alles passend einzustellen.
Gero R. schrieb:> Ich suche eine Möglichkeit ein TV Kabelanschluss zu verlängern.
Dann handelt es sich vermutlich nicht um ein Antennenkabel, sondern um
ein Kabel-TV-Kabel, oder?
ich³ schrieb:> Gero R. schrieb:>> Verstärkung etwas hochdrehen> Das wird den Gesamtpegel anheben. Die Dämpfung ist jedoch> Frequenzabhängig, Equalizing ist wichtiger als absoluter Pegel
Hi,
75 Ohm-Koaxkabel ist nicht gleich 75 Ohm Koax-Kabel.
Einmal ein Vergleich: Ein "normales" von Aldi und ein Ören Hd113
Nur 5 Meter und hinter der Dose.
Bloß nicht am Verstärker rumfummeln.
Der Techniker hier sagte, wenn er zu hoch drehen würde, käme die BNetzA.
Schöner Störsender.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> 75 Ohm-Koaxkabel ist nicht gleich 75 Ohm Koax-Kabel
Dämpfungen sind auch bei verschieden Herstellern verschieden, welch
Wunder.
Ich nehme seit 35 Jahren Wisi, Verlegekabel und tacker mir die Endstücke
IEC von der Dose(female) zum TV(male) selber an. In der Leerdose setzte
ich entweder eine Antennendose oder Blinddeckel drauf und in der Dose
einen F-Verbinder wenn die Dose auf die andere Seite vom Zimmer soll.
https://www.dinic-shop.de/audio-und-tv/video/zubehoer-sat-u-antennenkabel/f-verbinder-koaxialkabel-f-buchse-auf-f-buchse-u-form.html
Ich hatte bei der letzten Renovierung an weiteren Zimmerseiten was
vorbereitet.
Optimal sind Leerdosen 30cm über dem Boden und umlaufend 3-Kammern
Sockelleisten als Kabelkanal, für Strom, Netzwerk, Antenne.
Im Bedarf braucht man die nur zu öffnen Leitung neu oder anders und für
weitere Dosen genügt ab Sockelleiste 30cm Schlitz hoch, leicht
auszubessern.
Kilo S. schrieb:> Irrelevant, beide 75Ohm Impedanz.
Es geht nicht um die Impedanz.
Ob Verluste an der Verbindungsstelle für die Verlängerung kritisch sind,
hängt vom verfügbaren Pegel in Relation zur Empfängerempfindlichkeit ab.
Gewöhnlich kommt über Kabel ein satter Pegel rein, bei einer Antenne
hängt es davon ab, ob direkt an der Antenne ein Verstärker sitzt oder
nicht.
Wolfgang schrieb:> Gewöhnlich kommt über Kabel ein satter Pegel rein
du musst lernen umzudenken, war analog >60dBµV das Maß ist es bei DVB-C
>40dBµV (rund 20dB weniger) und darf nie zu hoch werden.
Joachim B. schrieb:> du musst lernen umzudenken
Na dann...
EN 60728-1:
- DVC-C 64 QAM min. 47 dBµV, max. 67 dBµV
- DVC-C 256 QAM min. 54 dBµV, max. 74 dBµV
- FM-TV min. 47 dBµV, max. 77 dBµV
(an der Dose, versteht sich)
Joachim B. schrieb:> du musst lernen umzudenken, war analog >60dBµV das Maß ist es bei DVB-C>>40dBµV (rund 20dB weniger) und darf nie zu hoch werden.
Hi,
in der Beschreibung eines Digital-Kabel-Radioreceivers steht zum
Beispiel:
empfohlene Signalqualität:
"...64QAM Pegel 50...67 dBµV und C/N > 27 dB, BER < 10 hoch -5
256 QAM Pegel 56...73 dBµV und C/N >33 dB, BER < 10 hoch -5..."
ciao
gustav
ich³ schrieb:> QAM min. 47 dBµV
sagte ich doch ca. 20dB weniger
nu nagelt mich nicht auf einzelne dB fest, so genau pi**t kein Bulle und
mein Messgerät ist etwas älter(KWS ama210s).
Hatte ich analog immer auf >60dBµV an jeder Dose geachtet (am
Splittverstärker eingestellt und auf Schieflage nach Strecke
eingepegelt) musste ich wegen DVB-C umlernen, kaum drehte ich den Pegel
passend für meine AV-Modulatoren hin stotterten die DVB-C Kanäle!
Ich musste also auch auf die Obergrenze achten und je tiefer ich war
umso besser lief DVB-C.
Kann aber natürlich auch am SNR der Antennenverstärker liegen, ist ja
mittlerweile nun der 3te oder 4te weil der Kabelnetzbetreiber in seiner
unendlichen Weissheit oder gesponsert von den Firmen ausgerechnet die
wichtigsten Kanle (öff.rechtl.) zwischen VHF & UHF einstellten.
Ich ärgerte mich auch und fragte auf einem Lehrgang einen Kollegen von
ehemals KabelDeutschland warum die dort nicht die S*x und P*rno Kanäle
oder die IP Telefonie dort reinlegten.
Er meinte das haben sie bandbreitentechnisch nicht hinbekommen!
Und deswegen schmeisse ich einen teuren Splitbandverstärker weg, wieder
mal.
Es sind aber immer meine teuer bezahlten 1000DM Teile
(Splitbandverstärker, Tuner), noch voll funktionsfähig, die von
"Amtswegen" obsolet gemacht wurden!
Joachim B. schrieb:> sagte ich doch ca. 20dB weniger
?
DVB-C je nach Modulation max. 67 bis 74 dBµV! Das ist quasi gar nix
weniger als Analog. Die meisten Consumer-Tuner bekommen so ab ca.
Mitte/Ende 70 dBµV Bauchschmerzen (Übersteuern).
> etwas älter(KWS ama210s)
"Etwas", ja.
ich³ schrieb:> DVB-C je nach Modulation max. 67 bis 74 dBµV!
mag ja richtig sein, aber wenn ich an der letzten Dose diese Pegel in
meinem Subnetz einstelle muss der Verstärker so hoch gedreht werden das
SNR offensichtlich nicht mehr passt, die Bitfehlerrate steigt dann
ungeniessbar an und das für DBV-C 20 dB weniger empfohlen sind habe ich
mir nicht ausgedacht, fand ich irgendwo, aber gut alle anderen wissen ja
eh besser über meine Installation bescheid. Vielleicht zeigt mein Ama
auch nur falsch an, dann hast du recht und der Pegel stimmt.
Joachim B. schrieb:> in meinem Subnetz> meine Installation
Daran zweifelt ja auch keiner, aber "dein Subnetz" ≠ "allgemeine
Regeln". Das so manche Tuner nahe den max. Pegeln einen Herzkasper
bekommen, ist auch unbestritten.
ich³ schrieb:> Das so manche Tuner nahe den max. Pegeln einen Herzkasper> bekommen, ist auch unbestritten.
danke, deswegen ist es müssig darüber zu streiten, ob meine 20dB weniger
stimmen.
Ich kaufe auch nicht alle 5 TV neu um bessere Exemplare zu finden.
Überhaupt seit wann halten sich Consumer Geräte an Normen, sie kommen
denen allenfalls näher oder nicht.