Konstruktion eines gleichschenkligen Dreiecks

#6965842
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Hallo,

bei einem gleichschenkligen Dreieck ist die Länge der Basis "c" und die 
Größe des gegenüberliegenden Winkels "Gamma" bekannt.

Wie konstruiere ich dieses Dreieck möglichst elegant bzw. einfach? Mein 
Ansatz ist den Spitzen Winkel zu zeichnen, anschließend die 
Winkelhalbierende des Winkels zu bestimmten und parallel zu der 
Winkelhalbierenden im Abstand von "c/2" zwei weitere Hilfsgeraden zu 
zeichnen. Die Schnittpunkte der Hilfsgeraden mit den Geraden des 
anfänglich gezeichneten Winkels ergeben die Punkt "A" und "B" des 
Dreiecks.

Sehr elegant finde ich den Ansatz nicht, da ich die Strecke "c" noch 
geometrische durch 2 teilen muss. Gibt es bessere Möglichkeiten?

Mit freundlichen Grüßen
Guido
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#6965898
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>da ich die Strecke "c" noch geometrische durch 2 teilen muss.

So geht es ohne diese Teilung:

Punkt A festlegen und darin Winkel gamma zeichnen. Winkelhalbierende 
konstruieren. Senkrechte dazu durch A konstruieren. Kreis um A mit dem 
Radius AB schlagen ergibt zwei Schnittpunkte; einen davon "B" nennen. 
Konstruktion der beiden durch B verlaufenden Winkelgeraden-Parallelen 
liefert erneut zwei Schnittpunkte; einen davon "C" nennen. Der andere 
ist dann dessen Spiegelpunkt bzgl. der Grundseite AB.
Beitrag #6966000 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6966085
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Wenn der Winkel Gamma vorgegeben ist und Du wirklich nur ein Lineal ohne 
Skala hast und einen Zirkel, mit dem Du den Wert für c abnehmen kannst, 
dann ist Dein Verfahren sehr gut.

Wenn Du strecken messen kannst mit dem Lineal, dann braucht es das alles 
natürlich nicht.
#6966145
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Hallo,

vielen Dank für Eure Beträge.

Für die Konstruktion liegen Geodreieck und Zirkel vor.

Man könnte natürlich aus dem Winkel Gamma die Winkel Alpha und Beta 
berechen, ich finde das aber irgenwie "ungeometrisch".

A. S. schrieb:
> Wenn der Winkel Gamma vorgegeben ist und Du wirklich nur ein Lineal ohne
> Skala hast und einen Zirkel, mit dem Du den Wert für c abnehmen kannst,
> dann ist Dein Verfahren sehr gut.

So mag ich Geometrie am liebsten! Die alten Griechen hatten bestimmt 
kein Geodreieck.

Mit freundlichen Grüßen
Guido
Gast #6966166
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Guido C. schrieb:
> Die alten Griechen hatten bestimmt kein Geodreieck.

Bei den alten Griechen war das Lineal ohne Skala. Man konnte aber 
strecken abnehmen. Und so Vielfache erzeugen, z.b. Wurzel 2 indem man 
ein rechtwinkliges Dreieck daraus macht.

Ist es denn eine Aufgabe, oder private Spielerei?
#6966213
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Hallo Martin,

Martin J. schrieb:
> So geht es ohne diese Teilung:
>
> Punkt A festlegen und darin Winkel gamma zeichnen. Winkelhalbierende
> konstruieren. Senkrechte dazu durch A konstruieren. Kreis um A mit dem
> Radius AB schlagen ergibt zwei Schnittpunkte; einen davon "B" nennen.
> Konstruktion der beiden durch B verlaufenden Winkelgeraden-Parallelen
> liefert erneut zwei Schnittpunkte; einen davon "C" nennen. Der andere
> ist dann dessen Spiegelpunkt bzgl. der Grundseite AB.

habe ich Dich richtig verstanden (siehe Anhang)?

Mit freundlichen Grüßen
Guido
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#6966229
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Hallo A. S.,

A. S. schrieb:
> Ist es denn eine Aufgabe, oder private Spielerei?

es steht keine konkrete Aufgabe dahinter.

Die Frage kam mir in den Sinn, als ich mir in dem Wikipediaartikel über 
Dreiecke (https://de.wikipedia.org/wiki/Dreieck) das Bild "Übersicht 
über die Rechenwege und zu benutzenden Werkzeuge bei der Berechnung 
eines beliebigen Dreiecks" angeschaut habe 
(https://de.wikipedia.org/wiki/Dreieck#/media/Datei:Beliebiges_Dreieck_cde.png). 
Ich habe mir überlegt, wie man die oberste Zeile der Dreiecke 
geometrisch konstruieren kann. Weiterführend kam ich dann zu der im 
Eingangsbeitrag von mir gestellten Frage.

Mit freundlichen Grüßen
Guido
#6966256
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>habe ich Dich richtig verstanden (siehe Anhang)?

Ja. Wenn Dir ein Dreieck reicht, musst Du auch nur eine Parallele 
konstruieren, wie Du es gemacht hast.

In der "Vollversion" würdest Du sogar vier Parallelen konstruieren, 
nämlich auch noch die bzgl. des Spiegelpunkts B'. Dann bekommst Du vier 
Dreiecke, nämlich alle mit der Eigenschaft "haben den Punkt A gemeinsam 
und liegen mit ihrer Grundseite auf derselben Gerade".
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     /\     /\
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    /  \   /  \
3
   /    \ /    \
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  B'-----A------B
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     \/     \/
#6966655
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>Aber den Winkel kannst Du ja nicht "abmessen".

Deshalb waren bei den alten Griechen Winkel auch immer in Form zweier 
aufgemalter nichtparalleler Geraden gegeben. Dann stellen sich bestimmte 
Fragen von vornherein nicht, z. B. ob man ein Stück Plastik mit einer 
Winkelskala braucht, oder ob die Rechnung 90° - gamma/2 nützlich ist.

Die Aufgabe wäre klassisch so gestellt:

Auf ein Blatt Papier seien eine Strecke AB aufgemalt sowie (irgendwo 
sonst) zwei nichtparallele Geraden im Winkel gamma zueinander. 
Konstruiere nur mit Zirkel und (einteilungslosem) Lineal alle 
gleichschenkligen Dreiecke mit AB als Grundseite und Innenwinkel gamma 
im Punkt C.

Da bringt die Lösung dann maximalem Spaß und Lerneffekt.

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