Hier mal was zum Wochenende:
Fast 35 Jahre "Backstage" unterwegs hat man sein
Flightcase/Trolley-Labor für Last-Minute-Sessions.
Abenteuerlich-liebevolle Konstruktionen, luftfrachtfest, meist ohne
Netzstrom etc.
Irgendwas reisst immer ab, besonders gerne 5 Minuten vor LiveStart und
wenn die Schlipsträger der Plattenfirmen in der 1. Reihe sitzen.
Derzeit baue ich was neues und kramte historische Teile aus dem "alten"
hervor, zum Beispiel diesen Gas-Lötkolben "Portasol".
Das Teil wurde 1989 bei "Vier-gegen-Willi" in Ravensburg zuletzt
genutzt, +30 Jahre ist das her.
Hielt SEITDEM ECHT die letzte Füllung, sprang gestern per eingebautem
Kratz-Zünder sofort an und lief perfekt!
HEUTE wäre ich froh, wenn wenigstens die Luxus-Teile (Weller, etc..) mal
für paar Tage die Inkontinenz unterdrücken könnten, ohne daß ich als
Gas-Urologe ständig mit der Nachfüllkartusche daneben stehen muss.
Falls hier auch jemand "im Feld" arbeitet freue ich mich über
feuilletonistische Erfahrungsberichte...
Ich habe so ein Teil von Bosch rumliegen, sicher auch 25-30 Jahre alt,
hat aber kein Jahr funktioniert :-(
Aber anscheinend gibts Firmen, die sowas funktionierend bauen können.
Gratuliere :-)
Genau diesen Gaslöter hatte ich auch sehr lange.
1989 gekauft könnte hinkommen.
Bei mir war es ein ewiger Begleiter in der Startbox für Modellflugzeuge.
Irgendwann bin ich mal draufgetreten, wenn ich mich recht erinnere...
Das hat er nicht überlebt.
Bis dahin hat er immer zuverlässig funktioniert.
Hermann Kokoschka schrieb:> Irgendwas reisst immer ab, besonders gerne 5 Minuten vor LiveStart und> wenn die Schlipsträger der Plattenfirmen in der 1. Reihe sitzen.
Das geht na noch! Aber LiveReparatur (und das noch ohne festen Boden)
ist schon spektakulärer:
https://youtu.be/n3tJtL_nOF4?t=125
Habe ich auch noch im Werkzeugkoffer. Damals so in den 90ern in der
Autrix Baden Gekauft.
Allerdings tut einer von den dreien die ich habe nicht mehr, weil das
Ding doch Tatsächlich eine Thermoisolierung im Ventil hat, und ich damit
mal zu lange gelötet hatte.
Das Verrückte ist obwohl das Ding auch schon zig Jahre liegt, das Gas
ist noch immer drin!
Ich habe auch noch eines von Weller(hiess glaub auch Portasol), auch
schon zig Jahre alt, und tut noch immer.
Dennoch habe ich in fast jedem Werkzeugkoffer auch ein T100
drin(Elektrisch), weil der sich besser für SMD eignet als das Gasteil.
Aber wenn man mal so richtig Fette Leitungen löten will, ist das Gasteil
unschlagbar, Schnell heiß und hält auch relativ lange durch, bis die
Gaspatrone lehr ist.
Dann ist sie schnell wieder gefüllt.
Achtung mann sollte kein zu Billiges Feuerzeug-Gas verwenden, den das
kann die Düse verstopfen, weil da oft auch "Dreck" drin ist.
Hermann Kokoschka schrieb:> Falls hier auch jemand "im Feld" arbeitet freue ich mich über> feuilletonistische Erfahrungsberichte...
Ein roter Portasol war auch mein richtiges Arbeitstier, in der Sahara
monatelang damit unterwegs und viele Geräte damit repariert - jeder der
ihn sah, wollte ihn mir abkaufen. Ich flog mit ihm zurück und er war
später noch richtig im Einsatz bis zu seinem verdienten Ruhestand,
löchriges Sieb, Katalysatorwolle ausgebrannt, endgültig verschlissen,
verdienter †
Nachfolger: Ein Weller BP Akkus/Batterie. Bin zufrieden. Für schwere
Einsätze
Mit Gas gibts hier nur noch ein blauer schlanker Vollmetall Torch
(Brenner).
Anita H. schrieb:> Das geht na noch! Aber LiveReparatur (und das noch ohne festen Boden)> ist schon spektakulärer:https://youtu.be/n3tJtL_nOF4?t=125
Fast schon vergessen - irgendwie wars "normal" wie ein Feuerzeug -
danke.
Ich habe zwar keinen Löter, aber eine Campinggas-Lampe (so eine mit
Glühstrumpf), die hing seit mehr als 25 Jahren bei mir in der Garage.
Anlässlich eines Umzugs habe ich probiert ob sie noch funktioniert -
kein Problem, noch voller Gasdruck in der eingeschraubten Kartusche. War
schon eine tolle Qualität.
Georg
Patrick L. schrieb:> Aber wenn man mal so richtig Fette Leitungen löten will, ist das Gasteil> unschlagbar, Schnell heiß und hält auch relativ lange durch, bis die> Gaspatrone leEr ist.
Ich habe zwei Bosch, gab es mal extrem günstig im Belegschaftsverkauf.
Da ich in der Garage keinen Strom hatte, war das hilfreich - einen mit
dicker Lötspitze, den anderen mit der Heißluftdüse für Schrumpfschlauch.
Seit ewigen Jahren nicht mehr benutzt, sollte ich vielleicht mal testen.
> Dann ist sie schnell wieder gefüllt.> Achtung mann sollte kein zu Billiges Feuerzeug-Gas verwenden, den das> kann die Düse verstopfen, weil da oft auch "Dreck" drin ist.
Ich kenne das Problem von Feuerzeugen, dass aus denen irgendwann einfach
kein Gas mehr kommt.
Was ist Deine Alternative zu billigem Feuerzeuggas?
Georg schrieb:> aber eine Campinggas-Lampe (so eine mit> Glühstrumpf), die hing seit mehr als 25 Jahren bei mir in der Garage.> Anlässlich eines Umzugs habe ich probiert ob sie noch funktioniert -> kein Problem, noch voller Gasdruck in der eingeschraubten Kartusche.
Gebaut für Schönwettercamper. Ich war auch im Winter unterwegs, da kam
aus den blauen GAZ-Kartuschen (Butan) kaum noch etwas heraus. Es gibt
inzwischen andere, die Propan-Butan-Gemisch füllen, die gehen etwas
besser.
Kleine Anekdote aus einem Praktikum
In einem Steinbruch musste ich an einem Backenbrecher einen Sensor
reparieren. In 5m Höhe! (Mengenmessung des Bruchguts) Der wasserdichte
12polige Rundstecker hielt den Vibrationen nicht stand. Ca 250km von der
Firma entfernt kein Ersatzkabel dabei, nur einen Ersatzstecker.
Zusätzlich weigerte sich der Bediener das riesige Gerät zum Austausch
der Leitung zu zerlegen, sondern gab mir max 1h für die Reparatur vor
Ort.
Ich also mit dem notwendigsten Werkzeug das Förderband hoch, den Stecker
in filigraner Feinarbeit in dieser windigen und wackeligen Umgebung
ersetzt. (mit dem kleinen Gaslötner gelötet)
Mein damaliger Chef wollte es mir erst nicht glauben, die Handies hatten
damals noch keine Kameras, also keine Beweise für diese verrückte
Aktion. Erst als er zwei Wochen später zum Abbau mitkam, bestätigte der
Bediener meine Story.
Den Stecker mit dem Kabelrest hatte ich noch einige Jahre als
Erinnerung, ist aber leider bei einem Umzug verloren gegangen. Den
Lötkolben gibt es aber noch!
Ich habe den Weller Pyropen. Leider ist der schon komplett verstopft.
Danke für den Tipp mit dem sauberen Gas. Wusste ich nicht.
Fangt ganz innen an. Habt Ihr einen Tipp wie man die verschlossenen
Düsen (auch wenn sie nicht so aussehen), wieder aufbekommt? Mit 6 bar
Druckluft reinblasen traue ich mich nicht.
Tester schrieb:> Ich habe den Weller Pyropen. Leider ist der schon komplett verstopft.> Danke für den Tipp mit dem sauberen Gas. Wusste ich nicht.> Fangt ganz innen an. Habt Ihr einen Tipp wie man die verschlossenen> Düsen (auch wenn sie nicht so aussehen), wieder aufbekommt? Mit 6 bar> Druckluft reinblasen traue ich mich nicht.
Schau mal hier, welchen Druck Flüssiggas bei welcher Temperatur
entwickelt:
https://www.kka-online.info/imgs/101172833_cb8833dcca.jpg
Tester schrieb:> Danke, dann wird nur eine chemische Reinigung vielleicht helfen.
????
Wenn Du im Löter reines Butan verwendest, werden die 6bar Deines
Blasebalgs bereits bei 55°C erreicht, bei Propananteil reichlich früher,
reines Propan bei ca. 6°C.
Gut 50°C sollte noch jedes Billigst-Einwegfeuerzeug aushalten, wie auch
jede Dose mit Haarspray, Deo, Sprühlack, usw., wo man oft einen
erhöhten Propananteil als Treibgas antrifft.
Hat Dein Kompressor keinen einstellbaren Druckminderer?
Und/oder Druckkessel?
Mit einer Ausblaspistole bekommst Du aber eine schlüssige Verbindung mit
6bar wohl eh nicht so einfach hin, der meiste "Druck" dürfte als daneben
gehen.
Andere Frage ist tatsächlich, ob da Druckluft überhaupt etwas hilft.
Oder auch Chemie...?
Ich habe diverse Brenner für Flüssiggas und "härtere" Gase, irgendwann
ist immer "Freibrennen" der Verkokelungen mit zweitem Brenner angesagt.
Ist dabei Kunststoff/Gummi in der Nähe/verbaut, ist vorheriges Zerlegen
angesagt.
Was da beim Weller Pyropen möglich ist, kann ich leiden nicht sagen.
Aber erst einmal alles zerlegen, was möglich ist..
Irgendetwas in den Gastank zurückblasen bringt eh wenig bis nix, wenn
man das Füllventil nicht ausbauen kann.
seit Jahren auf der ganzen Welt dabei, und schon so manchen Sieg
gerettet,..
der "Glühstrumpf" brennt mit der Zeit ab, neuen rein und gut...
das Gewinde vorne ist M7 falls das mal wer braucht,..
Angestoßen durch diesen Thread habe ich die Tage auch mal geschaut.
Die beiden Bosch wurden 1990 gekauft und waren mindestens 25 Jahre nicht
mehr an. Die Blechschachtel habe ich damals selbst angefertigt.
Die beigelegte Nachfülldose ist leer, aber die beiden Lötkolben ließen
sich klaglos in Betrieb nehmen, sind also ordentlich dicht.
Die montierte Lötspitze hat etwa die Abmessungen, wie man sie von der
8er-Bratspitze des Weller-Magnastaten kennt, passend für dicke Litze.